Sommer in der Pfarreiengemeinschaft Allach-Untermenzing 2020


Die Coronakrise dauert an und wirkt sich trotz der vorsichtigen Lockerungen nun jetzt weiter auf unsere Ferien- und Urlaubsgestaltung aus. Unser Bewegungsradius ist geringer geworden. Unsere Planungssicherheit ist ungewohnt begrenzt – Sicherheitsmaßnahmen gelten nur für zweiwöchige Zeiträume. Alle Augen richten sich auf die Zahlen neuer Krankheitsfälle und die Reisebeschränkungen. Im Grunde aber sind die Überlegungen jetzt vor den "Corona"-Sommerferien so wie immer: Wegfahren oder Urlaub zu Hause verbringen? Sich's bequem machen oder Kulissenwechsel suchen? Entspannen oder Aktivurlaub? Oder Projekte angehen?  Freunde und Verwandte besuchen oder in die Fremde gehen?

Vor dem unsicheren Hintergrund der Coronakrise besinnen sich viele zurück auf die wesentlichen Dinge, z.B. Beziehungen, Heimat, Zeit, Werte und Wertschätzung. Dazu dient uns ein altbekannter Spruch, „Carpe diem - Nutze den Tag!“: jeden Tag dankbar sein; jeden Tag versuchen, gut zu leben; jeden Tag versuchen Beziehungen zu pflegen; Sorge um unsere Umgebung tragen; bewußt erleben und schätzen, was uns wertvoll ist ...

... und hierbei begegnen wir ganz mühelos und natürlich Jesus Christus. Seine Präsenz in den wesentlichen Dingen des täglichen Lebens, unverschleiert von der gewohnten Routine, von vollen Terminkalendern, sogar vom gelegentlichen Kirchgang, kann eine der großen Erkenntnisse für uns in dieser Krise sein.  

Man fragt – durchaus berechtigt – nach der Relevanz der Kirche in den heutigen Zeiten – eine kritische Frage für eine große, komplexe, auch fehlbare Institution. Eine persönliche Reflexion über die "wesentlichen Dinge" kann aber eine kleine Antwort darauf geben. Und kann eine Wiederentdeckung sein, die Kraft und Zuversicht in diesen außergewöhnlichen Zeiten spendet. 

Das Seelsorgeteam und die Pfarrgemeinderäte wünschen eine schöne, erholsame und wertvolle Sommerzeit ... wie auch immer sie sich gestaltet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aktuelle Auflagen und Erklärung zur Maskenpflicht
  2. Sommerfrische – Gottesdienste im Freien
  3. Sommergebet – getrennt an verschiedenen Orten, aber doch vereint im Gebet
  4. Sommerabschluss – Sakrament der Firmung
  5. ... und die Erstkommunion?
  6. Kindergottesdienste in Coronazeit, was bedeutet das?
  7. Sommer-Sprachkunde: Vaterunser in verschiedenen Sprachen
  8. Sommer-Festtag: Maria Magdalena, ihr Gedenktag am 22. Juli
  9. Sommerduft – Heilkräuter zum Fest Maria Himmelfahrt am 15. August
  10. Ave Maria
  11. Sommerpause – Pfarrbüro-Öffnungszeiten und Gottesdienstordnung für die Ferienzeit
  12. Sommeraussicht – Berggottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Allach-Untermenzing

Aktuelle Auflagen und Erklärung zur Maskenpflicht

Liebe Gottesdienstbesucher,
das Erzbistum München und Freising hat in einem Schreiben an die Verantwortlichen in den Pfarreien am 22.06.2020 darüber informiert, dass ab sofort die Maskenpflicht während des Gottesdienstes am Platz entfällt:
 
„Das Tragen einer „Mund-Nasen-Bedeckung“ (Maskenpflicht) ist für die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer nicht mehr verpflichtend, wenn sie sich an ihrem Platz befinden. D.h., sobald sie ihren Platz verlassen, z.B. auf dem Weg zur Kommunionausteilung und zurück zum Platz, gilt die Maskenpflicht, ebenso wie beim Betreten der Kirche, auf dem Weg zum Platz und auf dem Weg beim Verlassen der Kirche. Wir weisen darauf hin, dass das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung als wirksame Schutzmaßnahme während des gesamten Gottesdienstes sinnvoll ist. Bei Gemeindegesang wird dringend empfohlen, die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“ (Schreiben vom 22.06.2020)
 
