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Termine im Jubiläumsjahr 2022

Die Erzdiözese München und Freising und Ecuador feiern 60 Jahre Partnerschaft!
Mit der Entzündung von vier, eigens in Ecuador, gestalteten Kerzen beim Mittags-Impuls „Atempause“ am Donnerstag, 13. Januar, um 12.30 Uhr in St. Michael begannen die Feierlichkeiten zu 60 Jahren Partnerschaft zwischen dem Erzbistum München und Freising und Ecuador. Die vier in Ecuador gestalteten Kerzen wandern ein Jahr lang als Symbol der Verbundenheit durch das Erzbistum.Die Jubiläumskerzen können von den Pfarreien angefordert werden (siehe Artikel unten). Umgekehrt sind in Ecuador, vier in Bayern gestaltete Kerzen, unterwegs.
 
Am Samstag, 22. Januar, von 17.00 Uhr - 19.00 Uhr, organisiert der Diözesanrat eine spanisch-deutsch gedolmetschte Videokonferenz mit Vertretern der ecuadorianischen Laienorganisation CNL. Auf Basis der päpstlichen Enzyklika „Laudato Sí“ geht es um „Realität und Umweltausblicke in Ecuador – aus Sicht der ecuadorianischen katholischen Laien“. Interessierte können sich bis zum 21. Januar unter weltkirche@eomuc.de anmelden und erhalten dann den Zugangslink.

Am Mittwoch, 26. Januar, heißt es bei den Fürstenrieder Schloss-gesprächen: „Erzähl mir von Deinem Glauben“. Zu Gast ist Schwester Veronika Hornung OP, Mitglied der Schlehdorfer Missions-Dominikanerinnen, die 27 Jahre lang im Missionseinsatz in Ecuador war. Wie Menschen verschiedener Völker und Kulturen voneinander lernen und sich auch gegenseitig im Glauben ermutigen, ist für sie immer wieder Frage und Aufgabe. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist unter exerzitien@schloss-fuerstenried.de erforderlich. Für alle Kurse und Veranstaltungen im Schloss Fürstenried gilt derzeit die 2 G-Regel.

Das ganze Jahr über gibt es verschiedene Veranstaltungen. Am Sonntag, 13. März, treffen sich ehemalige Freiwillige via Zoom-Konferenz. Ebenfalls im März wird Weltkirche auch kulinarisch erlebbar.

Am Donnerstag, 17. März, wird beim vom Münchner Bildungswerk veranstalteten Online-Kurs „Weltkirche geht durch den Magen – Ecuador“ eine kulinarische Entdeckungsreise gestartet (Anmeldung unter www.muenchner-bildungswerk.de/veranstaltung/143278online).

Am Sonntag, 24. April, organisiert der für die Ecuador-Partnerschaft zuständige Arbeitskreis Amistad im Bund der Deutschen Katholischen Jugend via Zoom-Konferenz eine Geburtstagsfeier, bei der ecuadorianische und Münchner Jugendliche gemeinsam Kuchen backen.

Der traditionelle Ecuador-Sonntag, der in den Pfarreien der Erzdiözese gefeiert wird, findet in diesem Jahr am 26. Juni statt.

Noch kein genaues Datum hat hingegen ein für Juli geplanter „Andenabend“, der in Zusammenarbeit mit Misereor im Amerikahaus München die Länder Ecuador, Peru und Bolivien in den Mittelpunkt stellen will.

Es folgt eine Fachtagung im Katholischen Bildungswerk Rosenheim zum Thema "Partnerschaft und Engagement" am Samstag, 5. November. Ein Abschlussgottesdienst am Samstag, 10. Dezember (Gaudete), 18.00 Uhr, im Pfarrverband Esting-Olching sowie eine Adventskalender-Aktion mit Partnern aus Ecuador beschließen das Jubliäumsjahr.
 
Die Abteilung Weltkirche des Ordinariats München koordiniert die einzelnen Aktionen. Sie plant daneben Pfarrverbände und einzelne Pfarreien zu kontaktieren, um eine Bestandsaufnahme der Ecuador-Kontakte und des solidarischen Engagements zu machen. Ziel der Befragung ist die bessere Vernetzung untereinander, die Unterstützung bei den Projektpatenschaften und das Sichtbarmachen der vielen Verbindungen mit dem Andenland in Form einer Online-Landkarte. Ein besonderes Anliegen ist es, den Internationalen Freiwilligendienst Incoming und Outgoing bekannter zu machen. Interessierte junge Menschen können sich noch bis zum 11. Februar zu einem einjährigen Freiwilligendienst in Ecuador ab August 2022 bewerben: www.freiwillig-weg.de.

Vier handgefertigte Kerzen aus Ecuador als Symbol der Partnerschaft

Der Künstler

Die Künstler: Mentor Gabriel Carranza Duran und Paulina Neacato Barrera

Mentor Gabriel Carranza hat die Kerzenkunst als 17jähriger bei einem Kerzenkunst-Workshop gelernt, zu dem er aus reiner Neugierde ging. Die Lehrerin, eine Deutsche, sagte zu ihm: "Setz dich hin und lerne”. Da er der einzige Junge war, der sich dafür interessierte, konnte er kostenlos an dem Workshop teilnehmen. Die Kerzen in Ecuador kosteten zu dieser Zeit etwa 200 bis 300 Dollar. Doch Mentor begann, im Handwerksbetrieb seiner Mutter Kerzen zu fertigen. Heute arbeitet er weiterhin im Familienbetrieb mit seiner Frau Paulina Neacato Barrera, die bei der Bemalung der Kerzen hilft. Sie ist Kunstlehrerin und hat Acryl- und Landschaftsmalerei gelernt.

