St. Michael

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Rückblick 2021



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Langjährige Ministranten wurden in der Gemeinde Inzell verabschiedet. Hinten v.li. Oberministrant Maxi Hallweger, Pfarrer Thomas Weinzierl, Gemeindereferent Philip Moser und Praktikant Richard Helminger. Vorne v..li. die Verabschiedeten Magdalena Schweikl, Christina Kamml, Chelly Schuhn und Aleyna Tewes. Allen ausgeschiedenen Ministrantinnen wurde ein Geschenk (kleines Weihrauchfaß) samt Urkunde überreicht.

Der Ruf des Herrn hat sie erfasst!

Verabschiedung und Einführung der Inzeller Ministranten;
Vier gehen und fünf kommen

 Inzell (hw) – Am Christkönigstag, dem letzten Sonntag im Jahreskreis, gab es in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael wieder einen speziellen Gottesdienst, denn die neuen Altardiener wurden vorgestellt und langjährige wurden verabschiedet. Das Kirchenjahr endet und ein Neues beginnt. So ist es auch im Ministrantendienst. Insgesamt vier Ministrantinnen verabschiedeten sich aus dem Dienst und fünf neue (fünf Dirndl) wurden in den Dienst des Herrn aufgenommen. Das ist immer wieder schön anzuschauen und auf jeden Fall ein kleines Fest für die Inzeller Pfarrgemeinde!
‚Deinen Tod o Herr verkünden wir, Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Ewigkeit‘ begann Pfarrer Thomas Weinzierl den Gottesdienst im Hinblick auf den Christkönigssonntag. Er begrüßte die Gläubigen, die am Christkönigstag  in der Kirche waren und besonders auch die neuen Ministrantinnen. Dabei verwies er auf das zweimalige Kommen des Herrn. Einmal zu Weihnachten bei Christi Geburt und einmal am Ende der Zeiten, wenn er kommt in Herrlichkeit. Wir alle haben einen Platz, auf den wir berufen sind, sei es in der Familie, in der Kirche, beim Sport oder eben als Ministrant. „Es ist immer schön, wenn der Dienst der jungen Menschen auch gewürdigt wird. Es ist eine gewisse Wertschätzung gegenüber den Ministranten, die sich auch sehr darüber freuen“.
Die Ministranten wurden beim Gottesdienst aktiv mit eingebunden und so durften sie auch den Kyrieruf vortragen.
Dienst am Nächsten – Tarcisius Patron der Ministranten
Pfarrer Weinzierl ging in seiner Predigt auf das Leben Jesu ein, der kein König mit Prunk war, sondern sich immer seinen Nächsten widmete. Vor seinem Tod am Kreuz wurde er noch verraten, ausgeliefert, geschlagen und mit Füßen getreten. Früher wurden die Märtyrer von Kaisern unterdrückt, weil sie für den Glauben Zeugnis ablegten. So tat es auch der heilige Tarcisius im dritten Jahrhundert. Er brachte die Eucharistie zu Kranken und Gefangenen und tat somit Dienst am Nächsten. Bei dieser Tätigkeit kam er im Alter von 12 Jahren ums Leben, weil er als treuer Christ seinen Aufgaben nachgehen wollte. Tarcisius ist Patron der Ministranten, sein Gedenktag ist der 15. August, wird aber wegen des höherrangigen Festes Maria Himmelfahrt nie gefeiert. Mit einem Rollenspiel verdeutlichten die Ministranten Magdalena Zenz, Annelie Bock und Jonathan Keller das Leben des Heiligen, der auf Bildern mit Hostie und Palmen dargestellt wird.
Vorstellung der neuen Ministranten
Anschließend stellten sich die neuen Ministrantinnen vor. Verschiedene Gründe gaben den Ausschlag für ihr zukünftiges Wirken in der Kirche. Nicht nur dass Eltern, Geschwister oder Freunde schon den Dienst am Altar verrichtet hatten, sondern auch die Nähe zu Gott und schöne Ausflüge.
Sophia Böhr, Magdalena Zenz, Katharina Schwarz, Annelie Bock und Josepha Moser wurden in die Mitte der Ministranten aufgenommen. Alle erklärten ihre Bereitschaft den Ministrantendienst in unserer Pfarrgemeinde St. Michael Inzell zuverlässig zu übernehmen und ein Teil der Ministrantengemeinschaft zu werden. Pfarrer Thomas Weinzierl wünschte allen viel Freude bei ihrem Dienst und in der Gruppe, in der sie immer wieder zusammenkommen. Den Neuen wurde eine Rose überreicht, ihre Ministrantenkreuze umgehängt und anschließend segnete sie der Geistliche für ihren nun hoffentlich langjährigen Dienst.
Bei den anschließenden Fürbitten der Ministranten ging es inhaltlich vor allem um den Dienst in der Kirche.
 
Einige Ministrantinnen wurden verabschiedet
Ein etwas trauriger Anlass war die Verabschiedung langjähriger Ministraninnen, die mehrere Jahre ‚Diener Gottes‘ waren. Magdalena Schweikl (4 Jahre), Christina Kamml, Chelly Schuhn (beide 6 Jahre) und Aleyna Tewes (5 Jahre) bekamen aus der Hand von Philip Moser eine Urkunde und ein kleines Rauchfass überreicht, das Pfarrer Weinzierl im Anschluß segnete. Gemeindereferent Moser bedankte sich beim Oberministrant Maxi Hallweger für die Einweisung der neuen Ministranten und die Unterstützung beim Gottesdienst.
Mini neu
Die neuen Ministrantinnen wurden in Inzell am Christkönigssonntag in den Dienst als Messdienerinnen aufgenommen. V.li. Sophia Böhr, Magdalena Zenz, Katharina Schwarz, Annelie Bock, Josepha Moser mit Oberministrant Maxi Hallweger und Inzells Pfarrer Thomas Weinzierl (re.)
Mini alt und neu
Nach dem Gottesdienst durften sich nochmal alle neuen und alten Ministranten mit Pfarrer vor dem Altar aufstellen und freuten sich über das, was nun noch kommen mag.

Christkönigsfest beendet das Kirchenjahres

Mit Hochfest feiert die katholische Kirche die Königswürde ihres Erlösers
(wb) Mit dem Hochfest Christkönig beschließt die katholische Kirche am letzten Sonntag vor dem ersten Adventsonntag das Kirchenjahr. So auch in der St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A. Bereits am Vorabend des Festsonntags zogen dort Pfarrer Thomas Weinzierl, Gemeindereferent Philip Moser, Pastoralpraktikant Richard Helminger mit einem großen Altardienst an Ministrant:innen feierlich in das Gotteshaus ein. Für eine dem Hochfest angemessene musikalische Umrahmung sorgte der Weißbacher Kirchenchor unter Leitung der Organistin Rita Staat-Holzner. Traditionsgemäß wurden in dem Gottesdienst neue Ministrant:innen aufgenommen und drei verabschiedet. Auch die Chorleiterin nahm die Gelegenheit zum Anlass, ein Chormitglied zu verabschieden und eine Mitsängerin zu ehren.
In seiner Einleitung freute sich Pfarrer Weinzierl, dass in der Weißbacher Kirche über dem Altarraum eine große Holzplastik hänge, die Christus als König darstelle. Eingeführt sei das Hochfest in der katholischen Kirche nach dem ersten Weltkrieg worden, um den Menschen zu signalisieren, dass Christus von Gott bestimmt und geprägt ist und nicht der Macht weltlicher Herrscher unterliege. Dies spiegelte sich auch im Evangeliumstext wieder, welcher von der Befragung Jesus durch Pilatus, kurz vor seinem Tod am Kreuz handelte. Auf die Frage des Pilatus: „Bist du der König der Juden?“ antwortete Jesus: „Ja ich bin ein König, ... aber mein Königtum ist nicht von dieser Welt“. Wie Weinzierl in seiner Predigt feststellte, denke man ja bei einem König in erster Linie an herrschaftliches Auftreten und viel Prunk. Im Evangelium werde Jesus hingegen als ein König vorgestellt, kurz vor seinem Tod, gefesselt, völlig machtlos und hilflos, ausgelacht, verspottet, geschlagen, vom eigenen Volk verraten und an die römische Besatzungsmacht ausgeliefert. Dieses Drama vor mehr als 2000 Jahren habe sich bei den Märtyrern der frühen christlichen Kirche fortgesetzt, die dem mächtigen Kaiser nicht mehr entgegensetzen konnten, als die Wahrheit ihres gewaltlosen Glaubens. Durch ihr Glaubenszeugnis konnten sie aber andere in ihrem Glauben bestärken.
In einem Rollenspiel erzählten zwei Ministrant:innen mit dem Pfarrer die Geschichte des Heiligen Tarzisius, dem Schutzheiligen der Ministrant:innen. Tarzisius (Der Mutige) war der Legende nach ein zwölfjähriger römischer Junge, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts zur damals verfolgten christlichen Gemeinde in Rom gehörte. Der eigentliche Gedenktag des Märtyrers ist der 15. August, der aber, durch das am selben Tag gefeierten Hochfestes Mariens, etwas in Vergessenheit geraten ist. Seine Reliquien liegen in der Calixtus-Katakombe in Rom. Dargestellt wird er mit einer Hostie und einer Palme. Der Legende nach übernahm Tarzisius, nach einer Messfeier in den römischen Katakomben den Auftrag, das heilige Brot, den „Leib Christi“, zu gefangenen Christen zu tragen, die am nächsten Tag, im kaiserlichen Zirkus, den wilden Tieren vorgeworfen werden sollten. So legte der Priester dem Tarzisius eine Schnur mit einer Silberkapsel um den Hals, in dem das heilige Brot verwahrt war. Mit der rechten Hand umklammerte der Junge diese Kapsel fest und macht sich auf den Weg. Am Platz des Kaisers, mitten in Rom, gerät er in eine Gruppe Jugendlicher, die wissen wollen, was er da unter seinem Hemd verbirgt. Als er sein Geheimnis nicht preisgeben will, schlagen sie ihn mit den Händen, mit Stöcken und treten ihn mit den Füßen. Auch Erwachsene beteiligen sich schließlich als sie wahrnehmen, dass er ein Christ ist, der „seinen Gott mit sich trägt“. Ein römischer Offizier, selbst Christ, beendet schließlich diesen Gewaltexzess - leider zu spät. Einem letzten Wunsch Tarzisius entsprechend, nimmt der Offizier dem Knaben die Silberkapsel aus der Hand und verabreicht im das heilige Brot. Dann stirbt Tarzisius.
Wie Pfarrer Weinzierl erläuterte, bedeute Ministrant:in Diener zu sein für Gott und für die verschiedenen Aufgaben im Gottesdienst. Mit Freude nahm der Geistliche deshalb im Anschluss Lisa Fries und Johannes Steinbacher neu in den Kreis der Ministrantengruppe auf, weihte für die beiden ein Kreuz und hängte es ihnen als Zeichen ihrer Zugehörigkeit um den Hals. Die Kirchenbesucher begrüßten sie mit einem kräftigen Applaus. In den Fürbitten artikulierten die Ministrant:innen mit ihrer Betreuerin Judith Schuler ihre Bitten für ein gutes Zusammenwirken innerhalb der Ministrantengruppe und dafür, dass ihr Eifer nicht erlöschen möge. Sie baten auch darum, dass sie auch mit Menschen, die sie nicht so gerne mögen, würdig umgehen können, für alle Ehrenamtlichen und für alle Menschen, die der Kirchengemeinde fern bleiben. Gemeindereferent Philip Moser übernahm es am Schluss des Gottesdienstes, Helena Euringer sowie Laura und Ramona Bauregger aus dem Ministrantendienst zu verabschieden. Er dankte ihnen für ihr Engagement und für die schöne gemeinsame Zeit. Als Geschenk erhielten die drei eine Dankesurkunde und ein kleines Rauchfass. Ein herzliches Dankeschön für die intensive und zuverlässige Betreuung der Ministrantengruppe richtete Pfarrer Weinzierl hier auch an Judith Schuler.
Die Kirchenbesucher dankten auch ihnen allen mit einem anerkennenden Applaus. Die Chorleiterin Rita Staat-Holzner nutzte den Rahmen des Festgottesdienstes um den Chorsänger Hubert Maier zu verabschieden. Er habe sich als „treue Seele“ 32 Jahre lang beim Singen und weiteren Belangen der Chorgemeinschaft vorbildhaft engagiert. Zudem habe er durch manch lockeren Spruch viel zur Harmonie und die Geselligkeit im Kirchenchor Weißbach a.d.A. beigetragen. Als Geschenk überreichte ihm die Chorleiterin einen Blumenstrauß und aus den Händen von Pfarrer Weinzierl bekam er ein Präsent und eine Dankesurkunde der Diözese. Weiter bedankte sich Rita Staat-Holzner bei Kathrin Thoma Bregar aus Karlstein, die sich seit 20 Jahren im Weißbacher Kirchenchor engagiert. Auch sie erhält eine Urkunde der Diözese, die allerdings nachgereicht werden muss. Mit einer gelben Rose oder Blumen bedankte sich Pfarrer Weinzierl abschließend bei den neuen und alten Ministrant:innen, den beiden Chormitglieder:innen, der Chorleiterin und Judith Schuler. Mit dem Segen und einem feierlichen Auszug wurde der beeindruckende Gottesdienst abgeschlossen.
Neuaufnahmen
Neuaufnahme, von links: Johannes Steinbacher, Pfarrer Weinzierl, Lisa Fries
Verabschiedung-Minis
Verabschiedung, von links: Gemeindereferent Moser, Pfarrer Weinzierl, Helena Euringer, Ramona und Laura Bauregger
Ehrung-Chor
Chor, von links: Pfarrer Weinzierl, Rita Staat-Holzner, Hubert Maier, Kathrin Thoma Bregar
Blumen-für-Chorleiterin
Blumen für die Chorleiterin Rita Staat-Holzner
festliche-Messe
Minis-mit-Seelsorgern

Gedenken-an-Verstorbenen
Pfarrer Ralf Scheele bei der Allerheiligen-Feier im Bergfriedhof

Alle Getauften sind Heilige

Pfarrer Ralf Scheele sieht Allerheiligen als tröstliches Fest
(wb) Mit einem beeindruckenden Gottesdienst, feierte der Gastpfarrer Ralf Scheele mit den Gläubigen am Bergfriedhof der St. Vinzenz Kirche in Weißbach a.d.A. Allerheiligen. Mit verbindlichen Worten und treffenden Zitaten gelang es dem Geistlichen beeindruckend, den Blick nicht auf die dunklen Seiten des Todes, sondern auf die tröstliche Aussicht, das Jesus allen Gläubigen „hinter dem Horizont“ seine Hand reichen werde zu richten. Passend zu den bunten Farben des Herbstlaubes untermalte die Musikkapelle Weißbach a.d.A., unter Leitung von Peter Baueregger, die Messfeier mit der Pöhamer Messe und ausgesuchten, klanglich vielfarbigen Instrumentalstücken.
Gott sei Dank ermöglichte das spätherbstliche Wetter den Verantwortlichen, die Messfeier im Bergfriedhof zu feiern, denn dort konnten auch die Corona-Hygieneregeln gut eingehalten werden. Gastpfarrer Scheele aus Büren bei Paderborn, der zur Zeit seinen Wanderurlaub in Weißbach a.d.A. verbringt freute sich, dass er hier auch mit der Gemeinde Messe feiern darf. In Bezug auf Allerheiligen stellte er fest, dass wir noch nicht „im Festsaal (Jerusalem)“ angelangt seien, aber schon jetzt die Lichter sehen und die Musik hören könnten. Insofern sei Allerheiligen eine Feier der Lebenden mit den Verstorbenen. Deshalb sei Allerheiligen ein tröstliches Fest, bei dem die „Mühseligen und Beladenen“, Menschen wie du und ich im Mittelpunkt stünden, die mit den Verstorbenen verbunden seien. Im Mittelpunkt des Gedenkens sollten auch nicht diejenigen stehen, die quasi als Heilige geboren wurden, sondern jene, die auf den Weg dorthin seien, denn: „Wir sind alle Heilige, seit unserer Taufe!“ In seiner Predigt sprach Scheele die Tatsache an, dass der christliche Glaube momentan einen schweren Stand habe und etwa 90 Prozent der Gläubigen, verschärft durch die Coronapandemie, die Sonntagsgottesdienste nicht mehr besuchten. Da stelle sich zwangsläufig die Frage: „Hat das Fest der Auferstehung, die Hoffnung auf den Himmel ausgedient?“ Er sehe dies ganz klar nicht so, den spätestens wenn Menschen von einer schweren Krankheit bedroht werden oder nahe Angehörige sterben, komme eine Rückbesinnung auf die Kraft des Glaubens. Für viele stellten sich auch weitere Fragen: Wo sind die Verstorbenen? Wo werde ich einmal sein? Sind Verstorbene in einen fernen, fremden Land und müssen sie dorthin eine endlose Reise antreten? Umgibt die Toten ein dunkles Grab oder ähnelt der Tod eher einem müden Schlafen? Wir die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Heimat erfüllt? Warum sind die Verstorbenen so weit weg von uns? Pfarrer Scheele zeigte sich überzeugt davon, dass nach dem Tod ein Zustand herrsche, wie wir uns dies im Leben erträumt haben, alle Gebrechen vergessen sind und alle in der ewigen Heimat Gottes ankommen. Auch er könne keine naturwissenschaftlichen Beweis dafür vorlegen. Der Beweis werde seines Erachtens von Menschen erbracht, die ihren Glauben authentisch lebten und gelebt haben.
Scheele berichtete von einer Begegnung mit eine 63-jährigen Mann, der ihm sagte, dass er bald sterben werde. Auf die Frage, wie er sich seinen Tod vorstelle antwortete er: „Meine Mutter steht dann da und holt mich ab!“ Die Rückkehr in die Mütterlichkeit sei wahrhaftig das Ziel. Auch Dietrich Bonhoeffer habe in einem Brief geschrieben, dass ein Wiedersehen gewiss sei und sogar Udo Lindenberg textete in einem seiner Lieder: „Hinter dem Horizont geht`s weiter.“ Er, Scheele sei ebenfalls felsenfest davon überzeugt, dass Christus hinter dem Horizont auf ihn zukommen und ihn in die ewige Welt führen werde. Stimmig schloss der Geistliche seine Predigt mit einem Gedicht von Sören Kierkegaard ab dass da lautete: „Noch eine kurze Zeit, dann ist´s gewonnen, dann ist der ganze Streit in nichts zerronnen. Dann werd ich laben mich an Lebensbächen und ewiglich mit Jesus sprechen! Anstelle der Fürbitten sprach Scheele danach ein Gebet in dem er für jedes gute Wort, für alle Zeichen der Liebe, alles empfangene Gute, das schöne Miteinander, für alles Schwere, dass uns reifen lies und den Glauben, den und unsere Verstorbenen gelehrt haben dankte.
Zum Gedenken an die Verstorbenen der letzten 12 Monate verlas Monika Öttl die Namen von Günter Bitz, Rosa Maier, Simon Holzner, Rebecca Schmuck, Toni Öttl sen., Sepp Mittertrainer, Edwin Kyber, Heinrich Beck, Konrad Bauregger, Erika Graßl und Lisl Steyerer. Für jede und jeden Verstorbenen wurde ein Kerze angezündet. Am Schluss bedankte sich Scheele bei allen, die den Altar am Kriegerdenkmal auf gebaut und die Messfeier dort vorbereitet haben. Ein Dank galt auch der Musikkapelle für die würdige musikalische Gestaltung. Nach dem Segen zog Ralf Scheele mit den Ministranten durch die Gräberreihen und segnete auch diese mit Weihwasser und Weihrauch.
Segnung-der-Gräber
Segnung der Gräber