Auch in der Presse wurde auf das Entfallen der Maskenpflicht hingewiesen. Viele von Ihnen werden diese Berichte mit Freude gelesen haben und waren deshalb am vergangenen Sonntag sehr enttäuscht, als sie in unserer Pfarreiengemeinschaft zum Gottesdienst kamen und die Masken aufbehalten mussten.
 
Die Pfarrgemeinderäte haben in ihrer Sitzung am 23.6. beschlossen, den Empfehlungen der Diözese zu folgen und die Maskenpflicht beizubehalten. Es ist uns durchaus bewusst, dass dies zu Unmut Ihrerseits führt – auch wir sind keine begeisterten Maskenträger –, aber einige Gründe sprechen dafür.
Allem voran dient diese Entscheidung zu Ihrem Schutz und dem Schutz aller Mitfeiernden. Wie wir in den letzten Wochen erleben, ist das Virus nicht verschwunden, immer wieder gibt es Hotspots, gerade bei Zusammenkünften, an denen die Infektionen aufflammen. Das gilt es zu vermeiden!
Des Weiteren haben wir uns bewusst dafür entschieden, den Gemeindegesang nicht aus dem Gottesdienst zu verbannen, denn unserer Meinung nach lebt ein Gottesdienst auch von der Mitwirkung der Gemeinde. Und darauf – und auf das gemeinsame Beten des Vaterunsers sowie des Glaubensbekenntnisses – müssten wir verzichten, wenn wir die Maskenpflicht aufheben.
Zu guter Letzt empfinden wir – und Sie sicher auch – es als lästig, störend und verwirrend, wenn wir während des Gottesdienstes ein ständiges Maske auf, Maske ab hätten.
 
Deshalb bitten wir Sie um Ihr Verständnis für diese Entscheidung und hoffen, dass Sie diese mittragen können!
 
Der Pfarrer und die Pfarrgemeinderäte der Pfarreiengemeinschaft

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Sommerfrische – Gottesdienste im Freien

sommer schatten
 
Die Gottesdienste im Freien finden auf den jeweiligen Pfarrwiesen statt: in Maria Himmelfahrt vor dem Pfarrhaus, in St. Martin hinter dem Pfarrheim. Details zu den einzelnen Veranstaltung gibt es auf der Homepage www.pv-allach-untermenzing.de

Im Freien besteht keine Maskenpflicht (Stand 23.6.2020); die Abstandsregelung zwischen Gottesdienstbesucher bzw. Familiengruppe gilt.
Wetterbedingte Änderungen werden auf der Webseite bekanntgegeben.

Sonntag, den 12. Juli
um 11:00 Eucharistiefeier in St. Martin
Sonntag, den 12. Juli um 19:00 Abendlob in Maria Himmelfahrt
Sonntag, den 19. Juli um 10:00 Familiengottesdienst in Maria Himmelfahrt
Samstag, den 25. Juli um 20:00 FreiRaum in St. Martin
Sonntag, den 26. Juli um 11:00 Kindergottesdienst in St. Martin
Sonntag, den 15. August um 10:00 Festgottesdienst zum Patrozinium in Maria Himmelfahrt
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Sommergebet – getrennt an verschiedenen Orten, aber doch vereint im Gebet

Weizen
 
Weil Vorsicht noch das Gebot der Stunde ist, und wir uns noch immer nicht alle wieder zu den Gottesdiensten treffen, möchten wir miteinander im Gebet verbunden bleiben. Wir laden Sie ein zu einer gemeinsamen Gebetszeit. Getrennt an verschiedenen Orten, aber doch vereint im Gebet zu einer gemeinsamen Uhrzeit.

