Kath. Pfarrei St. Markus - München-Neuaubing
Pfarrverband München West
(Pfarrverband Neuaubing-West)

Wiesentfelser Str. 49, 81249 München   -   Telefon: 089 / 8971490    -   eMail: St-Markus.Muenchen@ebmuc.de

Gedenken

Nachruf zum Tod von Inge Leising 27.04.1941 - 18.06.2021

PB_Leising Inge
Gekämpft, gehofft und doch verloren.
Nun ruhe sanft, du gutes Herz.
Dich leiden sehen und nicht helfen können,
war unser aller größter Schmerz.
Leising_Inge_Buero
Am 01.07.1994 begann Inge Leising ihre Arbeit als Pfarrsekretärin von St. Markus. In diese Aufgabe wuchs sie mit Leib und Seele hinein und sie prägte mit ihrer Persönlichkeit als wichtige Kontaktperson über viele Jahre die Gemeinde.

Als sie am 30.06.2004 in den verdienten Ruhestand ging, widmete sie sich auch weiterhin ihren vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben, die sie mit ihrer durchsetzungsstarken Art zum Wohle der Pfarrgemeinde ausfüllte:
-  Bis 2014 war sie Mitglied bzw. Vorsitzende des Pfarrgemeinderats 
-  von 2006 bis 2018 Mitglied der Kirchenverwaltung
-  von 2009 bis 2016 Trägervertretung des Kindergartens St. Markus 
-  sie hat den Arbeitskreis Mission ins Leben gerufen und zweimal im Jahr ein Schafkopf-Turnier durchgeführt, dessen Erlös immer für Sales­ianerpater Vinzenz Maidhof bestimmt war, der die Gelder in der Mission verwendet hat 
-  legendär waren die bis 2017 von ihr organisiert und jährlich durchgeführten St. Markus Bildungsreisen 
-  zeitweise hatte sie auch die Organisation der Sternsinger-Aktion bei uns übernommen und natürlich war sie Kommunion- und Firm­gruppenmutter gewesen 
-  lange Jahre gab sie unserem Pfarrbrief als Mitglied der Pfarrbrief-Redaktion ein Gesicht 
-  als ehrenamtliche Richterin beim Arbeitsgericht München wirkte sie von 2002 bis 2009 bei Verhandlung und Urteilsfindung mit 
-  engagiert hat sie sich auch bei der Kolping-Familie München-Central 
-  …und nicht zuletzt war sie seit 1983 Mitglied im Maibaum-Verein St. Markus München Neuaubing e.V.
 
Schwer gehandicapt durch ihre Erkrankung, konnte sie in den letzten Monaten ihr Bett nicht mehr verlassen. Sie verstarb am 18.06.2021 im Alter von 80 Jahren.
 
Danke Inge, dass Du dich immer mit aller Kraft eingebracht hast!
 
Alfred Lehmann
PGR-Vorsitzender St. Markus
2. Vorstand Maibaum-Verein St. Markus

Unsere Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer. (Aurelius Augustinus)

Nachruf zum Tod von Emmy Kraft 03.08.1936 - 03.12.2017

Kraft_Emmy
Flöge ich auf den Flügeln der
Morgenröte und ließe mich nieder
zuäußerst am Meer, so würde mich
auch dort deine Hand finden und
deine Rechte nach mir greifen. (Psalm 139,9-10)
Emmy Kraft war Ehrenmitglied der Kolpingfamilie München Zentral, außerdem Trägerin des "Silbernen Ehrenzeichens" des Kolpingwerks Deutschland, Trägerin des Ehrenzeichens des Kolpingwerks DV München und Freising, der "Korbiniansnadel", sowie des "Silbernen und Goldenen Ehrenzeichens" des Caritas Verbands. Außerdem wurde sie vom Katholikenrat der Region München mit der "Pater-Rupert-Mayer-Medaille" ausgezeichnet…

Diese vielen Ehrungen zeigen, was für eine engagierte, aktive Frau Emmy Kraft war. Egal, ob bei uns in St. Markus, bei Kolping, im Dekanatsrat, dem Diözesanrat, sie brachte sich immer zu hundert Prozent ein; immer auf der Seite der Menschen, die ihre Hilfe brauchten: Alte, Kranke, Behinderte. Aber auch in der Verbandsarbeit bei Kolping, bis hinauf zur Ebene des Landes Bayern und zum Generalpräses, sowie beim Caritasverband, setzte sie sich mit der ihr eigenen Energie und Tatkraft ein.
 
