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St. Michael

Adlgasser Str. 21, 83334 Inzell, Telefon: 08665-219, E-Mail: St-Michael.Inzell@erzbistum-muenchen.de

Aktuelles aus der Pfarrei Inzell/Weißbach


Besondere Feier für Jubelpaare aus Inzell und Weißbach

Feierlicher Gottesdienst mit den Stoaner Sängern; 51 Ehepaare waren gekommen  
Inzell (hw) – Wer ein Viertel- oder Halbes Jahrhundert und sogar noch länger verheiratet ist, der darf ein solches Jubiläum auch gebührend feiern. Deshalb gibt es jedes Jahr in der Inzeller Pfarrgemeinde (Inzell und Weißbach) einen besonderen Gottesdienst mit den Jubelpaaren aus beiden Orten in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael. Musikalisch umrahmt wird diese Messfeier schon seit 25 Jahren von den Stoaner Sängern.

Pater Cleetus freute sich, dass so viele gekommen waren, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern und sah dies als Ausdruck des Dankes für so viele Ehejahre. Zugleich soll dies aber auch eine Bitte sein, um den Segen für die Zukunft. Der Geistliche stellte zu Anfangs die Frage, Wo ist Gott? Dies ist aus seiner Sicht nicht genau zu beantworten. „Gott ist überall und unser ständiger Wegbegleiter“, so Cleetus, „wir dürfen uns auf ihn verlassen“. In der Predigt ging der Seelsorger auch auf die Lesung von Gottfried Hopf ein aus dem Brief an die Thessalonicher über Trost und Hoffnung. Unser Leben liegt in den Händen Gottes und wir sollten dafür dankbar sein. „Es ist schön, dass heute so viele gekommen sind und sich den Tag der Hochzeit wieder bewusst machen. Sicher gibt es viele schöne Erinnerungen und vielleicht auch weniger positive Erfahrungen. Es kann nicht immer Sonnenschein sein im Leben“. Als Beispiel für ein gutes Gelingen erzählte der Geistliche eine Geschichte von einer Goldenen Hochzeitsfeier. Angesprochen auf sein gutes Aussehen erklärte der Bräutigam, dass er bei Streitigkeiten mit seiner Ehefrau immer an die frische Luft gegangen sei und das hat sich bewährt. So hat er auch 50 Ehejahre gut überstanden.

Dankbarkeit ist wichtig
Geht es nach Pater Cleetus, dann sollten wir dankbar zurückblicken auf die zurückliegenden Jahre mit einer positiven wirtschaftlichen Situation in unserem Land, in dem wir ein gesichertes Leben führen dürfen, ohne Hunger zu leiden. Die ärztliche Versorgung ist ausgezeichnet und die Gesunderhaltung wird großgeschrieben. Allerdings ist es schon so, dass wir eher zu ‚Gott kommen und ihn suchen‘, wenn es uns einmal schlecht geht. Wir erbitten dann seine Hilfe und beten zu ihm. Doch das vergessen wir oft, wenn wir kein Leid verspüren und es uns gut geht. Aber auch dann sollten wir Gottes Nähe suchen. Der Glauben ist ein Geschenk Gottes und wer dankbar ist, kehrt immer wieder zu Gott zurück. Viele Ehejubilare haben sich vor vielen Jahren das Ja-Wort gegeben und damals den weiteren Lebensweg mit Gottes Hilfe erbeten. An das sollten wir uns immer wieder einmal erinnern. 

Gedanken an den Mauerfall
In diesem Zusammenhang dürfen wir auch nicht den Mauerfall vor genau 30 Jahren vergessen. „Ein  gespaltenes Land wurde wieder zusammengeführt und das war für viele Menschen in beiden Ländern ein unbeschreibliches Erlebnis“, so Pater Cleetus. Die Zusammenführung zweier Staaten, die zusammen gehören, war 1989 ein prägendes Ereignis nicht nur für unser Land. Nachdem am Ende des Gottesdienstes das Eheversprechen nochmal erneuert wurde, gratulierte der Geistliche im Namen der Pfarrgemeinde noch allen 51 anwesenden Ehepaaren von 25, 30, 35,…bis 60 Jahren Ehe (132 aus der Pfarrgemeinde Inzell und Weißbach waren eingeladen) und lud zu einem anschließenden gemeinsamen gemütlichen Abend ins Pfarrheim ein (organisiert vom Pfarrgemeinderat). Einen besonderen Applaus bekamen auch die Stoaner Sänger, musikalisch begleitet vom Ehepaar Simone und Albert Lahner auf der Zither und Gitarre, die bereits zum 25.Mal bei diesem Gottesdienst der Jubelpaare die Messfeier gesanglich mitgestalteten.
Cleetus
Pater Cleetus zelebrierte die Messe anlässlich der Feier für die Ehejubilare der Pfarrgemeinde Inzell und Weißbach in der Inzeller Pfarrkirche.
Stoaner Sänger
Bereits seit 25 Jahren, somit auch ein Jubiläum, singen die Stoaner Sänger, musikalisch begleitet vom Ehepaar Simone und Albert Lahner auf der Zither und Gitarre, beim Gottesdienst der Jubelpaare in Inzell und sorgen so für eine ganz besondere Feier.

Ministranten Wochenende 27. - 28.09.2019

Am 27.09 machten sich 27 Ministranten und Leiter aus der Pfarrei Inzell/Weißbach auf den Weg ins Jugendhaus St. Leonhard am Wonneberg. Nachdem alle nach und nach „eingetrudelt“ und die Zimmer bezogen waren, trafen wir uns zu einer ersten Einheit. Da wir in diesem Jahr besonders stolz auf viele Neuzugänge sind, die wir in unserer Gruppe begrüßen dürfen, haben sich die Leiter für einige Kennenlernspiele entschieden. Gegen Abend wurde dann allmählich das Lagerfeuer entfacht, sodass bald die ersten Würste auf den Rost gelegt werden konnten. Nachdem wir alle gut gesättigt den Abwasch hinter uns gebracht hatten, eröffneten die Leiter die Runde um das Lagerfeuer. Wir sangen verschiedene Lieder, spielten Spiele und hatten einen schönen Abend. Gegen 23 Uhr schlossen wir den Abend mit einem Impuls und einer Traumreise ab.
Der nächste Tag wurde um 8 Uhr mit Morgensport und Morgenimpuls eingeleitet. Nach dem Frühstück begannen wir mit Kooperationsspielen, um die Gemeinschaft zu stärken. Auf dem Bild sind die Minis bei dem Spiel “Reise nach Gruppenhaufen” zu sehen. Dieses funktioniert ähnlich, wie das allseits bekannte Spiel Reise nach Jerusalem. Allerdings scheiden keine Spieler aus, sondern mit jeder gespielten Runde wird ein Stuhl entfernt, so dass am Ende alle Minis auf so wenigen Stühlen wie möglich Platz finden sollen. Nach einem intensiven Vormittag mit diesem und ähnlichen Spielen hatten wir uns eine Mittagspause mit lecker Essen verdient. Am Nachmittag folgte eine kirchliche Einheit, in der den Minis spielerisch die verschiedenen Arten zu beten erklärt und nähergebracht wurden. Nach einer Kuchenpause gingen wir gestärkt in den Wald und spielten Capture the Flag. Hier werden die Spieler in zwei Gruppen aufgeteilt und müssen dann jeweils die Flagge der gegnerischen Mannschaft erobern. Zum Abschluss veranstalteten die Leiter einen Aufräumwettbewerb, bei dem das bestens aufgeräumte Zimmer mit einem Preis geehrt wurde. Mit einer Reflexionsrunde, bei der die gute Stimmung noch einmal zum Ausdruck kam, gingen zwei sehr ereignisreiche Tage zumindest für die Teilnehmer zu Ende. Die Leiterrunde setzte sich am Abend zusammen, um die Aktivitäten für die nächste Zeit zu planen. Später genossen wir noch einmal das schöne Wetter bei einem stimmungsvollen Lagerfeuer. Am Sonntag ließen wir das Wochenende mit einem gemeinsamen Besuch des Patroziniums-Gottesdienstes und einem gemütlichen Weißwurstfrühstück im Pfarrgarten auch für uns ausklingen.  
Vielen herzlichen Dank bei allen, die zum Gelingen des Wochenendes beigetragen haben!                     Maxi Hallweger
Mini Wochenende

Gott segnet uns wenn wir Gutes tun

Kollekte an Erntedank für Engerlingsgeschädigte Bauern
(wb) Unter den Klängen der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger, zogen am Sonntag die Ortsvereine mit ihren Fahnen zur St. Vinzenzkirche, um dort gemeinsam mit Pater Cleetus und den Gläubigen, sowohl Erntedank, wie den gemeinsamen Jahrtag zu feiern. Musikalisch umrahmte den Festgottesdienst der Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner, ergänzt durch eine Bläserformation der Musikkapelle mit der Angerer Messe. Die Mesnerin Maria Bauregger, unterstützt von Inge Dufter und Anni Vötterl hatten den Altarraum wunderbar mit Ernteerzeugnissen und farbenfrohen Blumengestecken geschmückt. Röckifrauen des Trachtenvereins banden wieder für die Kirchenbesucher kleine Erntedankbüscherl und die Erstkommunikanten aus Inzell und Weißbach hatten für jeden der mitfeierte, kleine Minibrote gebacken. Alle Spenden und die Kollekte werden in diesem Jahr den Jochberger Bauern zur Bewältigung der Engerlingsplage zur Verfügung gestellt.

An den Gottesdienstanfang stellte Pater Cleetus die Frage, ob Erntedank überholt sei und das Wachsen und Reifen in der Natur, angesichts der vorhandenen Fülle und des Luxus in unserem Leben, überhaupt noch wahrgenommen werde? Vieles sei selbstverständlich und immer verfügbar. Dies sei der Grund, warum oft ein Dankeschön für die Gaben und an die Mitmenschen vergessen werde. Gerade an Erntedank und am Vereinsjahrtag sollte der Dank groß geschreiben werden. Auch das Evangelium befasste sich mit dieser Dankbarkeit. In diesem Fall baten 10 Aussätzige Jesus um Heilung. Nur einer von ihnen kam später zurück um sich dafür zu bedanken. Für die anderen neun war die Heilung selbstverständlich und keines Dankes wert. Auch wir Menschen verhalten uns oft so weil viele Ich-bezogen sind, uns nur auf das konzentrieren was fehlt und die Fülle von dem was wir schon besitzen ignorieren. Für Gläubige gilt es, im Danken Gott die Ehre zu geben, sich an dessen große Taten zu erinnern und so nie die Hoffnung zu verlieren. Auch die Feier der Eucharistie bedeute „Danksagung“. Erntedank bedeute auch, sich nicht nur für die Früchte der Erde zu bedanken, sondern etwa für genießbares Wasser, eine schöne Wohnung, Reichtum, alle technischen Hilfsmittel und Erungenschaften, hilfreiche Medikamente oder einen sicheren Arbeitsplatz. Vergessen werden dürfen auch die Menschen nicht, die dies alles mit ihrer Arbeit möglich machen oder etwa Lebensmittel erzeugen.

Wer dankbar sei denke auch an die Mitmenschen und sei bereit mit ihnen zu teilen. Er selber habe in den letzen Tagen hautnah erlebt, dass durch die Engerlingsplage am Jochberg etwa Gras für die Rinder, die Heuernte für das Winterfutter und auf großen Flächen der Bewuchs fehlen. Es sei tröstlich, dass die Bauern schon viel Hilfsbereitschaft erfahren haben. Aus Mitverantwortung für die in Not geratenen Mitmenschen bat er aber darum, diesen durch eine großzügige Gabe bei der Kollekte und bei der Verteilung der Büscherl und Minibrote weiter unter die Arme zu greifen und sich solidarisch zu zeigen. Vereinsmitglieder richteten vor der Gabenbereitung ihre Bitten für die Feuerwehreinsatzkräfte, für Kriegsgeschädigte Menschen, um genügend Ehrenamtliche die Verantwortung übernehmen, um Zusammenhalt und Gemeinschaft in den Gruppen der Vereine, um Minderung der Existenzängste und Sorgen der geschädigten Bauern und für alle Verstorbenen. Mit einem feierlichen „Großer Gott wir loben dich“ wurde der Gottesdienst abgeschlossen, nachdem sich Pater Cleetus insbesondere beim Kirchenchor und bei den mitfeiernden Vereinen bedankt hatte. Wenn auch nicht ausgesprochen, gilt sicher auch ein Dank der Mesnerin mit den zwei Helferinnen für das zeitaufwändige und festliche schmücken des Kirchenraumes und den Blumenspenderinnen. In einem Festzug ging`s danach in`s Hotel Alpenglück, wo der gemeinsame Vereinsjahrtag in geselliger Runde seinen Ausklang fand.
Erntedank
Kirchenzug mit Musikkapelle Weißbach
Erntedank St. Vinzenz-6
vli: Anni Vötterl und Maria Bauregger bringen Gaben zum Altar
Erntedank St. Vinzenz-5
Fürbitten der Vereine
Erntedank St. Vinzenz-7
Pater Cleetus bei der Gabenbereitung am Altar
Erntedank St. Vinzenz-9
Erntedankbüscherl und Minibrote für die Kirchenbesucher
Erntedank St. Vinzenz-10
Liebevoll geschmückter Altarraum

Trauben
Zur Gabenbereitung brachten die Inzeller Bäuerinnen sinnbildlich Brot und Weintrauben zum Altar und übergaben es Pfarrer Andreas Zehentmair. Das Früchte, Gemüse und Erntebüscherl wurden vor dem Altar platziert.