Predigt
Pfarrer Scheele bei seiner beeindruckenden Predigt

Uns rettet der Sprung in den Glauben

Pfarrer Ralf Scheele findet treffende Worte zum Volkstrauertag
(wb) Am Vorabend des Volkstrauertages feierte der Gastpfarrer Ralf Scheele aus Büren bei Paderborn, mit den Gläubigen in der St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A. eine heilige Messe, in der er deutliche, aber auch tröstliche Worte zu diesem ernsten Thema fand. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst die Organistin Rita Staat-Holzner mit Orgel und Gesang. Die Ortsvereine hatten in der Kirche ihre Fahnen aufgestellt. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) war auch mit einer Abordnung präsent.
Wie Pfarrer Scheele eingangs erwähnte, deute das in zwei Wochen zu Ende gehende Kirchenjahr auch darauf hin, dass alles Dasein auf der Erde vergänglich sei. Dies sollte aber einen gläubigen Menschen weder erschrecken, noch Angst machen oder ihn traurig stimmen, sondern den Glauben in ihm wecken. Schließlich falle man nicht in ein „dunkles Nichts“ sondern sei bei Gott aufgehoben und geborgen, denn: „Niemand kann tiefer fallen als in Gottes Hände!“. Am Volkstrauertag gelte ein besonderes Gedenken allen Gefallenen und allen Opfern von Gewalt weltweit. Im Evangelium des Tages berichtet der Evangelist Markus über den Verfall der Himmelskörper und darüber, dass die Kräfte des Himmels erschüttert werden, bevor der Menschensohn mit großer Kraft und Herrlichkeit kommt, Engel aussendet und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführt. Weiter heißt es: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“
Einen starken Bezug zum Sinn des Volkstrauertages leitete Pfarrer Scheele über die Schilderung eines Aspektes des Terroranschlags in den USA am 11. November 2001 her. An diesem Tag saß der Softwarespezialist Todd Beamer als Fluggast an Bord der Maschine von Flug "United 93". Als er bemerkt hatte, dass dieses Flugzeug in den Händen von Terroristen mit unbekannten Ziel ist, sprach er über das Bordtelefon, das in der Rückenlehne befestigt war, mit Lisa Jefferson in der Bodenstation, die ihm berichtete, was kurz zuvor in New York passiert war. Er informierte sie dann über alles, was an Bord geschah und betete mit ihr den Psalm vom guten Hirten in dem es unter anderem heißt: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.“ Da er realisierte, dass er hier wohl nicht lebend herauskommen wird bat er schließlich Mrs. Jefferson, seine Liebe an seine Frau Lisa, die ihr drittes Kind erwartete und an seine Familie weiterzugeben . Das Letzte, was Mrs. Jefferson von Todd hörte, war, wie er das Kommando gab: Seid Ihr fertig, Jungs? Let's Roll. (Lasst uns loslegen!)". Dann herrschte Funkstille. Die Maschine stürzte schließlich auf ein Feld in der Nähe der kleinen Ortschaft Shanksville im US-Bundesstaat Pennsylvania. Wie Pfarrer Scheele resümierte, habe Todd Beamer sein Leben für andere hingegeben und sei, den Tod vor Augen, in der finstersten Schlucht seines Lebens gewesen. In der Originalübersetzung des Psalm heiße es: „Und ob ich auch wandere....“. So habe sich in Beamer in diesem Augenblick ein „und ob - Glaube“ beziehungsweise ein „Trotzdem-Glaube“ geregt, in ihm jenen inneren Begleiter, jene göttliche, seelische Kraft erweckt, die jeder Mensch in sich trage. Diese Kraft habe es ihm erlaubt, in dieser ausweglosen Situation zu leben, zu handeln und andere zu retten. Der christliche Glaube sei immer ein „und ob - Glaube“, ein „Trotzdem-Glaube“, ein Osterglaube der uns sage, dass nicht Krieg, Terror Gewalt, nukleare Vernichtung das letzte Wort haben.
Ein Glaube der uns sage, dass es einen Weg durch die finstersten Schluchten unseres menschlichen Daseins hindurch, durch Krebs, Depression, Verkehrsunfälle gebe und nicht der Tod das letzte Wort habe, sondern das Leben. In all diesen Fällen rette den Menschen, der Sprung in den Glauben. Mit einem solch tragenden Netz unter unserem Leben könne auch der letzte Sprung gewagt werden, denn man falle: „nicht tiefer als in Gottes Hand.“ Dies gelte auch für die vergehenden Sterne und den Himmel. Auch sie fielen in Gottes Boden. Conny Wenzl bat in den Fürbitten um Stärke für die Verantwortlichen in der Kirche, um wirksame Hilfen für die Armen, für die Menschen jüdischen Glaubens, um einen fürsorgenden Blick füreinander in der Pfarrei, um Segen für Kranke, alte Menschen und Pflegebedürftige und für alle durch Kriege oder Gewalt umgekommenen Menschen. Ein besonderes Gedenken galt den verstorbenen Mitgliedern der KSK, Hans Parzinger und Josef Mittertrainer. Am Schluss des Gottesdienstes verabschiedete sich Pfarrer Scheele von den Gläubigen, da sein Wanderurlaub nun zu Ende gehe. Er nehme Abschied von Freunden, freue sich aber bereits auf seinen nächsten Aufenthalt in Weißbach a.d.A. Vielseitig begabt spielte der Geistliche nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal einige Stücke auf der Orgel.
Eucharistiefeier
Eucharistiefeier
Abschlussmelodie-an-der-Orgel
Musikalischer Abschiedsgruß auf der Orgel
Bgm-Simon
Bürgermeister Simon bei seiner Rede

Nicht bei jedem, überall und für alles entschuldigen

Schneizlreuther Bürgermeister Wolfgang Simon zum Volkstrauertag
(wb) Bürgermeister Wolfgang Simon bedankte sich am Anfang seiner Rede zum Volkstrauertag bei Pfarrer Ralf Scheele für die anschaulichen Worte in dessen Predigt. Für ihn sei es wichtig zu wissen, dass unser christlicher Glaube Hoffnung gebe. Er sei sich sicher und dies sei auch belegt, dass Millionen Soldaten vor Kampfeinsätzen oder in ihrer Todesstunde gebetet hätten. Viele der Toten habe man mit der Bibel in der Hand aufgefunden, viele Schwerverletzte hätten die Bibel in die Hand genommen und in ihr Trost gesucht. Aktuell lebten wir in einer säkularisierten Welt, einer getrennten Welt zwischen Kirche und Staat. Dies sei spätestens nach der Ära Napoleons und den napoleonischen Kriegen in Deutschland so festgelegt. Im Bezug auf den 11.11.2001 sei er sich sicher, dass es diese Anschläge nicht gegeben hätte, wäre dem eine gelungene Politik vorausgegangen. Auch den sich daran anschließenden Krieg der Amerikaner und der westlichen Alliierten gegen die sogenannten Schurkenstaaten, nicht im Namen Gottes, aber im Namen der Gerechtigkeit, der gerechten Rache, hätte es nicht gegeben.
Die notwendige Erinnerung an die Geschehnisse der beiden Weltkriege, aber auch an die der dutzenden oder hunderten kleiner Kriege danach, mache den Volkstrauertag zum wichtigsten, staatlichen Feiertag. Betroffen machten einige Zahlen. 1,8 Millionen deutsche Soldaten kamen im Ersten Weltkrieg ums Leben und, verursacht durch eine unmenschliche britische Blockade nach Kriegsende bis 1919, eine nahezu gleiche Zahl an Hungertoten. 4,8 Millionen deutsche Soldaten verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben, mehr als die Hälfte davon fielen in den letzten Kriegsmonaten, nach dem 20. Juli 1944. Hinzu kämen 1,5 Millionen tote deutsche Frauen, Kinder und alte Zivilisten, die durch Vertreibung und Bombenterror ums Leben kamen. Entscheidend seien aber nicht die Zahlen allein sondern die Dimension, das Erleben, die Angst, die Verzweiflung - an dass müssten wir uns erinnern, so Simon. Der Zugang zu diesen Ereignissen sei schwierig, wenn man etwa keine Großeltern mehr habe, die davon erzählten oder wenn man nicht in die Geschichtsbücher hineinschaue, um sich dies zu erlesen. „Bewusstwerden“ sei das Schlüsselwort, dass uns heute fehle. Es mache ihn etwas traurig, dass zu diesem Gedenken nur wenige Gläubige in die St. Vinzenzkirche gekommen seien.
Er sehe zwei Fehler, die in der hohen Politik, aber auch bei jedem Einzelnen immer wieder gemacht würden. Der eine sei die Arroganz, der Hochmut und das Anspruchsdenken, so wie etwa das Deutsche Kaiserreich in den Friedensverhandlungen 1918 mit der Sowjetischen Republik völlig maßlose Forderungen gestellt habe. Ein anderes historisches Beispiel sei das Vorgehen der Amerikaner, die nach den Anschlägen vom 9. November 2001 andere Staaten und Nationen zu Schurkenstaaten ernannt hätten, um sie „der Gerechtigkeit Willen“ bekriegen zu können. Der zweite Fehler sei die Selbstaufgabe: „da sind wir Deutschen zur Zeit Weltmeister. Wir entschuldigen uns seit Jahrzehnten bei jedem, überall, für alles!“ Nach Einschätzung Simons sei dies auch der Grund dafür, dass sich viele Menschen abgewendet habe, weil sie dies nicht mehr hören wollten, dass sie immer nur Schuld und Sühne auf sich nehmen müssten. Sogar der berühmter israelischer Militärhistoriker Martin van Creveld sagte im Focus vor einigen Jahren; wenn er Deutscher wäre, müsste er sich über die Berliner Ausstellung zum deutsch-polnischen Verhältnis sehr ärgern, weil an Auschwitz immer nur die Deutschen schuld seien. In Nachforschungen zu den Entstehungsgründen des Zweiten Weltkrieges zeige sich auch, dass sicher die Deutschen die Treiber waren, die anderen Nationen aber auch zugeschaut hätten. Wenn wir in die Zukunft blickten gehe es aber nicht um Schuld, sondern darum, das richtige Maß zu finden, Vernunft walten zu lassen und sich immer wieder selbstkritisch zu fragen: „tu ich das Richtige, was ich da tue?“ Er wünsche sich abschließend eine Politik, die sich an das Zitat des Volksdichters Ernst Moritz Arndt orientiere und ausrichte, der da sagte: „Achte die Vaterländer deiner Nachbarn und liebe dein eigenes.“
Kranzniederlegung-am-Kriegerdenkmal
Kranzniederlegung-am-Kriegerdenkmal

FamGD

Familiengottesdienst „Zu Hause sein – Geborgen sein“

Es gibt viele sonnige Tage im Herbst, an denen die Welt in den schönsten und buntesten Farben erstrahlt. Der letzte Sonntag im Oktober gehörte definitiv dazu. Zahlreiche Kinder und Erwachsene waren in die Pfarrkirche gekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Anna Zauner umrahmte die Feier mit stimmungsvollen Harfenklängen und öffnete die Herzen der Gottesdienstbesucher. Neben dem gemeinsamen Singen und Beten, wurde in meditativer Weise Zugang zu den anstehenden Festen Allerheiligen und Allerseelen geschaffen. Die biblische Lesung von den Wohnungen, welche jedem bei Gott bereitet sind, leiteten über zu einer gemeinsamen Bildbetrachtung. Mithilfe eines Schwarz-Weiß-Bildes eines Kindes, welches in den Armen der Mutter schläft, wurde die unbedingte Zusage Gottes an jeden Einzelnen deutlich. Im Vertrauen, dass auch die lieben Verstorbenen eine Wohnung bei Gott gefunden haben, konnten die Feiernden Kerzen in Sandschalen stecken und sich ihrer erinnern. Nicht nur bei den Fürbitten, sondern während dem gesamten Gottesdienst beteiligten sich auch die Kinder mit Freude an der Feier. Und so ist es nicht verwunderlich, dass am Ende des Gottesdienstes die Frage des Liedes „Hast du heute schon gelacht?“ mit einem lautstarken Lachen beantwortet wurde und ein Strahlen in den Gesichtern aufleuchtete. Vieleicht auch wegen der Zusage Gottes und der Gewissheit: Bei Gott bin ich geborgen.

FamGD WB

Kinderrechte – gecheckt am Spielplatz Weißbach

Es gib wohl keinen besseren Ort für einen Familiengottesdienst zum Thema Kinderrechte als den Spielplatz. Und jedes Grundschulkind kennt den Checker Tobi, der beim Gottesdienst zum Checker-Jaki wurde. Die Kinder wurden selbst Teil eines Checks. Holzner Jakob, eingestimmt auf den Kinderrechte-Check durch das Checker-Jaki Lied, checkte gelungen folgende Fragen für die Gottesdienstbesucher: Welche Kinderrechte gibt es? Wer hat die Kinderrechte aufgeschrieben? Seit wann gibt es die Kinderrechte? Und schließlich noch die Mitmachfrage an die Gottesdienstbesucher: Wer kümmert sich um die Kinderrechte?
Die Kinderrechte - Gesundheit, elterliche Fürsorge, Schutz vor Gewalt, Bildung, Freizeit, Lebensumstände, Alle dürfen mitmachen - stellten die Kinder anhand von selbst gestalteten Plakaten dar. Philip Moser und Richard Helminger stellten die Bedeutung des Themas in den Kontext zur Situation in der sich unsere Kinder befinden: Einschränkung der Kinderrechte wie Bildung und Freizeit durch Corona. Auch richteten sie den Blick auf die Situation der Kinder in ärmeren Ländern, wo das Leben der Kinder oft durch Arbeit und fehlende Bildung geprägt ist.
Und so soll der Blick zum Himmel den Kindern auch in schwierigen Situationen Mut zu sprechen. Passend dazu ließen die Kinder zusammen mit Richard Helminger eine Gebetsrakete Richtung Himmel steigen. Alle Kinder wurden dazu eingeladen und hatten sichtlich Spaß dabei die Rakete pantomimisch mit einer Kiste voll Freude und einer Kiste voll Sorgen mit einem kräftigen Amen in den Himmel zu schicken. Raphael Steinbacher am Tenorhorn sorgte dafür, dass die Rakete auch wirklich aufsteigen konnte. Raphael meisterte seinen ersten musikalischen Auftritt souverän. Der Familiengottesdienstkreis freute sich, dass Julian Kecht erneut mit seiner Ziach flott den Gottesdienst begleitete.
 
Im Anschluss gab es noch ein „Upcycling-Basteln“: Kinder bemalten und bepflanzten Tetrapacks. Und auch der nicht-weichende Nebel stand der Bastelfreude nicht im Wege. Alles in allem war es eine gelungene Kooperation des Familiengottesdienstkreises mit dem Förderverein Spielplatz Weißbach a.d.A. e.V., der sich über die großzügigen Spenden für den neuen Nestschaukelkorb freut. Danke sagen wir beim Gartenbauverein Inzell-Hammer-Weißbach für die Blumenspenden, bei der Molkerei Berchtesgadender Land für die Milchgetränke und bei Bad Adelholzener Alpenquellen für die Erfrischungsgetränke.
Fotos und Text: Heidi Dufter
FamGD WB
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Pfarrwallfahrt nach Altötting

Pfarrwallfahrt Inzell
Vor kurzem machte sich ein Bus der Pfarrei auf zur Schwarzen Madonna in Altötting. Die Wallfahrer wurde mit einer kurzen Andacht von Pfarrer Weinzierl auf den Tag eingestimmt. In Altötting wurde gemeinsam mit anderen Pilgern in der St. Anna Basilika der Wallfahrtsgottesdienst gefeiert. Anschließend teilte sich die Gruppe zum Mittagessen auf. Am Nachmittag wurden von einigen das Panorama, die Anbetungskapelle und verschiedene Kirchen besucht. Nach dem Kaffee trinken ging es an Leib und Seele gestärkt wieder zurück nach Altötting.

Danken ist der Beginn von Beten

Eindrucksvolle Feier des Erntedankfestes und Vereinsjahrtages in Weißbach a.d.A.
(wb) Angeführt von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. zog am vergangenen Sonntag die Geistlichkeit mit Ortsvereinen und Gläubigen in einem Festzug zur St. Vinzenzkirche, um Erntedank und den gemeinsamen Vereinsjahrtag zu feiern. Die Messe fand bei herrlichem Spätsommerwetter am Kriegerdenkmal statt. Passend zu Erntedank hatten die Mesnerin Maria Bauregger, die Bäuerinnen Tina Bauregger, Lisi Schupfer und Sabrina Reisbacher den Raum vor dem Altar dort farbenfroh und sehenswert mit Blumen und Ernteerzeugnissen geschmückt. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Peter Baueregger mit der Deutschen Messe von Franz Schubert.