Hier eine, bestimmt unvollständige, Aufzählung ihres Wirkens: Pfarrgemeinderätin in St. Markus von 1970 bis 2018, Sozialkreis, Kirchenchor, Gründung und Leitung der Selbsthilfegruppe Behinderte u. Nichtbehinderte, Kommunionspenderin seit 1982, Leiterin der Altenarbeit im Kolpingwerk DV. + Bez. München, Mitglied von 1982 bis 1994 im Dekanatsrat Pasing/Aubing und dessen Delegierte im Diözesanrat, Mitglied im "Katholischen Altenwerk DV" von 1980 bis 2004 und nicht zuletzt war sie auch seit 24.05.1982 Mitglied im Maibaum-Verein St. Markus.
 
Schwer gehandicapt durch ihre lange, schwere Erkrankung, konnte sie in den letzten Monaten ihre verbliebenen Aufgaben nicht mehr bewältigen. Emmy Kraft verstarb am 03.12.2017 im Alter von 81 Jahren.
 
Der Kolping Diözesan- und Landespräses Msgr. Christoph Huber sagte beim Abschiedsgottesdienst: "Vergelt´s Gott Emmy, für das, was Du für uns getan hast und dass Du mit uns warst". Dem können wir uns nur anschließen.

Für den Pfarrgemeinderat St. Markus und den Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V.

Alfred Lehmann
PGR-Vorsitzender St. Markus - Öffentlichkeitsarbeit
2. Vorstand und Schriftführer - Maibaum-Verein St. Markus

Nachruf zum Tod von Josef Trischler 21.01.1930 - 25.05.2017

Sepp Trischler_01
Der Tod ist das Tor
zum Licht
am Ende
eines mühsam
gewordenen Weges. (Franz von Assisi)
Sepp Trischler_02
von links: Pfarrer Fritz Kopp, Franz Stratz (Kirchenpfleger), Josef Trischler (Mesner & Hausmeister), Jakob Röhrle (PGR-Vorsitzender), Franz Egle
1976 bezog Josef Trischler mit seiner Familie eine Wohnung in der Kunreuthstrasse. Er engagiert sich in der neuen Pfarrkuratie St. Markus im Pfarrgemeinderat, im Sozialkreis und in der Altenarbeit und wird Lektor und Kommunionspender. Seine Liebe zur Musik und zum Gesang lässt ihn im Chor der Münchner Sängerrunde und im Kirchenchor St. Markus aktiv dabei sein.

Am 01.11.1971 begann er dann seinen Dienst als Mesner und Hausmeister in der Pfarrei St. Markus. Schon in dieser Zeit ist er in alle wichtigen Entscheidungen der jungen Gemeinde mit eingebunden.

So hatte er damals nicht nur einen Vorstoß in "Sachen Kirchenbau" angeregt, sondern er begleitete am 21.07.1972 Kurat Fritz Kopp und den PGR-Vorsitzenden Jakob Röhrle zum entscheidenden Gespräch bei Generalvikar Gruber, wo über den Bau der Pfarrkirche St. Markus positiv entschieden wurde. Kurat Kopp schrieb damals: Es wurde ein historisches Datum! Wenn auch noch nicht der "Handschlag", so war doch dieser Tag das entscheidende Gespräch - WIR BAUEN KIRCHE - noch dieses Jahr!
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Benno-Medaille
Sepp Trischler war einfach der gute Geist der Pfarrei. Neben seiner Tätigkeit als Mesner und Hausmeister, ist er auch Ansprechpartner für die Pfarrjugend. Er fuhr mit den Jugendlichen zum Skifahren ins Gebirge, war beim Zeltlager mit dabei, und kümmerte sich um den offenen Jugendclub. Als die damalige Rhythmus-Band einen Jugendchor ins Leben rief, übernahm er die Leitung des Chors und war bei allen Auftritten mit dabei.