Wir sollten unsere Erde nicht aufs Spiel setzen!

Erntedankgottesdienst in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Michael
Inzell (hw) – Besonders festlich wurde in diesem Jahr in der Pfarrei Inzell das Erntedankfest in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Michael gefeiert. Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair war sichtlich begeistert über die sehr aufwendig geschmückte Kirche. „Es ist eine Freude, wirklich eine Augenweide, wie schön die Kirche hergerichtet wurde. Ein großer Dank an die Inzeller Bäuerinnen!" Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Inzeller Volksliedchor mit musikalischer Begleitung durch Katharina Wiesholler und Markus Gromes.
Für Pfarrer Zehentmair ist Gott bei uns in Inzell. In Oberbayern gibt es eine gute Ernte, doch schon 300 km weiter weg bei den Franken herrscht überwiegend Trockenheit und Ernteerträge lassen zu wünschen übrig. Die Parteien bei uns in Deutschland schüren ein Klimapaket, doch andere Nationen scheint dies egal zu sein und machen nicht mit. Es werden Wälder abgeholzt und niedergebrannt. Zehentmair richtete einen Appell an die Menschen, die Natur nicht zu zerstören, sondern zu pflegen für die Zukunft. „Dazu gehört, dass wir die Schöpfung annehmen und unser Konsumverhalten ändern".
Bei der Lesung von Marianne Eicher kam in der Schöpfungsgeschichte zum Ausdruck, wie Gott die Welt erschaffen hat und auch in den Fürbitten von Erika Steinbacher und Ina Reiter kam die Wertschätzung der Natur deutlich zum Ausdruck.
Es ist schon fünf vor zwölf
Zu Beginn seiner Predigt brachte Andreas Zehentmair nochmal seine Freude über die sehr schön geschmückte Kirche zum Ausdruckt. „Die Bäuerinnen haben das ausgezeichnet gemacht, obwohl es immer weniger Bauern gibt". Laut dem Ruhestandspfarrer sterben immer mehr Höfe. Das sei ein Problem des Berufsstandes, der immer mehr wirtschaftlichen Zwängen unterliegt und auch angeprangert wird, die Umwelt zu vergiften. Doch daran sind wir im Grunde alle mit Schuld, aber unser gedankenloses Verhalten, das zur Klimakatastrophe führt, wird verschwiegen. Ein großer Aufschrei müsste erfolgen, unsere Erde nicht aufs Spiel zu setzen. Es ist im Grunde schon ernster, als fünf vor zwölf.
Wir sollten uns bewusst werden, welche Rolle wir Menschen in diesem Universum spielen? Wir sind nicht Herrscher der Erde, sondern Teil des Universums. Unser Auftrag ist es, die Erde zu gestalten und sie uns nicht zu unterwerfen. „Wir leben in einem Paradies und müssen dieses Paradies vor Klimasündern und Ausbeutern schützen. Gegen die Verantwortungslosigkeit ist jeder Einzelne von uns wichtig", so der Geistliche. Unsere Aufgabe muss es aus seiner Sicht sein, alles zu tun, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Das Verständnis eines jeden Einzelnen muss sein, die Welt als Heiligtum zu verstehen, als geschenkten Schutzraum, in dem sich das ganze Leben entfalten kann.
Obst und Früchte des Feldes bei der Gabenbereitung
Zur Gabenbereitung trugen die Trachtendirndl die Körbe mit den selbst gebundenen Erntebüscherl und die Bäuerinnen brachten selbst gebackenes Brot, Weintrauben und die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zum Altar und übergaben es Pfarrer Zehentmair.
Am Ende des Gottesdienstes appellierte Pfarrgemeinderatsmitglied Hedi Schmied an die Bevölkerung klimaneutral zu leben. Der Pfarrgemeinderat hat einen Umweltausschuss gegründet mit einem Schöpfungskreis für umweltfreundliche Aktionen in der Pfarrei. Ziel ist es, klimaschädliche Gase zu vermeiden und ansonsten CO2 Zertifikate zu kaufen. Damit werden in ärmeren Ländern Biogasanlagen und Aufforstungen finanziert, um CO2
einzusparen. Sie verdeutlichte das Problem mit einer sehr prägnanten Aussage. „Wir haben unsere Eltern gefragt, warum habt ihr nichts gegen Hitler getan? Und ich möchte von meinen Enkeln einmal nicht gefragt werden, warum habt ihr nichts gegen die Klimakatastrophe getan". Mit diesem eindringlichen Appell und dem Hinweis auf die ausgelegten Informationsflyer in der Kirche beendete sie ihre deutlichen Ausführungen.
Zum Abschluss eines feierlichen Erntedankgottesdienstes verteilten die Bäuerinnen mit Ortsbäuerin Helga Kamml, als Zeichen für den Ertrag in Landwirtschaft und Gärten und auch daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen, die selbst gebundenen Erntebüscherl an die Gottesdienstbesucher.
Hedi
Pfarrgemeinderatsmitglied Hedi Schmied richtete einen ausdrücklichen Appell an die Bürger, klimaneutral zu leben und somit einen persönlichen Beitrag für eine gesunde Umwelt zu leisten.
alle
Hauptverantwortlich für die Gestaltung des Altarraumes waren die Inzeller Bäuerinnen, die nicht nur die Gaben des Feldes in die Kirche brachten, sondern dort auch liebevoll im Altarraum platzierten und diesen schmückten.
Altarraum
Der Ertrag in der Landwirtschaft und den heimischen Gärten war auch in diesem Jahr groß. Alles zusammen war vor dem Altar zu finden.

Gruppe
Die Gruppe mit dem Massiv des Heiligkreuzkofels im Hintergrund. Fotos: Georg Gruber.

Stille Bergtage am Fuße des Heiligkreuzkofels

Ein traumhaftes Wochende bei strahlendem, spätsommerlichen Wetter durfte die 16-köpfige Gruppe bei den „stillen Bergtagen“ in den Dolomiten verbringen. Die 14 Teilnehmer/-innen aus den Pfarrein Ruhpolding, Inzell und Siegsdorf machten sich gemeinsam mit Gemeindereferent Philip Moser und Pastoralreferent Georg Gruber auf den Weg ins Südtiroler Gadertal. Ausgangspunkt war der Ort St. Leonhard in der Gemeinde Abtei im oberen Gadertal (Alta Badia). Nach einer Einstimmung in der Pfarrkirche zu den Heiligen Leonhard und Jakobus ging es einen mit Stationen gestalteten Weg hinauf zu der auf 2045 Metern gelegenen Wallfahrtskirche Heiligkreuz mit dem Gnadenbild des kreuztragenden Heilands zu Füßen der schroffen Felswände des Heiligkreuzkofels. Übernachtet wurde zweimal im Schutzhaus neben der Wallfahrtskirche, wo die Gruppe bestens versorgt war. Am Samstag wurde in Heiligkreuz das Fest „Kreuzerhöhung“ gefeiert, bei dem die Pfarrei Abtei in einer Prozession morgens vom Tal zur Wallfahrtskirche emporzog und dort einen Gottesdienst feierte. So nutzten auch ein Großteil der Gruppe die Gelegenheit, einen Gottesdienst in ladinischer Sprache mitzuerleben.  Das Gadertal zählt zu den fünf Dolomitentälern, in denen diese alte rätoromanische Sprache gesprochen wird. Besonders schön waren dabei auch die ladinischen Lieder eines Frauendreigesangs, der die Messe gestaltete. Am Nachmittag gab es eine gemeinsame  Rundwanderung Richtung Wengen. Besonders schön waren die mit unzähligen Herbstzeitlosen bedeckten Almwiesen. Der ungetrübte Blick zu den umliegenden felsigen Bergen, der schneebedeckten Marmolada und den vergletscherten Zentralalpen machte das Herz weit. An diesem Tag begleitete die Teilnehmer die Erzählung von den Emmausjüngern, die unterwegs waren und erleben und spüren durften, dass der auferstandene Herr mit ihnen auf dem Weg war und ihre Herzen brennen ließ. Am darauffolgenden Sonntag feierte die Gruppe in der Wallfahrtskirche einen Gottesdienst, verbunden mit einer Agapefeier. Das weiterhin schöne Wetter lud dazu ein, noch bis zum Mittag an diesem herrlichen, geistlich geprägten Ort zu verbringen, bevor sich die Teilnehmer auf den Rückweg ins Tal machte. Das gemeinsame Unterwegssein wurde begleitet von Impulsen, Phasen des Schweigens und gemeinsamen Liedern und Gebeten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer/-innen zeigten, dass diese Tage allen gut getan haben und dass es auch in nur drei Tagen gelingen kann, wirklich weg vom Alltag zu sein, still zu werden, ganz in die faszinierende Bergwelt einzutauchen und gefühlt dem Himmel ein Stück näher zu sein.
Kirche
Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Wallfahrtskirche „Heiligkreuz“ mit dem gleichnamigen Schutzhaus auf 2045 Metern.

Heini alle
Mit einem letzten gemeinsamen Gruppenfoto verabschiedete sich der Inzeller Kirchenchor und Pater Cleetus (Mitte) von seinem langjährigen Leiter Heine Albrecht (hinter dem Geistlichen).

"Das Wesentliche ist oft ein Geschenk"

Inzeller Kirchenchorleiter Heine Albrecht wurde verabschiedet
Inzell (hw) – 15 Jahre sind eine lange Zeit für die Leitung eines Kirchenchors, doch diese Zeit ist nun vorbei in Inzell. Heine Albrecht wird aus beruflichen Gründen dieses Amt nicht mehr ausüben und feierte nun im Rahmen eines bewegenden Gottesdienstes, den Pater Cleetus zelebrierte, seinen Abschied aus Inzell.

Gemeindereferent Philip Moser dankte in seinen einleitenden Worten Heine Albrecht für sein Schaffen als langjähriger Kirchenchorleiter und leitete auf diesem Weg über zum Thema des Gottesdienstes mit der Frage nach dem Sinn unseres Lebens: „Was bleibt von unserem Schaffen?" Die Inzeller erhoffen sich, dass ein starker Kirchenchor weiterhin bestehen bleibt und unter neuer Leitung gut weiterlaufen kann. „Das erhoffen wir uns, doch in der Hand haben wir es nicht – das Wesentliche ist oft ein Geschenk", so Philip Moser.
In seiner Predigt begann der Gemeindereferent mit einem Gedicht von Bertolt Brecht und einer Änderung des Theologieprofessor Hans Küng über zwei unterschiedliche Lebensansichten und Weltanschauungen. Küng bringt durch kleine Veränderungen die christliche Jenseitshoffnung zum Leuchten.

Was kommt danach?
Die Frage ist doch oft, was aber bleibt über den Tod hinaus? Nicht das was ich besitze und mir zu Eigen gemacht habe, sondern das was ich geschenkt und wovon ich mich selbst arm gemacht habe. Das betrifft nicht nur Geld und materielle Güter, sondern vor allem auch Zeit, Zuwendung und Liebe – das Zugehen auf den anderen.
Diese Themen sieht Moser auch beim Kirchenchor. „Ihr schenkt Eure Zeit und Eure Liebe zur Musik ganz ohne Bezahlung. Herzlichen Dank für die vielen schönen Festgottesdienste und sonstigen Anlässe, die ihr immer wieder musikalisch gestaltet". Und hier ging der Dank auch speziell an Heine Albrecht, der mit seiner Leidenschaft zur Musik den Inzeller Kirchenchor mit geprägt hat.
Auch in den Fürbitten von Monika Gschwendtner gab es unter anderem die passenden Worte für den Kirchenchor und seinen langjährigen Leiter. Bei dem Lied ‚Sei gegrüßt Maria‘ nach der Kommunion durfte Heine Albrecht seinen Inzeller Chor das letzte Mal dirigieren und nicht nur hier konnte man den Eindruck gewinnen, dass sich die Sängerinnen und Sänger nochmal so richtig ins Zeug legten und mit vollem Gesang diesen Gottesdienst zu etwas ganz Besonderem machten.

