Pfarrverband Kraiburg

Marktplatz 33, 84559 Kraiburg a. Inn, Telefon: 08638-88570, E-Mail: PV-Kraiburg@erzbistum-muenchen.de
Bergmesse am Sonneck 2018
Pfarrvikar Hilger ist die Freude ins Gesicht geschrieben, er hat den schweren Aufstieg geschafft.

Bergmesse 2018 am Sonneck mit Pfarrvikar Hilger

In diesem Jahr sind es 40 Jahre, dass Mitglieder und Freunde der Bergwandergruppe Kraiburg ein Gipfelkreuz am Sonneck (2.260 m) im Wilden Kaiser errichtet haben. Sie haben den schweren Aufstieg, bepackt mit Sand, Zement und Fundamenteisen auf sich genommen, um gut zwei Wochen später am 9. September 1978 das Kreuz aufzurichten. 24 Bergsteiger haben erneut den schweren Aufstieg auf sich genommen, um das Werk zu vollenden, Pfarrer Werner Giglberger hat am 17. September das Kreuz geweiht.
Seit dieser Zeit hat die Bergwandergruppe zusammen mit Pfr. Giglberger fünf weitere Bergmessen am Gipfel des Sonneck abgehalten. 
Zum 40-jährigen Bestehen war es der Wunsch vieler Bergfreunde, wieder eine Messe am Gipfelkreuz der Kraiburger anzubieten. Es wurde ein Pfarrer gesucht, aber nachdem die Zusage an einem Sonntag schier unmöglich schien, wich man auf Samstag aus und Pfarrvikar Hilger sagte spontan zu. 


Am 8. September starteten verschiedene Gruppen um 5 Uhr früh nach Scheffau. Das Wetter konnte nicht genau bestimmt werden, und tatsächlich, es regnete in der Nacht und der Aufstieg war dementsprechend "bazig".


So gegen 11:30 Uhr hatten alle das Ziel erreicht und die Messe konnte beginnen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst auf luftiger Höhe von Musikanten der Blaskapelle Kraiburg. Sie hatten ihre Instrumente im Rucksack dabei, ein herzlicher Dank an diese Gruppe. 

Bravo und Dank an Pfarrvikar Hilger. In einem Gespräch meinte er schon, er hat einen satten Muskelkater und hätte nicht gedacht, dass das so anspruchsvoll und anstrengend ist. 

Der Leiter der Bergwandergruppe, Hannes Fischer, erinnerte nach der Messe an die Anfänge, die Beweggründe und die Organisation, um die Genehmigung zur Errichtung zu erreichen. Einen besonderen Dank sprach er an den Initiator Sepp Brandl, an den Erbauer des Kreuzes Schorsch Jackl und an die Freunde der Bergwandergruppe, die das Kreuz errichtet haben. Sie wurden namentlich genannt und den bereits verstorbenen Bergfreunden besonders gedacht.

Es bleibt zu hoffen, dass das Gipfelkreuz der Kraiburger oft ein Ziel ist für den Bergwanderer und zur Ehre Gottes.

Der Tag der Primiz

Am Morgen des Primiztages war keine Hektik erkennbar. Schlenderte man zum Marktplatz oder ging durch die Gassen von Kraiburg, es war nur zu bemerken, da gibt es heute einen Festtag.
Primiz des Dr. Florian Haider in seiner Heimatpfarrei Kraiburg wird gefeiert.
Dann spürte man, es kommen Gäste, Parkplätze werden gesucht und erfreulich, es war ein sehr sonniger Morgen, eben ein „Sonntag“. Am Kirchturm wehte die kirchliche Fahne, die Häuser waren geschmückt und langsam wurde es ein Treiben am Marktplatz. Nun aber zum programmgemäßen Ablauf.
Schon vor 9 Uhr trafen sich die Vereine aus dem Pfarrverband mit ihren Fahnen am Platz vor dem Seniorenheim St. Nikolaus. Die Fahnenbänder wurden geweiht und an die Vereinsfahnen geheftet. Kurze Zeit später begann die Aufstellung zum Kirchenzug.
Der Primiziant legte Wert darauf, auch den Heimbewohnern den Primizsegen zukommen zu lassen.
Frühzeitig kam der Kirchenzug unter der musikalischen Begleitung der Blaskapelle Kraiburg in St. Bartholomäus an. Um 10 Uhr begann der Festgottesdienst. Pfarrer Seifert begrüsste den Primizianten, die Mit-Zelebranten, auch Pfarrer Giglberger und die Besucher der Primizfeier. Vor der Kirche waren Bänke aufgestellt und die Messfeier konnte tonlich auch am Marktplatz miterlebt werden. Eine große Schar Ministranten bildete quasi einen Rahmen um die Geistlichen und an den Seiten waren die Fahnen aufgereiht. Es darf nicht versäumt werden zu erwähnen, dass viele Besucher stehen mussten, aber das Erlebnis war es wert, ein wenig Stehvermögen zu zeigen. Der Chor von St. Bartholomäus sang als musikalischen Hauptpart die Messe in C von W. A. Mozart.
Ein wichtiger Punkt in der Primizfeier ist auch die Primizpredigt. Dr. Florian Haider hatte den Leiter des Pfarrverbandes Rottenbuch, Pfarrer Josef Fegg „verpflichtet“. Schon an den ersten Worten merkte man die Entschlossenheit, etwas Wichtiges mitteilen zu wollen. Es gelang ihm vorzüglich. Er traf voll das Thema „Kirche heute“ und gab dem Primizianten gute Worte mit auf den Weg als Priester. Eine Predigt, die die Zuhörer zum Lauschen brachte, eingehende Worte, aufmunternde Worte und am Ende mit großem Beifall bedacht.
Zum Ende des Gottesdienstes spendete der Primiziant den Primizsegen. Wie schreibt es die Presse in dem Bericht über die Primizfeier. Für einen Primizsegen muss man Schuhsohlen durchlaufen. Auch ich als Schreiber dieses Berichts kenne diesen Spruch, aber die Bedeutung heißt wohl, dass man weit laufen muß, um einen Primizsegen zu bekommen. Früher fuhr man mit dem Radl oder ging weit im Feiertagsgewand, um eine Primiz mitzubeten und den Segen des Primizianten zu bekommen.
 
