Chroniken - der Pfarrei Christus Erlöser 

Pfarrei Christus Erlöser
München - Neuperlach
Büro St. Stephan / St. Jakobus
Lüdersstr.12, 81737 München

Entstehung der Pfarrei

Im März 2007 hat Kardinal Friedrich Wetter entschieden, dass in Neuperlach eine sog. „Stadtteilkirche“ errichtet werden soll. Die bisher selbständigen Pfarreien sollen zukünftig eng zusammenarbeiten und sich mit allen anderen kirchlichen Einrichtungen im Stadtteil vernetzen. Außerdem soll eine Strukturreform durchgeführt werden. Zukünftig sollte es nur noch zwei selbständige Pfarreien im Stadtteil geben, auf längere Sicht nur noch eine.
Mit diesen Rahmenbedingungen startete eine umfangreiche Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Gremienvertretern aus Neuperlach einerseits und Verantwortlichen des Ordinariates andererseits. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurden beim 4. Infotag, im Juli 2008, Voten an den Erzbischof gerichtet, welche die zukünftige Struktur betreffen. Nach Beratung im Ordinariatsrat hat unser Erzbischof Dr. Reinhard Marx inzwischen wichtige Entscheidungen getroffen, die ich Ihnen mitteilen möchte.
Zunächst ist festzustellen, dass unser Erzbischof dem Votum des 4. Infotages, das - bis auf eine Stimme - einstimmig verabschiedet wurde, entsprochen hat: Die fünf neuperlacher Pfarreien werden demnach zu einer neuen Pfarrei verbunden. Dies wird zum 1. September 2009 geschehen. Die Leitung der neuen Pfarrei wird den Pfarrern Herbert Krist, Wolfgang Marx und P. Dr. Piotr Nyk „in solidum“, das heißt gemeinsam übertragen. Alle drei sind ab September für das gesamte Gebiet der neuen Pfarrei verantwortlich. Unser Erzbischof hat Herrn Pfarrer Krist gebeten, die Moderation dieses Leitungsgremiums zu übernehmen.
Als Projektleiter bin ich sehr dankbar, dass Pfarrer Krist daraufhin zugesagt hat, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen. Intensiv wurde über den Sitz der neuen Pfarrei beraten. Im Herbst fanden Ortsbesichtigungen statt. Keine der fünf Pfarrkirchen eignet sich von ihrer Größe als Zentralkirche. Nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile hat unser Erzbischof eine Entscheidung getroffen: Der Sitz der neuen Pfarrei wird St. Stephan sein.
In den kommenden Monaten müssen weitere Entscheidungen vorbereitet werden: Wie soll die neue Pfarrei heißen? Wie soll die rechtliche Struktur der Pfarrei aussehen? Welche Übergangsregelungen sind nötig? Auch gilt es, ein arbeitsfähiges Team aus allen pastoralen Mitarbeitern zu bilden. Hierzu wird es 2
professionelle Hilfe geben. All diese Themen sollen in der nun schon gewohnten vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort und den Vertretern des Ordinariats erarbeitet und zur Entscheidung vorbereitet werden.
Natürlich gibt es immer noch Ängste und Befürchtungen wie es schließlich werden wird, unter dem gemeinsamen Dach einer Pfarrei. Ich hoffe aber, dass inzwischen auch das Vertrauen gewachsen ist, dass allen am Prozess Beteiligten das Wohl der Menschen und die Zukunft des Glaubens hier in Neuperlach am Herzen liegen. Ich habe in den nun fast 2 Jahren gemeinsamer Arbeit so viel Kompetenz und Glaubenskraft bei Ihnen vor Ort erlebt, dass ich fest davon überzeugt bin, dass wir weiterhin den guten Weg in die Zukunft gemeinsam finden werden.
Was in Neuperlach geschieht, wird beispielhaft für die anstehenden Strukturveränderungen in der ganzen Diözese sein. Ich bitte Sie, bringen Sie sich in den Prozess zur Errichtung der neuen Pfarrei weiterhin ein. Äußern Sie Ihre Befürchtungen, vertreten Sie aber auch die Chancen, die Sie sehen und die zweifellos vorhanden sind! Machen Sie sich gegenseitig Mut, den neuen Weg zu gehen und vertrauen Sie auf die Zusage Gottes, all unsere Wege zu begleiten!
Abschließend möchte ich allen danken, die bis zum heutigen Tag am Projekt „Stadtteilkirche Neuperlach“ mitgearbeitet haben: Den Hauptamtlichen und Gremienvertretern der fünf Pfarreien, den Haupt- und Ehrenamtlichen aus den kategorialen Einrichtungen, der Caritas, der Jugendarbeit, dem Krankenhaus, den Schulen und anderen mehr. Ich danke den Mitgliedern der Arbeitsgruppen und der Steuerungsgruppe. Im gemeinsamen Suchen nach Lösungen wurde die Stadtteilkirche bereits lebendig erfahrbar. Ich bedanke mich bei der Arbeitsgemeinschaft Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung, die unseren Prozess mit 2 Teams begleitet. Und ich bedanke mich bei allen vor Ort, die durch ihre Meinung und ihren Rat und durch ihr Gebet unser Mühen begleitet haben.
 
In der Woche vom 06.-11.10.2008 wird zur Vorbereitung in allen Pfarreien eine
Woche des Rosenkranzgebetes in den Anliegen der Stadtteilkirche angeboten.
Am Beginn des geistlichen Vertiefungsweges feiern alle Pfarreien gemeinsam den
Eröffnungsgottesdienst. Dieser findet am 12.10.2008 um 10:00 Uhr in St.-
Maximilian-Kolbe statt. Zu dieser Zeit ist in den anderen Pfarrgemeinden keine
Heilige Messe.
 
In der Woche vom 20.-24.10.2008 (KW 43) finden die ersten Treffen der Exerzitien
im Alltag statt. Durch die Pause in den Herbstferien ist das Abschlusstreffen in der
Woche vom 24.-28.11.2008 (KW 48). Die Termine und Zeiten in den einzelnen
Pfarreien entnehmen Sie bitte der beiliegenden Übersicht.