Dank von Philip Moser
Nach dem Danklied machte sich der Chor zusammen mit Heine Albrecht auf zum Altar und Philip Moser ließ das Wirken des Chorleiters nochmal Revue passieren. Heine Albrecht, der zugleich Dirigent der Musikkapelle Inzell war, hatte den Kirchenchor am 10.Mai 2004 von Hans Obinger übernommen. Seitdem wirkte der Chor bei vielen Ereignissen mit, so bei dem 250 jährigen Gründungsfest der Musikkapelle Inzell, dem 100 jährigen Jubiläum der Falkastoaner Trachtler und beim 70. Geburtstag des langjährigen Inzeller Pfarrers Hans Krämer (ebenso bei seinem 40 und 50 jährige Priesterjubiläum). Der Kirchenchor hatte unter der Leitung von Heine Albrecht, der auch einige Werke selbst komponierte, auch zahlreiche Auftritte außerhalb der kirchlichen Anlässe, wie bei Benefizkonzerten Adventsingen oder bei der Harmonika WM. Doch auch das gesellige Miteinander kam nicht zu kurz mit Almbesuchen, Ausflügen und dem Feiern der runden Geburtstage der Chormitglieder.
Die 30 Kirchenchormitglieder und die Pfarrei bedankten sich bei Heine Albrecht für 15 gemeinsame Jahre mit einem Geschenk und einem Gedicht von Betti Scheuerl über das Wirken von Heine. „Vergeid’s God fia de scheene Zeit!" Der scheidende Chorleiter ist seit seiner Kindheit mit Inzell verbunden (Verwandtschaft, Schüler, Musikschule) und so fiel es ihm auch schwer, Abschied zu nehmen. „I bin schwar ganga, wie des a scheene Zeit war. Mei Ziel war immer, de Musi zu Gottes Ehren zu finden. So dad ois besser wearn". Albrecht freute sich auch über das Kommen von Landrat Sigi Walch und bedankte sich bei seinen Kollegen fürs Mitmusizieren. Organistin Ines Preinfalk hat sich bereit erklärt, den Chor in der Zwischenzeit kommissarisch zu leiten, bis sich ein neuer Chorleiter gefunden hat.
Das abschließenden ‚Großer Gott wir loben Dich‘, den sich Heine Albrecht eigens zu seinem Abschied gewünscht hatte, wurde viele Emotionen frei und einige waren auf Grund besonderer Rührung nicht mehr in der Lage mitzusingen. Gerade auch hier wurde deutlich, wie schwer doch letztlich der Abschied fiel.

Heini Dank
Gemeindereferent Philip Moser (re.) bedankte sich bei Heine Albrecht für die Leitung des Inzeller Kirchenchores und die langjährige gute Zusammenarbeit.
Heini Cleetus
Heini
Gipfelfoto
Die Gruppe am Gipfel des Greifenbergs (2618 Meter). Fotos: Georg Gruber.

„Viele Wege führen zu Gott, einer über die Berge…“

Mit diesem oft zitierten Satz, der dem verstorbenen Altbischof von Innsbruck, Reinhold Stecher, zugeschrieben wird, könnte man die vier Tage beschreiben, den eine Gruppe von acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen mit Gemeindereferent Philip Moser und Pastoralreferent Georg Gruber in den Schladminger Tauern verbracht haben. Die Veranstaltung wurde in Kooperation der Pfarreien St. Georg Ruhpolding und St. Michael Inzell angeboten. Die Teilnehmer kamen aus Ruhpolding, Inzell, Peterskirchen und Tittmoning.
Das Unterwegssein in den Bergen auch zu einer gemeinsamen Glaubenserfahrung und Glaubensvertiefung werden zu lassen, war eines der Ziele dieser Bergtour. Die Schladminger Tauern zeichnen sich durch einen Wasserreichtum mit unzähligen Seen, Bächen und Wasserfällen aus. Das Rauschen des Wassers war oftmals ständiger Begleiter in diesen Tagen. Gestartet wurde im Untertal, ein Seitental, das in Schladming vom Ennstal abzweigt. Es ging über die gewaltigen Riesachfälle zum ruhigen Riesachsee und weiter zur Preintalerhütte, wo zweimal übernachtet wurde.
Am ersten Tag ging es, passend zum unterschiedlich fließenden Wasser, um den Fluss der eigenen Lebensenergie und um den verborgenen Ursprung unseres Lebens. Am zweiten Tag führte der Weg ins abgelegene Sonntagskar mit den Sonntagskarseen und weiter rauf zur 2.326 Meter hoch gelegenen Rettingscharte. Ein weiterer Weg über den Grat zum Gipfel war aufgrund der Nässe leider nicht möglich. Begleitet wurde dieser Tag von Impulsen rund um Mose, seine Berufung und den Exodus der Israeliten. Besonders schön war, dass sich bei einer Station ein scheinbar religiös interessiertes Schaf zur Gruppe gesellte und den Worten von Gemeindereferent Philip Moser aufmerksam lauschte.
Am dritten Tag, an dem sich erstmals auch so richtig die Sonne zeigte, führte der Weg durch den malerischen Klafferkessel mit seinen vielen kleinen Seen und Lacken. Die Teilnehmer waren eingeladen, sich mit Abraham auf den Weg zu machen, der auf Gottes Geheiß und im Vertrauen auf ihn alles hinter sich gelassen hatte, um im Land Kanaan eine verheißungsvoll Zukunft zu haben. Vom Greifenberg (2618m) bot sich dann ein herrlicher Blick über die Bergwelt der Niederen Tauern und auf das nächste Ziel: den höchsten Berg dieser Gebirgsgruppe, den Hochgolling (2862m).
Nach einer Übernachtung auf der ziemlich vollen Gollinghütte startete die Gruppe bei klarem Wetter zunächst in den Gollingwinkel, wo das Tal an der Nordwand des mächtigen Hochgollings endet und ein gewaltiges, natürliches Amphitheater bildet. Dann ging’s mühsam über einen langen Geröllhang empor auf die Gollingscharte. Von hier führte dann der Weg anspruchsvoll durch die Westflanke auf den Gipfel. Von den biblischen Impulsen ging es an diesem Tag um die Wüstenwanderung des Volkes Israel und um die Erfahrungen am Gottesberg Horeb. Wie sich der Gipfel des Horebs sich beim Empfang der Zehn Gebote in Wolken und Rauch hüllte, so tat es leider auch der Gipfel des Hochgollings bereits am späteren Vormittag und so konnte man vom Gipfel nur „mit dem Herzen sehen. Dann stand ein langer Abstieg von 1.800 Höhenmetern durchs Steinriesental zum Ausgangspunkt bevor. Erschöpft, aber mit angereichert mit vielen Berg- und Glaubenserfahrungen konnten alle die Heimreise antreten. Alle waren sich darin einig, dass es sich gelohnt hat, sich auf diese etwas ungewöhnliche Art eines „Pfarrausflugs“ einzulassen. Auch die Reaktionen anderer Bergsteiger auf dem Weg und auf den Hütten waren überwiegend positiv: „Schön, dass es so etwas angeboten wird!“        Georg Gruber
Schladminger Tauern
Im Klafferkessel mit seinen vielen kleinen Seen.
Schladming
Schaf lauscht "Hirten".

Kirchental Gruppe

Fußwallfahrt nach Maria Kirchental

Um die 30 Gläubigen beteiligten sich dieses Jahr an der alljährlichen Wallfahrt nach Maria Kirchental. Sie erlebten wieder einmal ein wunderbares Naturschauspiel bei angenehm kühlen Temperaturen und klarster Sicht mit Sternenhimmel durch die Loferer Steinbergen dem erwachenden Morgen entgegen. Unterwegs beschäftigte sich die Gruppe angeregt durch Impulse mit der Pfingstgeschichte und der Frage, was uns heute an unserem Glauben begeistert und nach was wir uns sehnen. Bereits in den frühen Morgenstunden führte der Weg begleitet durch Rosenkranzgebet, Stille oder Gespräch von Schneizlreuth, Unken, der Saalach entlang nach Reith, wo sich die Gruppe bei einer längeren Brotzeit stärkte. Nachdem sich noch einige Wallfahrer angeschlossen haben, ging es weiter über Au, St. Martin und über den Tiroler Steig hinauf nach Maria Kirchental.  Im „Pinzgauer Dom“ durften wir zusammen mit Pater Ludwig unsere eigene Wallfahrermesse feiern, bei der die Gedanken der Wallfahrt in Lesungen, Predigt und Fürbitten vertieft werden konnten.  
Zum Abschluss gehörte natürlich die gemütliche Einkehr beim Kirchentalwirt dazu. Leider ließen uns dieses Jahr die nachgereisten Autofahrer im Stich, so dass die Heimreise etwas komplizierter wurde. Trotz allem war es wieder ein sehr schönes Erlebnis, zu dem wir Sie alle auch die nächsten Jahre wieder herzlich einladen dürfen. Vielen Dank bei allen, die mitgeholfen haben, dass die Wallfahrt stattfinden konnte. Allen voran unserem Begleitfahrzeug mit Hans Köberl, unserem Fotographen Erwin Mairleitner, unseren fleißigen Kreuzträgerinnen und unseren zwei PGR-Vorsitzenden Albert Hütter und Hubert Zach, die sich stark in Vorbereitung und Durchführung engagiert haben.        Philip Moser
Kirchental Messe
Kirchental Kirche
Kirchental Wallfahrer
Kirchental Brotzeit

Jubiläum Cleetus-6
Pater Cleetus bei der Messfeier in Mitten seine Mitzelebranten und Ministranten

Priesterjubiläum in Indischen Ritus

Pater Cleetus Unnikunell vor 25 Jahren zum Priester geweiht
(wb) Inzell/Weißbach a.d.A. Mit einem festlichen Gottesdienst im Indischen Ritus, feierte der Pfarrvikar der Inzeller Pfarrei St. Michael, Pater Cleetus Unnikunell aus Indien, am Sonntag mit der Pfarrgemeinde sein 25. Priesterjubiläum. Zu dem Gottesdienst waren auch Ordensbrüder und Ordensschwestern des Jubilars, eine eigene Gesangsgruppe und Angehörige seiner Familie gekommen. Die Organistin Cäcilia Lederer gestaltete den feierlichen Einzug und das Schlusslied musikalisch. Pfarradministrator Otto Stangl aus Ruhpolding zeigte sich beeindruckt von dieser besonderen Form der Eucharistiefeier und dankte Pater Cleetus für seine menschennahe und herzliche Seelsorge in Inzell und in der Filialkirchengemeinde Weißbach a.d.A.

Nach einem festlichen Einzug freute sich Pater Cleetus über die große Zahl Gläubiger aus Inzell und Weißbach a.d.A., die zur Jubiläumsmesse gekommen waren. Wie Pater Cleetus Unnikunnel bei seiner Begrüßung erwähnte, ist die in der Festmesse zelebrierte „göttliche Liturgie der Thomas-Christen Indiens“ die zweitälteste nach dem Römischen Ritus in der Katholischen Kirche. Viele der Gebete und Psalmen während der Eucharistiefeier werden hier größtenteils vom Pfarrer selber gesungen statt gebetet. Eine Gesangsgruppe, in der die Ordensschwestern Stina und Jesna zusammen mit Pater Jestin sangen, untermalt von orientalisch-indischer Musik von Jestins Keyboard, unterstützen den Pater dabei in einer für hiesige Ohren sicher ungewöhnlichen, aber sehr stimmungsvollen und fröhlichen Musik. Neben der Gesangsgruppe gestalteten der Diakon Josef Eixenberger und neu Ordensbrüder den Gottesdienst mit, die für diesen Anlass extra aus dem Allgäu und Regensburg angereist waren und für alle Zelebranten ganz besondere, in weiß-rot-gold gehaltene Messgewänder mitgebracht hatten.

Als Glaubensspruch für das Fest hatte Pater Cleetus eine Textstelle aus Genesis 12.2 gewählt, die Abrams Berufung und den Zug nach Kanaan zum Inhalt hat in der es heißt: „Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.“

Pater Josef machte in seiner Festpredigt einen Versuch, die Attributen eines guten Priesters zu definieren. Er sollte demnach Mitgefühl zeigen, offen für andere sein, Humor haben, die Kirche lieben, sie aber auch kritisch hinterfragen, Fehler verzeihen können, sich dem Evangelium verpflichtet fühlen und Zuversicht ausstrahlen - kurz gesagt, „ein Mann des Lebens sein!“. In jedem Fall sollte er in die Welt wie durch ein klares, durchsichtiges Fenster blicken, damit er die Schöpfung, die Menschen und den Schöpfer auch wahrnehmen könne. Wer nur in einen Spiegel schaue, sehe lediglich sich selber.
Der Jubilar solle auch einen Blick auf die letzten 25 Jahre seines Wirkens werfen. Auf die Pfarreien in denen er gewirkt und gebetet hat, auf die Erstkommunikanten, Ehepaare, Kranken und Sterbenden, die er dort getroffen, betreut, begleitet oder getröstet habe und mit seiner herzlichen und liebevollen Art Menschen gewonnen habe . Der Festmesse solle ein Dank an Gott für die segensreiche Arbeit im „Weinberg Gottes“ sein. Der gewählte Glaubensspruch fasse ebenfalls gut zusammen, was einen Priester ausmache. Auch Pater Cleetus habe im Alter von 15 Jahren die Familie und die Verwandten verlassen, um der Berufung zum Priester zu folgen - 11 Jahre lang in Indien und bereits 14 Jahre hier in Deutschland. Hierzu gratulierte er ihm, auch im Namen aller Mitbrüder und Mitschwestern herzlich.