Pfarrer Weinzierl freute sich bei seiner Begrüßung über die zahlreiche Teilnahme und hieß auch seine Mit-Zelebranten Gemeindereferent Philip Moser und Richard Helminger, der in der Pfarrei sein pastorales Praktikum absolviert herzlich willkommen. Als Lesungstext trug Tina Bauregger den Bericht über die Schaffung der Welt aus dem Buch Genesis vor. In seiner Predigt stellte Weinzierl das Danken und das Beten in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Zu Danken habe jeder Mensch Grund genug, da nichts im Leben selbstverständlich sei und jeder viel vom sorgenden Gott erhalte, ohne es sich erst verdienen zu müssen. Der Dank, mit dem wir uns zu Gott hinwendeten sei auch Anfang des Betens. Wie segensbringend es sein kann, dankbar für das Erhaltene zu sein und dies mit Bedürftigen zu teilen machte Weinzierl am Beispiel des Heilige Franziskus deutlich. Der habe vor mehr als 800 Jahren all seinen Wohlstand aufgegeben und sein ganzes Geld armen und bedürftigen Menschen zukommen lassen, auch wenn er dafür von seinem Vater verstoßen worden war. In seinem großen Lobpreis habe Franziskus wesentliche Elemente der Schöpfung beschrieben und ihre essentielle Bedeutung für unser Leben auf dieser Erde definiert. So sei demnach die Sonne Voraussetzung für alles Wachsen und Gedeihen. Der Mond und die Sterne leuchteten uns in der Nacht und begleiteten die Menschen auch unsichtbar am Tag. Wind, Luft und Wasser seien für Leben unverzichtbar. Wasser etwa, stehe uns hier wie selbstverständlich genügend zur Verfügung. Über die Hälfte der Menschen und Tiere auf der Erde leideten hier teils unter extremen Mangel. Feuer könne zerstören, sei aber ein nützlicher Bestandteil der Schöpfung. Die Mutter Erde sei schließlich das Fundament für alles was wachsen soll. Die Menschen hätten also immer wieder Grund zu Danken, nicht nur an Erntedank. Das Wort „Danke“ sollte fest in unserem Wortschatz verankert sein und der Dank im täglichen Gebet ausgedrückt werden, so Weinzierl.
In den Fürbitten formulierten VereinsvertreterInnen ihre Wünsche für die Gemeinschaft. Sie baten um Normalität für das Vereinsleben nach den vielen Coronabeschränkungen, die insbesondere für die Geselligkeit und das Miteinander der jungen Menschen große Einschränkungen bedeuteten. Vergessen wurden auch nicht die Verstorbenen und deren Leistungen für die Vereine und die Ortsgemeinschaft. Dankbar sei man auch dafür, dass der Ort und die Menschen hier vor großen Unwettern und Zerstörungen verschont geblieben war. Nach der Kommunion bedankte sich Pfarrer Weinzierl abschließend bei der Musikkapelle, seinen Mit-Zelebranten, der Mesnerin und den Bäurinnen für den wunderbaren Schmuck und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für die Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung der Messe. Ein herzliches Dankeschön ging auch an die Bäuerinnen und die Röckifrauen des Trachtenvereins „D `Weikertstoana“ für das Binden der vielen kleinen Erntedankbüscherl, die beim Auszug an alle Gekommenen verteilt wurden. Mit dem „Sonnengesang des Franziskus“, dem „Weißbachlied“ und dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ wurde der kirchliche Teil des Festes abgeschlossen. Unter dem klingenden Spiel der Musikkapelle zog die Gemeinschaft danach ins Hotel Alpenglück um den Tag dort, in Geselligkeit ausklingen zu lassen.
HP-vli--Helminger,-Weinzierl,-Moser
Am Altar v. li. Richard Helminger, der in der Pfarrei sein pastorales Praktikum absolviert, Pfarrer Tomas Weinzierl und Gemeindereferent Philip Moser.
HP-Fürbitten
Fürbitten von li: Tina Bauregger, (dahinter Philip Moser), Michael Trommer, Wolfgang Bauregger, Anderl Holzner
HP-Kirchenzug
Kirchenzug
HP-Musikkapelle-Weißbach
Musikkapelle Wei0bach
HP Erntedankschmuck
Erntedankschmuck
HP-Erntekrone
Erntekrone

Ministrantenausflug nach Oberreith

Miniausflug
Miniausflug
33 Minis auf Höhenflug
Vergangenes Wochenende kamen die Ministranten von Inzell und Weißbach zu dem gemeinsamen jährlichen Ministrantenausflug zusammen. In den Tag starteten sie mit einer Morgenandacht unter dem Thema “Ein Leib und viele Glieder”. Pfarrer Weinzierl wollte den Ministranten dadurch ihren überaus wichtigen Anteil an der Kirchengemeinde verdeutlichen. Vom Reiseunternehmen Fegg wurde die motivierte Truppe anschließend nach einem kleinen Umweg über einen Kreisverkehr an das diesjährige Ausflugsziel den Wildfreizeitpark in Oberreith gebracht. Dort angekommen, sprinteten die Minis sofort los Richtung Waldseilgarten, wo sie in Gruppen eingeteilt direkt in die Kletterausrüstung eingewiesen wurden. Die nächsten drei Stunden wurden in luftiger Höhe in Baumkronen mit 90 unterschiedlichen Herausforderungen verbracht. Nach einem ausgiebigen späten Mittagessen wurde als krönender Abschluss von den wagemutigen Teilnehmern der Weg Richtung Ausgang über den 400 Meter langen “Mega Flying Fox” in Angriff genommen. Auch Pfarrer Weinzierl sprang überaus heldenhaft aus dem 40 Meter hohen Turm und flog über die Baumwipfel hinweg in Richtung Heimat.

Bäuerinnen
Die Inzeller Bäuerinnen präsentierten sich am Ende des Gottesdienstes um den Altar in der Pfarrkirche St. Michael mit Pfarrer Thomas Weinzierl, der sich eigens für die schöne Gestaltung bedankte.

Danke sagen ist der Anfang vom Beten!

Feierlicher Erntedankgottesdienst in der prächtig geschmückten Inzeller Pfarrkirche St. Michael; Inzeller Bäuerinnen bringen die Gaben
Inzell (hw) – Besonders festlich wurde in diesem Jahr in der Pfarrei Inzell wieder das Erntedankfest in der Pfarrkirche St. Michael gefeiert. Pfarrer Thomas Weinzierl freute sich über die rege Teilnahme am Gottesdienst und vor allem auch über die überaus schön geschmückte Kirche durch die Bäuerinnen mit Gemüse, Obst und Früchten aus den eigenen Wiesen und Gärten.
Anfangs ging er auf die Bedeutung des Erntedankfestes ein. Erntedank heißt Danke zu sagen für die Gaben, die Gott der Herr uns geschenkt hat. Es ist nicht alltäglich, dass wir reich mit Früchten gesegnet werden und dass es uns so gut geht.
Die Inzeller Bäuerinnen waren bei diesem Gottesdienst aktiv mit eingebunden und in der Lesung von Helga Kamml erfuhren die Gläubigen Dinge über Pflanzen, die Samen tragen und Bäume, die reiche Früchte bringen. Gott lässt alles wachsen und gedeihen. Daraus ergibt sich ein besonderer Lohn für die Mühe, die wir beim Gießen und Pflegen aufgewendet haben. Gott hat als guter Baumeister den Grundstock gelegt und wir selbst müssen weiter bauen.
Erde bringt reiche Frucht
Das Evangelium handelte vom Reich Gottes, das uns reiche Frucht bringt. Der Samen wird auf dem Acker ausgesät und über Nacht entwickelt sich die Saat und ist am Tag zu sehen. Die Erde bringt sozusagen selbst seine Frucht und wenn diese reif ist, kann der Zeitpunkt der Ernte kommen.
Erziehung durch die Eltern – Danke sagen lernen!
 „Um Danke zu sagen sind wir heute hier“, begann Pfarrer Thomas Weinzierl seine Predigt „und wir danken Gott für viele Gaben, die er uns geschenkt hat“. Der Geistliche verweist darauf, dass kleine Kinder schon unbewusst lernen, danke zusagen, eine Begebenheit, die viele Male am Tag passieren kann, wenn wir etwas bekommen. Wer danken kann, kann auch beten. Viele Eltern wollen ihre Kinder mit einem einfachen ‚Danke‘ zur Höflichkeit erziehen, indem sie bei einem Geschenk fragen: Und wie sagt man? Unbewusst hat die Mutter dem Kind damit beigebracht, wie man betet und so dem Kind gelehrt und ihm beigebracht, die Grundregeln des Lebens einzuhalten. Wer dankt, denkt nämlich daran, dass keineswegs im Leben alles selbstverständlich ist. Wir dürfen auf dieser Erde leben und es gibt jemanden, der all das für mich tut und für mich sorgt. Letztlich ist das Gott, der hinter allem steht und uns leitet.
Franz von Assisi beschenkt die Armen
Thomas Weinzierl zitierte den Heiligen Franz von Assisi, der vor über 800 Jahren gelebt hat. Die Menschen waren damals überwiegend sehr arm, aber es gab auch Leute, die hatten alles im Überfluss. Dazu gehörte Franz von Assisi, aber er war nicht glücklich, wenn er die viele armen Menschen gesehen hat. Nach einer ‚Begegnung‘ mit Jesus hat er seinen Besitz und sein Geld den armen Menschen geschenkt. Sein Vater hat ihn daraufhin aus dem Haus gejagt und verstoßen. Franziskus hat eine Gemeinschaft gegründet, die sich für die Armen einsetzt. In dieser Zeit lernte er umso mehr die Natur kennen und hat als Lobpreis den Sonnengesang geschrieben mit der Schwester Sonne, die Licht bringt in unser Leben, Bruder Mond mit dem Leuchten der Sterne, Bruder Wind, Schwester Wasser, das so wichtig ist fürs Leben. Schwester Erde bringt viele Früchte hervor und ohne die Erde könnten wir nicht leben.
„Danke sollte ein Wort sein, das zu unsrem täglichen Wortschatz und zu unserem Gebet dazugehört“, waren die Schlussworte des Geistlichen bei der Predigt anlässlich des Erntedankfestes.
Die Fürbitten von Ina Reiter wiesen auch auf diese Thematik hin. Der Dank, angefangen von der Landwirtschaft bis zur Ernte und den Menschen, die sich dafür einsetzen.
Obst und Früchte des Feldes bei der Gabenbereitung
Zur Gabenbereitung trugen die Trachtenkinder die Körbe mit den selbst gebundenen Erntebüscherl und die Bäuerinnen brachten selbst gebackenes Brot, Weintrauben und die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten und legten es vor dem Altar ab. Pfarrer Weinzierl segnete die Gaben mit Weihwasser und Weihrauch.
Elisabeth Mader mit der Harfe und Marcus Gromes auf der Ziach sorgten für die angemessene musikalische Begleitung bei diesem Erntedankfest.
Thomas Weinzierl bedankte sich bei den Bäuerinnen, die sich große Mühe gegeben haben bei der Gestaltung des Altarraumes. „Es ist eine wirklich sehr schön hergerichtet, vergeid’s God!“ Mit dem Lied ‚Großer Gott, wir loben Dich‘ endete ein sehr festlicher Erntedankgottesdienst.
Früchte
Pfarrer Thomas Weinzierl zelebrierte den Festgottesdienst zum Erntedankfest in der Inzeller Pfarrkirche und segnete das Obst und die Früchte.
Gaben
Die Trachtenkinder und die Inzeller Bäuerinnen brachten zur Gabenbereitung wieder Obst, Getreide, Früchten und Erntebüscherl zum Altar.
Musi
Elisabeth Mader mit der Harfe und Marcus Gromes auf der Ziach sorgten für die angemessene musikalische Begleitung beim Erntedankgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche.

Verstorbene und Gefallene sind nicht vergessen

Weißbacher Trachtenverein D`Weikerstoana feiert Gedenkmesse auf der Öderbauer-Mahdern
(wb) Einem Versprechen folgend, hält der Weißbacher Trachtenverein jedes Jahr eine Gedenkmesse für die Verstorbenen und die Gefallenen beider Weltkriege ab. Bei herrlichen Spätsommerwetter trafen sich Vereinsmitglieder hierzu am Vereinskreuz auf der Öderbauer-Mahdern, um gemeinsam mit Pfarrer Thomas Weinzierl Gottesdienst zu feiern. Im Rahmen der Messfeier stellte sich auch Richard Helminger vor, der im Rahmen seiner Ausbildung zum Religionslehrer nun ein Jahr in der Pfarrei Inzell und der Filialkirchengemeinde in Weißbach a.d.A. tätig ist, um Erfahrungen sammeln zu können. Umrahmt wurde die Feier von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Peter Baueregger mit der Deutschen Messe von Franz Schubert.
Bereits um 8:00 Uhr morgens zeigten die Böllerschützen des Trachtenvereins mit einer lauten Salve an, dass die Messe am Gedenkkreuz stattfinden kann. Nach und nach machten sich in den nächsten zwei Stunden Vereinsmitglieder*Innen und Gläubige auf den Weg dorthin, stimmungsvoll aus der Ferne begleitet durch Weisenbläsern der Musikkapelle. Der Vorstand des Trachtenvereins Anderl Holzner freute sich bei der Begrüßung nicht nur über das schöne Wetter, sondern insbesondere darüber, dass sich die Gemeinschaft wieder treffen konnte. Pfarrer Weinzierl versäumte es nicht, allen Marias zum Namenstag zu gratulieren, bevor er die Anwesenden bat, die Ohren für die Botschaft Jesu zu öffnen. In der Predigt ging Weinzierl dann intensiv auf den Text des Evangeliums ein. Jesus konfrontiert hier seine Jünger mit der Frage: „Für wen haltet ihr mich?“ Gerade diese Frage empfanden die Jünger offenbar als Zumutung. Jesus machte ihnen aber klar, dass sie seine Nachfolge nicht zum Spartarif erhalten, sondern sich selbst verleugnen, das Kreuz auf sich nehmen, Schmähungen und Verachtung ertragen und ihm mit Leib und Seele folgen müssten. Um diese Worte verstehen und den Sinn begreifen zu können müsse man sich Zeit für Jesus nehmen, Zeit miteinander verbringen, wie auch im Trachtenverein. Die Menschen, die Jesus direkt erleben konnten hätten den Vorteil gehabt, dass sie dessen Wirken direkt verfolgen und ihn beobachten konnten. Ihn besser kennenzulernen sie aber auch in der heutigen Zeit, etwa durch das Lesen der Bibel möglich. Jeder müsse aber selber entscheiden, ob er dies auch wolle. Oft werde man durch die Dauerberieselung durch Smartphones, Internet, Radio, TV, Streamingkanäle so abgelenkt und in Beschlag genommen, dass die Mitmenschen oft übersehen werden. Stattdessen mit Jesus in Kontakt treten könne man zum Beispiel in der Stille eines Kirchenraumes, durch lesen von Bibeltexten, durch hören seiner Worte denn schließlich kenne er uns am Besten, so Weinzierl. So entfalte sich auch die Wirkung des Heiligen Geistes und wachse die Liebe für unsere Mitmenschen. Sicher falle es uns dann leicht auf seine Frage: „Für wen haltet ihr mich?, zu antworten: „Du bist der Messias - Amen“. In den Fürbitten bedankten sich Vorstand Anderl Holzner, Katharina Holzner, Nicole Maier und Christine Hager dafür, im Trachtenverein Gemeinschaft, gegenseitiges Zusammenstehen und gegenseitige Unterstützung erleben zu dürfen. Anderl Holzner bedauerte es, dass es wegen Corona dem Verein nicht möglich war, verstorbene Vereinsmitglieder*Innen würdig zu ihrer letzten Ruhestätte begleiten zu können. Deshalb wolle der Verein Maria Niederberger, das Ehrenmitglied Alfred Öttl, Günther Bitz, Rosi Maier, Simon Holzner, den Ehrenvorstand Anton Öttl sen. und Sepp Mittertrainer noch einmal besonders ins Gebet einschließen und ihnen die ewige Ruhe wünschen. Gemeinsam sang die Gottesdienstgemeinschaft nach dem Segen zum Abschluss das Lied: „Großer Gott wir loben Dich“ und wanderten, begleitet von Liederweisen, zurück in den Ort.
Pfr-Weinzierl-segnet-die-Gottesdiensbesuche
Pfr. Weinzierl segnet die Gottesdienstbesucher
Fürbitten
Fürbitten von links: Christine Hager, Nicole Maier, Katharina Holzner, Anderl Holzner
Begrüßung-durch-Vorstand-Holzner
Begrüßung durch Vorstand Holzner
Musikkapelle-Weißbach
Musikkapelle Weißbach