Sonntags um 19.30 Uhr ist jeder/jede eingeladen, für sich allein, zusammen mit der Familie oder der Hausgemeinschaft eine Kerze zu entzünden, ein Gebet zu sprechen, nach einer kurzen Stille des Nachdenkens einen persönlichen Wunsch anzuschließen und mit dem Vaterunser zu enden.

Gebete aus der Gemeinde finden Sie im aktuellen Gemeindeblatt und zum Lesen und Download auf der Homepage www.pv-allach-untermenzing.de


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Sommerabschluss – Sakrament der Firmung

Firmung 2020
 
Wir gratulieren den Firmlingen!
Das Sakrament der Firmung wird wegen der Corona-Krise dieses Jahr in kleinen Gruppen an zwei Samstagen im Juli von Pfarrer Martin Joseph gespendet.

Unsere Gedanken und Gebete sind in dieser Zeit mit den Firmlingen, ihren Paten*innen und ihren Familien! Wir wünschen den Firmlingen die Kraft der Geistesgaben und dass sie Festigkeit sowie Freiheit auf ihrem Glaubensweg erfahren.
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... und die Erstkommunion?

wird nach den Schulferien in kleineren Gruppen jeweils um 9:00 Uhr und 11:00 Uhr am 20. September in Allach und am 27. September und 4. Oktober in Untermenzing stattfinden. Wir freuen uns für die Erstkommunion-Kinder, dass sie jetzt nicht mehr zu lange auf das Sakrament warten müssen!Altartuch182
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Kindergottesdienste in Coronazeit, was bedeutet das?

Kindergottesdienste zu Hause
 
Bisher haben wir uns noch nicht wieder getraut, einen Live-Kindergottesdienst zu veranstalten. Abstandhalten ist für die Kleinsten schwer. Außerdem sind unsre Gottesdienste Mitmachgottesdienste. Wie sollen wir vermitteln, dass die Kinder nichts mehr anfassen dürfen? Aber irgendwie haben wir uns ja alle in den neuen Corona-Alltag eingefunden und vielleicht gibt es ab September auch wieder Kindergottesdienste. Wie, wann und in welcher Form, das teilen wir natürlich rechtzeitig mit. Gerne dürft ihr uns auch eure Wünsche und Anregungen schreiben. kindergottesdienst-maria-himmelfahrt@gmx.de

Ganz untätig waren wir aber in der Zwischenzeit nicht. Zu Palmsonntag, in der Karwoche und an Ostern gab es viele Familiengottesdienste zum Selberfeiern daheim, es gab Videos, in denen die Geschichten der Osterzeit wunderbar von Natalie Nussbaumer mit Eglifiguren nachgespielt wurden, und wir wissen von vielen Familien, die diese Angebote dankbar angenommen haben. Vielen Dank für Euer positives Feedback.

Auch am Muttertag gab es einen „Heimgottesdienst.“ Und das Ergebnis kann man seither in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt bewundern. Ein Vogelnest voller Steine, die Geborgenheit, Liebe und Nähe symbolisieren. Die Kinder durften in dem Gottesdienst nämlich erfahren, was Geborgenheit bedeutet. Wie ein Vogel durfte sich jeder in ein gemütliches Nest kuscheln und spüren, wie gut sich das anfühlt, genauso wie in den Armen von Mama und Papa zu kuscheln. Und dann erfuhren die Kinder: Gott hält dir immer seine Hand hin und in seine Hand darfst du dich hineinlegen, so wie du im Vogelnest oder im Schoß von Mama und Papa gekuschelt hast. Gott will bei dir sein und er will ganz nah bei dir sein.

Diese Erfahrung malten die Kinder auf Steine und brachten sie in die Kirche. So sind die Kleinsten der Pfarrei, auch wenn sie zur Zeit nicht in der Kirche sind, doch irgendwie dabei.

Die Angebote für Kinder in der Pfarreiengemeinschaft ergänzen sich! Es finden am 19.7.2020 ein Familiengottesdienst im Freien um 10 Uhr in Maria Himmelfahrt, sowie am 26.7.2020 ein Kindergottesdienst im Freien um 11 Uhr in St. Martin Untermenzing auf die jeweiligen Pfarrwiesen statt (siehe oben).

