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St. Michael

Adlgasser Str. 21, 83334 Inzell, Telefon: 08665-219, E-Mail: St-Michael.Inzell@erzbistum-muenchen.de

Berichte von Aktivitäten


Einkehrtag im Schwesternheim St. Vinzenz mit Pater Schwarzfischer.

Traditionell in der Fastenzeit nahmen 35 Inzellerinnen und Weißbacherinnen am  Einkehrtag teil. Nach der Begrüßung gratulierte Regina Brand dem engagierten Pallottiner  P. Alois Schwarzfischer zu seiner Ehrendoktorwürde der University of Redlands /Kalifornien. Er erzählte uns die bewegte Geschichte des  Marketenderschlössls   und wie es zu der Ehrendoktorwürde kam.

Unser Thema war:

 
Sieben Wochen mit mir
In die Wüste gehen und das Mehr entdecken
 
Sieben Wochen mit dir
Den Himmel suchen und die Liebe teilen
 
Sieben Wochen mit den nächsten
Die Gastfreundschaft legen und einander beschenken
 
Sieben Wochen mit Gott
Auf du und du sein und das Glück finden
 
Sieben Wochen miteinander
Und wir sehen, dass das Leben läuft jetzt und in Ewigkeit.
Michael Lehmler
 
Die innere Einkehr und auch Umkehr, sich der Stille zuwenden, sich der Wortverschmutzung durch Fernsehen, Radio und Internet entziehen, auch das gehört zur Fastenzeit. Auch Maßhalten soll nicht vergessen werden. Wir sollen wieder zu uns kommen und uns sammeln.
P. Schwarzfischer machte uns bewusst (oder führte uns vor Augen), wie die christlichen Geheimnisse im Kommerz untergehen. Kennt man noch den Sinn des Osterfestes oder denkt man nur an den Osterhasen.  Die Tradition ist da, aber der Sinn schwindet zunehmend und verliert ihren Kern, sagte P. Schwarzfischer.
Es gab aber auch Lustiges zu hören: Es stand eine große Renovierung in der Kirche an. Der Pfarrer sagte zu seiner Pfarrgemeinde: "Wir haben genügend Geld - nur es ist noch in euren Taschen."
Den Einkehrtag beendeten wir mit einem  Gottesdienst in der Frauenkirche.
Eure Regina Brand,  1. Vorsitzende
KDFB Einkehrtag
KDFB Einkehrtag

KKM

Ein sehr guter Start für den wieder belebten Kinderkleidermarkt

Der Kath. Frauenbund Inzell/Weißbach ließ im Herbst 2018 nach 9 Jahren Pause den Kinderkleidermarkt wieder aufleben.
Wir freuten uns sehr, dass dieses Projekt so großen Anklang fand. Deshalb wollen wir den Kinderkleidermarkt (KKM) auch im Frühjahr 2019 wieder durchführen. Angeboten wurden Baby- und Kinderkleidung bis Gr. 164, Kommunionkleidung mit Zubehör, Schuhe, Spielzeug, Sportsachen, Kinderwägen, Fahrräder und vieles mehr. Schwangere Frauen konnten bereits eine Stunde vorher einkaufen, damit sie dem Gedränge nicht ausgesetzt waren. Dies wurde gerne angenommen.
Das KKM-Team hatte alle Hände voll zu tun, um die Vorbereitungen und den Ansturm zu bewältigen.
Zu unserem Team gehörten Claudia Deckelmann, Annemarie Kraus, Waltraud Jahn, Kathrin Kloiber, Irmi Hallweger, Mathilde Dölp, Monika Schmaus, Martina Mosinger und Regina Brand. Wir hatten 71 Einreicher mit 1527 Artikeln. Es wurde ca. 25 % der eingereichten Ware verkauft. Der Frauenbund erhielt zehn Prozent des Kauf- und Verkaufserlöses. Den erwirtschaften Gewinn aus Herbst- und Frühjahr-KKM werden wir für soziale Zwecke vor Ort verwenden.
Regina Brand bedankt sich aufs herzlichste bei den vielen Helfern und bei unseren Vorgängerinnen Hedi Stein und Monika Gschwendtner, die uns mit wertvollem Rat und Tat zur Seite standen.