„Für wen haltet Ihr mich“

Gedenkgottesdienst der ‚Falkerstoaner Trachtler‘ in der Inzeller Pfarrkirche
Inzell (hw) – Durch Corona musste so manche Veranstaltung abgesagt werden oder durfte schlichtweg nicht stattfinden. So auch beim Inzeller Trachtenverein D’Falkastoaner Inzell, bei denen zweimal der Jahrtag und auch die Neuwahlen ausgefallen sind. Auch bei Beerdigungen war die Teilnahme eingeschränkt und deshalb gab es nun einen Gedenkgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael unter anderem für die verstorbenen Mitglieder.
Pfarrer Thomas Weinzierl begrüßte die vielen Besucher und freute sich, gemeinsam mit den Trachtlern diesen Gottesdienst feiern zu dürfen. Schon zu Beginn fragte er die Gläubigen, bezogen auf das Evangelium, für wen halten die Menschen Jesu? Damals waren die Antworten vielfältig von Johannes des Täufers, Elia oder eines Propheten. Als Jesus seine Jünger fragte, kam die Antwort von Simon Petrus: Du bist Jesus Christus, der Sohn Gottes!
Christus musste viel erleiden in seinem irdischen Leben. „Gott will was anderes, als die Menschen wollen“, so Pfarrer Weinzierl. „Auch die Nachfolge Jesu gibt’s nicht zum Spartarif. Nachfolge Jesu geht nur mit Leib und Leben. Nachfolge ist verbunden mit Selbstverleugnung, der Konsequenz, sein Kreuz auf sich zu nehmen und der Bereitschaft, sein Leben hinzugeben“.
Viele Fragen stellen sich uns
Für wen halten wir diesen Jesus von Nazareth wirklich? Wer ist dieser Jesus eigentlich? Ein Handwerker, ein Wanderprediger, ein Träumer, ein Heiler oder ein Prophet? Thomas Weinzierl ist davon überzeugt, dass man viel Zeit braucht, um jemanden genau kennen zu lernen. Genau so, wie wenn man eine Freundschaft pflegt, so wie die Freundschaft und Kameradschaft im Trachtenverein. Durch Gemeinschaft, Zusammenkünfte und viele Gespräche wird der Zusammenhalt gestärkt. „Das ist sehr wichtig für das Vereinsleben“.
Die Leute damals hatten es einfacher, Jesus kennen zu lernen. Sie sahen, wie er lebte und sie sahen seine Zeichen und Wunder. Aber auch wir haben nach 2000 Jahren die Möglichkeit, über ihn Bescheid zu wissen durch Überlieferungen und die heilige Bibel. Wir haben es selber in der Hand, ihn besser kennen lernen zu wollen. Dafür müssen wir uns Zeit nehmen und nicht zu sehr vom täglichen Konsum und den Medien ablenken lassen. „Ein paar ruhige Minuten, einige Gedanken in der stillen Kirche, einfach Zeit mit Jesu zu verbringen, lassen unsere Gedanken sicher verbessern“, ist Pfarrer Weinzierl überzeugt. Warum reden wir nicht öfter mit unserem Schöpfer, den besten Freund, den wir haben können, der uns besser kennt als alle Menschen?“
Fürbitten aus dem täglichen Leben
Röckifrauenvertreterin Maria Maier trug die Fürbitten vor, in denen sie mit den Worten Glaube, Hoffnung und Liebe auf unsere täglichen Wünsche und Sorgen einging. Im Gedenken an die Verstorbenen nannte sie namentlich die in den letzten beiden Jahren von uns Gegangenen Sepp Krammer, Maria Häusler, Rudi Hopf, Franz Kessler, Johann Maier, Somin Leitner, Gerda Häusler, Martin Gambs, Agnes Mühlberger, Mirko Slapnik, Renate Mader, Peter Holzner, Manfred Zöller, Michael Maier, Philipp Reiter, Resi Standl, Anna Schmelz, Florian Holzner.
Im Rahmen des Gottesdienstes stellte sich Richard Helminger der Pfarrgemeinde vor, der nun ein Jahr in Inzell als Praktikant arbeitet. Helminger ist in der Ausbildung zum Religionslehrer und wird nun unter anderem verschiedene Aufgaben in der Pfarrgemeinde und in der Schule übernehmen. Das Ganze wird als Halbtagsarbeit stattfinden, weil Richard Helminger zudem in der Rettungsleitstelle tätig ist. „Ich möchte den Leuten sowohl körperliche und auch seelische Hilfe geben und deswegen will ich nun auch die Ausbildung zum Religionslehrer machen“.
Zum Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Weinzierl bei den Mitgliedern fürs Mitfeiern und die rege Teilnahme, bei Vorstand Markus Kötzinger für das Vortragen der Lesung, bei Maria Maier für die Fürbitten und bei den Musikanten Marianne Eicher, Peter Holzner, Franz Restner und Florian Seestaller für die feierliche Gestaltung der Messe. Vergeid’s God!
Helminger
Richard Helminger, der beruflich an der Rettungsleitstelle tätig ist, stellte sich den Gläubigen vor, denn er wird im Rahmen seiner Ausbildung zum Religionslehrer nun ein Jahr in Inzell in der Pfarrgemeinde und Schule tätig sein.
Pfarrer
Inzells Pfarrer Thomas Weinzierl zelebrierte die Messe für die Falkastoaner Inzell, deren Jahrtag 2020 und 2021 ausgefallen ist. Hierbei gedachte man auch der verstorbenen Mitglieder des Vereins.
Maria
Röckifrauenvertreterin Maria Maier trug beim Gedenkgottesdienst die Fürbitten vor.
Markus
Vorstand Markus Kötzinger ließ es sich nicht nehmen, nochmal als Vorstand der Falkastoaner die Lesung beim Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche vorzutragen.

Benediktbeuern Wallfahrergruppe
Wallfahrergruppe vor der Basilika vom Kloster Benediktbeuern

Pfarrwallfahrt nach Benediktbeuern

Da schon zweimal die geplante Pfarrwallfahrt nach Waldsassen Corona-bedingt abgesagt werden musste, freuten sich alle, dass ein vollbesetzter Bus sich auf den Weg zum Kloster Benediktbeuern machte konnte. Die Anfahrt erfolgte durchs Oberland über Bad Tölz und Miesbach zum Kloster Benediktbeuern. Vor dem Gottesdienst erfuhren wir interessantes über die 1300-jährige Geschichte des Benediktinerklosters. Seit 1930 wird das Kloster von den Salesianern geführt mit zurzeit 37 Brüdern. Bei den vielfältigen Einrichtungen für Bildung, Schulung und Gästen in der großen Klosteranlage sind rund 140 Personen beschäftigt. Nach dem Gottesdienst in der Klosterbasilika mit Pfarrer Weinzierl und der Einkehr im Biergarten des Klosterbräustüberls ging die Fahrt weiter über Lenggries Isaraufwärts zum Sylvenstein-Speichersee. Über Kreuth und Rottach-Egern erreichten wir dann den Tegernsee, wo eine Einkehr im bekannten Klosterbräustüberl am Tegernsee auf dem Programm stand. Auch dieses Gasthaus war bis zur Säkularisation Teil des bedeutendsten Benediktinerklosters in Oberbayern. Nach der Säkularisation ging es über in den Besitz der Wittelsbacher, dem bayerischen Königshaus. Nach einem Bummel am Tegernsee brachte uns Fegg Peter sen. in gewohnter unterhaltsamer Art wieder sicher nach Inzell heim.           HH
Benediktbeuern Gottesdienst
Feier des Gottesdienstes in der Klosterbasilika mit Pfarrer Weinzierl
Benediktbeuern
Klosterbasilika Benediktbeuern
Sylvenstein-Speichersee
Blick auf den Sylvenstein-Speichersee
Schloß Tegernsee
Schloß Tegernsee mit Klosterbräustüberl

Bermesse Kienberg
Bei idealem Bergwetter konnte in diesem Jahr die Messe zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder der Inzeller Bergwacht und des Sportclubs auf dem Großen Kienberg gefeiert werden. V.li. Hüttenwart Sepp Tratz, Pfarrer Christoph Huber, Ministrant Ludwig Kreß und Hans Pauli, der die Fürbitten vortrug.

Dem Herrgott ein Stück näher

Gemeinsame Bergmesse des SC Inzell und der Bergwacht Inzell am großen Kienberg
Inzell (hw) – Bei traumhaftem Bergwetter konnte in diesem Jahr die traditionelle Bergmesse wieder am Tag Maria Himmelfahrt stattfinden. Im letzten Jahr musste die Gedenkfeier coronabedingt ausfallen und vielleicht waren deswegen in diesem Jahr besonders viele Gläubige vor Ort und wollten dem Herrgott auf diese Weise ein Stück näher sein. Eine große Zahl an Bergwanderern aus den umliegenden Orten machte sich auf den Weg zum knapp 1600 Meter hohen Großen Kienberg und feierte dort Gottesdienst. Seit den 60ger Jahren veranstaltet der SC Inzell zusammen mit der Bergwacht Inzell zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder eine Gedenkmesse am Gipfelkreuz.
Anfangs begrüßte Hüttenwart Sepp Tratz die vielen Besuchen aus Inzell, Ruhpolding, Weißbach und den umliegenden Gemeinden im Namen der Bergwacht und des Sportclubs. Er freute sich besonders darüber, dass Pfarrer Christoph Huber aus Reit im Winkl die Messe zelebrierte. „Es ist schön, dass wir nach einem Jahr ‚Zwangspause‘ wieder unsere traditionelle Bergmesse feiern können und an der großen Zahl an Gläubigen sieht man, dass die Leute gern hier heraufkommen“, so Tratz und dankte dem Geistlichen für das Feiern der heiligen Messe. Der Gottesdienst wurde wieder musikalisch begleitet von den Stoaner Sängern (Christa und Sepp Steiner) und der ‚Inzeller Skihütten Musi‘ mit Vroni Baier und Andi Holzner.
Maria hat viel ertragen müssen
„Geben wir Gott in dieser wunderbaren Gegend die Ehre“, ermunterte Pfarrer Huber und diese Bitte wurde verstärkt durch ein sehr emotionales Stück der Skihütten Musi zum Innehalten in einer wunderbaren Bergwelt. Weiter ging der Geistliche sehr nachvollziehbar darauf ein, wie der Engel des Herrn Maria erschienen ist und ihr die frohe Botschaft überbrachte. Willst DU die Mutter des Herrn werden? war dessen Frage und Maria willigte sogleich ein. Was der Heilige Geist will, wird gelingen. Auf dem Weg zu Elisabeth wurde sie auch als ‚Mutter meines Herrn‘ begrüßt, was ihr den Stellenwert ihrer Aufgabe noch mehr unterstrich. Maria hat viel ertragen müssen im Umgang mit ihrem Sohn und den Jüngern. „Doch ihr Gottvertrauen hat sie bis zum Schluß nicht verloren“, betonte Christoph Huber „und sie hat immer an die Zusage von Gott geglaubt, der ihr eine Stütze war im Leben. Ich wünsche, dass jeder von euch diese Zusage annehmen kann“. Das Marienfest ist sozusagen das Fest des Menschen.
Der himmlische Vater leitet uns
Huber ging darauf ein, dass es einen himmlischen Vater gibt, der alles in Händen hält, somit sind wir geborgen in den Händen Gottes, der uns nicht fallen lässt. Jesus wollte uns auf Erden zeigen, wo unser Ziel ist: Im Himmel bei Gott. Wir werden ankommen im himmlischen Paradies. Unser Vorbild soll Maria sein, die nie aufgab und den Weg in den Himmel fand. „Maria war ein wunderbarer Mensch“, ist Pfarrer Huber überzeugt. „Und wenn sie jetzt auf Erden leben würde, wäre sie sicher Mitglied bei der Bergwacht geworden, um anderen zu helfen“. Auch wir sollten uns nach Art und Weise von Maria in dieser Welt einsetzen und die Mutter des Herrn bezeugen.
Gedenken an die Verstorbenen
In den Fürbitten ging Hans Pauli auf die derzeitige Entwicklung in der Welt ein, der Verunsicherung durch die derzeitige aktuelle Situation und unsere eigene Lebensrichtung speziell auch die der Kinder und Jugendlichen, die mit den vielen Einschränkungen und Verboten eine schwierige Situation durchmachen. Er gedachte den verstorbenen Mitgliedern der Bergwacht und dem Sportclub Inzell, insbesondere den in den letzten beiden Jahren verstorbenen Bert Rieder, Hermann Hunklinger, Bene Steinbacher, Bert Scheurl, Franz Ausfelder, Werner Kühne und an Hans Koch.
Pfarrer Christoph Huber bedankte sich am Ende bei allen für die Gestaltung des Gottesdienstes und das Mitfeiern. Er segnete am Himmelfahrtstag die Kräuter und Blumen, die uns der Herr in unserer großartigen Umgebung durch seine Schöpfung gegeben hat. „Das Grab von Maria war nicht leer, als sie in den Himmel aufgefahren ist. Kräuter und Blumen haben ihre letzte Ruhestätte geschmückt. Danke, dass ihr gekommen seid und auf dem Berg gemeinsam Gottesdienst feiert!“
Im Anschluss an die kirchliche Feier hatten die Bergbesucher noch die Möglichkeit, sich für den Abstieg zu stärken. Es gab an der Inzeller Skihütte (Musik mit der Skihüttenmusi) und bei der Bergwachthütte noch Brotzeit und Getränke und bei diesem ausgezeichneten Bergwetter wurde dieses Angebot auch ausgiebig genutzt, so dass nahezu alle Plätze besetzt waren.
Bergmesse Kienberg Verantwortliche
Bergmesse Kienberg viele
Sehr viel Gläubige aus den umliegenden Gemeinden fanden in diesem Jahr (nach einem Jahr Pause) an Maria Himmelfahrt den Weg zum Großen Kienberg, um den Verstorbenen der Bergwacht Inzell und des Sportclub Inzell zu gedenken.

Unterwegs mit Gott – Bergtage mit spirituellen Elementen der Pfarreien Ruhpolding und Inzell

Bergtage
Rast an der Vetterscharte (2390m) mit Blick ins Knappenkar.
„Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge.“ Dieses Zitat, das dem mittlerweile verstorbenen Innsbrucker Altbischof Reinhold Stecher zugeschrieben wird, würde auch gut als Überschrift für die drei Bergtage der Pfarreien Ruhpolding und Inzell in diesem Jahr passen. Die zwölf Teilnehmer*innen aus den Pfarreien Ruhpolding, Inzell, Kammer und Peterskirchen waren, begleitet von Gemeindereferent Philip Moser und Pastoralreferent Georg Gruber in den Schladminger Tauern unterwegs, um Bergerlebnis und religiöse Erfahrung zu verbinden. Der Weg führte von der Bergstation der Hochwurzenbahn über mehrere Gipfel zur Ignaz-Mattis-Hütte an den malerischen Giglachseen. Am zweiten Tag ging es durch das Vetterkar und die Vetterscharte ins ehemalige Schladminger Bergbaugebiet, wo über Jahrhunderte in mühsamer Arbeit Erze gefördert wurden. Besonders eindrucksvoll war dabei, dass man dabei durch ehemalige Bergwerksstollen durch die Zinkwand von der Lungauer auf die steierische Seite durchgehen kann, um dann übers Schnabelkar zur Keinprechthütte abzusteigen. Am dritten Tag ging’s über die Neualm und den malerischen Duisitzkarsee, der durch starken Nebel nur schemenhaft zu sehen war, hinunter ins Obertal. In den Impulsen, Bibeltexten, Gebeten und Liedern näherten sich die Teilnehmer*innen dem Geheimnis Gottes in dreifacher Weise an: Am ersten Tag ging es um den „Weg nach oben“, am zweiten Tag – passend zum Begehen des Berginneren – um den „Weg nach innen“ und am dritten Tag um die Erfahrung Gottes als der Boden, der mich hält und trägt und nach vorne blicken lässt. Besonderes Glück hatte die Gruppe mit dem Wetter. Der Regen setzte immer erst so richtig ein, wenn die Hütte erreicht war. Unterwegs gab es einen Mix aus Sonne und Wolken. Die für den Sommer eher kühlen Temperaturen machten das Gehen angenehm. Am Ende der Tour zeigten sich die Teilnehmer*innen besonders angetan vom Miteinander in der Gruppe, dass sich alle auch in ihrer Unterschiedlichkeit als Weg- und Glaubensgemeinschaft erlebt haben. Die wasserreiche, grüne und auch felsige Landschaft der Schladminger Tauern mit vielen auch sehr einsamen Winkeln zeigte sich als ideales Gelände für diese Unternehmung, die körperliches, geistliches, alpinistisches und gemeinschaftliches Erleben zusammenbrachte.
Bergtage a
Nach dem Durchstieg durch den Zinwandstollen tritt die Gruppe wieder auf der steierischen Seite ins Freie.

Firmprojekte

Berggehen
Am Gipfel
Firmprojekt Berggehen
Am Samstag, den 17.07.21 traf sich eine Gruppe Firmlinge bei fast strahlenden Sonnenschein am Reiteralm-Parkplatz in Weißbach, um von dort übers Litzlbachhörndl auf die Altretthütte zu wandern. Firmprojektleiter Stefan Meyer schildert im folgenden seine Eindrücke der Wanderung:
Der Aufstieg von ca. 1,5 h war leicht zu bewältigen, zudem schützten uns die Bäume vor der extremen Sonneneinstrahlung am heutigen Tag. Der Weg an sich schlängelte sich anfangs neben einem kleinen Bachbett durch den Wald, wobei wir durch die moderate Steigung genügend Zeit zum Ratschen hatten. Die letzten Meter zum Litzlbachhörndl waren zwar vom Vortag noch etwas nass, was uns aber nicht weiter störte. Auf gut 1330 hm angekommen konnten wir eine unglaubliche Rundumsicht erleben. Mit etwas Fantasie glaubten wir auf die Reiteralm blicken zu können, und einige behaupteten felsenfest, dass sie von dort aus bis zum Alpenhauptkamm spähen konnten. Leider ist es uns nicht gelungen, dieses atemberaubende Panorama zu fotografieren, da just in diesem Moment etwas Nebel aufzog und sich ins Bild schlich. Nach kurzer Rast ging es dann noch ein paar Minuten weiter zur Altretthütte, um uns dort mit der von uns mitgebrachten Brotzeit zu stärken. Bei Brot, Obst, Käse und Wurst ließen wir es uns gut gehen und überlegten kurz, ob wir uns doch nochmal eincremen sollten, um keinen Sonnenbrand zu riskieren (Die Bilder täuschen hier etwas, da immer etwas Nebel aufkam, als wir Bilder machen wollten. Aber ganz ehrlich, es war ein sonniger, schöner Wandertag). Nach der Stärkung und einer etwas längeren Ratschpause ging es dann den Weg wieder zurück, wobei uns auf dem Rückweg doch noch ein kleinerer Regenschauer überraschte. Jedoch waren wir hier natürlich sehr gut ausgerüstet (Regenhose, Poncho, Regenjacke etc.) und konnten uns dementsprechend an die Umgebungsbedingungen anpassen. Da es aber durchaus warm war, hat uns das Wetter nicht viel ausgemacht. Ein paar (also eigentlich alle) haben dann beim Runtergehen die durch den Regen entstandenen Pfützen und das Kind in sich entdeckt. Weshalb aus mir unbekannten Gründen die ganze Mannschaft leicht dreckig war. Alles in allem war es für alle ein sehr schöner und angenehmer Tag.
Firmprojekt Berggehen 2
An der Hütte
Firmprojekt Berggehen
Beim runtergehen
Firmprojekt Klettern
Im Rahmen des Firmprojektes „Klettern“ besuchte eine Gruppe Firmlinge am 9.7. 2021 den Kletterturm in Traunstein. Vertrauen in sich selbst und in den Sicherungspartner sind die Grundvoraussetzungen beim Klettern. Dies forderte anfänglich so manchen Firmling. Doch mit jeder gekletterten Route fassten die Jugendlichen immer mehr Vertrauen und konnten mit Zuspruch und Anfeuerung die in der Höhe platzierte Tasche mit Gummibärchen souverän erreichen und sich selbst belohnen.
Firmprojekt Klettern
Firmprojekt Klettern 1
Firmprojekt Kochen
Der rundum gelungene Nachmittag fand seine Krönung im anschließenden gemeinsamen Essen, bei dem von zwei weiteren Projektgruppen Schnitzel mit Kartoffelsalat und leckere Nachspeisen zubereitet wurden.
Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Frimprojekte mitgeholfen haben. Allen voran den Firmprojektleitern und den einheimischen Firmen, die das Projekt Kochen unterstützt haben.