Die weltliche Feier
Nach der ersten Messfeier des Primizianten ging es im Kirchenzug ins Bischof-Bernhard-Haus, hier fand die weltliche Feier statt. Primiziant Florian Haider bedankte sich bei den Besuchern, vor allem aber nutzte er hier die Gelegenheit, sich bei seiner Familie für die Begleitung bis zum heutigen Tag als Priester zu bedanken. Auch Bürgermeister Dr. Heiml begrüsste im Namen des Marktes Kraiburg den Primizianten und wünschte ihm einen guten Lebensweg als Priester und für die Gläubigen. Die Blaskapelle umrahmte die weltliche Feier.
 
Vesperandacht
Als Abschluss des Primiztages lud der Primiziant noch zur Vesper um 16 Uhr in die Pfarrkirche. Diese Dankandacht war geprägt durch Scholagesänge aus kirchlichen Psalmen. Danach spendeten der Primiziant und sein Mitbruder den Einzelprimizsegen. 


Sonstiges:
Die Primiztage in Kraiburg werden vielen unvergessen bleiben. Das Organisationsteam hatte gute Arbeit geleistet. Einen Dank richtete der Primiziant auch an die vielen Helfer, wie die Freiw. Feuerwehr, die Narrengilde, das Sahlstorfer-Team und an Jürgen Schwab, der die Vorbereitung in Kirche und BB-Haus leitete.
Es bleibt zu hoffen, dass nicht wieder 50 Jahre vergehen bis zur nächsten Primiz. Denken wir an den Spruch unserer gläubigen Eltern: „Am Primizsegen ist alles gelegen“.
Einzug zum Primizgottesdienst
Einzug des Primizanten
Primizgottesdienst
Der Primizant bei der 1. Hl. Messe
Primiz - Empfang
Primiziant Haider erklärt den Kelch. Er wurde ihm durch Spenden aus dem Pfarrverband zur Primiz geschenkt.