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Kloster Aldersbach mit Besichtigung der Brauerei und Kaffeepause in Marktl

Die Inzeller und Weißbacher Frauen waren wieder unterwegs.
Diesmal ging es in den Osten Bayerns zum Kloster Aldersbach. Wir fuhren durch den Gäuboden, die Kornkammer Bayerns. Die Farben der Troadfelder und die weite Sicht sind wohltuend für Auge und Gemüt. Das Licht- und Schattenspiel mit Sonnenschein, Quellwolken und dunkle Gewitterwolken im Hintergrund der weitläufigen Landschaft machten die Gegend an diesem Tag äußerst reizvoll. Ein Schauspiel, das man in unserer Voralpenlandschaft so nicht kennt..
Am Kloster angekommen, begrüßte uns unsere Fremdenführerin am Treffpunkt Klosterladen recht herzlich. Zu Beginn sahen wir uns die Asamkirche, eine der  schönsten Marienkirche Bayerns an. Die Seitenaltäre werden von hinten nach vorne immer prunkvoller und führen schließlich zum eindrucksvollen Hauptaltar. Die Deckenmalereien der Gebrüder Asam sind unglaublich facettenreich. Ein kleiner  Hinweis unserer Führerin schärfte unsern Blick. Denn, wer die Schwalbe im Deckenhauptgemälde nicht findet, hat die Kirche nicht wirklich gesehen.
Dann ging es weiter zu den Klosterräumen, die für die Gastronomie genutzt werden. Der historische Abt-Wohnraum ist nur verdunkelt zu besichtigen, um die Wandmalerei zu erhalten. Schließlich sind wir in der Brauerei angekommen, ein moderner, innovativer Betrieb. Trotz aller Technik ist die Braukunst der Mitarbeiter der wichtigste Faktor. Seit kurzem haben sie sogar eine Braumeisterin. Die interessanten, vielseitigen Anmerkungen unserer Fremdenführerin ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Im Bräustüberl konnten wir uns noch kulinarisch verwöhnen lassen und das frisch gezapfte Stüberlbier genießen.
Auf der Heimfahrt hielten wir noch in Marktl zu Kaffee und Kuchen und zu einem Besuch im Geburtshaus vom Papst Benedikt XVI. Es war wieder ein erlebnisreicher Ausflug.
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Adventsfeier und Jahreshauptversammlung mit Ehrungen
des Kath. Frauenbundes Inzell / Weißbach

Auf unserer Adventsfeier mit Jahreshauptversammlung waren wieder über hundert unserer Mitglieder vertreten. Zu Beginn sahen wir einen Ausschnitt des Kindermusicals „Simeon - Die unbekannte Weihnachtsgeschichte“. 19  Schulkinder aus Inzell sangen und spielten mit Freude die schöne Geschichte. Einstudiert wurde das Stück von Philip Moser und Gabi Maier. Danach gab die Vorsitzende einen  Rückblick auf die vielen Veranstaltungen. Der Kassenbericht der Schatzmeisterin wies eine positive Bilanz auf. Der Überschuss in der Kasse wird unter anderem  für soziale Zwecke gespendet.
Die Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig angenommen. Unsere Anni Steinbacher bekam die Engelsurkunde mit einem Blumenstrauß für ihr 25-jähriges Amt als Fahnenträgerin. In ihre Fußstapfen tritt Frieda Hallweger. Hedi Stein organisierte und betreute 30 Jahre den Kinderkleidermarkt und war 21 Jahre Beisitzerin für kirchliche Belange in unserem Verein. Auch sie erhielt dafür die Engelsurkunde und den Ehrenamtsnachweis überreicht. Herzlichen Dank für Euer großes Engagement. Im anschließenden Gottesdienst, zelebriert von unserm Pfarrer Quirin Strobl und Monika Schmaus, zündeten wir für jedes verstorbene Mitglied ein Lichtlein an. Zum Schluss unserer Veranstaltung erhielten die vielen Helfer als Dankeschön einen Blumenstock.
KDFB Weihnachtsfeier
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Anni Steinbacher, Regina Brand, Annemarie Kraus (Foto, Waltraud Jahn)
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Hedi Stein, Regina Brand (Foto, Waltraud Jahn)