Erstkommunion alle
In Inzell durften die Kinder in diesem Jahr in der Pfarrkirche die Hl. Kommunion feiern. Am Sonntag waren dies 19 Kinder. Hinten v.li. Lehrerin Maria Moser, Elfriede Wörfel, Pfarrer Thomas Weinzierl, Gemeindereferent Philip Moser und Lehrerin Jasmin Korn.

Vertrau mir, ich bin da!

Beeindruckende Erstkommunion in der Inzeller Pfarrkirche; Pfarrer Weinzierl als Bergsteiger
Inzell (hw) – Das Motto in diesem Jahr bei der Erstkommunionfeier in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael lautete: ‚Vertrau mir – ich bin da!‘ 31 Kinder durften zum ersten Mal den Leib des Herrn empfangen, wobei wegen der großen Zahl und aus Platzgründen der Gottesdienst am Samstag und Sonntag stattfand. Pfarrer Thomas Weinzierl verstand es in überzeugender Weise nicht nur den Kindern, sondern allen Kirchenbesuchern den Sinn des Vertrauens näher zu bringen. Für die musikalische Umrahmung waren die ‚Mitsinger‘ verantwortlich.

Beim Einzug in die Kirche um das Rathaus spielte die Musikkapelle Inzell und sorgte so für eine festliche Einstimmung zum Erstkommuniongottesdienst. Pfarrer Weinzierl begrüßte zu Beginn der Lithurgie die Kommunionkinder mit ihren Eltern, Verwandten und Freunden und ging kurz auf die Bedeutung der brennenden Kerze ein. Sie soll das Licht der Welt veranschaulichen und die selbst gebastelte Kommunionkerze kann die Kinder immer darauf hinweisen. Alle Kerzen wurden anschließend am Altar aufgestellt und auch entzündet. Insgesamt war die  diesjährige Vorbereitung nicht ganz so einfach, doch „wir wollen Dank feiern, wenn ihr zum ersten Mal den Leib Jesu empfangen dürft, der immer nah bei uns ist“, so Weinzierl zu den Kindern.
Elfriede Wörfel und Gemeindereferent Philip Moser waren wieder für die Vorbereitung zuständig. So konnten die Kommunionkinder auch aktiv im Gottesdienst  beim Kyrie, den Fürbitten und den Dankesworten mit eingebunden werden.
Der See wird unruhig – das Vertrauen schwand
Das Evangelium erzählte die Geschichte, als die Jünger Jesu ins Boot stiegen und über den See fuhren. Jesus selbst ging einstweilen auf den Berg, um zu beten. Daher konnte er ihnen erst später folgen und ging übers Wasser. Petrus wollte Jesus entgegenkommen und ging auch auf dem Wasser, doch als der Wind die Wellen größer werden ließ, fing Petrus an unter zu gehen und Jesus reichte ihm die Hand. „Warum zweifelst Du, hab Vertrauen“, waren die Worte Jesu.
Dieses Thema nahm auch Pfarrer Weinzierl zur Grundlage seiner Predigt und fragte die Kommunionkinder, ob sie auch schon mal in so einer ähnlichen verzweifelten, ängstlichen Situation waren. Die Antworten gingen über ins Wasser fallen über starke Gewitter bis hin zum Klettern. Dabei zog der Geistliche einen Vergleich zu einem eigenen Erlebnis, als er mit einem Kameraden zum ersten Mal bei einem Klettersteig war. Um die Situation zu verdeutlichen, ‚verkleidete‘ er sich mit Helm, Kletterseil und Kletterhandschuhe als Bergsteiger und hatte mit dieser Montur sofort bei allen Besuchern die Aufmerksamkeit erregt. „Bei einer Stelle war eine steile Felsplatte und ich kam weder vor noch zurück, ich hatte wirklich Angst“, erklärte Thomas Weinzierl. „Aber mein Freund hat mir die Hand gereicht und mich hinaufgezogen“. So wie der Pfarrer damals mit seinem Freund letztlich verbunden war, so können auch wir mit Jesus verbunden sein mit unserem Verstand, mit unserem Herz und mit Gesprächen und Taten. „Jesus ist immer bei Euch und das wünschen wir alle euch Kommunionkindern für den weiteren Lebensweg ganz besonders“, versprach der Geistliche. „Ihr geht nicht unter“.
Vor dem Empfang der Heiligen Kommunion versammelten sich die Kinder dann um den Altar zum gemeinsamen ‚Vater Unser Gebet‘, ehe sie zum ersten Mal aus der Hand von Pfarrer Thomas Weinzierl den Leib Christi empfangen durften.
Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Gemeindereferent Philip Moser allen, die zum Gelingen dieses festlichen Tages beigetragen haben, allen voran Elfriede Wörfel und den Eltern und Kindern, die doch in einer etwas schwierigen Situation ohne feste Zeiten die Vorbereitung durchführen mussten. Ebenso mit in den Dank einbezogen wurden Mesnerin Johanna Schmuck, die Ministranten und der Ordnungsdienst, der für die aufgeteilte Platzeinteilung verantwortlich war, sowie die Musikapelle Inzell und die Feuerwehr fürs Absperren. Ein ganz besonderer Dank galt den  ‚Mitsingers‘, die musikalisch für dieses gelungene Fest mitverantwortlich waren.
Erstkommunion alle Samstag
Aus Platzgründen bekamen in Inzell am Samstag schon 12 Kinder zum ersten Mal die Heilige Kommunion von Pfarrer Tomas Weinzierl (li.). Mit verantwortlich bei der Vorbereitung waren hinten v.li. Elfriede Wörfel, Lehrerin Jasmin Korn und Gemeindereferent Philip Moser.
Erstkommunion Helm
Inzells Pfarrer Thomas Weinzierl erklärte sehr beeindruckend in der Predigt, wie er sich bei seiner ersten Klettersteigtour fühlte und wie ihm sein Freund die Hand gereicht hat, um ihm zu helfen.
Erstkommunion Altar
Vor dem Empfang der Heiligen Kommunion versammelten sich die Erstkommunionkinder um den Altar in der Pfarrkirche St. Michael.

„Vertraue mir ich bin da!“

Harmonische Erstkommunionfeier in der St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A.
(wb) Drei Mädchen und drei Buben feierten am vergangenen Sonntag mit Pfarrer Thomas Weinzierl in der Weißbacher St. Vinzenzkirche Erstkommunion. Nach einer monatelangen Vorbereitungszeit, durften die jungen Christen zum ersten Mal die Heilige Kommunion, den „Leib des Herrn“ empfangen. Den Gottesdienst gestalteten Frau Elfriede Wörfel, die in bewährter Weise die Erstkommunionvorbereitungen leitete, die Erstkommunikanten*innen und der Gemeindereferent Philip Moser mit. Musikalisch umrahmten die Feier ein Gesangstrio, bestehend aus Teresa Steinbacher, Maria Holzner und Christine Ober, mit erfrischend beschwingt vorgetragenen rhythmischen Liedern. Michi Scheitzeneder spielte gekonnt bodenständige Melodien auf seiner Steirerziach.
Seit vielen Jahrzehnten ist es in Weißbach a.d.A. guter Brauch, dass die Erstkommunikanten*innen von der örtlichen Musikkapelle zur Kirche gespielt werden. Wegen des Regenwetters musste dies leider ausfallen. So segnete Pfarrer Weinzierl die Kommunionkerzen vor der Kirche und zog dann mit den Mädchen und Buben feierlich in das Gotteshaus ein. Elfriede Wörfel zündete dort die Kommunionkerzen mit dem Feuer der Osterkerze an. Wie sie sagte, soll dieses Kerzenlicht an die Taufe und daran erinnern, das Jesus, „das Licht der Welt“ immer bei uns ist. Dies drücke auch das Motto der diesjährigen Erstkommunion aus, das da laute: „Vertrau mit, ich bin da!“. In der Lesung ging es passend zum Anlass, um das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, bei dem er Brot und Wein mit ihnen teilte. In der römisch-katholischen Kirche wird in der Eucharistiefeier Brot und Wein zum Leib und Blut Christi gewandelt (Konsekration), was für gläubige Christen zeitlebens von entscheidender Bedeutung ist. Im Evangelium berichtet der Apostel Markus von einer Bootsfahrt Jesu mit seinen Jüngern auf dem See Genezareth. Dort geraten sie in einem Sturm und die Jünger verfallen in Panik, weil das Boot zu sinken drohte. Jesus aber beruhigt das Meer und stellte dann die Frage an seine Jünger: „Warum hattet ihr solche Angst? Habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?“ Pfarrer Weinzierl besprach diese Szene mit den Erstkommunikanten*innen und fragte sie nach ihren eigenen Erfahrung mit Ängsten. Wie es ihm ergangen ist, erzählte er anhand eines Bergerlebnisses mit einem Freund auf einem Klettersteig. Dort hatte ihn, wie Jesus, ein Freund in einer brenzligen Situation die Hand gereicht und ihn über eine gefährliche Stelle gezogen. Wirkungsvoll setzte er dazu einen Steinschlaghelm auf, hängte sich ein Kletterseil über die Schultern und zog Kletterhandschuhe an. Bezug nehmend auf diese Ausrüstungsgegenstände machte er deutlich, dass Jesus Schutz biete, wie der Steinschlaghelm auf den Kopf. Hilfe könnte aus den Bibeltexten kommen. Wie das Kletterseil eine Verbindung zum Kletterpartner herstelle, könne man durch Austausch mit einem(r) guten Freund*in, mit einem(r) Weggefährten*in oder mit den Eltern oder beim Beten Verbindung zu Jesus aufnehmen. Schließlich könnten Schutzhandschuhe dabei unterstützen, Menschen die uns nahestehen festhalten zu können. Pfarrer Weinzierl wünschte der Gottesdienstgemeinschaft und allen Menschen solche hilfreichen Ankerpunkte und solche Hilfen für das ganze Leben.
Dankeschön für liebevolle Vorbereitung
Am Schluss der Eucharistiefeier dankten der Gemeindereferent Philip Moser und die Sprecherin der Eltern Regina Scheitzeneder, Pfarrer Weinzierl, den Erstkommunikanten*innen, dem Gesangtio und Michi Scheitzeneder für die beeindruckende Messgestaltung und Elfriede Wörfel für die souveräne und engagiert durchgeführte Vorbereitung. Aber auch den Eltern gebühre große Anerkennung, dass diese Vorbereitung, trotz aller Misslichkeiten durch die Coronabeschränkungen wie Videokonferenzen oder die Vorbereitung allein in den Familien statt gemeinsamer Treffen, so gut abgelaufen ist. Scheitzeneder drückte Elfriede Wörfel weiter ihre große Hochachtung für die unbändige Leidenschaft und die von Herzenskraft geprägte Zusammenarbeit während der Vorbereitung aus. Ihr Dank ging aber auch an den Klassenlehrer Sönke-Heiner Stollenmaier und die Religionslehrerin Constanze Bär, die beide zur Feier gekommen waren. Mit der Mesnerin Maria Bauregger habe sogar das gemeinsame Kirchenputzen Spaß gemacht, so Scheitzeneder weiter. Pfarrer Weinzierl nahm die Gelegenheit seinerseits wahr und bedankte sich bei der Mesnerin für den selbst gestalteten Blumenschmuck zur Erstkommunion, aber auch während des ganzen Jahres. Sie mache ihre Arbeit mit spürbarer Freude und viel Herzblut. Da Maria Bauregger auch Geburtstag hatte, sang Weinzierl mit allen Kirchenbesuchern als Ständchen den Kanon: „Viel Glück und viel Segen“ der mit einem kräftigen, dankbaren Applaus abgeschlossen wurde. Als anerkennende Geste überreichen Mütter der Erstkommunikanten*innen allen erwähnten ein kleines Geschenk. Nach den Feiern in den Familien wurde der Erstkommuniontag um 17:00 Uhr mit einer Andacht abgeschlossen.
Erstkommunikanten-innen-mit-Altardienst
Gruppe, oben von links: Philip Moser, Elfriede Wörfel, Pfarrer Weinzierl, Alina Bauregger, Rosa Achter
unten von links: Magdalena Bauregger, Melanie Schnitzhofer, Lisa Fries, Johannes Steinbacher, Stefan Scheitzeneder, Anton Kecht
Erste-Kommunion-WB
Stefan Scheitzeneder bei erster Kommunion, recht Anton Kecht und Pfarrer Weinzierl
Erstkommunion WB Blumenschmuck
Blumenschmuck, Brot und Weintrauben
Erstkommunion WB Eucharistiefeier
Gruppe und Altardienst am Altar
Erstkommunion WB Dank-an-Trio
Geschenk für Trio von links: Christine Ober, Maria Holzner, Teresa Steinbacher

Kirchental Wallfahrer
Die Wallfahrer vor der Kirche Maria Kirchental

Wallfahrt nach Maria Kirchental

Knapp 30 Inzeller und Weißbacher machten sich bei herrlichstem Sommerwetter auf nach Maria Kirchental bei St. Martin im Saalach Tal. Nachdem die Wallfahrt 2020 ganz ausfiel musste sie heuer von den Teilnehmern selbst organisiert werden um den Auflagen gerecht zu werden. Manche gingen einzeln, andere in Kleingruppen von unterschiedlichen Ausganspunkten aus. Hans Köberl begleitete eine Gruppe mit einem Fahrzeug. Sportliche fuhren mit dem Rad von Inzell weg und andere fuhren mit dem Auto direkt nach Maria Kirchental hoch, wo der Wallfahrtsgottesdienst gefeiert wurde. Mit Pfarrer Weinzierl und den vier Inzeller Ministranten zog die Wallfahrergruppe mit dem mitgetragenen Kreuz unter Glockengeläut in den „Pinzgauer Dom“ ein, wie die Kirche auch genannt wird. Rita Staat-Holzner hat an der Orgel den Gottesdienst musikalisch begleitet. Die gemütliche Einkehr im Gasthaus in Kirchental gehörte natürlich auch dazu. HH
Kirchental Wallfahrer
Wallfahrergruppe am Morgen unterwegs mit Blick auf Loferer Steinberge.
Kirchental Pause
Pause bei der Antonius Kapelle in Au.
Kirchental Einzug
Einzug der Wallfahrer aus Inzell und Weißbach.
Kirchental Pfarrer Mini
Pfarrer Thomas Weinzierl mit den vier Inzeller Ministranten vor dem Hochaltar.

Firmung Kyrie
Die Firmlinge aus Inzell und Weißbach waren beim Gottesdienst aktiv mit eingebunden. V.li. Gemeindereferent Philip Moser, Christina Kamml (Inzell), Moritz Bauregger (Weißbach) und Pius Hütter (Inzell).

Gott steht zu uns – seine Zusage ist uns sicher!

Feierliche Firmung von 33 Jugendlichen in der Inzeller Pfarrkirche
Inzell (hw) – „Was braucht ihr, um glücklich zu sein?“ war eine zentrale Frage von Dekan Georg Lindl aus Traunstein bei der Spendung der heiligen Firmung in der Inzeller Pfarrkirche. 33 junge Christen aus Inzell und Weißbach durften vor den Altar treten und wurden mit Chrisamöl und dem Kreuzzeichen gesegnet. Inzells neuer Pfarrer Thomas Weinzierl und Gemeindereferent Philip Moser waren mitverantwortlich für einen reibungslosen Ablauf. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Chor unter der Leitung von Katrin Putschbach und die Firmlinge waren aktiv mit eingebunden in diesem Festgottesdienst.

Dekan Lindl verdeutlichte, dass er im Auftrag von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx nach Inzell gesandt wurde, um das heilige Sakrament der Firmung zu spenden. Philip Moser freute sich einleitend, dass alle kommen durften (negativer Coronatest war notwendig). „Als wir im März mit der Firmvorbereitung begonnen haben, war es zunächst eine Hängepartie und viele Gruppenstunden wurden online durchgeführt“, berichtete der Gemeindereferent. Ein überzeugender DJ-Gottesdienst an Pfingsten war dann das erste gemeinsame Treffen der Firmlinge. Er dankte den Eltern und Paten für die Übernahme dieses wichtigen Amtes und allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Haus auf Fels gebaut – tragt den Glauben in die Welt

Pfarrer Thomas Weinzierl ging mit dem Gleichnis vom Haus, das auf Fels und Sand gebaut wird, auch auf die sehr souverän vorgetragene Lesung von Amelie Hallweger ein. „Jesus sagt, dass wir unser Haus nicht auf Sand bauen sollen, wir brauchen ein gutes Fundament. Das soll heißen, dass wir uns auf Menschen einlassen, denen wir vertrauen können“, so Weinzierl. Er verdeutlichte das damit, unsere Talente und Fähigkeiten zu nutzen, die vorhandenen Ressourcen zu verwenden. Mit Gott dem Vater, dem Sohn und den Heiligen Geist gibt es eine Kraftquelle, an die wir immer denken sollen, wenn es uns mal nicht so gut geht. „Unser Glauben verkündet mit Worten. Ihr müsst den Glauben jetzt mit Leben füllen, ihn pflegen und als Kraftquelle anschalten – tragt den Glauben in die Welt hinaus“, schloss Pfarrer Weinzierl seine Predigt.