Sommer-Sprachkunde: Vaterunser in verschiedenen Sprachen

vaterunser in sprachen
 
Das Vaterunser gibt es in allen Sprachen, die in unserer Kirche auf der ganzen Welt gesprochen werden. Auch in unserer Pfarreiengemeinschaft sprechen viele Gemeinde- und Familienmitglieder in ihrer Muttersprache das Vaterunser. Wir wollen diese Vielfalt spiegeln, in dem wir das Vaterunser in unterschiedlichen Sprachen unserer Gemeinde präsentieren. Sie finden die Gebete und die Personen, die beigetragen haben, in den nächsten Ausgaben des Gemeindeblatts. Audioclips des gesprochenen Gebets finden Sie unter Vaterunser Jahr auf der Homepage. Die Zahl der Aufnahmen und Sprachen werden über die nächsten Monaten zunehmen. Hören Sie mal rein ...
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Sommer-Festtag: Maria Magdalena, ihr Gedenktag am 22. Juli

maria magdalena
 
Nicht nur eine Frauensache

Wir laden Sie zur Begegnung mit der heiligen Maria Magdalena ein. Während das biblische Bild der Jüngerin und Apostolin über die Jahrhunderte stark verfälscht wurde – hin zum erotisch aufgeladenen Bild einer reuigen Sünderin –, hat Papst Franziskus die Überlieferung der Bibel wieder hervorgehoben. Er hat 2016 die Heilige den Aposteln liturgisch gleichgestellt: Ihr wird nun ein Fest gefeiert.

Zu nichts weniger sind alle Gläubigen beauftragt: weiterzutragen, was wir mit dem lebendigen Gott erleben – nach dem Beispiel der Maria Magdalena, aber völlig unabhängig davon, welches Geschlecht wir persönlich haben. 

Sie kennen die Szene: Am Ostermorgen, als die anderen Jüngerinnen und Jünger wieder weg waren, stand Maria Magdalena noch erschüttert am leeren Grab. Weinte. Suchte weiter. Die Begegnung des Auferstandenen mit seiner Jüngerin wird zu einer liebevollen Mischung aus Suchen, Finden und Gefundenwerden. In dieser österlichen Begegnung der beiden eng Vertrauten wird Maria Magdalena zur Apostolin: Christus sendet sie aus mit dem Auftrag, sein neues Leben zu verkündigen – und das tut sie!

Predigt zum Thema von Dr. theol. Regina Illemann (21.7.2018):

Liebe Schwestern und Brüder!

Gerade haben Sie hier vorn ein Gespräch dreier Frauen miterlebt, die darüber staunten und sich freuten, dass Papst Franziskus den Gedenktag Maria Magdalenas 2016 zum Fest erhoben und die Heilige damit den Aposteln liturgisch gleich gestellt hat. Falls wegen dieses Gesprächs, der Eindruck entstanden ist, das Fest der Apostolin Maria Magdalena wäre doch eigentlich nur für Frauen interessant, so widerspreche ich mit Nachdruck: Nein – es ist eben nicht nur eine „Frauensache“! Natürlich war Maria aus Magdala eine Frau, aber ihr Frau-Sein ist zweitrangig. Das Herausragende an dieser Person ist ihre Jüngerschaft und ihre apostolische Sendung. Alle vier Evangelien nennen „Maria“ aus der Stadt „Magdala“ mit Namen und bezeugen sie als Jüngerin. Maria Magdalena begleitete demnach als einzige namentlich genannte Person Jesus in allen Phasen seines Wirkens: Schon in Galiläa folgte sie ihm nach, begleitete ihn nach Jerusalem, schließlich bis nach Golgota unters Kreuz – wo viele andere ja gerade „gekniffen“ haben… – und auch zur Grablegung. Alle vier Evangelien nennen sie als eine der Frauen, die das leere Grab entdeckten. Markus und Johannes überliefern ihre Begegnung mit dem Auferstanden.