Am 04.05.17 fuhren wir zum Hildegardgarten nach Reith
im Alpbachtal / Tirol und zum Museumsfriedhof in Kramsach

Unser heuriger Ausflug führte uns ins Alpbachtal ins malerischen Örtchen Reit. Dort besuchten wir den Hildegardgarten, der nach der Lehre von Hildegard von Bingen angelegt worden ist. Wir wurden von zwei Kräuterexpertinnen  empfangen, die uns ihren selbst gekochten Herzwein ausschenkten. Der Mittelpunkt des Gartens ist ein Runder Platz mit Bänken bestückt zum rasten und entspannen. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch den Garten. Es war eine sehr interessante Führung über die Entstehung des Gartens und der Anordnung der Pflanzen nach der Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Ihr Wissen über die Verwendung der Kräuter war enorm. Zum Schluss bekamen wir noch das Rezept des Herzweins.
Als wir auf dem Weg zum Dorfwirt waren, kamen wir am kleinen Naturladen vorbei, indem wir Elixiere, Gewürze oder Bücher nach Hildegard von Bingen kaufen konnten. Nach dem Mittagessen ging es in die Pfarrkirche, um eine Andacht abzuhalten. Die hiesige Mesnerin erwartete uns bereits und erzählte uns die Geschichte ihrer Pfarrkirche Hl. Petrus. Eine Besonderheit ist, der Altar ist nicht nach Osten sondern nach Norden ausgerichtet.
Wir fahren jetzt weiter nach Kramsach zum Museumsfriedhof. Auf den gesammelten, alten Grabkreuzen standen teils lustige, teils makabre Sprüche.
Auf geht´s zur letzten Station zum Kaffee trinken nach Kundl ins Wirtshaus Kaisermann. Als wir ankamen, fing es an zu regnen, was uns aber nichts ausmachte. Der urig hergerichtete Gasthof ist sehenswert. „ Des muass ma gseng hom“. Bei Kuchen, dem ausgezeichneten österreichischen Kaffee und der netten Bedienung waren wir rundum zufrieden.
Jetzt freuen wir uns alle aufs nach Hause fahren. Wir stiegen in den Bus, machten es uns bequem und ließen uns vom Peter Fegg heimfahren.   rb
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Der erste Blick übern Gartenzaun
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So kann man Spitzwegerich in Szene setzen
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Alle hören gespannt zu
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Die Kräuterexpertin
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Alter Spruch auf einem Grabkreuz
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Restaurierte Grabdenkmäler teils vom 16. Jahrhundert

Traditionelles Faschingskranzl am unsinnigen Donnerstag

2017 war wieder ein sehr gut besuchter Faschingsball im Vroni. Es gab tolle Vorführungen wie die wahre Geschichte vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, der Unterschied zwischen einer Männer- und  Damenrunde im Lokal (genervter Kellner) und wie eine flotte Dame das Eheinstitut mit dem Hundesalon verwechselt.
Es blieb kein Auge trocken vor Lachen. Schön anzuschauen waren die vielen aufwendigen Kostüme. Es wurde getanzt, gelacht und natürlich viel geratscht. Obendrein wurde die Stimmung von DJ Michi angeheizt. Wenn Jung und Alt, maskierte und unmaskierte Frauen sich zu einer lustigen Veranstaltung treffen dann geht´s rund. Pfiad eng bis naxts Joahr. rb
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Damenrunde
Im Hundesalon
DJ Michi
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60 Jahre Frauenbund Inzell/Weißbach

KDFB
Gottesdienst mit Diakon Eixenberger (li.) und Pfarrer Salzeder
Jubiläum in Inzell mit Festgottesdienst, einer kleinen Feier und Festreden gefeiert

(wb) Mit einem Festgottesdienst und einer gemütlichen Feier im Pfarrsaal feierte der Katholische Frauenbund Inzell/Weißbach, am vergangenen Sonntag sein 60jähriges Bestehen. Die Messe in der Inzeller St. Michaelskirche wurde vom Kirchenchor Inzell untermalt.