Pfarrer Stangl zeigte sich beeindruckt von der stimmungsvollen Messgestaltung und dankte dem Pater für seine Arbeit hier. Den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der Pfarrei St. Michael, Albert Hütter, freute es, dass Pater Cleetus das offene Fenster und nicht den Spiegel für sein Wirken gewählt habe. Bezugnehmend auf Genesis 12.2. rief er ihm zu: „Du bist für unsere Pfarrei Segen in Deinen Worten und Taten und strahlst Lebendigkeit und Freude aus!“. Er freue sich in jedem Fall über den gemeinsamen, weiteren Weg. Als Präsent übereichte er dem Jubilar ein Büchlein voller unterschiedlicher Gutscheine, angefangen von Essenseinladungen, über Konzertbesuche bis hin zu einer Radltour, geschenkt von den Gremien und Gruppierungen der Pfarrei, von Freunden und Pfarrangehörigen. Alle Gottesdienstbesucher lud Hütter nach der Messe in den Pfarrsaal zu einem Stehempfang ein.

Pater Cleetus richtete zum Abschluss der Eucharistiefeier ein großes Dankeschön an seine Familie, an alle Wegbegleiter und alle, die diesen Festtag vorbereitet und mitgestaltet haben. Einen Sonderapplaus spendeten die Gottesdienstbesucher insbesondere den Ministranten und der Gesangsgruppe. Er sehe in der Lebensgeschichte des Abram auch ein wenig die Geschichte von uns allen, die ebenfalls Hoffnung, Zweifel und Resignation beinhalte. Man könne dadurch aber auch lernen was es heiße auf Gott zu vertrauen. Die Geschichte zeige weiter, dass es keine Altersbeschränkung gebe, wann man zu Gott aufbreche. Schließlich sei Abram auch schon 75 Jahre alt gewesen als er sich zum Aufbruch entschlossen habe. So gesehen, scheint auch der Spruch: „einen alten Baum verpflanzt man nicht“ nicht ganz zu stimmen. Mit Gottes Segen gelinge dies in jedem Fall. Auch er habe nicht geglaubt, dass er als Priester von Asien hier nach Deutschland kommen werde und mit 40 Jahren noch die deutsche Sprache hat lernen müssen. Getreu des gewählten Glaubensspruches wolle er aber weiterhin Bereicherung und Segen überall dort sein, wo er arbeite und lebe. Wichtig sei es ihm zudem, die Menschen spüren zu lassen, dass auch jeder einzelne von ihnen Segen und Bereicherung für die Schöpfung sei. Nach dem feierlichen „Großer Gott wir loben dich“, fanden sich viele der Gottesdienstbesucher zum Stehempfang ein, wo es noch viele gute Gespräche gab.  Bilder Werner Bauregger
Jubiläum Cleetus
Jubiläum Cleetus-8
Wandlung: li Pater Josef, Pater Cleetus, Pfarrer Stangl
Jubiläum Cleetus-2
Jubiläum Cleetus
Jubiläum Cleetus-5
Jubiläum Cleetus
Jubiläum Cleetus
Gesangsgruppe gestaltete Gottesdienst orientalisch
Jubiläum Cleetus-5
Albert Hütter überreicht ein Heft voller Gutscheine
Jubiläum Cleetus-5
Jubiläum Cleetus

Fronleichnamsgottesdienst in Inzell

Fronleichnam Inzell 2019
Prozessionszug zur Kirche
Pfarrer i. R. Andreas Zehentmair zelebrierte den Fronleichnamsgottesdienst im Kurpark und er hielt auch die Predigt. Im Folgenden der zu Verfügung gestellte Wortlaut.
 
Begrüßung
Dass wir uns hier im Kurgarten versammelt haben und dann durch unser Dorf in festlicher Prozession ziehen, damit zeigen und begehen wir, was wir als Christen, als Getaufte und Gefirmte sind: Volk Gottes unterwegs.
Wir verstehen uns nicht als festgefahrene, statische, institutionelle Kirche, sondern als Gemeinde Gottes in Bewegung. Wir sind immer neu auf der Suche nach Gott und wir wollen das, was uns von der Botschaft Jesu anspricht, auch unseren Mitmenschen zuteilwerden lassen.
Paulus nennt seine Gemeindemitglieder von Korinth Heilige - trotz ihrer Schwächen und Fehler; er nennt sie Heilige, weil durch sie Gott in Korinth gegenwärtig wird, weil durch sie etwas von der Barmherzigkeit Gottes spürbar wird. Ganz schön überheblich, möchten wir sagen. Das gilt auch für uns, obwohl wir uns das gar nicht zu sagen trauen: Paulus jedenfalls würde uns als Heilige Gottes in Inzell ansprechen.
 
Hinführung zum Evangelium Lk 9,10-17
Dass sich Jesus auf seinem Weg durch Galiläa Frauen und Männer anschlossen, gerade wegen seines Engagements für die Armen, Ausgegrenzten und seiner Predigt vom Reich Gottes und barmherzigen Vater, irritierte nicht bloß die Hohenpriester und Pharisäer, sondern auch den Landesfürsten Herodes. Deswegen wollte dieser ihn auch kennenlernen: Wer ist dieser, der das einfache Volk so ansprechen kann und der der Oberschicht irgendwie das Fürchten lehrt?
Der Evangelist antwortet darauf mit der Erzählung von der Speisung der 5000.
 
Evangelium Lk 9,10-17
Die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, was sie alles getan hatten. Dann nahm er sie beiseite und zog sich mit ihnen allein in eine Stadt zurück, die Betsaida heißt. Aber die Leute erfuhren davon und folgten ihm. Er empfing sie freundlich, redete zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.
Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.
Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!
Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten. Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.
 
Predigt:„Empfangen und geben oder worin zeigt sich Kirche-sein?“
Mit 5 Broten 5000 Männer - Frauen und Kinder nicht dazu gerechnet- satt kriegen! Wenn das so einfach ginge, müsste man im Handumdrehen alle Hungersnöte beenden können. Die einen mögen auf einen solchen Wundertäter, Messias hoffen; den anderen, die sich jetzt als die Herren der Welt verstehen, müsste angst und bang werden; sie hätten für alle Zeiten ausgespielt. Mit 5 Broten 5000 sättigen - ist das nicht ein großer Blöff! Wer kann das schon? Seit jenem Geschehen ist derartiges nicht mehr publik geworden. Müssen wir nicht damit leben, dass Hunger und Armut sich immer weiter verschlimmern? Dazu haben wir noch ganz andere und unlösbare Probleme in Welt und Kirche zu meistern. Was tun? Kapitulieren ?
Mit unseren begrenzten Möglichkeiten all diese Nöte zu lindern, das ist so unmöglich wie mit 5 Broten 5000 Männer sättigen. Nicht einmal mit Häppchen sie abzuspeisen ist möglich. Unsere Chancen 1:1000!
Da kann man die wenigen Frauen und Männer, die Jesus nachfolgen, gut verstehen, wenn sie sagen: Schick sie weg! Unsere Möglichkeiten sind bei Null! Sie denken realistisch. Jesus gibt aber keine andere Antwort als: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Verdammt enttäuschend und unrealistisch; ein Ding der Unmöglichkeit! Für mich zeigt diese unmögliche Sättigung auf, worin sich Christsein, Glaube an Jesus, christliche Gemeinde und Kirche zeigen: gegen die Unmöglichkeiten in Welt und Kirche angehen, ohne sich davon erdrücken zu lassen.
Denn christlicher Glaube hat die Realität, das konkrete Leben der Mitmenschen im Blick. Glaube und Kirche sind nie Weltflucht und nie Selbstzweck! "Jesus nahm die 5 Brote und die 2 Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngerinnen und Jüngern, damit diese an die Leute austeilten."
Wen erinnert das nicht an unsere Gottesdienste, an das Gabenbringen, das Brotbrechen und Austeilen in der Kommunion. So werden wir zwar nicht den Hunger in der Welt besiegen oder die derzeitige Kirchenkrise lösen können. Das heißt aber nicht, damit gar nicht anfangen zu brauchen. in jedem Gottesdienst spielen wir das "Hunger-Besiegen", die Sättigung der 5000, auch Versöhnung und Frieden im Friedensgruß durch. Das heißt: wir ermutigen uns damit anzufangen und weiterzumachen.
Im Evangelium war von den "ZwöIf“ die Rede. Zwölf steht für die zwölf Volksstämme des alten biblischen Israel und für den Neuen Bund, also für das gesamte Volk Gottes, damals wie heute. Wir alle sind mit den Zwölf gemeint, nicht nur Papst, Bischöfe. Priester. Ein mittelalterliches Bild dazu zeigt Jesus in der Mitte; er reicht die Brote weiter, und die, die sie empfangen, reichen ebenfalls weiter. Empfangen und weitergeben! Jesus will keine Anbeter, sondern Nachfolgerlnnen, die seine Lebenspraxis selbst leben wollen. Jeder ist Empfangender und Gebender. Das ist das Handlungsmuster von Christsein und Kirche.
Da ist keine Rede von Hierarchie, Papst. Bischöfe, sondern von allen Glaubenden; da gibt es noch keine Barrieren zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, zwischen Geweihten und Nichtgeweihten. Da wird allen Glaubenden zugetraut, zu empfangen und zu geben. Da ist die Frage "wer darf, wer darf nicht" völlig irrelevant. Da wird Kirche nicht verengt auf eine Moralinstitution, die sagt was falsch und richtig, wer noch katholisch oder schon ungläubig, was sittlich rein oder sündig ist. Da wird nichts Menschliches ausgeschlossen oder verurteilt, sondern da verstehen sich alle als Gesprächspartner: der Fromme wie der Ungläubige. Kirche sieht sich als Hörende und Lernende; denn Gott kann auch schon längst in anderen gesprochen haben.
Von einem hierarchischen Kirchenverständnis, von einem Klerikalismus - was uns in die heutige Kirchenkrise unter anderem geführt hat - finden wir im heutigen Evangelium von der Sättigung der 5000 nichts. Da ist vielmehr von Kirche "als Volk Gottes unterwegs " die Rede, die Anteil nimmt am Leben aller Menschen - nicht um zu verurteilen, sondern um aufzurichten. Kirche nicht als Institution, sondern als Gemeinschaft der Getauften auf Augenhöhe. Kirche ereignet sich, wo man empfängt und weitergibt, Brotvermehrung praktiziert - bei aller Aussichtslosigkeit. Ich glaube, darin liegt die Zukunft des Christseins und der Kirche.
 
Die Fürbitten im Gottesdienst
Durch Taufe und Firmung und gestärkt durch den Leib Christi im heiligen Sakrament sind wir gerufen, deine Liebe und Barmherzigkeit in unserer Gemeinde zu leben.
Herr, schenke uns immer mehr das Bewusstsein dafür und gib uns den nötigen Mut und die Kraft.
 
Ein Sprichwort sagt: „Hände können nur dann geben, wenn sie nicht mit Nehmen und Halten beschäftigt sind“.
Gott, unser aller Vater, lass uns das endlich begreifen und öffne unsere Herzen, damit wir bereit sind von unserem Wohlstand an jene abzugeben, die von Allem zu wenig haben und an den Auswirkungen unseres Wohlstandes am Meisten leiden.
 
Jesus Christus, jeder von uns ist ein lebendiger Stein im Bauwerk Kirche. Auch bei uns in Inzell kann und darf jeder mit bauen.
Lass jeden von uns erkennen welchen Beitrag er zu unserem gemeinsamen Bauwerk „Pfarrei Inzell“ beitragen kann und schenk uns die Kraft und den Mut, uns als lebendigen Baustein einzusetzen.                                      
Hans Huber; Foto Waltraud Jahn

Fronleichnam Inzell
Der erste Altar in der Adlgasser Straße

Fronleichnamsprozession in Inzell 2019

Pfarrer i. R. Andreas Zehentmair hat die Bibeltexte für die 3 Altäre ausgewählt. Die Gebete, Gedanken und Fürbitten zu den Bibeltexten wurden von Gabi Maier, Hedi Schmied und Elfriede Wörfel gestaltet. Im Folgenden der zu Verfügung gestellte Wortlaut.
 
