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ST. MICHAEL

Dorfstr. 6, 83080 Reisach, Telefon: 08033-3021613, E-Mail: st-michael.niederaudorf-reisach@ebmuc.de
In dieser Rubrik stellen wir in loser Reihenfolge aktuelle Themen aus christlicher Sicht zur Verfügung, die wir für lesenswert halten.

„Generation Johannes Paul II." wirkt bis heute nach
Kommentarvon Oliver Maksan,
Chefredakteur der katholischen Zeitung „Die Tagespost"

100 Jahre Johannes Paul 11.: Dankbar hat sich die Kirche Mitte Mai dieses großen Papstes erinnert. Die Weltkirche, aber auch die Kirche in Deutschland zehrt noch heute von seinem Wort, seiner Weisung, seinem Beispiel.
Was es an neuen Aufbrüchen im Glauben   Es ist nicht übertrieben, von einer bis heute hierzulande gab, entstand meist in der Zeit nachwirkenden Generation „Johannes Paul nach 1978. als Karol Wojtyla zum Papst gewählt wurde. Als er im April 2005 die Augen für immer schloss, strömten Millionen zu seinem Begräbnis. Deutlicher kann nicht vor Augen geführt werden, welche Wirkung und Anziehungskraft Papst Johannes Paul Il gerade auf Jugendliche ausübte.

Dabei gab er keinen Rabatt: weder beim Glaube noch bei den Sitten. Dennoch wuchs eine Generation von jungen Menschen heran, die in ihm einen glaubwürdigen Zeugen des Glaubens kennenlernten, die von ihm inspiriert Priester oder Ordenschristen wurden oder eine christliche Ehe eingingen. Es ist nicht übertrieben, von einer bis heute  nachwirkenden Generation „Johannes Paul II." zu sprechen. Worin lag seine Glaubwürdigkeit begründet?  Es war wohl die überzeugende Verbindung von Natur und Gnade: Im von Nazi-Deutschland besetzten Polen wurde er Priester; im Kommunismus bot er der roten Diktatur die Stirn. Unter so viel äußerem Druck reifte ein starker Charakter heran. Gleichzeitig war er aber nicht verschlossen oder gar verbittert. Im Gegenteil, Johannes Paul II. liebte die Menschen und die Begegnung mit ihnen. Seine Liebe zu den Menschen wurde durch seinen tiefen Glauben geprägt. „Der Weg der Kirche ist der Mensch", schrieb er in seiner ersten Enzyklika. Damit war eben kein Anbiedern an den Zeitgeist gemeint, wie es heute auch im Inneren der Kirche gefordert wird. Vielmehr ließ ihn sein Glaube ein Bild des von der Gnade erneuerten Menschen sehen. der mit Gottes Hilfe zur Fülle seiner Möglichkeiten und damit ganz zu sich selber kommt. Diese Weitsicht im Glauben. gepaart mit einer faszinierenden Persönlichkeit: Darin besteht bis heute die Anziehungskraft des heiligen Papstes aus Polen.