Stimmgewaltig und harmonisch eröffnete der Inzeller Kirchenchor unter Leitung von Heini Albrecht und begleitet von Ines Preinfalk an der Orgel die Eucharistiefeier bevor Pfarrer Gerhard Salzeder, der den Gottesdienst zusammen mit dem Diakon Josef Eixenberger zelebrierte, die Mitglieder des Vereins aus beiden Orten und die Gläubigen auf das herzlichste begrüßte. Es gelte an diesem Tag nicht nur zu feiern sondern in erster Linie den Frauen zu danken, die seit 60 Jahren Verantwortung übernehmen, den Gedanken der Katholischen Frauenbewegung weiterführen und den Menschen nahebringen. Damit dieser Gedanke, hilfebedürftigen Frauen in allen Lebenslagen zu unterstützen, lebendig bleibe, sei es immer wieder notwendig, „nicht nur Fragen zu stellen sondern Antworten zu geben“, so der Geistliche.

Voraussetzung um wirkungsvolle Hilfe leisten zu können sei, damals wie heute, eine wache Sensibilität für die Nöte der Betroffenen die immer wieder von den gewählten Frauen an der Führungsspitze auch mutige Entscheidungen und eine große Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen erforderten. Wie die „klugen und törichten Jungfrauen“ aus der Geschichte des Sonntagsevangeliums, müssen sich die Verantwortlichen immer wieder zur „Quelle des Lichts“ hin bewegen um dieser Verantwortung gerecht zu werden, weise Antworten auf Fragen des Lebens geben und Trost spenden zu können. Vorher müsse aber all dies im eigenen Herzen verankert sein. Verantwortung zu übernehmen heiße aber immer auch nicht andere für uns denken und handeln zu lassen sondern selbst, eigenverantwortlich aktiv zu werden.
Schwierig sei es auch zwischen „töricht und klug“ zu unterscheiden, denn nicht immer sind die aktivsten und lautesten auch die klügsten. Oft geht mehr Kraft und Hilfe von stillen Gedanken und Ruhe aus. Allen die sich im Katholischen Frauenbund Inzell/Weißbach dieser für die Pfarrgemeinde und Ortsgemeinschaft so wichtigen Verantwortung stellten und stellen dankte Pfarrer Salzeder von ganzem Herzen. Er wünschte ihnen, dass sie weiterhin so viel Licht in diese Gemeinschaften tragen und immer die Gabe haben, zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen zu unterscheiden wenn es um Menschen geht und wahrnehmen, wann und wo Menschen Hilfe brauchen.
Frauen aus der Vorstandschaft und dem Verein trugen daraufhin ihre Bitten für die Verstorbenen, für alle die Verantwortung tragen, alle Hilfesuchenden, Einsamen, Kranken, für die Familien und alle die trauern vor. Hedwig Stein ergänzte am Schluss des Gottesdienstes diese Bitten noch mit dem Friedensgebet des Katholischen Frauenbundes. Nicht nur bei der Wandlung, mit einem erst gesummten, dann gesungenen Lied zum Thema „Brot und Wein“, ließ der Kirchenchor die Gottesdienstbesucher aufhorchen. Gefühlvoll und alpenländisch durch ein „Ziachsolo“ vom Heini eingespielt, schloss der Chor den Festgottesdienst mit einem wunderschönen Danklied ab. Alle Mitglieder und Freunde trafen sich im Anschluss im Pfarrsaal zu einer gemütlichen Feier mit Festvorträgen, einer Bildpräsentation, musikalisch umrahmt von der „Frillenseemusi“.