Hinführung zur Prozession
Nicht wie in einem Triumphzug ziehen wir jetzt durch unser Dorf, sondern mit einfachen Mitteln; wir wollen bekunden, dass wir uns von Jesus, seinem Leben und seiner Botschaft angesprochen fühlen und dass wir das leben wollen zum Segen unserer Mitmenschen. So verstehen wir Kirche und auch uns selbst als Kirche. Mit unserer Vielfalt und Buntheit, mit unseren Trachten, Gewändern, Fahnen, durch das was wir mittragen, durch unser Singen und unsere Musik möchten wir zu unserer Freude und zur Freude anderer beitragen.
   

„Wir sind Sakrament, Zeichen Gottes in der Welt“

war das Thema des ersten Altars
 
Gebet
Lasset uns beten:
Gott, wir danken dir, dass du uns hier zusammengeführt hast.
Lass uns erkennen, was wir sind.
Lass und glauben, was wir beten.
Lass uns tun, was du uns sagst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
Bibeltext: Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1 Kor. 1 – 3)
Paulus, durch Gottes Willen berufender Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes an die Kirche Gottes, die in Korinth ist – die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen -, mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus überall anrufen, bei ihnen  und bei uns.
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
 
Gedanken zum Bibeltext
Paulus schreibt an die Kirche Gottes, die in Korinth ist – die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenden Heiligen.
Paulus richtet seine Worte auch an uns, an die Kirche Gottes, die in Inzell ist – an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen in Inzell.
Wir sind gerufen durch Taufe und Firmung, jeder einzelne.
Wir sind gerufen Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu leben.
Als Christ leben heißt Mensch sein, der den anderen sieht und hört, wahrnimmt, ihm seine Hilfe anbietet.
Mutter Teresa hat gesagt: „Wir sind alle Stifte in der Hand Gottes.“
Wir sollen diese Welt lieben und gestalten mit unseren Talenten, Fähigkeiten, Möglichkeiten und auch mit unseren Schwächen, ganz konkret, auch hier vor Ort in Inzell.
 

„Kirche als Leib Christi aus vielen Gliedern“

war das Thema des zweiten Altars
 
Gebet:
Christus hat keine Hände - nur unsere Hände – um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße – nur unsere Füße – um Menschen zu begleiten und auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen – nur unsere Lippen – um Menschen von ihm zu erzählen und sie für seine Sache zu begeistern.
Er hat keine Hilfe – nur unsere Hilfe – um Menschen an seine Seite zu bringen. Amen
 
Bibeltext: Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1 Kor 12, 4 – 20)
Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem Einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem Anderen durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem Dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem Anderen - immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem Andern Wunderkräfte, einem Andern prophetisches Reden, einem Anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem Andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem Andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem Jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.
Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
 
Gedanken zum Bibeltext
Aus der Vergangenheit sind wir gewohnt: Der jeweilige Pfarrer am Ort ist „die Kirche“. Er alleine sagte wo es lang geht, was richtig und was falsch war. Das war praktisch. Man wurde bedient, man besuchte den Gottesdienst, lauschte der Predigt und bestenfalls setzte man die Predigtgedanken im Alltag dann auch um. Aber damit war die“ Angelegenheit Kirche“ auch schon erledigt.
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil – das nebenbei bemerkt, schon mehr als 50 Jahre her ist – ist das anders. Oder sollte wenigsten anders sein. Es sollte so sein, wie wir in der Bibelstelle vorher gehört haben: unsere Kirche ist ein Leib, der aus vielen Gliedern besteht. Man könnte auch sagen:  ein Ganzes, das aus vielen Einzelteilen besteht. Die Glieder dieses Körpers sind wir. Wir alle Gläubigen, die wir uns zur Gemeinschaft der Christen zählen. Wir alle sollen uns mit unseren Fähigkeiten und Begabungen in die Gemeinschaft einbringen. Dabei ist keiner wichtiger als der Andere, keiner steht über dem Anderen.
Diese neue Sichtweise von Kirche ist für viele immer noch ungewohnt und für manche auch inakzeptabel. Aber nur wenn wir es schaffen, dieses ursprüngliche Bild von Kirche in die Tat umzusetzen, haben wir als Kirche eine Zukunft.
 

„Göttliche Wertschätzung der lebendigen Steine in der Kirche vor Ort“

war das Thema des dritten Altars
 
Gebet
Jesus Christus, durch Deine Hingabe und Dein Geschenk im gewandelten Brot stärkst Du uns und gibst uns immer wieder neue Kraft. Lass uns diese Kraft auch einsetzen für unsere Kirche vor Ort in Inzell, lass uns erkennen wie wir mitgestalten, mit bauen können an Deinem begonnen Bauwerk des Glaubens. Amen
  
Bibeltext: Eine königliche Priesterschaft (1 Petr.2, 4-10)
Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist!
Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen!
Denn es heißt in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde.
Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden, zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt.
Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt.
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.
Einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.
 
Gedanken zum Bibeltext
Notre Dame Paris – sofort fällt uns der schreckliche Brand in dieser französischen Kathedrale ein. Doch dieses Bauwerk hat das Schlimmste überstanden, kann wieder aufgebaut werden.
Auch in unserer Pfarrei gab es in den letzten Monaten Umbrüche, Veränderungen, Neustrukturierungen. Manches Neue läuft schon sehr gut, anderes muss sich noch mehr einspielen oder angenommen werden.
Und genau jetzt ruft uns Petrus zu: „Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein….“ Und „lasst Euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen.“!
Lebendiger Stein – geistiges Haus – ja genau wir, jeder einzelne von uns ist gerufen, da wo er in unserem Ort hingestellt ist in seiner ganz persönlichen Weise an unserer Pfarrei, unserer Kirche , unserer Glaubens- und Ortsgemeinschaft in Inzell als Christ mit zu bauen.
Mit bauen? Wie ist das gemeint?
Jeder von uns ist durch seine Taufe berufen zu einer „königlichen Priesterschaft“, in der wir mit unseren Fähigkeiten die Taten und Worte Gottes und seines Sohnes Jesus verkünden und leben können.
Nutzen wir unsere Möglichkeiten, bringen wir uns ein, gestalten und bauen wir mit, damit Kirche in Inzell ein großartiges, standfeste Bauwerk bleibt, das von Gott getragen und geschätzt wird. Amen
Hans Huber;    Foto Theresia Stöckl-Drax
Fronleichnam Inzell 2019
Der "Himmel" mit den Laternenträgern bei der Prozession

Messfeier am Musikpavillon
Prozession am Gruberhof

Fronleichnamsprozession durch Weißbach a.d.A.

Feierliche Messe im Kurpark - Prozession führt durch Straßen und Wiesen
(wb) Bei wunderbaren Sommerwetter, feierte der Pfarrvikar Pater Cleetus Unnikunnel CST mit den Gläubigen der Filialkirchengemeinde Weißbach a.d.A. das Fronleichnamsfest, im Volksmund auch „Prangertag“ genannt. Nach einem feierlichen Gottesdienst im Musikpavillon des Kurparks zogen Vereinsabordnungen und Gottesdienstbesucher mit dem Allerheiligsten zu weiteren Feldaltären am Geislerkreuz, am Gruberhof und zurück zum Musikpavillon. Musikalisch wurde die Fronleichnamsfeier von der Musikkapelle Weißbach unter Leitung von Walter Niederberger und der Chorleiterin Rita Staat-Holzner mit einigen Chormitgliedern mitgestaltet.

Fronleichnam wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Übersetzt bedeutet Fronleichnam „Leib des Herrn“. Nach christlichem Glauben zeigt sich Gott im heiligen Brot, welches in Form einer Hostie, aufbewahrt in einer Monstranz, in einer Prozession durch den Ort getragen wird. Entstanden ist Fronleichnam in Lüttich und wurde dort 1246 zum ersten Mal gefeiert und wurde von Papst Urban IV. 1264 für die ganze Kirche eingeführt. 1279 wurde das eucharistische Brot in Köln zum ersten Mal feierlich durch die Stadt getragen. Bedeutend sind für das Fest die vier Himmelrichtungen, in die auch die Monstranz an den Altären feierlich erhoben wird. Auch die Lesung vier unterschiedlicher Evangelien an vier Feldaltären haben damit zu tun. Schließlich spielt die Pracht der Blüten und Blumen ebenfalls eine große Rolle am Fronleichnamstag.
Um gerade letzteren Bedeutung des Festes Nachdruck zu verleihen, hatte die Mesnerin Maria Bauregger, mit Unterstützung von Gemeinderatsmitgliedern, den Volksaltar im Musikpavillon wunderbar mit Gestecken aus Sonnenblumen und Pfingstrosen geschmückt. Um das festliche Herrichten des Feldaltars am Geislerkreuz kümmerte sich dankenswerter Weise Inge Steinbacher und Liesl Hopf übernahm diese Aufgabe am Gruberhof. Pater Cleetus freute sich über die Mitfeiernden, die alle in ihren Festtagsg`wand gekommen waren. In seiner Predigt rief er zum Teilen auf, so wie es Jesus bei der wunderbaren Brotvermehrung getan habe, denn dann reiche es für alle Menschen auf der Welt und es gäbe keinen Hunger mehr. Leider funktioniere dies aber im realen Leben nicht. Um die Intention des Fronleichnamsfestes begreifen und die Anwesenheit Jesus in der Hostie sehen zu können, bedürfe es des inneren Auges denn: „man sieht nur mit den Herzen gut!“.
Nach der Messfeier stellten sich die Vereine mit ihren Fahnen und Abordnungen, Gläubige und Gruppierungen der politischen und der Kirchengemeinde zur Fronleichnamsprozession auf. Der Geistliche begab sich unter den „Himmel“, der von vier Männern getragen und von zwei Laternenträgern begleitet wurde. Tradition ist es zudem, dass die Erstkommunikanten hinter dem Himmel mitgehen. An den Feldaltären wurde jeweils Station gemacht, wo Pater Cleetus die jeweiligen Evangelien las und Pfarrgemeinderatsmitglieder verschiedene Gedanken und Gebete dazu vortrugen. Unter Böllerschüssen und den Klängen des feierlichen „Pange linqua“ hob der Geistliche die Monstranz schließlich feierlich nach Norden, Osten Süden und Westen. Sowohl der Pfarrvikar wie der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Huber Zach bedankten sich am Schluss bei allen, die das Fest vorbereitet, mitgestaltet und mitgefeiert haben. Zach wies abschließend noch auf die Feierlichkeiten zum 25jährigen Priesterjubiläum von Pater Cleetus am Sonntag den 23. Juni, um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael – Inzell, hin und lud zur Mitfeier ein. Zum Abschluss des Prangertages traf sich die Gemeinschaft im Garten des Hotel Alpenglück, wo die Musikkapelle Weißbach noch zünftig aufspielte.  Fotos Werner Bauregger

Messfeier am Musikpavillon
Messfeier am Musikpavillon-2
Messfeier am Musikpavillon-7
Messfeier am Musikpavillon-3
Messfeier am Musikpavillon-4
Messfeier am Musikpavillon-5

Pfarrwallfahrt Steiermark
Wallfahrergruppe vor der Basilika in Mariazell

Pfarrwallfahrt in die Steiermark und nach Mariazell

Ein voll besetzter Bus Wallfahrer aus Inzell und Weißbach machte sich in der Woche nach Pfingsten auf den Weg in die Steiermark. Die Anreise führte durch das Salzkammergut mit einen kurzen Pause in St. Wolfgang am Wolfgangsee. Weiter ging es über die Panoramastraße auf die Loserhütte zur ersten Einkehr mit einem wunderbaren Ausblick auf den Altausseer See und den Dachstein. Über die Pyhrn-Autobahn ging es in die Mittelsteiermark zu unserem Hotel, 20 Kilometer nördlich von Graz. Die Sportlichen unter den Wallfahrern erkundigten gleich die hüglige Umgebung um das Hotel.

Am zweiten Tag fuhren wir durch teilweise alpine Landschaft in die Hochsteiermark zum größten Wallfahrtsort Österreichs nach Mariazell. Mit vielen anderen Wallfahrern feierten wir in der Basilika mit Pater Cleetus den Wallfahrtsgottesdienst. Die Basilika mit den drei markanten Kirchtürmen, einen gotischen und zwei barocken, war auch schon früher Ziel vieler Wallfahrer. Vor dem Hauptportal befinden sich zwei lebensgroße Bleistatuen. Auf der linken Seite steht der ungarische König Ludwig I aus dem 14. Jahrhundert und auf der rechten Seite Heinrich Markgraf von Mähren und Herzog von Böhmen. Pfarrvikar Pater Cleetus sorgte auch im Bus durch Gebete, Gedanken aber auch mit Witz für die geistliche Begleitung.

