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Pfarrverband Ottobrunn

St. Albertus Magnus | St. Otto

Die Ökumene in Ottobrunn

Informationsstelle

Die nächsten Veranstaltungen

  • Samstag, 1. Dezember, 17.00 Uhr: Lichtermarsch "100 Jahre Ökumene Ottobrunn" von der Freien Evang. Gemeinde Bahnhofstr.1 über ehem. Salettl und EJO nach St. Otto. (mehr)

  • Der Treffpunkt Ökumene am 5. Dezember entfällt wegen obiger Veranstaltung

  • Samstag, 19. Januar, 19.30 Uhr: Treffpunkt Ökumene im Pfarrsaal St. Magdalena (mehr)

  • Sonntag, 20. Januar, 10.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

  • Mittwoch, 20. Februar, 19.00 Uhr : Friedensgebet  in der ev. Corneliuskirche in Neubiberg  (mehr)

  • nächste Lebensmittelsammlung für den Ottobrunner Tisch bei den Sonntagsgottesdiensten in St. Albertus Magnus und St. Otto ist am 1. und 2. Dezember
    (Kontakt Helga Ebert und Alexa Weber, über das Pfarrbüro)

Die Ökumeneglocke kam am 28.November 2018 von St. Albertus Magnus kurzzeitig zur FeG in die Bahnhofstraße und dann am 1.Dezember beim Ökumenischen Lichtermarsch "100 Jahre Kirche in Ottobrunn" von dort über den historischen Ort des "Salettl" weiter nach St. Otto. Nächster Standort ist dann die Michaelskirche spätestens zum Ökumenischen Gottesdienst am 20. Januar 2019.

Allgemeine Informationen zur Ökumene in Ottobrunn

Die Zusammenarbeit zwischen katholischen und evangelischen Christen in Ottobrunn verbindet seit vielen Jahren die Gemeindeangehörigen der drei katholichen Pfarreien St. Otto (als älteste Pfarrei), St. Magdalena und St. Albertus Magnus (als jüngste Pfarrei), der evangelischen Michaelskirchengemeinde und der Freien evangelischen Gemeinde München Südost. Aufgrund des über Ottobrunn hinausgehenden Umgriffs des Pfarrverbandes Vier Brunnen sowie der Michaelskirchengemeinde besteht bei vielen Aktivitäten auch die direkte Zusammenarbeit mit St. Stephanus in Hohenbrunn (kath.) und mit der Corneliuskirche in Neubiberg (ev.).

Die Geschichte dieser Zusammenarbeit hat eine besondere Wurzel in den Bemühungen um eine erste Notkirche in der einstigen Waldsiedlung mit dem heutigen Namen Ottobrunn. Im sog. Salettl des seinerzeitigen Guts- und Gasthofes "zur Schwaige" an der Rosenheimer Landstraße (heute Alte Landstraße) fand schließlich am 1. Dezember 1918 der erste - katholische - Gottesdienst statt;  und bald danach folgten auch evangelische Gottesdienste. Heute erinnert ein Gedenkstein an diesen historischen Ort.
Später erhielten die Konfessionen zwar eigene Kirchengebäude, aber das freundschaftliche Miteinander blieb. Symptomatisch hierfür die Einladung zur Amtseinführung des Herrn Stadtvikars Ernst Borger 1949. Dort  heißt es u.a.: “Nehmen Sie an der großen Freude der evangelischen Glaubensgenossen teil, zum ersten Mal einen eigenen Seelsorger haben zu dürfen und kommen Sie auch zu unserer Gemeindefeier“. Man hat sich oft eingeladen zu gemeinsamen Gottesdiensten und Gesprächen. Erinnert sei an die großen Festgottesdienste am 11.9.1977 aus Anlass der Jubiläumsfeiern „75 Jahre Siedlungsraum Ottobrunn“ und dem zum 100. Jubiläum im Jahre 2007. Die ökumenischen Anstrengungen finden besonderen Ausdruck in dem gemeinsamen, jährlich im Sommer stattfindenden ökumenischen Gottesdienst auf der Festwiese vor dem Maibaum im Ortszentrum Ottobrunns sowie im Winter in der alljährlichen Gebetswoche für die Einheit der Christen.
Zum 100jährigen Jubiläum des ersten Gottesdienste am 1. Dezember 2018 erfolgte ein abendlicher Lichtermarsch vom Gemeindehaus der Freien Evangelischen gemeinde zum Salettl und weiter über das Haus der evangelichen Jugend (EJO) zur St.-Otto-Kirche.
Siehe hier und Süddeutsche Zeitung vom 29.11.2018

