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Pfarrverband Hörgertshausen-Gammelsdorf

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Besinnliches Adventssingen in der Kirche

Spendensammlung brachte überwältigende 2.000,-- € für die Familie Rieder


Das Gammelsdorfer Adventsingen gehört schon seit langem zu einem der schönsten Adventsingen in der Region - Chöre und Musikgruppen aus Gammelsdorf und der Umgebung präsentierten unter der Gesamtleitung von Christine Cimander eine besinnliche und seelenvolle Stunde im Advent.
Zum 34. Mal fand am Sonntag nun schon das Adventssingen statt. Bis auf den letzten Platz gefüllt war auch heuer wieder die adventlich geschmückte Pfarrkirche und am Ende einer andächtigen und einer für Herz und Seele wohltuenden Stunde zollten die Besucher lang anhaltenden Beifall. Auch das Spendenergebnis von 2000 Euro zeigte die Begeisterung, aber auch das Mitgefühl der Besucher. Heuer gehen die Spenden an die junge Familie Rieder aus Buch am Erlbach. Die Familie hat ein Jahr gegen die heimtückische Krebskrankheit der Mutter Mona gekämpft. Leider hat Mona dieses Jahr den Kampf verloren. Zumindest finanziell wollen die Teilnehmer des Adventssingens den Vater und die drei Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren unterstützen, damit sie ihren schweren Weg in der gewohnten Umgebung weiter gehen können, sagte Sprecher Manfred Cimander.
Adventssingen Schmid Deandl
Schmied-Deandln aus Willersdorf
Foto: bk
Dem Thema des diesjährigen Adventsingens „Advent – Hell genug für den ersten Schritt“ widmete sich die Liedauswahl und auch Lektor Cimander nahm in seinen besinnlichen Texten den Zwiespalt zwischen Dunkelheit und dem Licht der Adventszeit auf und regte damit zum Nachdenken und Innehalten an. Die Schmied-Deandln eröffneten andächtig mit dem Beitrag „A Liacht soll uns aufscheina“ und führten mit dem sehr treffenden Text auf das Thema hin. Schier in die Stille mit hineingenommen wurde man beim „Hörst as“, das gefühlvoll vorgetragene Lied aus der Feder von Christl Cimander beschrieb den inneren Weg jedes Einzelnen in der Adventszeit auf Bethlehem zu, mit all den Aufgaben, Sorgen und Nöten, die einem das Leben stellt.
„In der Dunkelheit geht uns vui durch Kopf und Bauch – Finsternis löst Angst, Beklemmung und Unsicherheit aus. Auf der anderen Seite dieses beglückende Gefühl, in einer dunklen Dezembernacht raus zu gehen und im Anblick der funkelnden Sterne zu versinken – tief durchschnaufa, die Stille durch den Körper fließen zu lassen, den Gedanken Weite zu schenken und dem Herzen Träume“, beschrieb Manfred Cimander.
Dieser Zwiespalt übertrage sich auf die Advents- und Weihnachtszeit: die Dunkelheit wahr zu nehmen, im persönlichen Leben, im Umfeld, in unserem Dorf und in der Welt. Im Advent zünde man Lichter an, damit die Hoffnung in der Dunkelheit spürbar und erfahrbar werde. Zu Herzen ging auch der von der Stubenmusik begleitete Text von Lektor Manfred Cimander: „A kloans Licht ozünd in der Dunkelheit“  und auch die Geschichte vom kleinen Martin, seiner Oma und dem Brief ans Christkind rührte an und verleitete zum Nachdenken und zur Rückbesinnung auf das wirklich wichtige an Weihnachten.
Adventssingen Willersdorfer Viergesang
Willersdorfer Viergesang
Foto: bk
Gefühlvoll, beinahe leise zeigte der Willersdorfer Viergesang mit dem Lied „Im Dunkel naht die Weihnacht“ auf, wie sehr sich die Menschen nach dem Licht sehnen.
Die innige volksliedhafte Komposition von Lorenz Maierhofer „Der See friet zua,  zählt zu den „Volkslied-Klassikern“ in adventlichen Chorkonzerten. Im berührenden Text werden die den Menschen tragenden Wege über das Eis zum Sinnbild für den Lebenspfad der Erleuchtung und Erkenntnis, dies den Zuhörern zu vermitteln gelang dem Viergesang hervorragend.
Adventssingen Da Capo
Da Capo
Foto: bk
Eine moderne Version über die Botschaft des Lichtes bot die Gruppe Da Capo mit dem Lied „Shine your light“ aber auch der Beitrag „Zünd a Licht für di o“ erwärmte auf eine besondere Art die Herzen der Besucher.
Adventssingen Holledauer Jägerchor
Holledauer Jägerchor
Foto: bk
Den Advent brachte dann stimmgewaltig der Holledauer Jägerchor zum Leuchten und mit „Seht es kommt die heilge Zeit“ und dem  Lied „Weihnachtsglocken“ ging der Jägerchor auf den Frieden ein.
Adventssingen Kirchenchor
Kirchenchor
Foto: bk
Drei Beiträge präsentierte präzise und einfühlsam der Kirchenchor St. Vitus unter der Leitung von Christl Cimander.  Bei “Ich frage den Stern“, beschäftigte er sich mit dem Weg in der dunklen Nacht hin zur Geburt Jesu Christi. Der Beitrag „Das Fest der Liebe“ wurde feinfühlig von Magdalena Cimander am Piano begleitet.
Zwischen den gut abgestimmten Lied- und Textbeiträgen, rundete die Stub’nmusi das harmonische Programm einfühlsam  ab.
Mit dem schon traditionellen „Marien-Advent“, der zum Abschluss von allen Chören gemeinsam angestimmt wurde, endete eine wunderschöne besinnliche Abendstunde. Die Mitwirkenden wurden mit lang anhaltenden Applaus belohnt und bei der abschließenden Einkehr im Pfarrheim konnten alle auf ein gelungenes und zu Herzen gehendes Adventsingen zurückschauen.

Text: bk
letzte Aktualisierung: 11.12.2019 22:05 Uhr