Für seine Verdienste um die Jugendarbeit bekam Josef Trischler am 1. Juni 1981 vom Vorstand der Deutschen katholischen Jugend der Region München (BDKJ) die Benno-Medaille.
Als die Pfarrjugend einen Maibaum aufstellen wollte, unterstützte er dieses Unterfangen, das mit dem Aufstellen des Maibaums am 1. Mai 1976 seinen ersten Höhepunkt hatte, mit Rat und Tat.
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Sepp Trischler (links), Pfarrer Kopp (zweiter von rechts), Günter Bauer (vierter von rechts)
Dadurch war er bereits vor der Gründung des Maibaum-Vereins im Jahre 1979 und in der Anfangszeit, für die Entwicklung des Vereins eminent wichtig. Als Mesner und Hausmeister der Pfarrei, "öffnete er viele Türen" und trat als Mittler zwischen Pfarrjugend, Maibaum-Verein und dem Gemeindepfarrer auf.
Ohne ihn wäre Vieles nicht möglich gewesen!
Er war einer der 24 Mitglieder, die dem Verein im Gründungsjahr beitraten und in den Jahren 2006 bis 2010 bereicherten er und Emmy Riepel mit dem "Waldhäusl Zwoagsang" den jährlich im Herbst stattfindenden Hoagartn. Es war daher nur folgerichtig, dass der Vorstand ihn für seine Verdienste am 14. Oktober 2016 zum Ehrenmitglied ernannte.
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Das Bild rechts zeigt ihn beim Erzählkaffee am 18.10.2014 (im Rahmen des Festjahres zur 40jährigen Kirchweihe unserer Pfarrkirche) im Gespräch mit Pfarrer i. R. Fritz Kopp, der am 4. Februar 2017 verstorben ist.

Josef Trischler verbrachte seine letzten 1 1/2 Lebensjahre bei seinem Sohn Norbert in der TABOR-Wohngemeinschaft. Dort erlebte er nochmals einen neuen Lebensabschnitt. Am 25. Mai, dem Christi Himmelfahrts- und Vatertag, ist er friedlich im Kreis seiner Lieben eingeschlafen.

Für den Pfarrgemeinderat St. Markus und den Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V.

Alfred Lehmann
Schriftführer PGR St. Markus - Öffentlichkeitsarbeit
2. Vorstand und Schriftführer - Maibaum-Verein St. Markus

Nachruf zum Tod von Pfarrer i.R. Fritz Kopp 21.02.1929 - 04.02.2017

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Der Tod ist nichts, ich bin ich, ihr seid ihr. Das, was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt, sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Gebraucht nicht eine andere Redensweise, seid nicht feierlich oder traurig. Lacht über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich, damit mein Name im Hause ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgend eine besondere Bedeutung, ohne Spur eines Schattens. Das Leben bedeutet das was es immer war, der Faden ist nicht durchgeschnitten. Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges. (Henry Scott Holland)
Fritz Kopp wurde am 22. Februar 1929 in München geboren. Nach seiner Schulzeit und dem Abitur besuchte er 1948 das Priesterseminar in Freising. Am 29. Juni 1954 wurde er im Freisinger Dom zum Priester geweiht. Vom 10. August 1954 bis zum 31. Juli 1955 war er in der Pfarrei St. Jakob in Rottach-Egern tätig. Vom 1. August 1955 bis 31. August 1957 war er als Koadjutor in der Pfarrei St. Laurentius in Egern angewiesen. Er wechselte am 1. September 1957 bis zum 14.Oktober 1965 als erster Kaplan nach München Obermenzing in die Pfarrei Leiden Christi. Am 15.Oktober 1965 wurde er mit dem Aufbau der Gemeinde St. Markus in München Neuaubing beauftragt.

Ab 15. Oktober 1966 leitete er als Kurat die Kuratie St. Markus, die mit dem ersten Gottesdienst am ersten Adventsonntag in der Gaststätte zur Aubinger Einkehr gegründet wurde. Mit dem 1. Februar 1974 und der Kircheneinweihung der Pfarrkirche St. Markus am Lichtmesstag wurde St. Markus zur Pfarrei erhoben und Fritz Kopp zum Pfarrer von St. Markus ernannt. Am 31.Januar 1994 trat Pfarrer Kopp seinen wohlverdienten Ruhestand an und war seitdem als Pfarrer im Ruhestand in der Pfarrei Maria Heimsuchung im Pfarrverband München-Westend. Am 4. Februar 2017 verstarb Pfarrer Fritz Kopp im Rot-Kreuz-Pflegeheim in München Westkreuz.