Was ist Gott für mich?

Vor der Salbung mit Chrisamöl erinnerte Dekan Georg Lindl die Firmlinge  nochmal an das Glaubensbekenntnis. Wer ist Gott für mich? Warum kann ich auf Gott bauen? Waren nur zwei eindringliche Fragen. Die Antwort scheint einfach: Er ist bei uns! Durch die Firmung wird ein Zeichen besiegelt, die Zusage Gottes ist uns sicher und wird aus dem richtigen Leben nicht einfach so weggeschwemmt. „Gott steht zu uns, wir sind für ihn lebendige Steine, wir haben einen Geist in uns“, ist sich der Dekan sicher. „Dieser Geist führt uns nicht zur Apathie, zur Lähmung oder zur Bequemlichkeit“.

Was brauchst Du im Leben?

Georg Lindl fragte die Firmlinge sinnhaft, was sie zum Glücklich sein brauchen. Hier kommen laut seiner Meinung sicher die klassischen Antworten wie Lottogewinn, Karriere, Ansehen, Reichtum, ein schnelles Auto, der Besitz bestimmter Dinge, dann funktioniert mein Leben. Das ist eher eine illusionäre Welt der Erwachsenen, eine konsumorientierte Welt.
„Aber lebendig und glücklich wirst Du dann, wenn Gott in Dir ist und Du aus Deinem Leben etwas machst. Ihr seid lauter junge Leute mit Begabungen und Fähigkeiten und ihr könnt was daraus machen. Nutzt dies aus, seid lebendige Steine“, gab er den jungen Christen mit auf den Weg. Der Enthusiasmus bringt uns voran, macht die Erfahrung, dass Gott mit Euch ist. Seid begeistert bei dem was ihr tut.

Empfang des Heiligen Sakramentes

Anschließend traten die Firmlinge einzeln mit ihren Paten vor den Altar und wurden mit Chrisamöl und dem Kreuzzeichen gesegnet. Dabei sprach Dekan Georg Lindl auch ein persönliches, auf den Firmling bezogenes Wort, was an der jeweiligen lustigen Reaktion abzulesen war. Um den Empfang der Firmung auch musikalisch zu untermauern, präsentierten Theresa Holzner mit Patin Heidi Steiner ein beeindruckendes Harfenstück.
Zum Abschluss dankte Pfarrer Thomas Weinzierl allen für die feierliche Gestaltung und vor allem Philip Moser für eine sehr gut organisierte Firmvorbereitung mit viel Herzblut. Ebenso dem Helferteam, das die jungen Christen auf ihrem Weg begleiteten. In den nächsten Wochen werden noch einige Firmprojekte nachgeholt.  Das Gemeinschaftsfoto und der Stehempfang im Pfarrheim mussten auch in diesem Jahr wegen Corona leider ausfallen.
Firmung Veronika
Dekan Georg Lindl, der Stadtpfarrer aus Traunstein firmte insgesamt 33 junge Christen aus der Pfarrei Inzell/Weißbach in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael.
Firmung Toni
Der Weißbacher Tobias Öttl wurde in der Inzeller Pfarrkirche von Dekan Georg Lindl gefirmt. Pate Toni Öttl bekräftigt durch Handauflegen, dass er eine echte Bezugsperson für den jungen Christen sein wird.
Firmung Anderl
Moritz Bauregger aus Weißbach wurde von Dekan Georg Lindl aus Traunstein in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael gefirmt. Links Firmpate Anderl Bauregger und rechts Gemeindereferent Philip Moser.
Firmung Priester
Dekan Georg Lindl aus Traunstein und der neue Pfarrer für Inzell und Weißbach, Thomas Weinzierl, zelebrierten den Festgottesdienst bei der diesjährigen Firmung in der Inzeller Pfarrkirche.
Firmung Harfe
Firmling Theresa Holzner (li.) und Firmpatin Heidi Steiner umrahmten die diesjährige Firmung in Inzell musikalisch mit der Harfe.

Weinzierl Schlüsseö
Dekan Georg Lindl (re.) überreichte dem neuen Pfarrer der Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach symbolisch einen Schlüssel für seine neue Wirkungsstätte.

Thomas Weinzierl ist der neue Pfarrer in der Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach

Offizielle Einführung durch Dekan Georg Lindl in der Pfarrkirche
Inzell (hw) – Nun hat die Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach wieder einen eigenen Pfarrer. Thomas Weinzierl wurde in der Pfarrkirche St.Michael von Dekan Georg Lindl in einem feierlichen Festgottesdienst offiziell bestätigt und mit der Überreichung der Ernennungsurkunde kann der neue Geistliche nun sei Wirken beginnen. Der Gottesdienst wurde auf Grund der eingeschränkten Plätze in der Kirche auch ins Freie übertragen.
Dekan Lindl begrüßte zu Beginn ganz herzlich Thomas Weinzierl, Pfarrer Tobias Rother aus Velden von Weinzierls alter Wirkungsstätte, Pfarrer Otto Stangl aus Ruhpolding, Landrat Sigi Walch, die beiden Bürgermeister aus Inzell und Weißbach Hans Egger und Wolfgang Simon und Gemeindereferent Philip Moser. „Es ist ein festlicher Tag für Inzell/Weißbach und ein Tag der inneren Zufriedenheit, die hier in der Region verwurzelt ist. Gott gibt uns etwas im Auftrag des Bischofs und auch wir sollen etwas geben“, so Dekan Georg Lindl, der das schöne Wetter ausnutzte und mit dem Motorrad angereist war.

Offizielle Übergabe mit Urkunde und Schlüssel – Ich bin bereit!

Kirchenpfleger Franz Kamml verlas die Ernennungsurkunde zum neuen Pfarradministrator für Inzell und Weißbach und Dekan Lindl übergab, nachdem Thomas Weinzierl sein Treuebekenntnis gegenüber der Kirche neu geleistet hatte,  symbolisch den Schlüssel für seine neue Wirkungsstätte. Die Freude darüber war groß und das merkte man dem neuen Pfarrer auch an.
Das Vertrauen in Gott brachte Weinzierl im Evangelium zum Ausdruck, bei dem Jesus mit den Jüngern auf dem See war und ein Sturmwind aufkam. Die Angst war groß, aber Jesus befahl dem Wind, still zu sein. „Warum habt ihr solche Angst, habt ihr noch keinen Glauben?“ war die zentrale Fragen und die Jünger wunderten sich: Wer ist dieser Mensch, dem sogar der Wind gehorcht?

Menschen nicht mit zweierlei Maß messen

In seiner Predigt ging Thomas Weinzierl auf die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus ein, die Menschen nach menschlichen Maßstäben einzuschätzen und nicht mit zweierlei Maß zu messen. „Wir beurteilen Menschen unterschiedlich und schätzen sie vielleicht auch nicht richtig ein. In dem Einen sehen wir den Zwerg und machen ihn nieder und bei anderen messen wir mit dem Riesen (oft auch bei uns selbst), sind großzügig und geduldig und drücken beide Augen zu“, verdeutlichte der neue Pfarrer. Es sollte aber keinen Maßstab geben, der von Sympathie und Antipathie abhängt. Paulus ist unverhofft mit Jesus in Berührung gekommen und hat dabei erfahren, dass dieser hinter dem Zwerg den Riesen sieht. Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten und Anlagen. Paulus sagt: Die Liebe Christi drängt uns. Lassen wir uns mit dem Vertrauen auf Gott nicht aus der Bahn werfen. Unser Anspruch sollte sein, auf andere zuzugehen und sie mit neuen Augen zu betrachten. Jesus hat es uns gezeigt. Die Maßeinheiten auch in unserem Leben zu finden und Riesen und Zwerge hinter uns zu lassen. „Machen wir uns auf die Suche nach dem Glauben. Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“, schloss Weinzierl in seiner Predigt.

Hirte braucht eine Herde

Weinzierl bedankte sich für die freundliche Aufnahme und die bereits erhaltene große Unterstützung. „Ein Hirte kann ohne Herde nicht funktionieren“, so seine klare Aussage. Er dankte seinem ehemaligen ‚Chef‘ Pfarrer Tobias Rother aus Velden, Dekan Georg Lindl, Pfarrer Otto Stangl aus Ruhpolding für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren, dem Chor für den festlichen Gottesdienst und seinen ehemaligen Ministranten aus Velden und Bad Aibling, die eigens zum Ernennungsgottesdienst erschienen sind.
Die beiden Bürgermeister aus  Inzell Hans Egger und Wolfgang Simon aus Weißbach richteten ihre Grußworte an den neuen Geistlichen und freuten sich sehr, dass nun die Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach wieder einen eigenen Pfarrer hat. Inzells Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter verlas einen Brief des evangelischen Pfarrers Thomas Seitz, der selbst in der Nachbargemeinde Gottesdienst hielt und deshalb nicht vor Ort sein konnte. Im Namen seines Kollegen Hubert Zach aus Weißbach begrüßte Albert Hütter den neuen Pfarrer ganz herzlich in Inzell. „Iatz hama wieda an eigenen Pfarrer kriagt. Des grenzt scho fast an a Wunder bei dem heutigen Priestermangel“. Sicher wird es Veränderungen geben in der Pfarrgemeinde mit neuen Abläufen, Gepflogenheiten und unter Umständen anderen Gottesdienstzeiten, doch ist hier die Pfarrgemeinde aufgerufen, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam die Dinge anzugehen. „Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn es geht nur miteinander“, schloss der Pfarrgemeinderatsvorsitzende mit seinen Worten.
Im Anschluss des Gottesdienstes gab es noch einen kleinen Stehempfang im Garten des Pfarrheimes, wobei die Musikkapelle Inzell zur Begrüßung endlich wieder im Freien spielen durfte.
Weinzierl Franz
Kirchenpfleger Franz Kamml verlas die Ernennungsurkunde des neuen Pfarradministrators Thomas Weinzierl für seine Pfarrei Inzell/Weißbach.
Weinzierl Altar
Den Einführungsgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche zelebrierten v.li. Dekan Georg Lindl, der neue Pfarrer Thomas Weinzierl und Pfarrer Tobias Rother aus Velden (Weinzierls alter Wirkungsstätte).

Gottesdienstbesucher
Erfreulich viele Gottesdienstbesucher nahmen in diesem Jahr an der Fronleichnamsfeier teil, die mit einem feierlichen Gottesdienst im Inzeller Kurpark abgehalten wurde.

"Ich baue eine Kathedrale"

Erster Gottesdienst für den neuen Pfarrer von Inzell/Weißbach Thomas Weinzierl
Feierlicher Fronleichnamsgottesdienst im Inzeller Kurpark; Prozession musste ausfallen

Inzell (hw) – Es war angerichtet für den neuen Inzeller Pfarrer Thomas Weinzierl, der seinen Amtsantritt im Rahmen des Fronleichnamsgottesdienstes im Inzeller Kurpark feiern durfte. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so stand einer Eucharistiefeier unter freiem Himmel inmitten der Natur nichts mehr entgegen. Die Vögel zwitscherten, das Wasser des nahen Baches plätscherte – ein Ort der inneren Ruhe und sehr passend für einen Gottesdienst unter freiem Himmel!
Zu Beginn des Gottesdienstes stellte sich der neue Pfarrer für die Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach kurz vor und erklärte den Begriff von Fronleichnam, als zentrales Fest nach Pfingsten, ein Fest des Leibes und Blutes Christi. Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.
Andrea Gietl verkündete in der ersten Lesung den 40 jährigen Weg der Israeliten durch die Wüste. Gott hat sie geführt und gefügig gemacht. „Der Mensch lebt von allem, was der Mund Gottes spricht“. Die Kernaussage der zweiten Lesung von Philip Moser war die Dankbarkeit im Herzen. Güte, Demut, Milde und Geduld sind das Band der Vollkommenheit wie der Herr sagt. „Seid dankbar, vergebt einander und vertragt Euch“.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. Wer das Brot isst wird leben in Ewigkeit, so Pfarrer Weinzierl im Evangelium.

Ich baue eine Kathedrale

Der Geistliche erzählte in der Predigt eine Geschichte von drei Steinmetzen, die ein Dichter auf der Baustelle antraf. Auf die Frage: Was machst Du da? antwortete der erste: Ich behaue einen Stein. Die Aussage des Zweiten war, er arbeitet an einer Säule mit und der Dritte gab zur Antwort: Ich baue eine Kathedrale! „Durch die Taufe und Firmung sind wir aufgerufen, unseren Beitrag zu leisten. Wir als Christen dürfen nicht müde werden, die Botschaft Jesu weiter zu geben“, so Pfarrer Thomas Weinzierl. Leben wir den Glauben wirklich mit Überzeugung? In der hl. Messe erfahren wir das Geheimnis vom Tod Christi und der Auferstehung. „Erbitten wir den Segen für Inzell und Weißbach und die ganze Welt“.
Da heuer keine Prozession stattfinden konnte, wurde eine Station noch im Kurpark durchgeführt. Der festliche Rahmen konnte durch die Fahnenabordnungen der Inzeller Vereine herausgehoben werden und eine Abordnung des Chores unter Leitung von Monika Schmidt und Organistin Rita Staat-Holzner (Chorleiterin in Weißbach) sorgte für die musikalische Umrahmung dieses Festgottesdienstes.
Pfarrer Thomas Weinzierl bedankte sich abschließend für die ausgezeichnete Vorbereitung im Kurpark und bei allen, die zum Gelingen dieser Fronleichnamsfeier beigetragen haben. Mit dem Lied ‚Großer Gott wir loben Dich‘ endete dieser feierliche Einstandsgottesdienst für den neuen Pfarrer von Inzell und Weißbach an einem warmen Sommertag Anfang Juni im Inzeller Kurpark.
Pfarrer
Seinen Amtsantritt hatte der neue Pfarrer der Pfarrgemeinde Inzell und Weißbach Thomas Weinzierl beim Fronleichnamsgottesdienst im Inzeller Kurpark.
Chor
Eine kleine Abordnung des Chores unter der Leitung von Monika Schmidt sorgte für die musikalische Umrahmung der Fronleichnamsfeier. Am Keyboard die Chorleiterin von Weißbach Rita Staat-Holzner.
Fahnen
Auch die Fahnenabordnungen der Inzeller Vereine waren in den Kurpark gekommen, um die Fronleichnamsfeier zu begehen und dem ganzen einen festlichen Rahmen zu verleihen.

Abschied Stangl
Für sein dreieinhalb jähriges Wirken in der Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter zusammen mit Hedi Schmied bei Pfarrer Otto Stangl und überreichte ihm einen Geschenkkorb mit Inzeller Spezialitäten.

Pfarrer Otto Stangl als Pfarradministrator in der Pfarrei Inzell/Weißbach verabschiedet

Feierlicher Gottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche
Inzell (hw) - Am Dreifaltigkeitssonntag, dem ersten Sonntag nach Pfingsten, wurde Pfarrer Otto Stangl von der Pfarrei Inzell/Weißbach verabschiedet und wird sich nun wieder voll und ganz auf seine Aufgabe in der Pfarrei St. Georg in Ruhpolding konzentrieren können. Pfarrer Stangl war seit März 2018 nach der damaligen Verabschiedung von Pfarrer Quirin Strobl auch für die Pfarrei Inzell/Weißbach als Pfarradministrator verantwortlich und kann diese Aufgabe ab Juni dem neuen Pfarrer von Inzell Thomas Weinzierl übergeben, der dann die Pfarrei leitet.
Zu Beginn des Gottesdienstes erzählte Otto Stangl eine kleine Anekdote, dass er bereits in den Ruhestand treten würde. „Nach der Ankündigung in der Presse, dass ich als Pfarradministrator in Inzell/Weißbach aufhöre, kamen Anfragen per mail, warum ich mich jetzt schon zur Ruhe setzen will. Doch dem kann ich entgegen sprechen. Ich werde weiter Pfarrer in Ruhpolding bleiben“. Der Geistliche bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und es sei keine Flucht, sondern nur die Rückkehr seiner ursprünglichen Aufgabe.
Die Flucht aus Ägypten war Thema in der Lesung von Gabi Maier. Eine donnernde Stimme Gottes forderte die Israeliten auf, aus Ägypten zu fliehen. Mit zur Aufgabe machte er ihnen, seine Gebote zu bewahren für ein langes Leben.
Das Matthäus Evangelium von Gemeindereferent Philip Moser handelte von den Jüngern, die auf einen Berg in Galiläa den auferstandenen Jesus treffen wollten. Dieser versprach ihnen: Ich bin mit Euch alle Tage bis ans Ende der Welt.
Diese Aussage sah Pfarrer Stangl auch in seiner Predigt als sehr bedeutend an. „Jesus ist immer an unserer Seite und um das zu verdeutlichen, setzt er solche Aussagen gerne an den Schluß seiner Worte“. Das ist auch oft bei Aufsätzen, Filmen und der Musik so, dass die Kernaussagen oftmals ans Ende gestellt werden, sozusagen als wichtiger Abschluss und bedeutender Ausblick, der uns in Erinnerung bleibt. Diese eindringlichen Worte hat Jesus oftmals auf einem Berg gesprochen mit dem Inhalt: Wer mich sieht, sieht den Vater.
Die Botschaft Jesu war immer auf die innere Suche bezogen. Gehet hin – auf Menschen zu. Seine Lehren hat er selbst vorgelebt. „Auch wir sollten versuchen, so zu leben mit Worten und Taten, wie er uns das vorgegeben hat“, so Pfarrer Stangl.
Abschließend bedankte er sich bei den Gläubigen für die letzten dreieinhalb Jahre und wünschte für die Zukunft alles Gute. „Die freundschaftliche Verbundenheit bleibt auf jeden Fall erhalten, Ruhpolding ist ja nicht so weit weg“.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter bedankte sich beim Pfarradministrator, dass er sich dieser Herausforderung gestellt und diese Doppelbelastung auf sich genommen hat. Er ging auch nochmal auf die nicht ganz einfachen Vorzeichen ein bei der Bewältigung dieser Aufgabe, wie Pfarrer Stangl dies auch im Pfingstpfarrbrief angemerkt hatte. „Wenn ein System von Anfang an kompliziert ist, dann sind Schwierigkeiten nahezu unausweichlich“.
Als Geste der Dankbarkeit überreichte Hütter zusammen mit Hedi Schmied am Ende des Gottesdienstes einen Geschenkkorb mit Inzeller Köstlichkeiten, worüber sich Otto Stangl sichtlich freute.
Abschied Stangl
Pfarrer Otto Stangl aus Ruhpolding zelebrierte seinen letzten Gottesdienst als Pfarradministrator der Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach in der Inzeller Pfarrkirche und kann sich nun wieder ganz auf seine Aufgabe in Ruhpolding konzentrieren.