Diese Jüngerschaft der Maria aus Magdala ist beispielhaft und vorbildlich. Wir alle sind schließlich aufgerufen, Christus nachzufolgen – das ist Kern christlichen Lebens: Sein Wort zu hören, ihn in seinem Wirken mit unseren Mitteln zu unterstützen, wie auch Maria Magdalena es damals tat. Jünger oder Jüngerin zu sein, bedeutet auch, Christus immer wieder zu suchen. Und vielleicht – hoffentlich – kennen auch Sie ein paar geschenkte Momente, in denen Sie die göttliche Gegenwart selbst erfahren durften. So wie Maria Magdalena am Ostermorgen. Aus der Begegnung im Garten am leeren Grab folgte ein Auftrag: Maria Magdalena trug weiter und verkündete, was sie mit dem lebendigen Gott erlebt hatte. Und zu nichts weniger, sind alle Gläubigen beauftragt: weiterzutragen, was wir mit dem lebendigen Gott erleben – nach dem Beispiel der Maria Magdalena, aber völlig unabhängig davon, welches Geschlecht wir persönlich haben.

Und doch hat dieses Fest der Apostolin Maria Magdalena für Frauen sicherlich eine besondere Bedeutung. Die drei Frauen vorhin haben es als „Meilenstein“ und „Erdbeben“ bezeichnet! Was uns die Bibel überliefert – das Bild der Jüngerin und Apostolin – ist nämlich im Lauf der Jahrhunderte stark verdunkelt worden. Zwar nannte Thomas von Aquin, der große Theologe des Mittelalters, sie „Apostola apostolum“, Apostolin der Apostel. Und in den Ostkirchen wurde sie durchgängig als „Apostelgleiche“ verehrt. ABER… Aber: eine andere Tradition wurde weitaus wirkmächtiger. Maria Magdalena wurde mit verschiedenen biblischen und außerbiblischen Frauengestalten verschmolzen, allen voran mit einer namenlosen Sünderin des Lukasevangeliums, die Jesu Füße mit ihren Tränen übergoss und mit ihren langen Haaren abtrocknete. Unzählige Maler schufen Bilder einer solchen – vermeintlichen! – Maria Magdalena, vielfach erotisch aufgeladen. Diese Gemälde haben mit dem biblischen Zeugnis nichts gemein, prägen aber bis heute das Bild dieser Heiligen. Immer wieder machte man sie außerdem zur Repräsentantin des weiblichen Geschlechts überhaupt, und meinte bestätigt zu sehen, dass Frauen schlechthin sündhaft, schwach und eben minderwertig wären. Geschlechtergrenzen, die die biblische Maria Magdalena und die anderen Jüngerinnen Jesu doch gerade überwunden hatten, wurden rasch und nachhaltig wieder theologisch zementiert… Auch wenn sich in den vergangenen Jahrzehnten so manches am kirchlichen Frauenbild positiv gewandelt hat, wirkt vieles noch immer nach, was Frauen gering achtet oder diskriminiert.

Wenn wir also die Heilige Maria aus Magdala heute als Jüngerin und Apostolin feiern, wie es Papst Franziskus angeordnet hat, hat dies eine nicht zu unterschätzende Bedeutung dafür, wie heute Frauen in der Kirche gesehen werden, was man von ihnen erwartet oder ihnen zutraut – und auch, was Frauen sich selbst zutrauen oder von sich erwarten.

Aber ich komme noch einmal zu meinem Hauptgedanken zurück: Denn auch diese Verdunklung und Verfälschung des Magdalenen-Bildes betrifft eben doch wieder Frauen und Männer gleichermaßen. Uns allen fehlte viel zu lange dieses strahlende Vorbild an konsequenter Jüngerschaft, dieser Jüngerschaft, die in Leben, Sterben und Auferstehen Christus nachfolgt. Einzig die Person der Maria aus Magdala verkörpert sie.

Der Festtag der Heiligen Maria Magdalena ist ein Fest für die Frauen und für die ganze Kirche. Und wir, liebe Schwestern und Brüder, feiern dieses Fest der Jüngerschaft, indem wir heute Christus suchen, ihm in Gestalt des Brotes begegnen und uns von ihm ins Leben senden lassen!  Amen.