Seine Tätigkeit als Priester und Pfarrer war vor allem geprägt durch seine große Liebe zur Liturgie, zur Bibel und zur Seelsorge, sowie zur Ökumene. So knüpfte er von Anfang an einen lebendigen Kontakt zur evangelischen Adventkirche in der Limesstrasse und pflegte die regelmäßige Feier ökumenischer Gottesdienste. Unvergesslich waren seine mitreißenden Predigten vor allem in der Feier der Osternacht. Großen Wert legte er auf die Gestaltung der Liturgie, die passende Liedauswahl und die angemessene Feierlichkeit, die etwas von der Gegenwart Gottes erahnen lassen konnte. In der Einführung und im Gebrauch des Neuen Geistlichen Liedgutes fand das alltägliche Lebensgefühl der Menschen einen guten Platz im Gottesdienst. Seine Liebe zur Bibel äußerte sich in zahlreichen Bibelveranstaltungen und Bibelkreisen, die sich bis in die letzten Jahre auch immer wieder privat trafen. Als Seelsorger war er vor allem ein Mensch, der den lebendigen Kontakt zu seinen Gemeindemitgliedern suchte. So besuchte er während seiner Tätigkeit als Pfarrer in St. Markus zweimal alle seine Gemeindemitglieder. Das erste Bauvorhaben, das Pfarrer Kopp noch vor dem Bau der Kirche realisierte, war der Bau der Kindertagesstätte St. Markus, damit für die vielen Kinder in Neuaubing-West ein erstes, gutes Betreuungsangebot besteht. Viel Kraft und Ausdauer musste Kurat Kopp aufbringen, bis nach der langen Zeit in der Behelfskirche eine Kirche aus Stein gebaut werden konnte.

Die Begegnungen mit Pfarrer Kopp waren wohltuend menschlich, offen und immer gerade heraus. Jeder der ihn kannte wusste bei ihm immer woran er war, er ließ einen an seiner Freude aber auch an seinem Ärger teilhaben. Man konnte mit ihm wirklich im guten Sinne streiten und er war dabei niemals nachtragend. Eine große Freude bereitete es ihm, seine Mitmenschen zu beschenken. Hierbei zeigte sich sein großes Herz und seine Liebe. An Pfarrer Fritz Kopp konnte man erleben, dass gelebtes Evangelium im Alltag möglich und ansteckend ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass aus „seiner“ Pfarrei 3 Priester, 2 Diakone, ein Pastoralrefernt und 3 Religionslehrer hervorgegangen sind.

Wir verneigen uns vor einem erfüllten Priesterleben und sagen „Vergelts Gott Fritz“.

Diakon Ulrich von Wurm-Seibel


Das Requiem fand am 09.02.2017 um 11:00 Uhr in St. Markus statt und wurde unter Beisein von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg und dem früheren Generalvikar Gerhard Gruber, von Pfarrer Anton Weber und Diakon Ulrich von Wurmb-Seibel gehalten. Beigesetzt wurde er in einem Priestergrab auf dem Waldfriedhof (alter Teil).

Nachruf zum Tod von Reinhard Bauer 14.08.1955 - 27.01.2017

Bauer_Reinhard
Nicht der Mensch hat am meisten gelebt,
welcher die meisten Jahre zählt,
sondern der,
welcher sein Leben am meisten empfunden hat. (Jean-Jacques Rousseau)


Reinhard Bauer verstarb für uns alle unerwartet und viel zu früh in der Nacht zum 27.01.2017 im Alter von nur 61 Jahren.
 
Er war seit vielen Jahren in Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Pfarrhilfswerk und im Maibaum-Verein, der unverzichtbare Arbeiter im Hintergrund.
 
Als Finanzfachmann stellte er jährlich den Pfarreihaushalt auf, war Ratgeber und Mahner, überwachte als Vorstandsmitglied (Kassier) die Einnahmen und Ausgaben im Pfarrhilfswerk und beim Maibaum-Verein, arbeitete seit Beginn im Pfarrgemeinderat mit und war Leiter des Arbeitskreises Feste + Feiern, der jährlich die Pfarreifeste plant und durchführt.
 
Aber was viel schwerer wiegt, ich habe einen Freund und Kameraden verloren, der mich seit den Anfangszeiten der Pfarrei, von der Pfarrjungend bis heute begleitet hat.
 
Der Gedanke, das Leben ohne dich weiterführen zu müssen, ist unvorstellbar!

Die Beisetzung fand am 03.02.2017 auf dem Aubinger Friedhof unter großer Anteilnahme von Familie, Freunden und Kameraden im Beisein der Fahnenabordnungen des Maibaum-Vereins St. Markus München-Neuaubing e.V., unseres Patenvereins G.T.E.V. Almfrieden Aubing e.V. und der Siedlervereinigung der DORNIER-Eigenheimer Neuaubing e.V. statt.
 