Dr. Florian Haider feiert Primiz in seiner Heimatpfarrei Kraiburg

Das Wochenende vom 13. – 15. Juli 2018 stand ganz im Zeichen der Primiz in Kraiburg. Nach 48 Jahren hatten die Gläubigen wieder die Möglichkeit, eine Primiz im Markt Kraiburg mitzuerleben und mitzufeiern. Pfarrer Werner Giglberger war im Jahr 1970 der letzte Primiziant in der Marktgemeinde.
Ein Primiz-Ausschuss plante schon wochenlang und berücksichtigte dabei ganz besonders die Wünsche des Primizianten. Die Feier des ersten Gottesdienstes als Priester sollte in der Marktpfarrkirche sein, und es war gut so.
Der aus Niederndorf stammende Florian Haider ging in Kraiburg zur Schule und was ihn besonders prägte, war die Kirche in Kraiburg. Unter Pfarrer Josef Hamberger und Pfarrer Werner Giglberger war er Ministrant und er gibt zu, schon damals hat er sich sehr stark mit dem Gedanken befasst, einmal Priester zu werden. Der gewünschte Weg, „Nachfolger des Hl. Petrus“ zu werden, wurde nun über Umwege erreicht. Als Postbediensteter erlernte er zuerst einen Beruf, aber das Weiterkommen in der geistlichen Berufung war stets sein Ziel. So hat er im Laufe der Jahre die Priesterseminare absolviert, in Rom seine theologische Bildung gefestigt und seine Doktorarbeit in Theologie geschrieben. In den vergangenen Jahren war er immer wieder in seiner Heimatpfarrei „zu Gast“, um den Gottesdienst zu mitzufeiern und sich mit seinen Jugendfreunden zu treffen. Wichtig war ihm dabei immer die Familie mit Vater Hans, Mutter Gertrud und Bruder Rainer. Nun kam das Ereignis Primiz.
Am Samstag, 30. Juni wurde Dr. Florian Haider im Hohen Dom zu Passau, zusammen mit zwei Mitbrüdern, zum Priester geweiht.
Der erste große Tag in Kraiburg war am Freitag, 13. Juli mit dem Empfang des Primizianten. Leider war die Schar der Gläubigen in der Kirche überschaubar. Es ergaben sich Fragen. War das Wetter zu schön? Sind Kirche und Priester nicht mehr gefragt? Brauchen wir in der guten Zeit, in der wir leben, die Kirche nicht mehr?? Brauchen wir Gott nicht mehr?
Der Primiziant hat mit dem Leitspruch „Wo Gott ist – da ist Zukunft“, das Thema der Zeit getroffen, als wollte er sagen, auch wenn es uns gut geht, ohne Gott ist das Leben leer.
Um 18.00 Uhr begann die Andacht mit der Begrüßung durch Pfarrer Werner Seifert. Das Primizgewand und die Stola wurden geweiht und der Primiziant erläuterte die Symbolik seines Meßgewandes.
Nun aber trug er seinen persönlichen Lebenslauf zum „Priesterwerden“ vor. Er stellte insbesondere hervor, dass das Priester werden um 5 nach 12 nichts mit der Länge seiner Vorbereitung auf das Priesteramt zu tun hat, sondern er sieht das Thema im Zusammenhang mit der Entwicklung des Katholischen Glaubens. Im Unterschied zu 5 vor 12 beginnt 5 nach 12 etwas Neues, die Erfahrung aus der Zeit vor 12 sollte genutzt werden, um Lehren zu ziehen und es besser zu machen.
Anschließend trafen sich die Geistlichen und die Kirchenbesucher im Foyer des Bischof-Bernhard-Hauses zum Stehempfang. Der Primiziant war mittendrin und nahm Glück- und Segenswünsche entgegen.
Primiz-Gewand
Das Primizgewand unseres Neupriesters Florian Haider

Primiz in Kraiburg - das Ereignis mit dem Primizianten Dr. Florian Haider miterleben.

Auf den Weg machen. Am 30. Juni erhielt der Primiziant die Priesterweihe von Bischof Dr. Stefan Oster im Hohen Dom zu Passau.
Nun dürfen wir Gläubigen die erste Hl. Messe zusammen mit Florian Haider am Sonntag, 15. Juli 2018 in der Kirche von St. Bartholomäus in Kraiburg mitfeiern.
Auf den Weg machen, auf den Weg zu Gott, auf dem Pfad des Friedens gehen und nach 50 Jahren wieder eine Primiz in Kraiburg erleben dürfen. 

Im obigen Pfarrbrief lesen Sie den Werdegang unseres Primizianten und das Programm zur Primiz.

Erntedankfest in der Marktpfarrkirche

Die geplante Prozession fiel ins "Wasser". Pfarrer Seifert stellte in seiner Predigt den Dank heraus, dass wir in einer Welt leben dürfen, in der wir alle Früchte ernten können. Er stellte den Vergleich zu Afrika her, denn vor wenigen Wochen hat er die Missionsstation in Simbabwe besucht, in der Sr. Katharina Stenger wirkt. Hier hat er "live" erlebt, was es heißt, mit einer spärlichen Ernte, teilweise ohne Arbeit und Einkommen, leben zu müssen. Dankbar sein für die selbstverständlichen Belange, das war Thema seiner Predigt. Während des Gottesdienstes, der von der Blaskapelle Kraiburg musikalisch umrahmt wurde, wurden neue Ministranten aufgenommen. Lesen Sie dazu den separaten Bericht. 
Das Gotteshaus war aber auch noch fein auf diesen Erntedankgottesdienst vorbereitet. Mesner Jürgen Schwab hatte den Altar mit Gaben geschmückt, viele Fahnen der örtlichen Vereine schmückten die Seiten und die Ministranten waren mit Erntebuschen angetreten.Nach dem Gottesdienst wurden Brote im Rahmen der Aktion Minibrot gegen eine Spende ausgegeben.
Erntedank 2017
In der voll besetzten Kirche waren sie der Mittelpunkt und in der Tat am Tisch des Herrn. Pfarrer Michael Seifert begrüsste sie und selbstverständlich auch die Eltern, die sich dafür entschieden haben, ihre Kinder als junge Christen zu begleiten.