PFARRVERBAND OBERES INNTAL

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Krankheit und Krankensalbung

Krankheit verändert das Leben
Kein Mensch bleibt von Krankheit und Leid verschont. Eine Erkrankung wirkt sich nicht nur körperlich aus, sondern berührt den ganzen Menschen in seinem leiblichen, seelischen, sozialen und geistigen Befinden. Besonders ein schwer erkrankter Mensch macht sich Gedanken über die Zukunft, wird von Ungewissheit und Ängsten geplagt. Manchmal mindern Schmerzen die Freude am Leben, es werden Lebenspläne durchkreuzt, Beziehungen zu anderen erschwert. Gerade dann wird die menschliche Gebrechlichkeit und Sterblichkeit deutlich.

Begleitung, Gemeinschaft und Stärkung erfahren
Kranke brauchen in dieser Situation nicht nur ärztliche Hilfe und Pflege, sondern auch den Beistand und die Begleitung von Menschen sowie Stärkung im Glauben. Die Evangelien berichten immer wieder von Jesu Sorge um die Kranken. Im Jakobusbrief wird darauf hingewiesen, dass bei schwerer Erkrankung die Priester gerufen werden sollen, die den Kranken mit Öl salben und über ihn beten.

Darum gibt es ein eigenes Sakrament für die Kranken, die Krankensalbung. Sie ist eine gottesdienstliche und gemeinschaftliche Feier. Einige Jahrhunderte lang wurde sie nur Sterbenden gespendet ("Letzte Ölung"), was bei manchen Menschen immer noch Ängste auslöst, wenn ein Priester ans Krankenbett tritt.

Seit dem II. Vatikanischen Konzil dient diese Feier wieder zur Stärkung der Kranken und der Zusage der Sündenvergebung. Dieses Sakrament kann zuhause, in der Klinik oder in der Kirche empfangen werden, dies auch mehrmals. Die Erfahrung belegt, dass die betroffenen Personen sich ermutigt fühlen, die Krankheit oft entspannter ertragen, was zur Genesung beiträgt, oder vertrauensvoll das Sterben akzeptieren.

Was tun bei einer Erkrankung?
Wer krankheitsbedingt oder durch Altersschwäche nicht am Gottesdienst teilnehmen kann, wird gerne von unseren Seelsorgern besucht. Sie bringen auch die Krankenkommunion mit. Angehörige können nach Absprache bei der Messe eine Hostie für eine Kommunionfeier mit der erkrankten Person mitnehmen. Die Seelsorger besuchen Kranke auch gerne im Krankenhaus, wenn sie von Angehörigen oder dem Kranken selbst davon erfahren.

In der Klinikkapelle Bad Trissl wird während oder nach dem Gottesdienst an jedem 2. Mittwoch im Monat die Krankensalbung gefeiert. Wenn Sie selbst oder ein Angehöriger schwer erkrankt sind oder vor einer schwierigen Operation stehen, wenden Sie sich bitte an Ihr Pfarrbüro. Bei Notfällen wählen Sie die Notrufnummer des Pfarrverbandes: 0175 71 64 900.