Für den Pfarrgemeinderat St. Markus, das Pfarrhilfswerk St. Markus und den Maibaum-Verein St. Markus
   
Alfred Lehmann
PGR St. Markus - Schriftführer - Öffentlichkeitsarbeit
Pfarrhilfswerk St. Markus - 2. Vorstand und Schriftführer
Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V. - 2. Vorstand und Schriftführer

Nachruf zum Tod von Pater Roland Geßwein SAC 21.09.1938 - 10.06.2016

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Herr, du hast mich gekannt und dennoch gerufen.
Nimm mich, wie ich bin,
und mache mich, wie Du mich haben willst. (Primiz-Spruch)
Pater Roland Geßwein SAC wurde am 21. September 1938 in Heilbronn-Böckingen geboren. Nach dem Abitur trat er 1959 in die Gesellschaft des Katholischen Apostolates (Pallottiner) ein. Von 1959 bis 1966 studierte er Philosophie und Theologie in Untermerzbach und Vallendar. Am 18.07.1965 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend folgte ein pastoraltheologisches Studium in Friedberg bei Augsburg mit gleichzeitigem Praktikum in der Stadtpfarrei St. Georg in Göggingen.
 
Nach dieser Zeit wurde er von seinem Provinzial im Gymnasial- und Internatsbereich eingesetzt, sowohl in Bruchsal als auch in der Schweiz. 1972 erfolgte die Ernennung zum Diözesanjugendseelsorger der Katholischen Landjugendbewegung und der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in der Diözese Würzburg. Hier wirkte er annähernd 14 Jahre mit großem Engagement und Freude im Sinne von Vinzenz Pallotti.
 
Es folgten zwei Pfarrstellen in Stuttgart-Hohenheim und Immenstaad (Bodensee). Dann übernahm er die frei gewordene Stelle als Touristik- und Kurseelsorger in Oberstdorf. Sein Motto hieß:
In den Menschen die Sehnsucht wecken für die Botschaft Jesu und seiner Person.
 
Obwohl ihm der Abschied aus Oberstdorf schwer fiel, stellte er sich noch einmal einer neuen Herausforderung und übernahm die ihm angebotene Pfarrstelle von St. Markus in Neuaubing. Von 2004 bis 2012 war er hier Gemeindepfarrer. Ab 01.09.2012 war er Mitglied des Seelsorgeteams unseres neugegründeten Pfarrverbands Neuaubing-Westkreuz und dort als Pfarrvikar tätig. Er blieb der pastorale Ansprechpartner für die Pfarrei St. Markus. Angewiesen war er für alle Pfarreien im Pfarrverband.  
 
In all den Jahren seiner Tätigkeit widmete er sich mit seiner ganzen Kraft dieser Arbeit. Er begleitete Kinder und Jugendliche ins Zeltlager und blieb ganz selbstverständlich die ganze Zeit dabei. Bis auf die diesjährige Bildungsreise, bei der er aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr mitfahren konnte, machte er sich jedes Jahr mit einer Gruppe auf die Reise. Die jährlichen Aktivenausflüge bereicherte er immer mit seinen Ideen und Initiativen. Vor allem das von ihm so geliebte Allgäu mit den Bergen bereisten wir mehrmals. Einmal im Monat schaute er bei den Seniorennachmittagen vorbei; oft auch mit einem inhaltlichen Angebot. Auf seine Initiative hin gab es in jedem Jahr in der Fastenzeit ein geistliches Angebot, das er zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen vorbereitete.
Er war immer offen für neue Ideen – freute sich wenn Veranstaltungen gelangen und hörte geduldig zu, wenn es um Konflikte und ungeklärte Fragen ging. Ein großes Anliegen war ihm die Kirchenmusik und die Feier der Liturgie im Jahreskreis.
Die Pfarrei St. Markus war schon vor Pater Geßwein mit Vinzenz Pallotti vertraut; er aber brachte uns Pallotti intensiver näher und ließ uns an der Sichtweise der Pallottiner teilhaben. Neue pastorale Ansätze und Ideen haben Pater Geßwein immer begeistert.
Die Entwicklungen in der Erzdiözese und die Zusammenlegung von Pfarreien sah er kritisch und versuchte doch immer einen guten Weg für die Zukunft der Kirche mitzugestalten.  
 
