Lichtinstallation von Biennale-Künstlerin auf dem Domberg

Kubus von Brigitte Kowanz ist in der Johanneskirche zu sehen
Neue Dauerausstellung im Dom zeigt Arbeitstechniken hinter der künstlerischen Ausstattung
Lichtinstallation "Lost in Thougth"
Lichtinstallation von Brigitte Kowanz
Freising, 17. November 2017. In der Johanneskirche auf dem Freisinger Domberg ist ab Samstag, 18. November, die Lichtinstallation „Lost in Thought“, ein Neuerwerb des Diözesanmuseums, zu sehen. Die Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz schuf den Kubus, der mit Leuchtschriften und Spiegeln scheinbar grenzenlose Lichtkanäle erzeugt und so facettenreiche Gedanken- und Deutungsräume eröffnet. Die Zusammenarbeit von Diözesanmuseum und Domkirchenstiftung ermöglicht es, das Werk im gotischen Altarraum der Johanneskirche zu zeigen und so einen reizvollen Kontrast zwischen zeitgenössischer Lichtkunst und mittelalterlicher Sakralarchitektur herzustellen.
 
Brigitte Kowanz bespielte auf der diesjährigen Biennale in Venedig den österreichischen Pavillon. Ihre außergewöhnlichen Werke sind losgelöst von traditionellen Gattungsdefinitionen und entwickeln eine sehr individuelle Bild- und Symbolsprache. Bis Freitag, 26. Januar 2018, ist „Lost in Thought“ in der Johanneskirche zu sehen, die täglich von 8 bis 17 Uhr zugänglich ist.
 
Auf der Empore des Freisinger Doms präsentieren Diözesanmuseum und Domkirchenstiftung ab Samstag, 25. November, zudem eine neue Dauerausstellung, die Einblicke in die Werk- und Arbeitstechniken gewähren, die hinter der künstlerischen Ausstattung des Freisinger Doms stecken. So ist eine Kopie eines Freskos von Cosmas Damian Asam zu sehen, die den schrittweisen Aufbau der Malerei zeigt, von der Wandfläche über den Putzauftrag und die Ritzung der Umrisse bis hin zur farbigen Ausmalung.
 
Verschiedene Stuckarten können ebenso betrachtet und betastet werden wie ein Holztafelbild während der verschiedenen Arbeitsschritte zu seiner Herstellung. Werkzeuge zum Vergolden werden gezeigt sowie pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe, aus denen Farben hergestellt wurden. Die Dauerausstellung ist nur im Rahmen von Führungen und pädagogischen Angeboten zugänglich. (gob)
 
 
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© Diözesanmuseum Freising