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Pfarrverband Mariahilf - St.Franziskus

Betrachtung zum Kreuz: Diakon Ernst Heil

Am Kreuz kommt niemand vorbei,
es steht an Feldern und Wegen,
errichtet der Dankbarkeit wegen,
als Trost in der Not und zum Segen.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
mag er*sie auch lästern und scherzen,
voll Zorn und Missgunst im Herzen,
im Leben gibt‘s Glück und gibt‘s Schmerzen.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
auch wenn wir’s verstecken, verschweigen,
selbst wenn wir vor ihm fliehen und es meiden,
der Mensch reift oft mehr durch das Leiden.
Am Kreuz kommt niemand vorbei
niemand war je ausgenommen,
woher wir auch immer kommen,
oft trifft’s grad die Guten und Frommen.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
nicht Anseh’n, nicht Geld und nicht Macht,
haben jemals es fertiggebracht,
dass jemand im Leben nur lacht.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
und niemand kann sich’s ersparen,
sei’s in frühen oder späteren Jahren,
im Kreuz wird das Leben erfahren.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
und niemand kann es abwehren,
nicht abwerfen, nur noch erschweren,
wenn wir nicht mittragen lernen.
Am Kreuz kommt niemand vorbei,
ein Zeichen auch unseres Lebens,
ein Baum des Reifens und Segens,
denn ER starb für uns – nicht vergebens.
Am Kreuz kommt niemand vorbei;
Wo immer wir es verehren,
soll’s die Hoffnung auf Leben vermehren,
selbst der Tod kann es uns nicht verwehren.
 
(nach Pfarrer Martin Seidenschwang, in ‚Wohin gehst Du?‘; Herausgeber: Dr. N. Göttler, ohne Jahreszahl)