Aktuelles aus der Seniorenpastoral

Veröffentlichung der Nationalen Demenzstrategie – unter Mitarbeit der Fachstelle Demenz
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Kabinettssitzung am 1. Juli 2020 die Nationale Demenzstrategie verabschiedet. Da Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige in vielen Lebensbereichen Unterstützung brauchen und dafür ein Zusammenspiel von unterschiedlichsten Akteuren notwendig ist, wurde diese Strategie konzipiert. In deren Rahmen findet unter Kapitel 1.6 die spirituelle und religiöse Begleitung von Menschen mit Demenz ihren Platz. Darin verpflichten sich die Kirchen und Religionsgemeinschaften auf ihren Beitrag. In diesem Unterkapitel hat auch unsere Fachreferentin für Demenz, Dr. Maria Kotulek, mitgearbeitet.
Sie finden die Nationale Demenzstrategie zum kostenlosen Download unter:
https://www.nationale-demenzstrategie.de/
Nationale Demenzstrategie

So bleiben Sie in Verbindung - trotz Corona

bunte Tulpen
Foto: Mammiya / pixabay
Liebe Seniorinnen, liebe Senioren, liebe Engagierte,
diese Zeiten können eine echte Herausforderung sein: Die Möglichkeiten, mit anderen in Kontakt zu treten, sind sehr stark eingeschränkt und manche befinden sich in häuslicher Quarantäne, um sich und andere zu schützen.
Sie finden hier einen bunten Strauß an Anregungen, den wir in den nächsten Wochen ergänzen werden. Die Ideen sollen Mut machen, der Seele gut tun und Sie anregen, „anders“ in Verbindung zu bleiben. Außerdem finden Sie eine hilfreiche Anregung, falls Sie für einen Menschen mit einer dementiellen Veränderung Sorge tragen.
Gottes Segen für Sie!
Gebete für Menschen, die ihre Angehörigen nicht im Krankenhaus oder Altenheim besuchen dürfen
Gebetstexte zum Download (Quelle: Beate Bendel / Referat Kategoriale Seelsorge im Bistum Limburg)
Beschäftigungs- und Anregungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz
Begleitung in Zeiten von SARS-CoV-2 (Corona) zum Download
Fünf wunderbare Dinge
Eine Wahrnehmungsübung für den Alltag zum Download
Die geistliche Hausapotheke
Seelenmedizin selbst gemacht – vier wohltuende Rezepte zum Download
Vom Zauber einer Postkarte
In Beziehung bleiben in Zeiten von Kontaktsperren - zum Download
Telefonkette
Anleitung zum Download
Vertrauen in Corona-Zeiten
Impuls zum Download

Seelsorge zwischen Kleiderständern

Seelsorge hört zu. Seelsorger*innen hören auf das, was Menschen bewegt, sie hört auf die Geschichten von Freude, Hoffnung, Trauer und Ängsten. Das dies auch bei ungewöhnlichen Gelegenheiten passiert, illustriert diese Aktion aus Rosenheim.
 

Von Chanel-Kostümen, Weihnachtsglück und einem Zuckerl

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Foto: Pastoralreferentin Adelheid Lappy (rechts) mit einer Besucherin. Sie spendet ihren Lederrock für den Kleidermarkt.
Am 7. und 8. Februar fand im Pfarrzentrum Christkönig in Rosenheim zum zweiten Mal ein kostenloser Kleidermarkt statt – Die Veranstalter konnten sich über große Resonanz freuen
 
„Ist der weich!“ Martina Grandauer streicht über den Angorapullover. „Wie das Fell meiner Katze. Und sonnengelb!“ Es ist 14 Uhr, gerade hat der Kleidermarkt im Pfarrzentrum Christkönig geöffnet. Der Pfarrgemeinderat Christkönig, das Seniorenwohnen Küpferling und der Vinzentiusverein Rosenheim veranstalten ihn unter dem Motto „Kleider machen Leute“. Martina Grandauer ist eine der ersten Kundinnen. Sie ist froh, nach Herzenslust shoppen zu können. Eine Bluse, eine Hose dazu, der Pullover – das würde ihr schmales Budget normalerweise sprengen. Aber hier ist alles kostenlos. „Das ist wie Weihnachten“, sagt die 57-Jährige.

Sozial und nachhaltig

Die Röcke und T-Shirts, Kleider, Jacken und Schuhe sind gespendet, ein Wäsche-Hersteller hat Schlafanzüge beigesteuert. Fast alles Second Hand. Es wäre eine Schande, wenn diese guten Sachen nicht mehr getragen würden, meint Martina Czerny. Sie hatte die Idee für die Aktion. Czerny arbeitet als Pflegekraft im Seniorenwohnen Küpferling. „Nachdem eine unserer Bewohnerinnen verstorben war, haben wir in ihrem Schrank Chanel-Kostüme entdeckt. Kaum getragen, weil sie sie schonen wollte.“ Das war die Initialzündung: Seitdem sammeln Czerny und ihre Kollegin Rosi Bursch gut Erhaltenes. Nicht nur, damit Menschen mit geringem Einkommen oder kleiner Rente etwas davon haben. Martina Czerny geht es außerdem um Nachhaltigkeit: „Es regt mich auf, dass so viel weggeschmissen wird. Mit ‚Kleider machen Leute‘ wollen wir ein Zeichen für umweltfreundliches Handeln setzen.“

„Bereicherung für mein Leben“

Kleider machen nicht nur Leute, sie machen auch viel Arbeit: Mitglieder des Vinzentiusvereins unter Leitung von Manfred Hellstern haben die Spenden gesammelt, eingelagert und den Transport zum Pfarrzentrum organisiert. Eine Gruppe von Frauen hat die Ware geprüft und Beschädigtes aussortiert. Zum Schluss haben die Helferinnen die Kleidung im Pfarrsaal auf Tischen und Ständern professionell dekoriert – sortiert nach Damen-, Herren- und Kindermode. Praktisch, dass eine der Damen bei einem großen Kaufhaus gearbeitet hat. Von dort bekommen sie Kleiderständer und Spiegel, kostenlos natürlich.