Auch vielfältige andere Anstrengungen prägen das Bild der Ökumene in Ottobrunn, wie:
Ökumenischer Gottesdienst 2012
  • Das Gebet für den Frieden: Es findet 1x pro Monat abwechselnd in einer der evangelischen und katholischen Kirchen in Ottobrunn, Hohenbrunn und Neubiberg statt
  • der Treffpunkt Ökumene: Christen der Ottobrunner Pfarreien treffen sich seit Oktober 2007 jeweils am ersten Samstag eines Monats um 19:30 Uhr im Pfarrsaal von St. Magdalena zum ökumenischen Austausch.
  • Ökumenische Exerzitien im Alltag während der vorösterlichen Fastenzeit
  • Ökumenische Gottesdienste,
    1 x im Jahr im Januar zur Gebetswoche für die Einheit der Christen  und 1 x im Jahr im Juni auf der Festwiese im Ortszentrum
  • Informationsstand der christlichen Kirchen beim Ottostraßenfest zum ersten Mal 2013
  • der Helferkreis: Er besteht aus ca. zehn Frauen von St. Otto und der Michaelskirche. Sie helfen bei Not- und besonderen Problemsituationen
  • Lebensmittelsammlungen für den Ottobrunner Tisch etwa vierteljährlich bei allen Gottesdiensten eines Wochenendes in beiden Kirchen
Ökumeneglocke
Ein besonderes Symbol ökumenischer Zusammenarbeit stellt die im Jahr 2008 entstandene Ökumeneglocke dar. Sie wird von einem Holzgestell getragen und kann mit einem dafür angeschafften Handwagen von einer Kirche zur anderen Kirche gefahren werden. Zwischen den Ottobrunner Kirchen wurde vereinbart, sie abwechselnd in den vier Ottobrunner Kirchen aufzustellen, jeweils für drei Monate. Diese Glocke soll den Gläubigen die zunehmende Bedeutung der Ökumene nahebringen. Sie ist ein wertvolles Symbol für die seit vielen Jahren gute Zusammenarbeit zwischen der evangelischen Michaelsgemeinde und den drei katholischen Pfarreien Ottobrunns.

Am 1. Adventssonntag 2008 fand an der Stelle, wo die erste Notkirche stand, eine Gedenkfeier anlässlich des ersten Gottesdienstes in Ottobrunn vor 90 Jahren statt. Mitglieder von vier Ottobrunner Kirchen waren vertreten, darunter Altpfarrer Anton Zawadke, Pfarrer Dr. Czeslaw Lukasz und Dekan Steinbauer von der Michaelskirche. Gemeinsam wurde des Anlasses gedacht. Altpfarrer Zawadke, sicher der beste Kenner der kirchlichen Geschichte Ottobrunns, erinnerte an das große Engagement der ersten Bürger, in Ottobrunn kirchliches Leben entstehen zu lassen. Pfarrer Steinbauer betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den evangelischen und katholischen Christen in Ottobrunn und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es gelingen möge, die evangelischen und katholischen Christen wieder zu vereinen, so dass sie dereinst wieder gemeinsam Abendmahl feiern können. Mitglieder der Neubiberger Blaskapelle „Harmonie“ sorgten für die musikalische Umrahmung. Auch Bürgermeister Thomas Loderer war zugegen. In seiner Ansprache betonte er, welch große Bedeutung die Ottobrunner Kirchen für das Gemeinwesen in Ottobrunn haben und wie sehr er die Arbeit der Kirchen zu schätzen weiß. Theo Säugling, der im Pfarrgemeinderat von St. Otto etliche Jahre den Ausschuss „Ökumene“ leitete, hatte alles bestens organisiert. Er kündigte an, in zehn Jahren das 100. Jubiläum noch größer feiern zu wollen. Mit dem gemeinsamen „Vater unser“ nahm diese nachmittägliche Feierstunde ihren würdigen Abschluss.

Zur Gebetswoche für die Einheit der Christen
Vor 110 Jahren, nämlich 1908, begründete der Anglikaner Paul Wattson eine Gebetswoche zwischen 18. und 25. Januar zur Wiedervereinigung der im Glauben getrennten Christen.
Beide Eckdaten sind kirchliche Festtage der Apostel Petrus und Paulus; die Woche sollte so symbolisch zwischen Petrus, dem Repräsentant in Rom und Paulus, auf den sich die Kirchen der Reformation berufen, verbinden. Dieser Gedanke wurde dann von Einzelpersönlichkeiten immer wieder weiter getragen, vertieft und mit neuen Impulsen versehen. 1966, nach dem II. Vatikanischen Konzil fand eine „Konferenz über die Zukunft der ökumenischen Gebetswoche“ statt, bei der vereinbart wurde, künftig den verschiedenen Kirchen gemeinsam erarbeitete Gebetstexte für die „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ zuzuschicken. Dies geschah 1968, vor 50 Jahren zum ersten Mal.
Die Ottobrunner Pfarreien feiern seit 2011 in dieser Gebtswoche einen gemeinsamen Gottesdienst abwechselnd in einer iherer Kirchen.

Die ganze Vielfalt der Ökumene in Ottobrunn ist bis Frühjahr 2014 auf www.oekumene-ottobrunn.de dargestellt. Eine weitere Aktualisierung ist derzeit leider nicht möglich.

Die Vertreter des Pfarrverbandes Ottobrunn im Arbeitskreis Ökumene sind:
  • Christine Stauß
  • Ulrich Meyr, Theo Säugling, Ernestine Schröder, Eva-Maria Stiebler und Dorothea Weigert für St. Otto
  • Peter Dill, Klaus Ebert und Dr. Willi Meier für St. Albertus Magnus