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Festwoche zu Ehren Korbinians am Freisinger Domberg

Groß und Klein feiern Bistumspatron mit Gottesdiensten, Kulturprogramm und europäischem Markt
Korbiniansfest 2018
München/Freising, 18. November 2018. Eine Woche lang feiert das Erzbistum München und Freising seinen Patron, den Heiligen Korbinian. Höhepunkte der Festwoche sind am Freitag, 23. November, um 18.30 Uhr die Lichterprozession mit dem Korbiniansschrein von der Heilig-Geist-Kirche zum Freisinger Mariendom mit anschließendem ökumenischem Vespergottesdienst sowie am Samstag, 24. November, um 10 Uhr der Festgottesdienst im Dom mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und um 15 Uhr die Korbiniansvesper mit Reliquienprozession und Kindersegnung. Ein umfangreiches Kultur- und Begegnungsprogramm ergänzt den Festtag.
 
Auf einem Markt auf dem Freisinger Marienplatz und der Unteren Hauptstraße präsentieren sich zudem am Samstag von 8 bis 18.30 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18.30 Uhr europäische Gemeinden und Regionen, die mit dem Lebensweg des Heiligen Korbinian oder mit dem Erzbistum München und Freising verbunden sind. Neben traditionellem Schmuck und Bildhauerarbeiten werden Lebensmittel wie Speck, Honig und Spirituosen angeboten.
 
Bereits am Samstag, 17. November, haben sich mehrere Tausend Jugendliche und junge Erwachsene zur Jugendkorbinianswallfahrt getroffen. Nach dem Festgottesdienst im Mariendom um 16 Uhr mit Kardinal Reinhard Marx fand ein Festival auf dem Freisinger Festplatz statt. Am Montag kamen Seelsorger in Freising zusammen, am Dienstag Mitarbeiter des Erzbischöflichen Ordinariats und am Mittwoch Lehrer der diözesanen Schulen. Am Donnerstag treffen sich Religionslehrer, am Nachmittag feiern Orden und geistliche Gemeinschaften einen Gottesdienst. Das Leitwort des Korbiniansfestes in diesem Jahr, „Worauf baust du?“, greift eine Begebenheit aus dem Leben des Heiligen und die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Dombergs auf, die im August begonnen haben.
 
Der Heilige Korbinian verkündete im achten Jahrhundert als Wanderbischof den christlichen Glauben in Altbayern. Ab etwa 724 wirkte er als erster Bischof in Freising am Hof von Herzog Grimoald. Um 730 starb Korbinian in Freising und wurde nach seinem Wunsch in Mais in Südtirol bestattet. Seine Reliquien wurden auf Veranlassung von Bischof Arbeo im Jahr 768 am 20. November nach Freising gebracht. Korbinian gilt als geistlicher Vater und erster Bischof des alten Bistums Freising und der nach der Säkularisation 1821 daraus hervorgegangenen Erzdiözese München und Freising. Seit mehr als 1000 Jahren wird mit dem Korbiniansfest die Übertragung seiner Gebeine nach Freising gefeiert. (ct)