Was motiviert die Ehrenamtlichen, so viel Zeit und Mühe zu investieren? „Die Begegnung mit den Menschen hier macht einfach Spaß“, sagt Hilde Horn vom Vinzentiusverein. Und ihre Mitstreiterin Regina Dombeck ergänzt: „Es kommt so viel zurück, es ist eine Bereicherung für mein Leben.“
Nach dem Shopping können sich die Besucherinnen und Besucher am Kuchenbüffet stärken, Pfarrgemeinderätin und Köchin  Eva Dirmeier hat es organsiert. Später gibt es noch einen Gemüseauflauf. Eine Frau um die 30 nimmt sich ein Stück Streuselkuchen. „Die Leute hier sind so lieb. Ich bin sehr dankbar dafür, das lässt sich gar nicht in Worte fassen.“
Adelheid Lappy, Pastoralreferentin in der Pfarrei Christkönig, freut sich über das Gemeinschaftswerk. „Ohne den engagierten Einsatz von so vielen Menschen wäre das nicht möglich gewesen“, sagt sie. Was ist ihre Aufgabe bei dem Event? „Ich stehe als Gesprächspartnerin zur Verfügung. Setze mich beim Kaffeetrinken dazu, bin einfach da.“ Dass sich jede und jeder wohl- und wertgeschätzt fühlt – das ist ihr Ziel.

Herausfinden, was Menschen brauchen

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Foto: Hilde Horn (links) und Regina Dombeck arbeiten ehrenamtlich beim Kleidermarkt mit: „Die Begegnung mit den Menschen macht einfach Spaß.“
Premiere hatte „Kleider machen Leute“ im Frühjahr 2019. Es war ein Erfolg, und auch mit der Resonanz auf die diesjährige Veranstaltung sind die Verantwortlichen zufrieden. „Die vielen Besucherinnen und Besucher zeigen uns, dass wir einen Nerv getroffen haben“, sagt Sebastian Heindl, Pfarrer in Christkönig. In diesem Stadtteil Rosenheims mit eher einkommensschwachen Haushalten brauche es unterstützende, helfende Angebote. Aufgabe von Kirche sei es, immer wieder neu herauszufinden, was Menschen brauchen. Um darauf basierend passende Orte der Begegnung zu schaffen.

„Es tut so gut, zusammenzusitzen und zu ratschen“, bekräftigt Initiatorin Martina Czerny. „Das hier, das ist mein Zuckerl!“                  

Text und Fotos: Stephanie Steidl                            

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Foto: iStock.com (Goodboy Picture Company)

Besuchsdienst - Kurs für Ehrenamtliche
Alte Menschen kompetent begleiten


Im Alter kann die Welt sehr klein sein: Wenn man alleine lebt und kaum mehr rauskommt aus den vier Wänden. Wenn die Kinder weit weg wohnen und keine Zeit haben. Wenn Freunde und Bekannte verstorben sind. Das fühlt sich verloren an. Und einsam.
Wie schön, wenn sich jemand findet, der regelmäßig vorbeikommt. Zum Reden und Zuhören, für einen kleinen Spaziergang, zum Vorlesen oder Besorgungen machen. Ein Lichtblick.
Diese Aufgabe möchten Sie übernehmen - Sie haben Lust und Zeit, einen alleinlebenden Menschen zu Hause oder im Heim zu besuchen. Und wollen vorbereitet sein auf dieses Ehrenamt, wünschen sich Rüstzeug und Hintergrundwissen.

Mitteilungsblatt endlICH leben

Das Mitteilungsblatt der Seniorenpastoral erscheint 3 x pro Jahr zu aktuellen Themen aus Theorie und Praxis

Sind Sie interessiert?
Bitte fordern Sie das Mitteilungsblatt bei uns an.
Seniorenpastoral@eomuc.de
endlICH leben_Jahresband 2019


Artikel „Demenz (nicht nur) in unserer Pfarrei/unserem Pfarrverband“ zur Rezeption in Pfarrbriefen

Die Fachstelle Demenz stellt einen Artikel zu Demenz für Pfarrbriefe zur Verfügung. Er ist ein Angebot an alle Pfarreien und Pfarrverbände, die sich an der Aktion „gemeinsam unterwegs – Demenz“ beteiligen wollen und kann unter
Seniorenpastoral@eomuc.de
als Word-Dokument (inkl. Signet) angefordert und dann in den eigenen Pfarrbrief ggf. mit Anpassungen übernommen werden. Das Signet (sozusagen als „Gütesiegel“) darf für alle Aktionen verwendet werden, die Menschen mit Demenz inklusiv in das Leben der Pfarrgemeinde aufnehmen.
 
Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Fortbildungen 2020

Fachbereich Seelsorge in stationären Einrichtungen
Veranstaltungshinweise

Fachbereich Seniorenseelsorge
Veranstaltungshinweise für Seniorenteams

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Fachstelle Demenz

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Fachstelle kooperative Seniorenarbeit
Veranstaltungshinweise

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Osterfest 2020

Kardinal Marx grüßt alle Seniorinnen und Senioren im Erzbistum

Spirituelle Impulse

...in Zeiten der Coronakrise finden Sie in der Reihe "Leben (dr)innen neu entdecken" unter
www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus