ST. MICHAEL

Dorfstr. 6, 83080 Reisach, Telefon: 08033-3021613, E-Mail: st-michael.niederaudorf-reisach@ebmuc.de

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* Gottesdienste: FFP2-Maske, Abstand, Gemeindegesang …
Wegen der hohen Infektionszahlen ist in den Kirchen der Abstand von 1,50 m zum nächsten Hausstand und das Tragen einer FFP2-Maske sehr empfohlen. Mit dem Virus infizierte Personen dürfen nicht am Gottesdienst teilnehmen.
Aktuelle Gottesdienste finden Sie auch im Terminkalender.     


Reisach St. Theresia – Klosterhof
 

So 22.5. 6. SONNTAG DER OSTERZEIT
17.30 Dankandacht der Erstkommunionkinder von Niederaudorf-Reisach

Do 26.5. CHRISTI HIMMELFAHRT
10.15 Klosterhof: Heilige Messe zu Christi Himmelfahrt
19.00 Klosterhof: Maiandacht des Pfarrverbandes um eine gute Zukunft für Kloster Reisach und alle Menschen im ganzen Inntal

So 29.5. 7. SONNTAG DER OSTERZEIT
19.00 Heilige Messe

So 5.6. PFINGSTEN
Kollekte für Mittel- und Osteuropa "RENOVABIS"
10.15 Festgottesdienst,
musikalische Gestaltung:Männerchor Reisach
 
So 12.6. DREIFALTIGKEITSSONNTAG
10.15 Festgottesdienst zum 100-jährigen Vereinsjubiläum
des Trachtenvereins „d ́Brünnstoana Niederaudorf“
für + Bruder Hermann Schmid zum Jahrtag
für + Bergfreund Josef Böhm sen. zum Jahrtag von Günther Schmid
für + Eltern Josef und Barbara Herfurtner
für + Vater Martin Schweighofer und für + Angehörige
für + Resi Maurer und + Fanny Prankl von Barbara Herfurtner


Niederaudorf St. Michael
 

So 22.5. 6. SONNTAG DER OSTERZEIT
Kollekte für den Katholikentag
8.45 Heilige Messe
für + Großeltern Johann und Anna Bichler, für +Großeltern Lorenz und Franziska Funk und für +Onkel Lorenz Funk
für + Tante Maria Schweighofer
für eine guten Almsommer und für + Almleute von Sebastian Buchauer

Di 24.5. Dienstag der 6. Osterwoche
19.00 Bittgang zum Lohbichl, Maiandacht,
musikalische Gestaltung:Lainthaler Sängerinnen

Fr 27.5. Hl. Augustinus, Bischof v. Canterbury, Glaubensbote
8.00 Heilige Messe, anschließend Rosenkranz
für + Ehefrau und Mutter Ines Hartmann zum Geburtstag
für + Anny Nühsmann zum Jahrtag

Di 31.5. Dienstag der 7. Osterwoche
18.30 Rosenkranz
 
Fr 3.6. Hl. Karl Lwanga und Gefährten, Märtyrer
8.00 Heilige Messe, Anbetung und Eucharistischer Segen
für + Pater Renatus Schovenberg OP zum 50. Todestag
für + Doris Ellmann
für + Ines Hartmann von Anni
für + Kurt Kühnel

Mo 6.6. PFINGSTMONTAG
8.45 Heilige Messe

Di 7.6. Dienstag der 10. Woche im Jahreskreis
18.30 Rosenkranz

Fr 10.6. Freitag der 10. Woche im Jahreskreis
8.00 Heilige Messe, anschließend Rosenkranz
für lebende und + Angehörige von Wilke

Sa 11.6. Hl. Barnabas, Apostel
14.00 Trauung


Wall St. Josef
 

Sa 28.5. Samstag der 6. Osterwoche
8.00 Fußwallfahrt zum Petersberg ab Einbacheck, oberhalb Bichlersee)
ca. 10.00 Wallfahrtsgottesdienst auf dem Petersberg

So 29.5. 7. SONNTAG DER OSTERZEIT
8.45 Heilige Messe entfällt

Di 31.5. Dienstag der 7. Osterwoche
19.00 Maiandacht in Schweinsteig, kein gemeinsamer Fußmarsch)
musikalische Gestaltung:Gießenbachklang

So 5.6. PFINGSTEN
Kollekte für Mittel- und Osteuropa "RENOVABIS"
8.45 Heilige Messe
für + Ehemann und Vater Michael Regauer, + Schwiegersohn Wast und
für + Schwager Hans Hofmeister

Gebet der Stille

Gott, du Lebensatem,
bei dir kann ich einatmen,
denn du schenkst mir neue Kraft,

bei dir kann ich ausatmen,
denn du hältst mich geborgen,

bei dir kann ich aufatmen,
denn bei dir darf ich mich entfalten,

bei dir kann ich durchatmen,
denn du machst mich lebendig.

Gott,
du mein Lebensatem,
ich danke dir
für jedem  Atemzug.

Amen

Hinweise

* Gottesdienste: FFP2-Maske, Abstand, Gemeindegesang …
Wegen der hohen Infektionszahlen ist in den Kirchen der Abstand von 1,50 m zum nächsten Hausstand und das Tragen einer FFP2-Maske sehr empfohlen. Mit dem Virus infizierte Personen dürfen nicht am Gottesdienst teilnehmen.
 
* Di, 24., und Mi, 25. Mai, Kiefersfelden: Pfarrbüro geschlossen!
 
* Bitttage: Di, 24.5., 14.00 Gelöbniswallfahrt Gfallermühle zum Nuslberg
Dienstag, 24. Mai, 19.00 Uhr: Bittgang von Niederaudorf zum Lohbichl
Mittwoch, 25. Mai, 19.00 Uhr, Kiefersfelden: Bittgang von Pfarr- zur Bergkirche
Samstag, 28. Mai, 8.00 Uhr, Wallfahrt vom Einbacheck (Bichlersee) zum Petersberg
 
* Do, 26. Mai, Beginn der Pfingstnovene
In den Kirchen liegen kleine Hefte zum Mitnehmen auf, mit denen jede und jeder die Pfingstnovene selber beten kann. Das Thema „Gottes Geist schenkt Einheit“ ist hochaktuell.
Beim Montagsabendgebet am 30.5. in der Oberaudorfer Pfarrkirche ist Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Sr. Maria Klinger und Eva-Maria Gruber.
 
* So, 29. Mai 22, 10 bis 17 Uhr: Besinnungstag in Tuntenhausen
Zeit der Stille – Zeit für Dich – Zeit mit Gott mit Impulsen von P. Lukasz Steinert OCD.
Anmeldung unter E-Mail: besinnungstag@gmx.de oder per Telefon 08033 1659.
 
* 7. bis 17. Juni 22, Oberaudorf: Pfarrbüro:
in dieser Zeit ist das Pfarrbüro nur dienstags von 8 Uhr bis 12 Uhr geöffnet!
 
* Mi, 8. Juni 22, Kiefersfelden:
Seniorenausflug der Pfarrei und Gemeinde nach Törwang, Samerberg
Wir besuchen die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und kehren danach im Cafe Pauli ein.
Anmeldung bei Sonja Greim, Telefon 08033 30 44 238.
 
* Erstkommunion im Pfarrverband
Im Mai wird in unseren Kirchen das Fest der Heiligen Erstkommunion gefeiert. Mit viel Liebe und Engagement wurden die Kinder dank einer Reihe von Müttern auf das große Fest vorbereitet. An dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihren Einsatz.
Allen Erstkommunionkindern, Eltern, Paten, Geschwistern und Angehörigen wünschen wir einen schönen Festtag, verbunden mit unvergesslichen Erinnerungen und einer Stärkung des je eigenen Glaubens.
Bei der Dankandacht am Abend können die Kinder die Kuverts „Mithelfen und Teilen“ abgeben. Die Spende darin kommt über das Bonifatiuswerk Kindern und Jugendlichen in der Diaspora zugute, also in Gebieten in Nord- und Ostdeutschland und Nordeuropa, in denen es nur wenige Christen gibt.
 
* Sa, 11. Juni, ab 18 Uhr: Klosterfest in Reisach (Klosterinnenhof/Remisen)





Lesungstexte für den Donnerstag, 26. Mai 2022

Christi Himmelfahrt

Heiliger Philipp Neri, Priester (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

1. Lesung APG 1,1-11

Lesung aus dem Apostelgeschichte
Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat,
bis zu dem Tag, an dem er (in den Himmel) aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben.
Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt.
Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.
Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?
Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.
Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen
und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

2. Lesung EPH 1,17-23

Lesung aus dem Brief an die Epheser
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,
hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht.

Evangelium MT 28,15-20

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, daß dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

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GEDANKEN ZUM TAG, 6. So. der Osterzeit
Der Heilige Geist ist der Atem der Schöpfung. Wie der Geist Gottes am Anfang über den schwebte, so und noch viel intensiver und dichter und näher rührt der Geist Gottes den Menschen an und bringt ähn zu sich selbst und über sich selbst hinaus. Theologisch ist das ganz klar. Das Herz der Gnade ist der Geist. Was uns Christus ähnlich macht, ist die Einwohnung des gleichen Geistes, der in ihm und in uns Prinzip des übernatürlichen Lebens ist. Glauben, Hoffen und die Herzschläge des übernatürlichen Lebens, sind ja nichts anderes als die Teilnahme der begnadeten Kreatur an der Selbstbejahung Gottes. die im Heiligen Geist sich vollendet. So versteht man den heißen Atem des Veni (..) Es ist der Wille, aus dem Kerker, aus der Enge, der Gebundenheit herauszukommen, der dieses Veni immer wieder anstimmen lässt.
 
Alfred Delp, Theologe

GEDANKEN ZUM TAG, Christi Himmelfahrt
Es gibt einen Platz bei Gott für mich. für jeden von uns. Und es ist ein Lieblingsplatz, es ist ein besonderer Platz zu seiner Rechten. Für jeden von uns ist dieser Platz bereitet. Wenn wir diese Gewissheit haben, ich habe einen Platz bei Gott, dann müssen wir diese Gewissheit weitergeben. Das dürfen wir nicht für uns behalten, das müssen wir weitersagen. Dieses Vertrauen muss von uns ausstrahlen: Auch du hast einen Platz bei ihm! Auch du hast eine Sitzlehne, deinen Platz zu seiner Rechten. Auch du hast eine Heimat, eine Zugehörigkeit. Wenn wir das nur für uns haben wollen, dann haben wir ihn nicht verstanden, denn Jesus ist nicht gekommen, um für sich einen Platz bei Gott zu erobern, den hatte er schon. sondern um uns diesen Platz zu schaffen. und er will, dass wir das weitersagen. Das ist schlicht und einfach der christliche Auftrag des heutigen Festes.
 
Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien
 
 
GEDANKEN ZUM TAG, 7. So. der Osterzeit
So sehr die Spaltungen auf das Versagen von uns Menschen zurückgehen, so sehr vertraue ich darauf, dass der Heilige Geist sich dieses Versagen zunutze macht, um sein Heil zu wirken. Weder äußerliche Uniformität kann die Einheit sein, durch die der Gott in dieser Welt sichtbar wird, noch eine Verwässerung allen Glaubenszeugnisses. Viel mehr und Größeres könnte Gott wirken, wenn wir mit all dem Reichtum unserer je eigenen Tradition uns durch den dreieinen Gott dahin führen lassen, dass wir ohne den anderen nicht „komplett" sind. Gott wird mich in der katholischen Kirche, die ich liebe und der ich treu sein will, mit allem beschenken, was ich brauche, um ihn zu erkennen und aus ihm zu leben. Gerade das aber führt mich zur Einheit mit allen, die Gott in der Taufe berufen und denen er seinen Geist geschenkt hat.
 
Martin Löwenstein SJ
 
GEDANKEN ZUM TAG, Pfingstsonntag
 „Die größte Sünde wider den Heiligen Geist ist das Sitzfleisch!" - Das sagt der Philosoph Friedrich Nietzsche. und er hat recht damit! Zu viel Sitzfleisch ist das Schlimmste! Wie schnell richten wir uns ein und machen es uns bequem! Wir brauchen den Geist, der uns lebendig und mutig werden lässt! Wir brauchen das Wehen des Geistes! Den Zustand ohne Wind nennt man gemeinhin Flaute. Auch in der Kirche und bei uns selber gibt es immer wieder diese Zeiten der Flaute, schlaffe Segel, Stillstand. Langeweile. Aber die Langeweile wartet nur noch auf den Tod. Sitzfleisch und Langeweile, das sind große Versuchungen zu allen Zeiten! Wir Christen dürfen aber nicht lasch und lau werden. Wir müssen selber brennen für die Botschaft! Das Feuer des Geistes ist ein Feuer der Liebe. Es ist nicht zerstörerisch, es will uns nicht quälen. Der Geist ist niemals destruktiv. Er will uns zeigen: In dir steckt mehr als du denkst! Du bist mehr als nur Fleisch und Blut, Muskeln und Gehirn. Mehr auch als Vernunft und Gefühl. Viel mehr.

Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn
 
GEDANKEN ZUM TAG, Pfingstmontag
 Das Unglück der Menschen beginnt oft mit misslungener Kommunikation und mit dem Misstrauen gegenüber Mitmenschen und auch gegenüber Gott. Die Erneuerung der Menschheit wird möglich durch die schöpferische Kraft des Geistes, der Menschen befähigt, einander zu verstehen. obwohl sie so verschieden sind und unterschiedliche Sprachen sprechen. Deshalb ist Pfingsten der Ausgangspunkt einer neuen Welt, einer neuen Schöpfung, die das Misstrauen und die zerstörte Kommunikation überwindet in der
Kraft des Heiligen Geistes. Der pfingstliche Geist will gerade nicht die Vielfalt der Meinungen und Sprachen und Kulturen, die Vielfalt der menschlichen Biografien zerstören, sondern sie füreinander öffnen, damit ein Reichtum entsteht und ein Verstehen, das zum gemeinsamen Zeugnis werden kann und werden soll. Für uns als Christen hat dieses Zeugnis seinen Ausgangspunkt in der Erfahrung, dass der geheimnisvolle Gott in Christus, seinem Tod und seiner Auferstehung, die Weit endgültig in eine neue Richtung hineinzieht.

Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München

GEDANKEN ZUM TAG, Dreifaltigkeitssonntag
 Erst wenn wir bejahen, dass es der Geist ist, der tief in uns spricht und uns in die Begegnung mit Jesus Christus führen will, erst dann werden wir das, was wir zuinnerst sind — eine einzigartige Person. Der Geist schenkt uns das Bewusstsein dafür, dass wir in jedem Augenblick vor Christus stehen und in dieser Begegnung werden, was wir sind. Ich kann einzig „ich" werden, wenn ich dem Du, das Jesus für mich ist, begegne. Der Geist führt mich behutsam zur Erkenntnis. Es geht hier um eine Bewusstseinsverschiebung: weg von meinem Ich zu dem, der mein Du ist, Jesus. Dieser Prozess dauert ein Leben lang und wird erst in der Ewigkeit vollendet. Erst da werde ich schauen. wie alles zusammenhängt. Erst da werde ich Gott sehen, wie er in all seiner Herrlichkeit ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Anders Kardinal Arborelius, Bischof von Stockholm
 
GEDANKEN ZUM TAG, Fronleichnam
 Wir alle sind verwandelt in den Leib Christi, werden selbst zur Monstranz, zum Tempel Gottes. zum Heiligtum, in dem Christus wohnt. Wir sollen darstellen, was wir feiern und empfangen. Christus gewinnt in uns Gestalt, er bekommt durch uns Hand und Fuß. [...] Wer Christus empfängt, wird ein zweiter Christus und setzt Christus in der Wett gegenwärtig. Jeder und jede von uns ist sozusagen eine kleine Fronleichnamsprozession in der Öffentlichkeit, eine Monstranz Christi, denn wir werden ja gesandt mit dem Auftrag, unseren Glauben öffentlich zu machen. Zeugnis zu geben. dass Gott in unserer Stadt wohnt, dass wir sein Heiligtum sind und er den Weg unseres Lebens mitgeht - dazu ist jede und jeder von uns gesandt. Wir sollen und können zum Segen für andere werden. Das ist unser Auftrag als seine Kirche.
Aus Kleinem kann Gott Großes wirken. Wir dürfen uns gesegnet und geliebt fühlen und dies weitergeben.

Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz

GEDANKEN ZUM TAG, 12. So. im Jahreskreis
 Lassen wir uns von Christus anziehen im doppelten Sinn! Suchen wir gern den Kontakt mit ihm und tragen wir ihn als Gewand. das uns umhüllt. so wie es gerade für uns passend ist: Der eine schätzt Christus als wetterfestes, alltagstaugliches Gewand, das ihn durch stürmische Lebenszeiten begleitet. Die andere freut sich über Christus als ebenso alltägliches strahlend helles Gewand, das ihr Freude am Leben, Zufriedenheit und Dankbarkeit bringt, weil es ihr gerade so richtig gut geht. Wieder ein anderer wird sich bewusst, dass er im Gewand des Messias unterwegs ist, und macht sich daran. nach dem Vorbild Christi seinen Mitmenschen heilsam zu begegnen. Und für die meisten von uns ist das jeweils passende Gewand namens Christus wohl eine ganz individuelle Zusammenstellung aus den eben genannten Aspekten.
Vielleicht wäre es eine lohnende Übung, wenn ich beim Blick in den Kleiderschrank auch überlege: Welche Kombination des Christus-Gewandes steht mir denn heute besonders gut? Wie mag ich mich heute von Christus umhüllen lassen, damit mein Tag für mich und meine Mitmenschen gut wird? Wie will ich heute leben — angezogen von Christus?

Matthias Blaha, Pfarrer