Kerze Jaguar
Kerze mit Äffchen
Kerze mit Tölpel
Kerze mit Robbe
Kerze mit Schildkröte
Kerzenkünstlerin

Die Künstlerin: Michelle Maite Galarza Ochoa

Michelle begann im Alter von 14 Jahren ein Studium der Bildhauerei am Colegio de Bellas Artes in Guayaquil. Sie begann 2018, liturgische Kunst zu studieren, als sie mit einer Gemeinschaft von Nonnen namens Siervas del hogar de la madre nach Spanien reiste. Nach ihrer Rückkehr nach Ecuador begann sie 2020 auf Anregung ihres Pfarrers und geistlichen Begleiters, Pater Jorge Montalvo von der Pfarrei San Juan de la Cruz im Süden von Guayaquil, mit Kerzen zu arbeiten. Derzeit arbeitet sie gelegentlich für verschiedene Kirchengemeinden in Guayas.

Kerze mit Kolibri
Kerze mit Rosette
Kerze Michelle Obst
Kerze Ecuador
Kerze mit Weltkugel

Vier Jubiläumskerzen, die für die Partnerschaft brennen!

Ein Jahr lang sollen vier handgefertigte Kerzen aus Ecuador in der Erzdiözese München und Freising von Pfarrei zu Pfarrei wandern. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Geben Sie einer Kerze für einen Monat eine Heimat in Ihrer Pfarrei oder Pfarrverband. Entzünden Sie diese bei einem Gottesdienst, einem Gebet oder einer Gruppenstunde. Zu jeder Kerze gibt es einen Begleittext. Teilen Sie uns mit, für welchen Zeitraum Sie eine Jubiläumskerze wünschen:

weltkirche@eomuc.de

Erzdiözese München und Freising
Abteilung Weltkirche
"Kerze aus Ecuador"
Schrammerstr. 3/IV
80333 München

60 Jahre Partnerschaft mit der Kirche Ecuadors

Die weltkirchliche Partnerschaft der Erzdiözese München und Freising mit der Katholischen Kirche Ecuadors feiert dieses Jahr 2022 ihren 60sten Geburtstag.
Während der Tagungen des Zweiten Vatikanischen Konzils in Rom lernen die Bischöfe einander über Ländergrenzen hinweg kennen und schätzen. Dort hat auch die „Bruderhilfe“ der Erzdiözese München und Freising für die Kirche in Ecuador ihre entscheidenden Wurzeln. Kardinal Julius Döpfner und der damalige Bischof von Ambato, Bernardino Echeverría, lernen sich am Rande einer Konzilssitzung kennen. Das erste Treffen findet noch eher zufällig in der Konzilsbar statt, wo sich die beiden fließend auf Italienisch unterhalten können. Da sie bereits voneinander und von ihren jeweiligen Ländern wissen, verabreden sie sich weitere Male, um letztlich gemeinsam die Bruderhilfe auf den Weg zu bringen. Heute sprechen wir von der „Partnerschaft“, die sich in einer Lern-, Solidar- und Glaubensgemeinschaft ausgestaltet.
In der in 2018 auf den Weg gebrachte Partnerschaftsvereinbarung heißt es in der Präambel: „Die Partnerschaft zwischen der Katholischen Kirche Ecuadors und der katholischen Ortskirche von München und Freising besteht seit 1962. Sie gründet in der gemeinsamen Gotteskindschaft, die uns zu einer Familie verbindet, in der alle die gleiche Würde, die gleichen Rechte und Pflichten haben. So wird die Partnerschaft Ausdruck der geschwisterlichen Zuneigung, die in einem gegenseitigen Geben und Nehmen lebendig ist.“ Diese besondere Gemeinschaft, die geprägt ist durch unterschiedlich gewachsene Beziehungen auf allen Bistumsebenen, ist eine ständige Einladung an alle Menschen, daran teilzuhaben und mitzuwirken, im Austausch und Lernen, im Teilen und im gemeinsamen Gebet füreinander. Möglichkeiten gibt es dazu viele: www.erzbistum-muenchen.de/ecuador.
Diese Partnerschaft mit der Kirche Ecuadors ist ein Projekt des Friedens, das sich gegen jegliche Nationalismen, Ideologien und Rassismus wendet. Sie ist eine Einladung, die eigenen Denkmuster zu überdenken, Unterschiede auszuhalten und den Reichtum anderer Kulturen zu entdecken.
 
Das 60jährige Jubiläum wollen wir nicht an einem Tag oder einem Ort feiern. Es geht uns darum, die Partnerschaft mit zahlreiche Aktivitäten über das Jahr hinweg  in unserem Erzbistum als auch in Ecuador bekannter zu machen. Den offiziellen Start des Jubiläums begehen wir am 13.01.2022 um 12.30 bei der Atempause in St. Michael / München. Dort werden die in Ecuador gefertigten Kerzen, die die vier Regionen Ecuadors (Amazonasgebiet, Hochland, Küste und die Galapagos-Inseln) symbolisieren, entzündet. Am 15.01.2022 wird in der Basilica del Voto Nacional in Quito zum Auftakt des Jubiläumsjahres ein Gottesdienst stattfinden, dem der Nuntius Mons. Andrés Carrascosa und der Partnerschaftsbischof Mons. Eduardo Castillo vorstehen werden.
Sebastian Bugl