Dr. theol. Regina Illemann
Katholischer Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Köln: www.frauenbund-koeln.de (Quelle: rmi-wortwerkstatt: rmi-wortwerkstatt.net)

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Sommerduft – Heilkräuter zum Fest Maria Himmelfahrt am 15. August

Kräuter
 



Zu Maria Himmelfahrt erzählt man sich folgende Legende:

Als die Gottesmutter gestorben war, kamen die Apostel drei Tage später an ihr Grab, doch das Grab war leer. Maria war mit Seele und Leib in den Himmel aufgenommen worden. Doch aus dem Grab strömten die Düfte von Rosen und Lilien, vermischt mit dem Duft von Heilkräutern.

 
Der Zeitraum zwischen Maria Himmelfahrt und dem 15. September wird 'Frauendreißiger' genannt. In dieser Zeit haben die Heilkräuter besonders viele Inhaltsstoffe. So werden in diesem Zeitraum von Frauen alle Heilkräuter gesammelt, um die Familie mit Heilmitteln, vor allem durch die kalte Jahreszeit hindurch, zu versorgen.

An Maria Himmelfahrt wird das Kräuterbündel gesegnet und anschließend im Haus und auch im Stall aufgehängt. Bei Unwettern und Stürmen werden heute noch einige dieser getrockneten Pflanzenteile im Feuer verbrannt, das soll vor Blitz und Unglück schützen.

Zum Patrozinium in Maria Himmelfahrt am 15. August bereitet und verkauft der Allacher Zweigverein des KFBD Kräuterbüschel vor dem Gottesdienst.

Fenchel (Foeniculum vulgare) Die ätherischen Öle des Fenchels wirken entspannend, krampf- und schleimlösend.Tees und Tinkturen helfen bei Husten, Asthma, Blähungen, Dreimonats-Koliken bei Säuglingen und tragen außerdem zur Milchbildung bei Wöchnerinnen bei.
 
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) Gerb -und Bitterstoffe und einige andere Inhaltsstoffe wirken zusammenziehend, beruhigend und krampflösend. Als Tee und Tinktur findet der  Frauenmantel Verwendung bei Erkältung, Durchfall und Menstruationsbeschwerden , als Umschlag bei Kopfschmerzen und zur Wundheilung.
 
Johanniskraut (Hypericum perforatum) Das Hypericin im Johanniskraut wirkt antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend. Es hilft bei Depressionen, Nervosität, Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen und Verspannungen.
Johanniskraut kann als Tee, Tinktur, Öl, Umschlag und zu Bädern angewendet werden.
 
Kamille (Matricaria chamomilla) Entzündungen, Erkältung,Verdauunsgbeschwerden, Menstruationsbeschwerden und Wunden können mit der Kamille behandelt werden. Die Inhaltsstoffe Azulen und ätherische Öle wirken in Tee, Tinktur, Umschlag und Bad antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzlindernd.

Pfefferminze (Mentha piperita) Die ätherischen Öle der Pfefferminze wirken antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend. Anwendung findet die Pfefferminze bei Verdauungsbeschwerden, Herzschwäche, Schlaflosigkeit, bei Kopf- und Nervenschmerzen als Tee, Tinktur, Umschlag, Bad.
 
Ringelblume (Calendula officinalis) Reich an Inhaltsstoffen wie ätherische Öle, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Flavonoide und  Salizylsäure wirkt die Ringelblume als Tee, Tinktur, Salbe, Umschlag und für Bäder entzündungshemmend und krampflösend. Ihre Anwendungsgebiete sind Infektionen, Ekzeme, schlecht heilende Wunden, Quetschungen sowie Magen- und Darmstörungen
 
Salbei (Salvia officinalis) Der Salbei wirkt zusammenziehend, antibakteriell und schweisshemmend. Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe wie ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Salizylsäure. Angewendet in Tee, Tinktur, Umschlag, Bäder hilft     er bei Halsentzündungen, hemmt die Milchsekretion und übermäßiges Schwitzen, hilft bei Wechseljahrsbeschwerden und schlecht heilenden Wunden.
     