Am dritten Tag besuchen wir Graz, die Hauptstadt der Steiermark. Beim ersten Teil der Stadtführung vom Bus aus erklärte uns die Stadtführerin die vielen Gebäude mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen bis hin zu den ganz modernen Gebäuden. Bei der anschließenden Stadtführung zu Fuß durch die Altstadt besichtigten wir unter anderem die großen Innenhöfe, wie das Jesuitenkolleg mit dem künstlichen Schneemann und den Landhaushof, der zu den bedeutendsten Renaissancebauten Mitteleuropas zählt. Mittelpunkt des Hauptplatzes ist der Erzherzog Johann Brunnen mit der symbolischen Darstellung der Grenzflüsse Mur, Enns, Drau und Sann, als Steiermark noch viel größer war. Die meisten fuhren dann mit dem Lift auf den Schloßberg mit dem bekannten Uhrturm, dem Wahrzeichen von Graz. Nach der Mittagspause in der Altstadt steuerten wir unser nächstes Ziel, die Basilika Mariatrost, unweit von Graz an, wo wir mit Pater Cleetus eine Andacht feierten. Bei der anschließenden Einkehr im schattigen Biergarten beim Kirchenwirt waren die sommerlichen Temperaturen von Graz schnell wieder vergessen.

Am vierten Tag war das Ziel das Schilcherland in der Weststeiermark. Über die Schilcher Weinstraße erreichten wir auf einer Anhöhe unser Ziel, einen Buschenschank mit herrlichem Ausblick auf die Weinberge und das Schilcher Weinland mit Stainz. Bei einer Weinprobe erfuhren wir, wie die unterschiedlichen Weine entstehen und konnten auch verschiedene Weine verkosten und eine typische und reichhaltige Brettljause durfte natürlich auch nicht fehlen. Als zum Abschied noch einer mit der Steirer Ziach aufspielte war die Freude groß.
   
Die Heimreise führt uns zum steirischen Bodensee, einem idyllisch gelegenen Bergsee auf über 1100 Meter Höhe im Seewigtal, südöstlich von Schladming. Nach einem kleinen Fußmarsch erreichten wir das Gasthaus „Forellenhof“ direkt am See. Die meisten wanderten um den See und erfreuten sich an dem wunderbaren Talschluss mit den Wasserfällen bevor sie im gemütlichen Gasthaus einkehrten. Nachdem wir auf der ganzen Fahrt nur schönes Wetter hatten, überraschte uns erst wieder in Bayern angekommen ein Platzregen. Der Fegg Peter, der auf der ganzen Fahrt auch jedes noch so kleines „Wegei“ meisterte, brachte uns mit seiner unterhaltsamen Art wieder sicher nach Inzell.   Hans Huber

Erstkommunion Kreis um Altar
Den Höhepunkt feierten die jungen Christen im Kreis um den Altar stehend, als sie zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen durften.

„Jesus segnet uns"

28 junge Christen aus Inzell und Weißbach feiern in der Pfarrkirche Erstkommunion
(pm) Begleitet vom Altardienst und der Musikkapelle Inzell zogen am Sonntag 16 Mädchen und 12 Buben mit ihren Familienangehörigen bei strahlendem Frühlingswetter zur Pfarrkirche. Dort ging es schwungvoll los mit dem Lied ‚Eingeladen zum Fest des Lebens‘ unter der musikalischen Leitung von Albert Hütter und den ‚Mitsingers‘. Neben Pfarrvikar Pater Cleetus und Gemeindereferent Philip Moser kümmerte sich Elfriede Wörfel in bewährter liebevoll engagierter Art und Weise um die Begleitung der Kinder und Tischmütter.  Die Vorbereitung stand dieses Jahr unter dem Motto: „Jesus segnet uns“. Gottes Segen gibt uns Kraft und Mut für unser Leben mit der Zusage: „Es ist gut, dass es dich gibt. Ich begleite dich“. Dies durften die Kinder in besonderer Weise spüren durch die aktive Mitgestaltung bei Kyrie, Fürbitten und Gabenbereitung.  Bei der Predigt zeigten sie durch Bilder, aus denen ein Kreuz entstand, was für sie Segen bedeutet. Den Höhepunkt feierten die jungen Christen im Kreis um den Altar stehend, als sie die große Freundschaft mit Jesus und seine besondere Nähe im Sakrament der Eucharistie beim erstmaligen Kommunionempfang erfahren durften. Am Ende wurde allen gedankt, die dieses Fest so besonders werden ließen und allen eine Rose überreicht, die durch ihren Einsatz die intensive Vorbereitung möglich machten.         Foto Irene Auer
Erstkommunion Gruppe
Das Gruppenfoto mit 16 Mädchen und 12 Buben wurde bei strahlendem Frühlingswetter unter freiem Himmel gemacht. Links Elfriede Wörfel und Gemeindereferent Philip Moser, rechts Pater Cleetus.
Erstkommunion Gruppenbegleiter
Am Ende des Gottesdienstes wurde allen Tischmüttern eine Rose überreicht. Von links Sonja Einsiedl, Gabi Große-Ahlert, Tanja Maier, Angelina Tillmanns, Gabi und Hanna Maier, Martina Mosinger und Susanne Schwarz. Intensiv gedankt wurde Elfriede Wörfel, die sich neben Pfarrvikar Pater Cleetus und Gemeindereferent Philip Moser in bewährter liebevoll engagierter Art und Weise um die Begleitung der Kinder und Tischmütter kümmerte.
Erstkommunion Pfarrheim
Eingestimmt auf das große Fest wurden die 28 Kinder aus Inzell und Weißbach im Pfarrheim, bevor sie begleitet von der Musikkapelle zur Pfarrkirche zogen.

Inzeller Trachtler gedenken der Jungfrau Maria

Feierliche Maiandacht in Breitmoos an der Judas Taddäus Kapelle
Inzell (hw) – Die traditionelle Maiandacht der Falkastoaner Inzell fand wieder an der Judas Thaddäus Kapelle in Breitmoos bei Familie Bauer statt, die auch mit Gabi Maier für die gesamte Abwicklung verantwortlich war. Für die musikalische festliche Gestaltung sorgte wieder das Inzeller Harfenduo mit Sofia Kötzinger und Lisa Holzner. Scheinbar haben die Trachtler einen guten Draht zu Petrus, denn die Maiandachtsbesucher hatten Glück mit den äußeren Bedingungen - das Regenwetter machte eine Pause und die Abendsonne sorgte für eine besondere Stimmung.

Pater Cleetus zelebrierte die Maiandacht zu Ehren Maria, die nach seinen Worten nicht nur die Mutter Gottes, sondern auch unsere Mutter ist. Im Mai, dem ‚schönsten Monat des Jahres‘ feiern wir Maiandachten und verehren Maria, unsere Fürsprecherin.

Hochzeit zu Kana als Evangelium
Das Evangelium handelte von der Hochzeit von Kana, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelte und nach längerer Zeit wieder seine Mutter Maria trifft. Die Gottesmutter ist ein Mensch wie wir alle. Sie ist freundlich, geht auf Feste und ist gern unter Menschen. Auf der Hochzeit zu Kana beweist sie Feingefühl und ein Gespür für die Situation. Sie will helfen und bittet Jesus um ein kleines Wunder. Der Wein ist ausgegangen und unsere Freunde sollen ja gut versorgt sein, deshalb brauchen wir Gottes Hilfe. „Auch wir suchen Wunder und besuchen Wallfahrtsorte. Wunder passieren, wenn wir daran glauben", so Pater Cleetus. Die Situation mit dem ‚Ausgehen des Weines‘ verglich der Geistliche mit Hochzeiten bei uns, wenn das Bier und das Schnitzel aus sind. „Darüber sind wir bestimmt auch nicht begeistert".
Jesus weist Maria zurück bei der Bitte um Hilfe. ‚Ich bin nicht gekommen, um hier zu helfen‘. Dennoch ermuntert Maria die anderen, bereit zu sein, wenn Jesus ruft. Ebenso sollten wir Jesus vertrauen, auch wenn wir seine Schritte nicht immer verstehen. Machen wir uns bereit für die entscheidende Stunde und bereiten uns darauf vor.

Mitglieder des Trachtenvereins D’Falkastoaner Inzell waren mit eingebunden
Die Fürbitten wurden vorgetragen von den Mitgliedern des Trachtenvereins angefangen von den Kindern über die Frauen bis zum Trachtenvorstand Markus Kötzinger. Mit dem Lied ‚Maria, Dich lieben‘ endete eine sinnliche und für alle vertrauensvolle Maiandacht an der Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos.
Pater Cleetus und Markus Kötzinger dankten allen Besuchern für die Teilnahme an der Maiandacht und besonders Gertraud und Hans Bauer für das liebevolle Herrichten der Kapelle und Gabi Maier für die Vorbereitung der Feier. Ebenso den beiden Harfenspielerinnen Sofia Kötzinger und Lisa Holzner für ihre schönen Beiträge. Laut dem Trachtenvorstand ist der Draht nach oben zu Petrus nach wie vor ‚heiß gestrickt‘ und so „haben wir wieder einmal großes Glück mit dem Wetter gehabt".
Bei einem gemütlichen Beisammensein im Hause Bauer ließ man den Maiandachtsabend angemessen ausklingen.
Maiandacht Fürbitten
Die Fürbitten bei der Maiandacht der Falkastoaner Inzell wurde von den Mitgliedern des Trachtenvereins mit Vorstand Markus Kötzinger (li.) vorgetragen.
Maiandacht Pater
Die Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos war zur Maiandacht der Inzeller Trachtler von Gertraud und Hans Bauer liebevoll hergerichtet worden und war so ein echter Blickfang für die Mitfeiern
Maiandacht alle
Viele Gläubige feierten die Maiandacht der Inzeller Trachtler an der Judas Taddäus Kapelle in Breitmoos mit und sorgten durch aktive Teilnahme für ein gutes Gelingen.
Maiandacht Harfe
Für die musikalische Gestaltung sorgte das Inzeller Harfenduo mit Sofia Kötzinger (li.) und Lisa Holzner.

Palmweihe Weihe2
Inzells Pater Cleetus segnete die vielen mitgebrachten Palmbuschen. Bei kaltem Winterwetter in Inzell (2°C und teilweise einsetzender Graupel) wurde die Palmweihe zwischen dem Rathaus und der Bäckerei Höck durchgeführt. Die Musikkapelle Inzell sorgte für den musikalischen Rahmen.

Palmweihe in Inzell mit vielen Gläubigen am Rathaus

Leidensgeschichte Jesu wurde vorgetragen durch die Theater AG der Schule
Inzell (hw) - Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der letzte Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt wieder die sogenannte Karwoche. Die katholischen Gemeinden erinnern an die Leidensgeschichte Jesu und die darauf folgende Auferstehung mit der Palmprozession. So auch in Inzell, wo die Palmweihe in diesem Jahr bei winterlichen und kalten Temperaturen (2° C) wieder zwischen dem Rathaus und der Bäckerei Höck abgehalten wurde.

Sehr viele Kinder und Erwachsene kamen mit ihren Palmbuschen, um sie von Pater Cleetus segnen zu lassen und nach der Messe zu Verwandten und Bekannten zu tragen - es ist der Stolz der Kinder und sie werden dafür natürlich auch angemessen belohnt.
Segnung der ‚Palmzweige‘ durch Pater Cleetus
Die Musikkapelle Inzell eröffnete die Feier beim Einmarsch von Pater Cleetus mit den Ministranten und der Geistliche begrüßte die vielen Erwachsenen, aber vor allem alle Kinder mit ihren Palmbuschen. „Es freut mich, dass so viele trotz der kalten Temperaturen gekommen sind", so Cleetus zu Beginn. Damals vor über 2000 Jahren wurde Jesus, der auf einem Esel durch Jerusalem ritt, ein großartiger Empfang bereitet. Er wurde von der Menge gefeiert und die Leute riefen ‚Hosanna, Du bist der wahre Gott, Du bringst uns den Frieden. Dich wollen wir uns anschließen‘. Nach den Worten von Pater Cleetus wollen auch wir den Frieden und das zeigen wir mit dem Einzug Jesu und dem Wedeln der Palmbuschen. Doch die Situation kann sich schnell ändern. „Damals jubelte die Menschenmenge Jesus zu und sang Hosianna und nur eine Woche später überwog der Hass und sie riefen ‚Kreuzige ihn‘. So änderten die Leute in kurzer Zeit ihre Meinung", so der Geistliche. Jesus ist unser Leben und deshalb sollten wir ihm nachfolgen, rät Cleetus. Mit den Palmzweigen in den Händen verdeutlichen wir die Liebe und Treue zu Gott. Nach seinen Einführungsworten segnete der Pater die Palmzweige mit Weihwasser und Weihrauch, ehe die große Schar der Gläubigen in die Pfarrkirche St. Michael einzog.
Ergreifendes Passionsspiel der Theater AG der Grundschule Inzell
Bestens vorbereitet in mehreren Proben wurde das Passionsspiel von den Schülern auf kindgerechte und sehr anschauliche Weise vorgetragen, immer wieder verdeutlicht durch die Erklärungen von Religionslehrer Herbert Buchner. Die einzelnen Geschehnisse vom Einzug in den Tempel, dem letzten Abendmahl, dem Verrat durch Judas für 30 Silberlinge bis hin zur Kreuzigung konnten so sehr gut dargestellt und vor allem auch von den Kindern verstanden werden. Fehlen durfte natürlich auch nicht das Bekenntnis von Petrus zu Jesus, der ihn aber dann doch dreimal verleugnete, ehe der Hahn krähte. Herausgehoben wurde auch die Situation, als der Hohepriester Kajaphas das Volk über Jesus urteilen ließ. Daher wurde der Verbrecher Barabas freigelassen und der Sohn Gottes zum Tode verurteilt – ans Kreuz mit ihm! Jesus hat große Angst zu sterben und betet zu seinem Vater. ‚Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen‘. Doch die Schrift musste sich erfüllen und so waren die letzten Worte bevor er starb: ‚Dein Wille geschehe!‘ Durch die ausgezeichnete Darstellung der Theater AG war der Gottesdienst für Jung und Alt abwechslungsreich gestaltet und keineswegs langweilig.
Palmweihe Kreuzigung
Die Theater AG der Grundschule Inzell führte das Passionsspiel in der Pfarrkirche St. Michael in Inzell auf und brachte den Gottesdienstbesuchern auf beeindruckende Art und Weise die letzten Stunden im Leben von Jesus näher.
Palmweihe Beginn
Die Musikkapelle Inzell eröffnete die Palmweihe in Inzell musikalisch, ehe Pater Cleetus (in rot) und Religionslehrer Herbert Buchner (links) den Palmsonntag mit den vielen Gläubigen feierten.
Palmweihe Passionsspiel
Die Kinder der Theater AG präsentierten das Passionsspiel auf sehr nachvollziehbare und anschauliche Weise. So wurde die Leidensgeschichte Jesu allen Gottesdienstbesuchern dargestellt und die Vorstellungen der Kinder waren wirklich.