Maiandacht Breitmoos
Die Fürbitten bei der Maiandacht der Falkastoaner Inzell wurden von Vorstand Markus Kötzinger gelesen, Gertraud Bauer trug das Evangelium vor und Gabi Maier (v.li.) zelebrierte die Andacht an der Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos.

Maria soll unsere Stütze sein!

Feierliche Maiandacht in Breitmoos; Inzeller Trachtler gedenken der Gottesmutter Maria
Inzell (hw) – Die traditionelle Maiandacht der Falkastoaner Inzell fand nach einer coronabedingten Pause im letzten Jahr wieder an der Judas Thaddäus Kapelle in Breitmoos bei Familie Bauer statt, die die Kapelle schon seit vielen Jahren immer wieder feierlich schmückt. Gabi Maier war für die gesamte liturgische Abwicklung verantwortlich. Für die musikalische festliche Gestaltung sorgten die Geschwister Sofia und Stefan Kötzinger mit Harfe und Ziach, sowie Eva Maier auf der Querflöte. Die Maiandachtsbesucher hatten Glück, denn der Regen ließ noch auf sich warten und so blieben alle trocken.
Nach dem sehr einfühlsamen Eröffnungsstück von Sofia Kötzinger ging Gabi Maier bei den einleitenden Worten auf den Namensgeber der Kapelle ein, den Apostel Judas Taddäus, der in allen Notlagen des Lebens um seine Fürsprache angerufen wird und dem zu Ehren die Kapelle geweiht ist. „Wir sind froh, dass wieder Maiandachten gefeiert werden dürfen und wir zusammen beten können“, freute sich Gabi Maier und stimmte die vielen Gläubigen mit einem Gedicht über Maria, die Maienkönigin auf die bevorstehende Andacht ein.

Maria ist unsere Stütze und steht uns bei

Ein Ort der Ruhe tut uns Menschen gut, gerade bei vielen Problemen in der Welt. Wir können manche Probleme weiter geben an Gott und Maria und dadurch neue Kraft schöpfen. „Gerade in der derzeitigen Situation mit dem Coronavirus und den damit verbundenen vielen Einschränkungen müssen wir die Situation annehmen“, rät Gabi Maier.
Gertraud Bauer trug das Evangelium nach Matthäus vor, indem Josef ein Engel erschien und ihn mit Maria und Jesus zur Flucht nach Ägypten aufforderte bis zum Tod von Herodes. So wurde die Ankündigung des Herrn war: ‚Aus Ägypten habe ich meine Sohn gerufen‘.

Wir sollen unseren Weg gehen

Der Engel des Herrn überzeugte damals Josef, trotz aller Widrigkeiten, seinen Weg zu gehen und auch Maria hat ja gesagt zu Gott, als ihr der Engel die Botschaft brachte, sie wird eine Sohn gebären. Auch wir sollen unseren Weg gehen, gerade in schwierigen Zeiten, wenn Angst, Not und Unvorhergesehenes uns bedrücken. „Es gibt Vieles, was uns nicht gefällt auf der Welt, die politische Machtgier, Klimaveränderungen, ein kleines Virus, das die Welt beherrscht, alles Dinge, die nicht in unserem Sinn sind“, gibt Gabi Maier zu bedenken. Es stellt sich die Frage, warum ist das so? Die Antwort ist offen – Gottes Wege sind unergründlich.
Nach dem Lied ‚Segne Du Maria‘, das Eva Maier auf der Querflöte vortrug, verlas der Vorstand der ‚Falkastoaner Inzell‘ Markus Kötzinger die Fürbitten und mit dem ‚Vater unser‘ und dem Gebet ‚Gegrüßet seist Du Maria‘ wurden diese Bitte noch verinnerlicht.
Gabi Maier dankte abschließend allen Besuchern für die Teilnahme an der Maiandacht und besonders Gertraud und Hans Bauer für die liebevolle Vorbereitung der Kapelle. Ebenso den Musikanten Sophia und Stefan Kötzinger und Eva Maier für ihre schönen Beiträge.
Markus Kötzinger richtete seinen Dank besonders an Gabi Maier für die Vorbereitung und Durchführung dieser feierlichen Maiandacht, ebenso an Familie Bauer fürs Herrichten der Judas Thaddäus Kapelle. Seit der Einweihung der Kapelle 2002 war die erste Maiandacht 2003 und fiel lediglich im Jahr 2017 einmal wegen Sturmböen aus und im letzten Jahr wegen Corona.
Maiandacht Breitmoos
Für die musikalische Gestaltung bei der Maiandacht der Trachtler sorgten u.a. Sofia und Stefan Kötzinger.
Maiandacht Breitmoos
Viele Gläubige feierten die Maiandacht der Inzeller Trachtler an der Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos mit und waren sichtlich erleichtert, dass in diesem Jahr wieder gemeinsam Andachten durchgeführt werden dürfen.
Maiandacht Breitmoos
Viele Gläubige feierten die Maiandacht der Inzeller Trachtler an der Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos mit und waren sichtlich erleichtert, dass in diesem Jahr wieder gemeinsam Andachten durchgeführt werden dürfen.

Maiandacht Antoniuskapelle
Mehr Gläubige als erwartet kamen zur Familienmaiandacht an der Antoniuskapelle in Inzell. Die Corona bedingten Abstände (wurden vorab markiert) konnten dennoch ohne Probleme eingehalten werden.

Familienmaiandacht an der Antoniuskapelle

Viele Kinder und Erwachsene gedenken der Gottesmutter
Inzell (hw) – Nachdem im letzten Jahr alle Maiandachten ausfallen mussten, konnte heuer wieder eine Familienmaiandacht durchgeführt werden. Verantwortlich für dieses Gedenken an die Gottesmutter Maria waren Gabi Maier und Helga Schwarz, die sich gute Gedanken gemacht haben und diese den Gläubigen (darunter auch viele Kinder) an der Antoniuskapelle näher brachten. Das Wetter war entgegen der Vorhersage ausgezeichnet und somit waren auch keine Regenschirme notwendig.
Sehr gut mit eingebunden bei dieser Maiandacht wurden die Kinder, die nicht nur die Lesung und Fürbitten vortrugen, sondern auch für die musikalische Begleitung verantwortlich waren. Eröffnet wurde das Gedenken an Maria von den ‚Grasei Buam‘ Vinzenz und Pius Öttl, die mir Trompete und Ziach die Besucher auf die Andacht einstimmten.
Gabi Maier sprach die Eröffnungsworte und war sehr angetan über die zahlreiche Teilnahme. „Es sind weitaus mehr Leute gekommen, als wir erwartet haben. Das ist sicher ein Zeichen, dass die Christen wieder Maiandachten feiern wollen“. Sie wies auch auf die Abstandsregeln hin und bat die Gläubigen sich an den vorher markierten Stellen aufzuhalten.
Der Mai ist der schönste Monat im Jahr (heuer vielleicht auf Grund der Wettersituation etwas anders) und deshalb der Gottesmutter Maria geweiht. Darauf ging auch Susanne Schwarz ein in der Erzählung über Maria. Sie brachte das in Zusammenhang mit der Erstkommunion, die kurz bevorsteht.
Zwischendurch gab es immer wieder musikalische Stücke von Eva Maier mit der Querflöte und Michi und Katharina Schwarz mit Ziach und Gitarre, ehe am Ende nochmal Vinzenz und Pius die Besucher mit einem Musikstück verabschiedeten.
Gabi Maier dankte abschließend noch allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben und wünschte allen Kindern schöne und erholsame Ferien.
Maiandacht Antoniuskapelle
Für die musikalische Umrahmung bei der Familienmaiandacht waren auch Michi (Ziach) und Katharina Schwarz (Gitarre) verantwortlich.
Maiandacht Antoniuskapelle 2
Eva Maier spielte auf der Querflöte das Lied ‚Segne Du Maria‘. Links daneben Mama Gabi Maier, die zusammen mit Susanne Schwarz diese Maiandacht geleitet hat.
Maiandacht Antoniuskapelle
Vinzenz und Pius Öttl (v.li.) eröffneten die Familienmaiandacht in Inzell an der Antoniuskapelle.

DJ GD

DJ-Gottesdienst an Pfingsten

Firmlinge zeigen durch ihre die Lieder die Bedeutung von Gemeinschaft für ihr Leben und ziehen Parallelen zu ihrer Gottesbeziehung.
Vorbereitung auf die Firmung am 26. Juni läuft dieses Jahr hauptsächlich digital.

Seit Ostern bereiten sich die 33 Firmlinge hauptsächlich digital auf das Sakrament der Firmung vor, dass am 26. Juni durch Dekan Georg Lindl in der Inzeller Pfarrkirche gespendet wird.
Für die Vorbereitung durften die Jugendlichen zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Ein Teil macht über die Internetplattform „spiricloud“ digitale Gruppenstunden, zu denen sie sich in selbstorganisierten coronakonformen Kleingruppen austauschen, bzw. sich regelmäßig zu Videosprechstunden mit Johanna Schmuck treffen. Alle anderen treffen sich unter der Anleitung von Maxe Christoph und Maxi Hallweger regelmäßig auf dem Server „Holy Blocks“, um dort mit dem Computerspiel „minecraft“ eine digitale Kirche zu bauen.
 
Bei so viel Digitalität darf natürlich auch die Präsenz im „Real Live“ nicht fehlen. Deshalb lud Gemeindereferent Philip Moser als Verantwortlicher für die Firmvorbereitung mit Unterstützung von Marc Eicher und Andrea Gietl zum DJ-Gottesdienst an Pfingsten ein. Die Jugendlichen durften wie gewohnt selbst ihre Lieder auswählen und sich dazu ihre Gedanken machen.
Los ging es mit dem Titel „Freindschoft“ der Band „Edmund“. Die Firmlinge Marie und Lusia freuten sich über die „leiwande“ Zeit mit Freunden, die sie während der Firmvorbereitung verbringen, um wie im Lied beschrieben, gemeinsam zu feiern und zu lachen, zu weinen und zu reden, zu tanzen und Blödsinn zu machen. Mit dem Lied "Up, Up & Away" von Chance Peña, welches aus dem Film „Five feet apart“ stammt, beschrieb Alina eindringlich, wie sehr wir Menschen zärtliche Berührungen brauchen und wir nicht dauerhaft auf Abstand leben können, weil uns sonst die Luft zum Atmen fehlt. Gerade im letzten Jahr wurde klar, wie gut es tut, sich immer wieder auch von Gott berühren zu lassen, der uns durch den Heiligen Geist Frieden, Schutz, Trost und Liebe schenken will. Verena zeigte mit dem Lied „Mogst a Stückerl mit mir geh“ von Zwoa Bier, dass es gerade in schweren Zeiten leichter geht, wenn Familie, Freunde, der Firmpate oder auch Jesus ein Stück unseres Weges mitgehen.
Philip Moser lud die Gottesdienstbesucher im Rahmen der Lesung ein, sich in die Jünger einzufühlen, denen durch die Kraft des Heiligen Geist neuer Mut und neue Freude geschenkt wurde, so dass sie die Botschaft „Freut euch, Jesus lebt, er ist mit seiner Kraft bei uns“ begeistert
weitererzählten und viele Menschen sich taufen ließen. Vertieft wurden diese Gedanken von Helena durch ihr Lied „Outnumbered“ von Dermot Kennedy. „Die Firmung wie auch Pfingsten sollen uns eine Festigung zum Glauben sein und geben mir Hoffnung, nie allein zu sein und immer meine Freunde und Gott an meiner Seite zu haben.“
Andrea Gietl ermunterte die Jugendlichen in der Predigt zum Pfingstevangelium, inspiriert durch den heiligen Geist eine Sprache des Verstehens entstehen zu lassen, die begeistert für eine Welt, in der nicht Terror, sondern Gerechtigkeit und Liebe das Leben prägen. Mit dem Lied "Feuerwerk" feierte Mona ihr Idol Wincent Weiss. „Das Lied vermittelt so viel positive Energie, Freude und auch Glück. In dem Musikvideo des Songs, sind immer wieder Einspieler von Fans gezeigt, die in dem Moment etwas Schönes erlebt haben und glücklich sind. Genau das ist in dieser schweren Zeit wichtig.“
In den Fürbitten wurden die Gedanken der Jugendlichen noch einmal verdichtet und ins Gebet gebracht. Luisa und Lisa zeigten mit dem Lied Together von Sia, dass man es gemeinsam hoch hinausschafft und man sich erst selbst lieben muss, um andere lieben und im Frieden mit sich und anderen leben zu können.
Amelie wählte "Smells like teen spirit" von Nirvana, um noch einmal die Bedeutung von Freiheit, Gemeinschaft und Freundschaft für die Jugendlichen herauszustellen. „Genauso wie wir Jesus in der Firmvorbereitung als wahren Freund nochmal neu kennenlernen durften und wissen, dass er immer an unserer Seite bleiben wird.“
Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben, insb. an die Jugendlichen, die anhand ihrer Lieder eindrückliche Glaubenszeugnisse gegeben haben und an Marc Eicher, der mit seiner Technik die Pfarrkirche wieder einmal in ein besonderes Licht tauchte und für einen tollen Sound sorgte. Philip Moser
 

Familiengottesdienst zu Pfingsten gefeiert

Seifenblasen lassen die Gottesdienstbesucher staunen und erklären, wie der Heilige Geist auch heute noch wirken kann
Auch ein Familiengottesdienst zu Pfingsten wurde gefeiert, zu dem besonders die Erstkommunionkinder mit ihren Familien eingeladen wurden. Unsere Organisten Ines Preinfalk begann schwungvoll mit dem Lied „So wie die Nacht flieht vor dem Morgen, so zieht die Angst aus dem Sinn. So wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zu neuem Beginn!“ Diese Erfahrung, welche die Jünger am Pfingsttag machen durften, dürfen auch wir Christen immer wieder neu machen. Der Heilige Geist schenkt uns neue Freude, Trost und Mut. So wie er die Jünger begeistert hat, so will er auch uns bestärken, die Frohe Botschaft „Freut euch, Jesus lebt, er ist mit seiner Kraft bei uns“ in die Welt hinauszutragen. Die Kraft des Heiligen Geistes wurde auch deutlich in der Pfingstsequenz „O komm herab, du heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt. Strahle Licht in diese Welt, komm der jedes Herz erhellt.“ In der Predigt zum Pfingstevangelium, in der Jesus den Jüngern den Heiligen Geist einhauchte, brachte uns Elfriede Wörfel mit einem besonderen Hauchen zum Staunen. Genau wie die Seifenblasen will der Heilige Geist unser Leben leicht, lebendig und bunt und alles Kleine wertvoll und groß machen und uns immer wieder zum Staunen über diese schöne Welt bringen.
Wir hoffen, wir konnten mit diesem Gottesdienst dazu beitragen, das Pfingsten und das Wirken des Heiligen Geistes für uns Menschen heute begreifbarer wird und auch uns neuen Mut, Kraft, Trost und Freude schenkt. Philip Moser

Dialogpredigt beim traditionellen Ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag in der evangelischen Christuskirche

Ök. GD Orgel
Musikalisch begleitet, allein durch die Orgel, die unter dem im pfingstlichen Rot des Kirchendaches kräftig erschallte, feierten wir den traditionellen Ökumenischen Pfingstmontagsgottesdienst in der wunderschönen evangelischen Christuskirche.