Schafgarbe (Achillea millefolium) Wichtige Anwendungsgebiete der Schafgarbe sind Verdauungsschwäche, Arteriosklerose, Menstruationsbeschwerden, auch bei Ausfluss und zur Wundheilung wird sie eingesetzt. Als Tee, Tinktur,    Umschlag, Bäder wirkt sie blutstillend, krampflösend sowie gefäßstärkend. Ihre Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Azulen, Gerbstoffe und antibiotische Substanzen.
 
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) Ausser als Tee, Tinktur, Umschlag, Bäder kann man den Spitzwegerich auch als frischen Pflanzenbrei verwenden. Sptzwegerich wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend und schleimlösend. Seine Inhaltsstoffe, wie Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe und antibiotische Stoffe helfen  bei Husten, Erkältung, Magenschleimhautentzündung, Ekzemen und blutenden Wunden.
 
Thymian (Thymus vulgaris) Tee, Tinktur, Umschlag und Bäder aus den Inhaltsstoffen des Thymian, die da sind: ätherische Öle, u.a. Thymol, Kampfer, Bitterstoff, Gerbstoff und Salicylate wirken desinfizierend, krampflösend,  pilztötend, schleimlösend und schmerzstillend. Thymian lindert bei Husten, Asthma, Verdauungsschwäche, Menstruationsstörungen und entzündeten Wunden.
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Ave Maria

Maria Himmelfahrt Wandteppich
 
Gegrüßet seist du, Maria voll der Gnade
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes

Amen.

Sommerpause – Pfarrbüro-Öffnungszeiten und Gottesdienstordnung für die Ferienzeit

Vom 16. August bis zum 8. September ist unser Pfarrer Martin Joseph im wohlverdienten Urlaub. Während dieser Zeit findet der Corona-bedingte 9:00 Uhr Gottesdienst in St. Martin nicht statt.

Das Pfarrbüro in Maria Himmelfahrt ist in den Sommerferien Montag, Dienstag und Donnerstag von 09:00 - 12:00 Uhr per Email und Telefon erreichbar. Die Ferienöffnungszeiten für das Pfarrbüro von St. Martin stehen in den jeweiligen aktuellen Gottesdienstordnungen.
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Sommeraussicht – Berggottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Allach-Untermenzing

staffn alm
 
am 12. September 2020 um 11 Uhr an der  Staffn-Alm (Hochplatte) bei Grassau im Chiemgau. Die Wiese mit dem Steinaltar, auf der der Gottesdienst stattfindet, ist in ca. 5 - 10 Gehminuten von der Bergstation der Hochplatten-Bahn erreichbar.
 
Nach dem Gottesdienst kann im nahe gelegenen Berggasthof  Staffn-Alm eingekehrt werden und der Nachmittag zu einer Wanderung um Groß- und Klein-Staffen (ca. 1 Stunde) oder zu einer Besteigung der Hochplatte (ca. 1,5 Stunden zum Gipfel, letztes Stück steil und felsig, jedoch bei gutem Wetter schöne Sicht auf Chiemsee, Kampenwand und Kaisergebirge) genutzt werden.
 
Die Anfahrt und Wegbeschreibung findet man im Gemeindebrief und auf der Homepage www.pv-allach-untermenzing.de. Bei schlechter Wetterlage erfolgt Absage am Donnerstag, 10. September 2020 durch Aushang im Schaukasten an der Kirche bzw. ebenfalls auf der Homepage.
 
Herzliche Einladung dazu!

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Herausgeber:

Pfarreiengemeinschaft Allach-Untermenzing, München
Pfarrei Maria Himmelfahrt, Höcherstr. 14, 80999 München
Pfarrei St. Martin, Pfarrer-Grimm-Str. 2a, 80999 München

Redaktion

Dr. Elizabeth Schroeder-Reiter, Monika Neidhardt, Ilona Böhm, Pfarrer Martin Joseph

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staffn almName: staffn alm
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