Kiga Ostern

Ostergottesdienst mit den Kindergartenkindern in der Pfarrkirche

In den vergangenen Wochen staunten wir über die Kraft des Frühlings. Überall können wir beobachten, wie neues Leben erwacht. Wir säten Weizenkörner, um zu sehen, wie daraus frisches Grün erwächst und danken Gott, dass er uns diese wunderschöne Welt geschenkt hat. Die Schöpfung zu bewahren ist eine große Aufgabe, die wir auch Kindern schon vermitteln können.
Im Frühling feiern wir auch das wichtigste Fest für uns Christen, das Osterfest. In biblischen Erzählungen lernten wir Jesus kennen. Er zog mit seinen Freunden durchs Land, machte Menschen froh, heilte und bekehrte sie, wie den blinden Bartimäus und Zachäus, den Zöllner. Weil ihm so viele Menschen nachfolgten, wollten ihn die Mächtigen des Landes loswerden. So verurteilten sie Jesus zum Tod am Kreuz. Doch Jesus ist auferstanden, er lebt. Die Trauer verwandelt sich in große Freude.

Von Jesus geht eine Kraft aus, die uns allen Hoffnung schenkt und Lebensfreude weckt.
 
Diese Frohe Osterbotschaft hörten wir in unserem Ostergottesdienst mit Pater Cleetus am 10. April in der Pfarrkirche. Auch Eltern und Großeltern waren dazu herzlich eingeladen. Unsere Vorschulkinder legten zu den ansprechenden Bildern Symbole nieder, mit Gebeten,   einem Tanz und gemeinsam gesungenen Liedern konnten sich alle in unserer Feier einbringen und diese mitgestalten. Pater Cleetus segnete unsere mitgebrachten Osterkörbe, in denen sich von den Kindern verzierte Osterkerzen, gefärbte Eier, selbstgebackene Osterlämmer und bunte Palmbuschen befanden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pater Cleetus für das Feiern des Gottesdienstes und wünschen nun allen frohe und schöne Osterfeiertage.                                                    R.S.
Kiga Ostern 1
Kiga Ostern 2

Familiengottesdienst und Fastensuppenessen in Inzell

In der Inzeller Pfarrkirche feierte Pfarrvikar Pater Cleetus mit Gemeindereferent Philip Moser einen Familiengottesdienst mit den Erstkommunionkindern. Unterstützt wurden sie durch Andrea Gietl und Monika Hallweger. Gemeinsam wurde der Gottesdienst mit dem Motto der Fastenaktion „Mach was draus: Sei Zukunft“ und dem modernen Fastenbild mit dem Thema „Mensch wo bist Du?“, das im Altarraum hängt, thematisch gestaltet. Die „Mitsingers“, ein Chor mit Instrumentalbegleitung unter Leitung von Albert Hütter, gestalteten in bewährter Weise musikalisch den Gottesdienst und werden auch die Erstkommunionfeier musikalisch begleiten.
 
Der Pfarrgemeinderat Inzell und Weißbach hat anschließend zum Fastensuppenessen in den Pfarrsaal eingeladen. Frauen und Männer des Pfarrgemeinderats kochten 30 Liter Kartoffelsuppen, ein Syrer kochte eine syrische Suppe und auch Pfarrvikar Pater Cleetus, der aus Indien stammt, kochte eine indische Kartoffelsuppe. Die vielen Besucher ließen sich die unterschiedlichen Suppen schmecken. Für die Kinder war im Keller des Pfarrheims für Unterhaltung gesorgt. Der Erlös von über 500 € wird dem MISEREOR-Hilfswerk gespendet, das mit ihrer Arbeit vielen Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika Hoffnung und Zukunft schenkt und an einer gerechteren Gesellschaft arbeitet.              Hans Huber

Fastenaktion 2019
Erstkommunionkinder tragen die Fürbitten vor, unterstützt durch Gemeindereferent Philip Moser. Über den Kindern im Altarraum das MISEREOR-Hungertuch 2019.
Fastenaktion 2019
"Vater-unser-Kreis" mit den Erstkommunionkindern und Pfarrvikar Pater Cleetus und Gemeindereferent Philip Moser.
Fastenaktion 2019
Franz Osterholzer, Martina Christoph und Pater Cleetus bei der Ausgabe der Suppen.
Fastenaktion 2019
Großer Andrang herrschte bei der Suppenausgabe.

Firmung alle
Insgesamt 20 jungen Christen wurde in der Pfarrkirche St. Michael in Inzell von Domvikar Monsignore Thomas Schlichting (vorne rechts) das Hl. Sakrament der Firmung gespendet. Hinten rechts Gemeindereferent Philip Moser und links Pater Cleetus.

‚Der Heilige Geist ist nicht fassbar, aber er ergreift uns! ‘

Festlicher Firmgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche
Inzell (hw) – 20 junge Christen durften in der Pfarrkirche St.Michael in Inzell bei ihrer Firmung den ‚Heiligen Geist empfangen‘. Monsignore Thomas Schlichting, der lange Jahre auch in Traunreut als Pfarrer tätig war, spendete den Jugendlichen das Sakrament. Gemeinsam mit Pater Cleetus, Diakon Josef Eixenberger und Gemeindereferent Philip Moser feierte der Domvikar einen sehr festlichen Gottesdienst. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der „Oberlandler Firm-Combo“, zusammengestellt aus Eltern und fünf Firmlingen unter der Leitung von Martin Lochner.

Philip Moser als Hauptverantwortlicher begrüßte zu Beginn die Firmlinge mit ihren Patern und auch alle Angehörigen und Kirchenbesucher. Firmling David Schillmeier bedankte sich bei Monsignore Schlichting für sein Kommen und drückte im Namen der Jugendlichen seine Freude über den bevorstehenden Gottesdienst aus. Darüber hinaus waren die Firmlinge auch aktiv in den Gottesdienst mit eingebunden.

‚Die Perle im Acker‘
Im Evangelium sprach Diakon Josef Eixenberger vom Reich Gottes. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“ Er verglich das Himmelreich mit einem Kaufmann, der schöne Perlen kauft.
Monsignore Thomas Schlichting begann seine überaus ansprechende Predigt mit einer Beschreibung des neuen Kinofilmes Free Solo, in dem der Freikletterer Alex Honnold ohne Seil und andere technische Hilfsmittel den bis zu 1000 Meter hohen Granitfelsen El Capitan im Yosemite National Park  bezwingt. Der Domvikar fragt sich, wie gehe ich mit der Angst um, wenn ich das Risiko selbst in die Hand nehmen möchte. Ähnlich sieht er es mit dem Erwachsen-Werden, das die Jugendlichen, bei allerdings geringeren Risiken, auch selbst in die Hand nehmen wollen und verdeutlichte das mit der Aussage:  ‚Aus Sicht der jungen Leute ist die Pubertät immer die Zeit, wenn die Eltern schwierig werden‘.

Ein Wagnis soll berechenbar sein
„Jesus hat auch das Risiko geliebt, aber dennoch nicht zu viel gewagt. Sein Ziel war immer das Reich Gottes/Gott auf Erden und das beschreibt er in vielen Gleichnissen“. Monsignore Schlichting vertrat die Meinung, dass man nichts dem Zufall überlassen soll und sich gut kennen muss, wenn man ein gewisses Risiko eingehen will. Jeder sollte sich annehmen, wie er/sie ist und herausfinden, was man gut kann. Das Leben ist ein Abenteuer, das gemeistert werden muss mit allen Risiken und Unwägbarkeiten, die das Leben bietet.“Dazua muaß ma a amoi an Batz in d’Hand nehma, so wia im Evangelium der ganze Acker ghaft worn is fia den Schatz“, unterstrich der Domvikar mit beeindruckenden Gesten.

Salbung mit Chrisamöl
Anschließend traten die Firmlinge einzeln mit ihren Paten vor den Altar und wurden mit dem Heiligen Geist in Form von Chrisamöl gesegnet. Dabei sprach Monsignore Schlichting zu jedem Einzelnen ein persönliches Wort und dankte auch den Paten für deren kostbares Amt und die Erfüllung ihrer Aufgaben. Es sei einfach wichtig, wenn Menschen einen begleiten und den Firmlingen zur Seite stehen. Mit der Firmung sieht der Domvikar die Jugendlichen als mündige Christen an. Er dankte den Eltern, den Firmhelfern und Gemeindereferent Philip Moser für die Einführung der jungen Christen in den Glauben. „Es ist wichtig, dass das Ganze immer wieder mit Herz, Hand und Verstand umgesetzt wird“.
Moser wies abschließend nochmal auf die Vorbereitungszeit hin und dankte den Firmlingen für den gemeinsamen Weg. „In diesem Jahr war es einmal anders, als sonst und ihr habt Euch bei den verschiedenen Projekten sehr gut mit eingebracht“. Sein Dank ging auch an die unterschiedlichen Projektleiter in Form einer Rose, und allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.
Besonders bedankten sich die Firmlinge bei Alois Stein für die Kirchenführung, Marlene Egbert, Marc Eicher und Philip Moser für den DJ Gottesdienst, Beate Dufter fürs Kuchenbacken, Hans Pauli und Hubert Dufter (Zimmern des Firmbankerls), Martin Jochner für die musiklaische Gestaltung, Max Hallweger und Josua Hütter (Jugendtreff), Gabi Maier und Martina Mosinger für die Brotbackaktion, Andrea und Peter Gietl (Fahrt nach Freising, Cilly Kremsreiter (Sternsinger), Lucia Jochner-Freitag für das Besinnzungswochenende und das spezielle Glaubensbekenntnis, Elfriede Wörfel und alle, die das Besinnungswochenende in Maria Eck ermöglicht haben.
Am Ende des Gottesdienstes überreichten David und Kilian im Namen der Firmlinge einen Geschenkkorb mit regionalen Köstlichkeiten an Monsignore Thomas Schlichting, der sich auch sichtlich darüber freute. Nach dem gemeinsamen Foto in der Kirche gab es noch einen Stehempfang für alle im Pfarrheim mit der Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen, der von den Firmhelferinnen des letzten Jahres organisiert wurde.
Firmhelfer
Die FirmhelferInnen bekamen von Gemeindereferent Philip Moser für die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Firmung eine Rose als kleines Dankeschön überreicht.
Firmung Geistlichkeit
Domvikar Monsignore Thomas Schlichting (2.v.li.) spendete in der Pfarrkirche St. Michael in Inzell das Sakrament der Firmung. Mit ihm zelebrierten den Gottesdienst v.re. Gemeindereferent Philip Moser, Pater Cleetus und Diakon Josef Eixenberger.
Firmung Combo
Die „Oberlandler Firm-Combo“, unter der Leitung von Martin Jochner (rechts mit Gitarre) sorgte für die musikalische Umrahmung beim festlichen Firmgottesdienst in der Inzeller Pfarrkirche.