Ausgehend von der Tatsache, dass es gerade in schweren Zeiten zusammen leichter geht, passierte die Predigt beim traditionellen ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag in der Christuskirche im Dialog von Gemeindereferent Philip Moser und Elfriede Wörfel. Der neue evangelische Pfarrer aus Ruhpolding Bernd Reuther erzeugte durch seine ruhige Art eine gesammelte Atmosphäre und gab der Dialogpredigt durch seine Gedanken und Gebete einen sehr angenehmen Rahmen.
Ök. GD Dialog
Auch, wenn die Sache mit dem Heiligen Geist nicht leicht ist, weil er nicht greifbar ist, so hat Elfriede Wörfel beim Nachlesen erfahren, dass der Heilige Geist das ist, was uns als Menschen lebendig macht, was uns denken, fühlen, entscheiden, handeln lässt. Der Heilige Geist ist der Atem Gottes und Gott ist die Liebe. Deshalb muss unser Denken, Fühlen, Entscheiden und Handeln allein von Liebe geprägt sein. Auf ihr Unbehagen, weil wir Menschen dennoch oft schlecht über andere denken, Wut und Zorn in uns spüren, falsche Entscheidungen treffen, anderen weh tun und nicht zum Guten für uns und unsere Umwelt handeln griff ihr Gegenüber den Gedanken „Gott ist die Liebe“ auf. Für Philip Moser ist klar, dass Gott uns mit allen unseren Ecken und Kanten liebt und wir uns deshalb auch selbst annehmen dürfen, gerade auch mit all unseren dunklen Seiten. Auch ist es für ihn wichtig Wut und Zorn in uns zuzulassen und sie als Lebensenergie zu nützen, wie dies Jesus z.B. bei der Tempelreinigung getan hat.
Auf die Fragen von Elfriede Wörfel wann wir unserer Wut freien Lauf lassen und wann wir lieber friedlich agieren sollten, woran wir den Geist Gottes erkennen und spüren, dass wir in seinem Sinne handeln und ob es auch den Geist des Bösen gibt plädierte Philip Moser dafür auch den Nächsten so anzunehmen wie er ist, auch wenn es schwer fällt. Weil auch unsere Wut aus Liebe geschehen soll, ist es wichtig sie konstruktiv zu nützen und nicht zerstörerisch gegen uns und andere zu richten. Damit unsere Emotionen nicht unkontrolliert aus uns hervorbrechen, sollten wir lernen sie mit etwas Abstand zu formen, z.B. erstmal eine Runde Spazierengehen oder eine Nacht drüber schlafen. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie schwer das ist, wenn man in einem Opfer-Täter-Kreis-Lauf feststeckt, wo immer wieder gegenseitige Verletzungen passieren und fragte deshalb sein Gegenüber, wie es geht in solchen Situationen nicht als verletztes Kind zu reagieren, sondern seinem Feind trotz allem mit Liebe zu begegnen.
Elfriede Wörfel empfahl zu versuchen, sich in den anderen hineinzuversetzen und zu hinterfragen, warum die andere Person so ist wie sie ist und warum sie so handelt. Wenn auch Gespräche und die Schritte auf den anderen zu nichts bringen, dann hilft – so ihre Erfahrung - das Gebet, in dem wir all unsere Sorgen und Nöte, aber auch unsere Freuden und unsere Dankbarkeit Gott hinhalten und den Heiligen Geist, der alles zum Guten führen will, um seinen Beistand bitten dürfen.
Auch Philip Moser durfte schon erfahren, wie gut es tut, sich in der Stille von Gottes Gegenwart verwandeln zu lassen, um wieder ein Gespür für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu bekommen. Der Heilige Geist wirkt ja nicht nur kraftvoll wie in der Pfingstgeschichte als heftiger Sturm und Zungen wie von Feuer, die einem helfen können Dinge anzupacken und zu verändern und auch mal auf den Tisch zu hauen, sondern auch wie der Prophet Elija am Gottesberg Horeb erfahren durfte, im sanften, leisen Säuseln des Windes. Auf die Worte von Romano Guardini „Wie vieles kann man Leise tun! Welch wunderbare Aufgabe: ein Dasein ohne Lärm.“ stellte Philip Moser die Frage, ob wir vielleicht manchmal einfach zu viel reden und nicht einfach in Liebe unsere Aufgabe tun sollten frei nach dem Motto von Frere Roger: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast und sei es noch so wenig, aber das lebe!“
Elfriede Wörfel stellte die Wirkung des Heiligen Geistes anhand seiner sieben Gaben Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht dar. Da dies sehr verschiedene Bereiche sind, werde auch der Heilige Geist auf ganz unterschiedliche Art und wahrscheinlich bei jedem anders wirken. Sie resümierte, dass wir offen sein sollten für das Wirken des Geistes und das Evangelium am Wirksamsten verkünden, wenn die Menschen fühlen, dass wir aus Liebe zu ihnen sprechen und handeln.
Philip Moser fragte abschließend, wie es ist, wenn wir aus Liebe handeln und damit gegen die offizielle Lehrmeinung verstoßen. Ist im Sinne der Nachfolge Jesu nicht wichtig, dass sich in unserer Kirche jeder willkommen fühlt und wir keinem Menschen Gottes Segen vorenthalten sollten? Sollte sich unsere Nachfolge nicht im liebevollen Handeln an unserem Nächsten entscheiden, unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit, seinen Lebensbrüchen und wie er seine Liebe lebt?
In dem Bewusstsein, dass nicht jede Veränderung geistgewirkt ist, aber jede Begegnung mit dem Heiligen Geist verändert, wünschten die beiden Prediger allen Gottesdienstbesuchern frohe und gesegnete Pfingsten. Philip Moser
Ök. GD
v.l. Mesnerdienst; Bärbel Scheucher, Evang.-luth. Pfr. Bernd Reuther, Gemeindereferent Philip Moser, Elfriede Wörfel, Organistin; Mirjam Dempewolf.


Pater Cleetus Abschied
Pater Cleetus wurde in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael bei einem sehr emotionalen Gottesdienst offiziell verabschiedet. Die beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Albert Hütter aus Inzell (li.) und Hubert Zach aus Weißbach überreichten dem Geistlichen zum Dank am Ende die Geschenke.

Pater Cleetus wurde in Inzell von der Pfarrei Inzell/Weißbach verabschiedet

Festgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche; bewegende Momente
 Inzell (hw) – „Ich bin 100% sicher, den schönsten Beruf der Welt gewählt zu haben und nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich nach fast drei Jahren in Inzell“, so Pfarrvikar Pater Cleetus bei seiner Verabschiedung in der Pfarrkirche St. Michael. Der Geistliche wird die Pfarrei Inzell/Weißbach Ende Mai verlassen und zum Pfarrverband Velden (Dekanat Geisenhausen) wechseln.
Der Chor unter der Leitung von Monika Schmidt und Organistin Ines Preinfalk eröffnete passend zum Marienmonat Mai den Gottesdienst mit  dem Lied ‚Gegrüßet seist Du Königin‘. Pater Cleetus wies in seinen Eingangsworten auf die Zeit vor Pfingsten hin, eine Zeit, die auf die Ankunft des Heiligen Geistes hindeutet. Wir sollten Gott danken, denn er ist es, der unser Leben bereichert.
Gott bleibt in uns
In der Lesung aus dem 1. Johannes Brief von Andrea Gietl kam das auch zum Ausdruck. Gott hat uns seinen Geist gegeben und wir dürfen bekennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns.
Diese Liebe von Gott war zudem Thema in der Predigt von Pater Cleetus. Wir Christen sollen zum Glauben stehen und dabei zitierte er Schlagerstar Maite Kelly bei einem Interview in der Augsburger Kirchenzeitung, die den Weg zwischen Show und Glaube als Gratwanderung bezeichnete.
Anschließend ging er noch auf seine nicht immer ganz einfache Zeit in Inzell ein. Jesus hat Zeugnis gegeben von der Liebe Gottes und eckte dabei oft an. „So ist es mir auch in Inzell manchmal ergangen. Tradition und Werten gegenüber bin ich nicht weltfremd, habe nur vielleicht eine andere Sichtweise. Ich wollte anderen gegenüber in keiner Weise überheblich wirken.“ Dazu erinnerte Cleetus an die Worte von Pabst Benedikt mit dessen Aussage, dass die Feinde der Kirche nicht von außen, sondern vielmehr von innen kommen. Der Glaube muss sich mitten in der Welt zeigen mit dem Motto: Global denken – lokal handeln!
Mit den Fürbitten wünschte Andrea Gietl Pater Cleetus alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei seiner weiteren Wirkungsstätte. Sie dankte ihm für sein Wirken in Inzell.
Albert Hütter bedankte sich bei Pater Cleetus für seine offene Art
Die Dankesworte des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden (Inzell) Albert Hütter, der dies stellvertretend auch für seinen Kollegen Hubert Zach aus Weißbach übernahm, waren sehr emotional. „Es gab einige gemeinsame Erlebnisse und persönliche Gespräche und ich schätze Deine spirituelle Art sehr. Das wird mir sehr fehlen. Mit Deiner offenen und fröhlichen Art hast Du schnell den Zutritt zu den Inzeller und Weißbacher Pfarrmitglieder gefunden“. Er bedauerte, dass am Ende viel gemutmaßt und diskutiert wurde, was für Pater Cleetus belastend und erdrückend war. Sehr froh ist Hütter allerdings darüber, dass zum 1. Juni die Pfarrei Inzell/Weißbach wieder eine Leitungsstelle erhält. „Das ist in der heutigen Zeit keineswegs eine Selbstverständlichkeit“. Als Geschenk überreichten Hütter und Zach eine selbst gebastelte Weltkugel mit den beiden ‚Heimländern‘ Indien und Deutschland und einem Dankspruch: ‚Ein Vergelt’s Gott aus Inzell und Weißbach‘ (in Deutsch und in seiner Heimatsprache). Darüber hinaus erhielt er ein Fotobuch mit vielen Erinnerungen an sein Wirken in der Pfarrgemeinde.
Dank des Geistlichen für die Unterstützung
Pater Cleetus war sichtlich erfreut über die ergreifende Rede. „Gott sei Dank bin ich gesund und kann die neue Stelle antreten. Es wird sicher eine Umstellung, doch die war es auch, als ich nach Inzell kam. Man braucht einfach etwas Zeit zum Fußfassen“. Abschließend bedankte er sich mit bewegenden Schlussworten für die Anerkennung, das Verständnis und die Unterstützung besonders bei den Ehrenamtlichen.
Als Überraschung präsentierte ihm eine kleine Gruppe der Mitsingers zum Abschied das Lied ‚Gott segne Dich‘ von Martin Pepper und wünschten Pater Cleetus auch auf diesem Weg alles Gute.
Pater Cleetus Abschied Albert
Sehr einfühlsam und emotional waren die Abschiedsworte vom Inzeller Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Albert Hütter beim letzten Gottesdienst von Pfarrvikar Pater Cleetus in der Inzeller Pfarrkirche. „Mit Deiner offenen und fröhlichen Art hast Du schnell den Zutritt zu den Inzeller und Weißbacher Pfarrmitgliedern gefunden“
Pater Cleetus Abschied
Anlässlich seiner Verabschiedung wirkte Pater Cleetus sehr nachdenklich und speziell bei der Predigt resümierte er über sein am Ende nicht immer ganz einfaches Wirken in der Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach.
Abschied Pater Cleetus Mitsingers
Eine kleine Gruppe der Mitsingers mit v.li. Anita Anner, Katrin Putschbach, Katrin Wellinger und Albert Hütter an der Gitarre überraschte zum Abschied Pater Cleetus mit dem Lied ‚Gott segne Dich‘ von Martin Pepper und wünschten ihm auf diesem Weg alles Gute für die Zukunft.

Kapelle
Gemeindereferent Philip Moser (re.) leitete die Maiandacht an der Holzner-Kapelle, die von Bäuerinnen und Bauern in Inzell ausgerichtet wurde. Links die Eigentümer der Kapelle Peter und Andrea Holzner.

Maria ist unsere Fürsprecherin

Maiandacht der Inzeller Bäuerinnen und Bauern an der Holzner Kapelle
Inzell (hw) – Der Wettergott meinte es gut und trotz der Coronazeit kamen viele Gläubigen, die mit dem nötigen Abstand der Gottesmutter Maria danken und würdigen wollten. Nach dem Ausfall im letzten Jahr waren alle froh über eine Maiandacht an der ‚Holzner-Kapelle‘ in Inzell Anfang Mai. Eingeladen hatten die Bäuerinnen und Bauern aus der Gemeinde, um gemeinsam mit Maria, der Mutter Gottes um eine passende Witterung, gute Ernte und auch für den Frieden zu beten. Philip Moser leitete die Maiandacht mit sehr guten Gedanken, die uns alle betreffen.

Zehnjähriges Jubiläum an der Holzner Kapelle
Im Oktober 2008 wurde die Kapelle in Holzen von Pfarrer Hans Krämer eingeweiht und seither war man darauf bedacht, in jedem Jahr eine Maiandacht stattfinden zu lassen (lediglich zweimal fiel diese Andacht dem schlechten Wetter zum Opfer und im letzten Jahr Corona). Somit fand heue das zehnjährige Jubiläum statt. Viele Christen haben sich auch an anderen Orten an die Gottesmutter Maria gewandt, wenn Not und Bedrängnis drückten. Dies brachte auch Philipp Moser in der Lesung zum Ausdruck. Für die musikalische Umrahmung waren Steffi und Lisa Holzner verantwortlich, die mit harmonischen Stücken die zahlreichen Gläubigen begeisterten. Vater Peter Holzner (coronakonform) begleitete auf der Ziach die Andächtigen bei den Marienliedern, so auch beim Eingangslied ‚Segne Du Maria‘.
In den Fürbitten von Andrea Holzner wurden die Bitten um den ‚Beistand von oben‘, der Frieden im Allgemeinen und besonders die Freude an der Natur und den Lebewesen herausgestellt. Maria ist ein Licht für uns Menschen in der Welt auch in dieser doch derzeit etwas anderen Situation.
Gemeindereferent Philip Moser dankte abschließend allen fürs Mitfeiern und vor allem den Musikanten für deren Mitwirken. Ortsbäuerin Helga Kamml schloß sich diesem Dank an und richtete diesen auch an die Familie Holzner für das Herrichten und Schmücken der Kapelle.
Die Maiandacht der Bäuerinnen und Bauern an der Holzner-Kapelle wird auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.
Andrea Holzner las zum Ende der Maiandacht noch ein sehr passendes Gedicht vor, das mit dem Titel ‚Hoffnungslicht‘ die derzeitige Situation weltweit beschreibt.
Bild Fürbitten: Andrea Holzner las neben den Fürbitten bei der 10.Maiandacht an der ‚Holzner Kapelle auch das Gedicht ‚Hoffnungslicht‘, das die Gedanken der Weltbevölkerung wiederspiegelt. Rechts Gemeindereferent Philip, der die Maiandacht leitete.
Kerze
Eine schöne Kerze wurde von den Inzeller Bäuerinnen und Bauern gestiftet zur 10.Maiandacht, die an der Holzner Kapelle ausgerichtet werden konnte.
Besucher
Zahlreiche Gläubige kamen zur Maiandacht der Inzeller Bäuerinnen und Bauern nach Holzen und hatten Glück, dass sich der Himmel für gut eine Stunde mit etwas Sonnenschein ‚öffnete‘.

Osterandacht
Familienandacht am Ostersonntag im Weißbacher Kurpark

Die Sonne am Ostermorgen

Zum ersten Mal fand eine Familienandacht am Ostersonntag in Weißbach statt. Nachdem die Familien nun wissen, wie Andachten im „Corona-Modus“ funktionieren, fanden sich an Ostern bereits mehr Familien ein. Der Osterhase verstreute auch Schokoeier, so dass jede Familie ihren Platz fand. Leopold Hopf begrüßte mit seiner Trompete die Besucher zur Feier der Auferstehung.
Anni Vötterl, die Wortgottesdienstleiterin, stellte die Sonne als Symbol für die Auferstehung Jesu in den Mittelpunkt der Andacht. Die Sonne des Ostermorgens rückt alles in ein anderes Licht. Um diese Freude und Zuversicht zu veranschaulichen, bastelten die Kinder Symbole, die das Geheimnis der Auferstehung verdeutlichen: Ein Ei, ein Schmetterling, ein Hase, ein blühender Zweig, die Osterkerze, das Osterbrot, das Osterlamm und die Siegesfahne wurden rund um die Sonne als Strahlen von den Kindern angebracht. Ein fröhliches Musikstück auf der Ziach, gespielt von Julian Kecht, stimmte auf das Halleluja ein. Schließlich baten die Kinder noch darum, dass wir uns Alle von der Freude der Auferstehung anstecken lassen und das Osterlicht besonders auch für die Menschen leuchten möge, die es im Leben nicht so leicht haben. Nach der Speisensegnung konnten sich die Kinder noch Oster-Ausmalbilder mit nach Hause nehmen.
Der Familiengottesdienstkreis bedankt sich bei allen mitwirkenden Kindern und Jugendlichen, bei Tina Bauregger und Barbara Bauregger. für die erneute Mithilfe beim „Ordnern“ und insbesondere bei Anni für die Leitung der Andacht.
Wir würden uns freuen, wenn Anni auch in Zukunft die ein oder andere Andacht zusammen mit uns gestaltet. Und es hat sich auch erwiesen, dass Gottesdienste im Freien gerade jetzt eine gute Alternative sind, um allen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen. Gefährdete Personengruppen fühlen sich im Freien in Kombination mit den Hygienemaßnahmen oft sicherer. Die nächste Familienandacht unter freiem Himmel folgt bestimmt!                          Heidi Dufter
Osterandacht Weißbach
Kinder tragen Fürbitten vor mit Wortgottesdienstleiterin Anni Vötterl.

Osterweg in Inzell Kindern erkunden Inzeller Kirchen und Kapellen

Schatzkarte Osterweg 2021
Der Kindergottesdienst-Kreis hat sich heuer etwas besonderes einfallen lassen. An Hand einer Schatzkarte konnten die Kinder und Interessierte sechs Kirchen und Kapellen in Inzell aufsuchen. In jeder der sechs Kirchen/Kapellen fanden man einen Buchstaben, der richtig angeordnet das Lösungswort "Ostern" ergab.
Brennerkapelle
In der Brenner Kapelle lagen Kresse-Samen und Saat-Anleitung zum mitnehmen auf.
Pfarrkirche
In der Pfarrkirche St. Michael konnte man seine Fußspuren hinterlassen.
Nikolaus Kirche Einsiedl
In der Nikolaus Kirche in Einsiedl gab es ein Ausmalbild zum mitnehmen.
Antoniuskapelle
In der Antonius Kapelle in Wien war die Geschichte von der Raupe und dem Schmetterling das Thema.
Ev. Kirche
In der Evang.. Kirche am Schwimmbad konnten die Kinder ein Gebet an die Wand heften und mit Knete gestalten.
Frauenkirche
Das Thema in der Frauenkirche war ein Zahlenbild vom Lamm. Von den 122 Teilnehmer freuten sich die 10 Gewinner Julia Schwangler, Berschl Ida, Zeller Leni, Sophia Schwaiger, Maier Irina, Lea Banka, Laura Koch, Pius Öttl, Sophia E. und
Schuler Giuliette auf jeweils 5 Kugeln Eis.