Am 18.07.2015 konnte er sein 50-jähriges Priesterjubiläum feiern. Zu diesem Anlass fand in St. Markus ein festlicher Gottesdienst statt, den er zusammen mit Pfarrer Robert Gawdzis, dem Leiter des Pfarrverbands, feierte.
 
Von Anfang an hat er auch den Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V. sehr unterstützt. Es war nur folgerichtig, dass er 2005 dem Verein beigetreten ist. Anlässlich seines 70. Geburtstags erhielt er am 21.09.2008 aus der Hand des damaligen ersten Vorstands Günter Bauer, die Ernennung zum Ehrenmitglied überreicht.
 
Im August 2016 sollte sein Dienst im Pfarrverband enden. Ein Abschied, der ihm und der Pfarrgemeinde schwergefallen wäre, stand bevor. Nun ist es ganz anders gekommen.
 
Am 10. Juni 2016 wurde er von dieser Erde abberufen und uns bleibt nur – im Sinne seines Primizspruches - zu sagen, Herr, du hast ihn gerufen.
Wir werden Pater Roland Geßwein SAC immer ein ehrendes Andenken bewahren.
 
Das Requiem fand am Donnerstag, den 16.06.2016 um 09:30 Uhr in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh (Herrgottsruhstr. 29, 86316 Friedberg) statt. Anschließend war die Beisetzung im Grabfeld der Pallotiner.
 
Silvia Wallner-Moosreiner
PGR-Vorsitzende St. Markus

Nachruf zum Tod von Christa Zierer 21.06.1952 - 22.06.2009

Nach einer zunächst erfolgreichen Operation wegen ihrer Magenkrebserkrankung, ist Christa Zierer nach einer Notoperation und Tagen voller Hoffen und Bangen im Kreise der Familie und ihrer engsten Freunde am 22.06.2009 verstorben.
Wie ihre Tochter Vroni schrieb, ist sie aus der Fülle des Lebens in die Fülle des Lebens mit einem Lächeln auf den Lippen gegangen!!!

Christa Zierer war ab September 1999 als Praktikantin während ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin in St. Markus beschäftigt. Sie hat die Ausbildung mit der Aussendung am 20.10.2001 beendet. Bis zu ihrem Ausscheiden am 06.08.2005 hat sie dann sehr erfolgreich in unserer Pfarrei als Gemeindereferentin gewirkt. Ihre Arbeit war für Sie nicht lediglich ein Job - im Gegenteil - sie hatte immer die Einzelschicksale und Lebensumstände der Menschen im Kopf. Ihr mütterliches Wesen machte es schwer, sie nicht zu mögen oder ihr gleichgültig gegenüber zu stehen, denn sie konnte mit dem Herzen denken...
Aussendungsfeier
Aussendung am 20.10.2001
Während ihrer Dienstzeit in St. Markus war sie sowohl für Pater Toni Kolb SAC als auch für dessen Nachfolger Pater Roland Geßwein SAC eine große Stütze bei der seelsorgerischen Arbeit. Schon früh zeigte sich ihr Interesse für die Familienpastoral, wobei ihr ihre Ausbildung als Lehrerin und die eigene Familie mit ihren vier Kindern poitiv zugute kam. Durch ihr Einfühlungsvermögen, das konkrete Eingehen auf die Fragen und Probleme junger Mütter und Familien, und auch die stete Gesprächsbereitschaft, wurde ihr den Zugang zu diesem Personenkreis erleichtert.

Aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war ihr sehr wichtig. Die jährlichen Kinderbibelwochen, die sie in Teamarbeit vorbereitet hat, führten zu einem guten Kontakt zwischen Kindern, Jugendlichen und Eltern. Auch die Anleitung und Führung unserer Ministranten hat sie mit viel Herz erfüllt.
Zu besonderen Anlässen hat sie mit großem Engagement und theologischen Kenntnissen den Predigtdienst übernommen. Dabei kam auch ihr pädagogisches und psychologisches Geschick zum Tragen.

Auf eigenen Wusch beendete sie den Dienst 2005 in St. Markus und wechselte in die Seniorenseelsorge im Alten- und Pflegeheim des BRK und AWO-Seniorenzentrum Josefstift, Fürstenfeldbruck.
In Antoine de Saint-Exuperys Buch "Der kleine Prinz" heißt es: "Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben."

Die Beisetzung hat am Donnerstag, 25.06.2009 auf dem Friedhof Aubing stattgefunden.

Alfred Lehmann
PGR St. Markus
Schriftführer - Öffentlichkeitsarbeit