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Zahl der Katholiken im Erzbistum geht nur leicht zurück

Registerbereinigung der Stadt München führt zu allgemeinem Rückgang der Bevölkerungszahl
Fast alle katholischen Kinder empfangen die Erstkommunion, die meisten auch die Firmung
München, 20. Juli 2018. Die Zahl der Katholiken im Erzbistum München und Freising geht weiterhin nur leicht zurück. Zum 31. Dezember 2017 lebten auf dem Gebiet des Erzbistums rund 1,695 Millionen Katholiken (2016: 1,719 Millionen), was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von etwa 45 Prozent (2016: 46 Prozent) entspricht. Die Zahl der Katholiken ist damit um 1,4 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent) zurückgegangen. Bei nahezu gleichbleibenden Austrittszahlen ist der Rückgang auch auf eine Registerbereinigung im Einwohnermeldeamt der Stadt München und eine Abschwächung der Zuwanderung zurückzuführen. Es gab geringfügig mehr Trauungen als im Vorjahr, die Zahl der Taufen, Erstkommunionen und Firmungen ging leicht zurück. Die Zahlen gehen aus den „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2017“ hervor, die am Freitag, 20. Juli, durch die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht wurden.
 
Der leichte Rückgang der Katholikenzahl hat mehrere Ursachen: Die Zahl der Austritte blieb mit 17.998 nahezu unverändert hoch (2016: 17.987). Zudem wurde von der Stadt München eine Registerbereinigung im Einwohnermeldeamt durchgeführt, wodurch es zu einem Rückgang der Bevölkerung in der Stadt München kam. Auch hat sich die Zuwanderung auf das Gebiet der Erzdiözese gegenüber den Vorjahren abgeschwächt. Die Zahl der Eintritte in die katholische Kirche stieg von 193 auf 302, die Zahl der Wiederaufnahmen sank von 786 auf 774.
 
3.390 Paare wurden 2017 auf dem Gebiet der Erzdiözese getraut (2016: 3.359), 14.364 Mal wurde die Taufe gespendet (2016: 14.586). Nach wie vor empfangen fast alle katholischen Kinder die Erstkommunion und die meisten die Firmung: 2017 gingen 97,5 Prozent der katholischen Kinder in der dritten Jahrgangsstufe zur Erstkommunion (2016: 97,6 Prozent) und 78,9 Prozent der Jugendlichen zur Firmung (2016: 88,1 Prozent). Die Zahl der Firmungen schwankt im Jahresvergleich stark, da für die Firmspendung häufig zwei Jahrgänge zusammengefasst werden. Die Zahl der Beerdigungen blieb mit 16.805 nahezu unverändert (2016: 16.729).
 
An einem durchschnittlichen Wochenende fanden im Jahr 2017 im Erzbistum 1.518 Sonntags- und Samstagsvorabendgottesdienste statt (2016: 1.557). 167.161 Menschen nahmen an einem durchschnittlichen Wochenende an den Gottesdiensten teil (2016: 173.296), das sind 9,9 Prozent der Katholiken (2016: 10,1 Prozent). (gob)
 
 
Hinweis:
Die „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2017“ stehen unter www.dbk.de zur Verfügung. Weitere Daten finden sich unter www.dbk.de in der Rubrik „Zahlen und Fakten“.