KDFB
Die Vorstandschaft des kath. Frauenbundes Inzell/Weißbach von links:
Maria Bauregger, Monika Gschwendtner, Elisabeth Brand, Anna Eicher, Traudl Pauser, Sabine Sauler, Hedi Stein
KDFB
Traudl Pauser bei der Festrede
Geschichte des Frauenbundes Inzell/Weißbach
60 Jahre Engagement von Frauen für Frauen in Inzell und Weißbach


(wb) Wie berichtet, feierte der Katholischen Frauenbundes Inzell/Weißbach am vergangenen Sonntag sein 60jähriges Bestehen. Traudl Pauser nahm die Gelegenheit wahr, in ihrer Festrede die Geschichte der Frauenorganisation noch einmal Revue passieren zu lassen. Den Unterlagen nach, wurde der Verein am 11.11.1951 unter Pfarrer Johann Oberhauser gegründet. Der Verein wuchs schnell auf 137 Mitglieder an. Leider gibt es keine Unterlagen über die Namen der Gründungsmitglieder. Mündlichen Überlieferungen zufolge sollen waren die Initiatorinnen Anna Kötzinger und Maria Eicher, die Ödermüllerin. Vorgänger des Katholischen Frauenbundes war der „Verein christlicher Mütter“, gegründet 1920. Dieser Verein wurde in den 1930er Jahren, vom damaligen Regime, streng überwacht. Zudem durften sich die Mitglieder weder religiös noch caritativ betätigen. Pfarrer Oberhauser folgte 1953 Pfarrer Alfons Hessenhofer der den neu gegründeten Frauenbund ebenso unterstützte und ihm als geistlicher Beirat angehörte. Am 25. März wurde die Fahne des Frauenbundes in Inzell geweiht. Sie wird seither bei jeder Beerdigung einen Mitgliedes und an Fronleichnam mitgetragen oder bei hohen, kirchlichen Feiertagen in die Kirche gestellt. Die erste Fahnenträgerin war Maria Stadler, Ödermüllermutter, welche die Fahne von 1955 bis 1987 trug. 1958 fand der erste Einkehrtag des Frauenbundes statt. Bis 1974 führten den Verein Betty Kecht, Auguste Mader und Maria Schwaiger. 1975 Frau Dr. Herbsthofer zur ersten Vorsitzenden gewählt. Seit diesem Jahr wird an jedem 13ten des Monats in der Frauenkirche ein Fatimarosenkranz gebetet. Mit Spendengeldern des Frauenbundes konnte 1978 das große Kreuz und 1982 das Bildnis der Hl. Anna, damals als Geburtstagsüberraschung für Pfarrer Hessenhofer, in der Frauenkirche restauriert werden.

KDFB
Im Jahr 1982 organisierten die Frauen den ersten Weltgebetstag zusammen mit den evangelischen Kolleginnen. 26.000 € sammelten Mitglieder 1985 für die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael. Im selben Jahr übernahm der Frauenbund erstmals die Organisation der Bezirkswallfahrt von Siegsdorf nach Maria Eck. Auf Anregung Pfarrer Hessenhofer`s, fand sich am 21.1.1978 erstmal ein „Kreis junger Frauen“ zusammen die sich in verschiedenen Kursen und Vorträgen weiterbildeten. Dieser Kreis rief 1978 auch den Kinderkleidermarkt ins Leben der bis 2001 immerhin einen Erlöß von 26.000€ und bis 2010 nochmals einen Betrag von 5.200€ erwirtschaftete. Diese Gelder flossen zum größten Teil wohltätigen Zwecken zu. 1986 übernahm Antonie Pauli den Vorsitz, des damals 277 Mitglieder starken Vereins. Ihr folgte 1994 Anni Huber als Vorsitzende. Seit 2006 leitet den Katholischen Frauenbund Inzell/Weißbach ein Team, bestehend aus Traudl Pauser, Elisabeth Brand und Maria Bauregger. Das Jahresprogramm weist derzeit eine Fülle von Terminen zum Gebet in der Pfarrei oder im Rahmen übergreifender Gebets- und Einkehrtagen auf oder bietet Informations- und Weiterbildungstage zu kirchlichen und weltlichen Themen an. Natürlich ist der Frauenbund auch Aktivitäten und Feste in der Ortsgemeinschaften integriert und bietet Veranstaltungen an, bei denen es in erster Linie um die Gemeinschaft und die Geselligkeit geht.
KDFB
Frau Dr. Deckelmann bei ihrer Rede
Katholischer Frauenbund
auch politisch aktiv
Frau Dr. Waltraud Deckelmann
spricht beim Jubiläum in Inzell über die Gesamtorganisation
(wb) Im Verlauf der Feier zum 60. Gründungsjubiläum des Katholischen Frauenbundes Inzell/Weißbach im Pfarrsaal Inzell sprach Frau Dr. Waltraud Deckelmann über die Zielsetzung und die Aufgaben des Katholischen Frauenbundes auf Landkreis-, Bezirks- und Landesebene.

