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Gedenkgottesdienst für die Weiße Rose in der Universitätskirche

Lesung aus Briefen und Tagesbucheinträgen der studentischen Widerstandsgruppe
Weitere Veranstaltungen für Studierende, Jugendliche und Kulturschaffende
Gottesdienst Weiße Rose
München, 8. Februar 2018. Am 75. Jahrestag der Verhaftung von Hans und Sophie Scholl sowie Willi Graf erinnert ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Universitätskirche St. Ludwig an sie und die weiteren Mitglieder der Weißen Rose. Die Feier mit Weihbischof Bernhard Haßlberger, der evangelisch-lutherischen Stadtdekanin Barbara Kittelberger und dem griechisch-orthodoxen Erzpriester Apostolos Malamoussis beginnt am Sonntag, 18. Februar, um 17 Uhr. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht eine szenische Lesung: Schülerinnen und Studierende tragen Ausschnitte aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen der Mitglieder der Weißen Rose vor. Im Anschluss findet gegen 18.15 Uhr im Pfarrsaal St. Ludwig ein Zeitzeugengespräch mit der 98-jährigen Eva Hönigschmid statt, die während ihres Studiums in München mit Alexander Schmorell und Christoph Probst von der Weißen Rose befreundet war.
 
Für Donnerstag, 22. Februar, den 75. Todestag von Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, laden die Katholische Hochschulgemeinde und die Evangelische Studentengemeinde an der Ludwig-Maximilians-Universität München Studierende zu einer Gedenkfeier in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim mit anschließendem Gang zu den Gräbern ein. Der Hinrichtungsraum, in dem die Mitglieder der Weißen Rose und zahlreiche weitere Gegner der Nationalsozialisten ermordet wurden, ist heute eine Gedenkstätte.
 
Jugendgruppen können sich an zwei Aktionstagen näher mit der Weißen Rose befassen: Beim Sophie-Scholl-Tag der Katholischen Landjugendbewegung München und Freising am Donnerstag, 15. Februar, erfahren sie auf einer Stadtrallye mehr über das Leben von Sophie Scholl und setzen sich mit dem Thema Zivilcourage auseinander. Die Evangelische Jugend München und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend in der Region München laden für Samstag, 24. Februar, zum Workshoptag „Widerstehen lernen“ ein. An der Ludwig-Maximilians-Universität erfahren die Jugendlichen zunächst mehr über die Geschichte der Weißen Rose, in Zeitzeugengesprächen setzen sie sich anschließend mit der Zeit der Nationalsozialismus auseinander.
 
Für Künstler und Kulturschaffende bietet die Kunstpastoral zwei Exkursionen an, die den Umgang mit dem Gedenken an den Widerstand im Nationalsozialismus thematisieren. Am Freitag, 9. März, geht es in der Münchner Innenstadt um „Erinnerungskultur am Beispiele neuerer politischer Denkmäler“, am Samstag, 17. März, befasst sich eine Exkursion nach Dachau mit Gedenkorten auf dem ehemaligen Gelände des Konzentrationslagers Dachau und der Spiritualität der Weißen Rose. (gob)

Weitere Informationen:
www.weisse-rose-stiftung.de
www.75jahreweisserose.de