Grundsätzlich sind, laut Deckemann, katholische Frauen im „Katholischen Deutschen Frauenbund“ zusammen-geschlossen. Dennoch steht die Tür für alle Frauen offen. Der „Katholische Deutsche Frauenbund“ entstand 1903 aus der Frauenbewegung heraus und engagierte sich immer auch politisch in der Kirche, der Gesellschaft und der Politik. Damals gingen die „Frauenbund“ Frauen aus München hinaus auf`s Land und engagierten sich in der Ausbildung für Frauen und Sozialarbeiterinnen. Die Struktur des Frauenbundes besteht aus Organisationen auf Orts-, Bezirks-, Diözesans-, Landes- und Bundesebene. Zweige dieser Vereinigung sind die „Landfrauenvereinigung“ der „Verbraucherservice“ und das „Familienpflegewerk“. In Bayern gehören im 190 Tausend und bundesweit 220 Tausend Mitglieder an. Erfreulicherweises engagieren sich besonders in Bayern sehr viele junge Frauen. Wichtig sei es, nach den Worten Deckelmanns, dass sich die Frauen als Vordenkerinnen mit der Zukunft beschäftigen. Sie sollten neue Gedanken entwickeln und eine Sensibilität dafür einwickeln „was in der Luft liegt“. Themen wie der Atomausstieg, Gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder intelligente Stromnutzung und Einsparung im Verbrauch gehörten aktuell dazu. Weiter Aktionen in Richtung Verbraucherverhalten beschäftigen sich z.B. mit dem Thema „Nikolaus statt Weihnachtsmann“ oder „Advent ist im Dezember“. Dass auch politisch etwas erreicht werden könne zeige die Aktion zur Fußball-WM 2006. Damals sollten 40.000 Prostituierte die Besucher in so genannten „Verrichtungsboxen“ bedienen. Durch die massiven Proteste des Frauenbundes wurde dies verhindert. Zum Abschluss ihrer Rede bedankte sich Frau Dr. Deckelmann bei allen Frauen für das großartige Engagement und die Unterstützung ohne die sie, stellvertretend für viele Frauen, vor kurzem nicht die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen hätte.
Frau Dr. Deckelmann ist seit über drei Jahrzehnten im KDFB aktiv. Von 1986 bis 1994 war sie Schriftführerin beim KDFB-Zweigverein Inzell und von 1987 bis 2001 Bezirksleiterin im Diözesanverband München und Freising des KDFB. Sie war Ansprechpartnerin für acht Zweigvereine und zugleich Bindeglied zwischen den Vereinen und dem Diözesanverband. 2002 wurde Dr. Deckelmann zur Landesvorsitzenden des mit über 190 000 Mitgliedern größten bayerischen Frauenverbandes gewählt – ein Amt, das sie bis 2010 inne hatte. Für ihre „Verdienste um das Allgemeinwohl“ wurde sie vor kurzem mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Hermann Steinmaßl überreichte ihr die Auszeichnung des Bundespräsidenten im Rahmen einer kleinen Feier im Casino des Landratsamtes.

Alle Bilder und Bericht Werner Bauregger