Kindergottesdienst am Aschermittwoch

Mit den alten Palmbuschen des letzten Jahres, die die Kinder mitbrachten, wurde am Aschermittwoch-Nachmittag vor der Pfarrkirche ein Feuer von entzündet. Gemeindereferent Philip Moser segnete dann die Asche der verbrannten Palmbuschen des letzten Jahres. Er erklärte den Kindern, dass mit dem Ende der Faschingszeit etwas Neues beginnt. Es beginnt die Fastenzeit, die Zeit der Vorbereitung auf Ostern. Jeder auch noch so kleine Vorsatz kann wie das Senfkorn im Evangelium sein. Ist er einmal gesät, dann geht er auf und wird immer größer und trägt reiche Früchte. Er zeichnete dann ein Kreuz aus Asche auf die Stirn der Kinder mit den Worten: „Beginne neu, Jesus stärkt dir den Rücken!“. Am Schluss des Gottesdiensts bekamen die ca. 40 Kinder von Anni Huber einen Becher voll Erde und Senfkörner mit nach Hause in Anspielung an das Gleichnis vom Senfkorn. HH
Aschermittwoch 2019
Aschermittwoch 2019

Inzeller und Ruhpoldinger Minis unschlagbar beim „fair play“

Nicht zum ersten Mal haben sich die Ministranten aus Inzell und Ruhpolding für das Fußballturnier der Ministranten/-innen im Landkreis Traunstein zu einer Mannschaft „Ruhpzell“ zusammengetan. In der Hans-Straßer-Halle in Kirchanschöring spielten insgesamt zwölf Mannschaften um den Titel. In der Vorrunde konnte „Ruhpzell“ drei von fünf Partien für sich entscheiden. In der Endrunde unterlagen sie allerdings den Minis aus Nußdorf und kamen so auf Platz sechs. Mit großer Begeisterung und Engagement begaben sich die Minis bei guter Stimmung durch die zahlreichen Zuschauer in die Begegnungen. Bei der Siegerehrung wurde die Mannschaft „Ruhpzell“ schließlich von den Veranstaltern in der Wertung „fair play“ als die beste Mannschaft mit den wenigsten Fouls ausgezeichnet und mit einer Brotzeit belohnt, die die Spieler gleich im Anschluss an das Turnier gemeinsam verzehrten. Für Teamgeist und Motivation sorgten die „Manager“ Josua und Kevin.  Am späten Nachmittag fuhren zehn bestens gelaunte Minis mit ihren Begleitern in die Täler der Roten und Weißen Traun zurück. Auch nächstes Jahr wird das Turnier wieder in Kirchanschöring stattfinden, da die Gastgeber den Titel der besten Ministranten-Mannschaft der Dekanate Traunstein und Baumburg erneut für sich entschieden. Ein herzliches Vergelt's Gott an alle, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben!
Minitag
Minitag
Minitag
Minitag

Kirchenverwaltung WB
Von links: Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Zach, Kirchenpfleger Mathias Steinbacher, Karl Fuchsreiter, Irmi Schmuck, Heinrich Graf, Fritz Lunghamer, Pfarradministrator Stangl. Bild Werner Bauregger

Neue Kirchenverwaltung eingeführt

Vorstellung beim Vorabendgottesdienst in der Weißbacher St. Vinzenzkirche
(wb) Im Rahmen des Vorabendgottesdienstes, stellte der zuständige Pfarradministrator Otto Stangl aus Ruhpolding die neuen Mitglieder, der im November letzten Jahres gewählten Kirchenverwaltung für die Filialkirchengemeinde St. Vinzenz vor. Gewählt wurden damals Irmi Schmuck, Mathias Steinbacher, Fritz Lunghamer und Heinrich Graf. Ausgeschieden sind nach sechsjähriger Ehrenamtszeit Roswita Bauregger und Karl Fuchsreiter. Allen überreichte Pfarrer Stangl eine Rose. Die beiden Ausscheidenden erhielten zudem ein kleines Abschiedsgeschenk und eine Urkunde. Der alte und neue Kirchenpfleger Mathias Steinbacher, bedankten sich bei den Angehörigen der Filialkirche für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonders schön sei es auch gewesen, dass sich mit sechs Kandidaten, sogar zwei mehr zur Wahl gestellt hatten als notwendig und die Wahlbeteiligung sogar größer gewesen sei, wie in der Hauptpfarrei Inzell. Pfarradministrator Stangl dankte den Neugewählten ebenfalls für die Bereitschaft, Verantwortung in der Pfarrei zu übernehmen. Er wünschte Ihnen, dass sie genauso wie Jesus, allen Menschen auf Augenhöhe begegnen und dementsprechend mit ihnen umgehen und in respektvollen Kontakt treten können.

Kirchenverwaltung
V. li. Gemeindereferent Philip Moser, Pfarradministrator Otto Stangl, Kirchenpfleger Franz Kamml, Maria Rabiser, Christian Holzner, Annemie Walch, Helmut Spann, Elisabeth Gehmacher, Ewald Schmauß.

Wechsel in der Kirchenverwaltung Inzell

Im Rahmen des Gottesdienstes am Samstag, 9. Februar wurden die ausgeschiedenen Kirchenverwaltungsmitglieder verabschiedet, sowie die neue Kirchenverwaltung der Pfarrei vorgestellt. Verabschiedet wurde Herr Johannes Kecht nach 2 Jahren. Er rückte im Jahr 2017 als Ersatz für Max Christoph nach. Seit 1995 in der Kirchenverwaltung war Herr Ewald Schmauß und davon alle 24 Jahre als Kirchenpfleger. Gemeindereferent Philip Moser dankte ihm für seine Dienste, insbesondere in der pfarrerlosen Zeit im letzten Jahr, als er fast jeden Freitag im Pfarrbüro bei Sabine Hopf anzutreffen war und für die Verwaltung Verantwortung übernommen hat. Als kleines Dankeschön für seine Arbeit bekam er einen Geschenkkorb und einen Gutschein für das Buch „Die 100 schönsten Kirchen Oberbayerns“.
Wieder in die Kirchenverwaltung wurden gewählt, Frau Elisabeth Gehmacher, die wie Ewald Schmauß seit 1995 dabei ist. Herr Franz Kamml ist seit 2001, Frau Annemie Walch ist seit 2007 und Frau Maria Rabiser seit 2013 dabei. Neu in das Gremium gewählt wurden Herr Christian Holzner und Herr Helmut Spann. In der konstituierenden Sitzung Anfang Januar wurde Herr Franz Kamml zum neuen Kirchenpfleger gewählt.

Schneeräumen

Außergewöhnliche Situationen führen zu außergewöhnlichen Erfahrungen.

Als Anfang Januar der Schnee in ganz Inzell immer höher wurde und die Pfarrhofgaragen von Schnee befreit werden mussten, ergriff Martina Christoph vom Pfarrgemeinderat Inzell die Initiative und handelte kurz entschlossen. Sie fuhr zur Unterkunft der Asylbewerber im Berghof und fragte, ob Ihr jemand beim Dach abräumen helfen könnte. Schnell fanden sich vier Männer, drei aus Nigeria und einer aus Sierra Leone, die sofort zur Pfarrhofgarage mitfuhren und mit Freude und großer Hilfsbereitschaft ans Werk gingen. Von der Pfarrsekretärin Sabine Hopf wurden sie mit Proviant versorgt und nach drei Stunden gemeinsamer Arbeit waren die Pfarrhofgaragen von der Schneelast befreit. Eine Tätigkeit, die die vier Männer aus Afrika sicher noch nicht gemacht haben und die auch eine sinnvolle Abwechslung in ihrem Alltag war. Auch die Kommunikation war kein Problem, denn für die vier Männer war Martina einfach die „Mama“.             Hans Huber      Foto: Martina Christoph
Schneeräumen
Schneeräumen

Patroziniumsmesse

Maria war starke und handelnde Frau

Weißbacher feiern ihren Schutzpatron St. Vinzenz
(wb) Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, feierte der Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair mit den Weißbachern ihren Kirchenpatron, den Heiligen Vinzenz von Saragossa. An diesen Heiligen, einer der Erzmärthyrer aus der Frühzeit des Christentums, wir jährlich am 22. Januar gedacht. Mit der Franz-Xaver-Gruber Messe in einer Bearbeitung von Reinhard Seidl aus Bad Reichenhall, Vinzenz-Liedern und Liedern aus dem Gotteslob, umrahmte der Kirchenchor Weißbach, unter Leitung der Organistin Rita Staat-Holzner, den Festgottesdienst hörenswert. Der Weißbacher Trachtenverein war mit seiner Fahne präsent.
Über das Wirken des Heiligen Vinzenz gibt es nur wenige Aufzeichnungen. Der Legende nach lebte und wirkte er, berufen durch Bischof Valerius, im 3. Jahrhundert nach Christi, in der spanischen Stadt Saragossa als Diakon. Wegen seines unbeugsamen Glaubens und seiner Treue zu Gott, marterte man ihn während der Zeit der Christenverfolgung, am 22. Januar 304 in Valenzia grausam zu Tode. Einem martialisch anmutenden Bericht zufolge zerstörte man ihm die Gliedmaßen, riss ihm die Haut mit einem Haken auf und setzte ihn, auf einem Rost gebunden dem Feuer aus. Aus diesem Grund wird der Heilige oft mit einem Grieshaken, wie ihn die Holzknechte zum Bewegen von Holzstämmen oder die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung einsetzten, oder einem Rost in der Hand dargestellt. Selten sieht man ihn mit zwei schwarzen Raben abgebildet, vor derer Gier auf seine sterblichen Überreste ihn, der Erzählung nach, Engel beschützten. Viele Berufsgruppen wie die Seeleute, die Töpfer oder die Winzer wählten ihn zu ihrem Schutzpatron. Auch die Holzknechte verehren ihn als Schutzheiligen. Da gerade die Bewohner in Weißbach a.d.A. lange Zeit von der Arbeit im Wald, als Holzknechte, Fuhrleute, Säger oder als Arbeiterinnen und Arbeiter im Pflanzgarten lebten ist es nicht verwunderlich, dass die 1949/1950 neu gebaute Kirche in Weißbach a.d.A. unter seinen Schutz gestellt wurde und er auf einem Wandgemälde dort präsent ist.
Wie die Mesnerin Maria Bauregger, die für die Messfeier auch passende Texte und Gedanken ausgesucht hatte, zu Beginn der Messe weiter erläuterte, zieren die Wand hinter dem Altar noch weitere Fresken mit der Himmelfahrt Marias, der wundersamen Brot- und Fischvermehrung und dem Weinwunder zu Kana. Der Bildhauer Leopold Hahn stellte in der Altarwandplastik Jesus Christus als Sieger über das Böse uns als Heiland, der sich segnend anbietet, eindrucksvoll dar. Die Hochzeit zu Kana war dann auch Thema des Johannes-Evangeliums und zentrales Thema der Betrachtungen. Gerade eine Hochzeit, bei der sich zwei Menschen von Herzen lieben, ja zueinander sagen und sich für immer binden sei der höchste Ausdruck von Liebe. Das Jesus hier, mit der Wandlung von Wasser zu Wein ein erstes Zeichen gesetzt und ein Bitten, ein Bedürfnis zu 100 Prozent erfüllt habe, dürfe laut Zehentmair nicht dazu verleiten, Gott als einen „Wohlfühlgott“, „Wunschzettelgott“ oder „Wellnessgott“ wahrzunehmen. In der Realität gebe es nämlich unzählige Beispiele, dass etwa die Fürbitten nach Frieden sowohl bei den Verantwortlichen, wie bei Gott offenbar auf taube Ohren stoßen, ja, die Welt unsolidarisch bleibt, die Menschen vornehmlich dem Profit hinterherjagen, Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden und immer neue Kriegsherde entstehen. Dies dürfe aber nicht zur Resignation führen oder dazu, in der scheinbaren Gewissheit: „Das war immer schon so“, frustriert dahin zu leben. Auch die Frühchristen hätten sich immer wieder gefragt, was ihnen der Glaube an Jesus bringe und vor allem, wie dessen Botschaft die Menschen erreichen könne, damit sich diese und die Gesellschaft darauf einlassen. Gerade die Hochzeit von Kana habe Symbolkraft und vermittle zum einen den Aufbruch des Reiches Gottes, zum anderen den Zustand von Glück im Diesseits.
Darüber hinaus ermutige diese Schilderung Menschen dazu, durch ihr Handeln eine Wende in einer Notsituation herbeizuführen. Dies brauchte und brauche aber immer den auslösenden Impuls, den in vielen Situationen die „Anwältin des Lebens“ – Maria gegeben habe. Sie sei es gewesen, die souverän und selbstbewusst handelnd, Jesus anhielt tätig zu werden, obwohl sie damals als Frau keinerlei Rechte hatte. Sie sei es auch gewesen, die den Jüngern die Botschaft von der Auferstehung Jesu übermittelte und diese animierte, sich in Bewegung zu setzen. Zehentmair resümierte: „Ohne Frauen geht nichts, damals wie heute! Besserung, Fortschritt und Änderung gibt es in vielen Fällen nicht durch die Macht der Männer, sondern allein durch das Wesen und das Herz der Frauen.“ Nicht nur die Amtskirche tue sich schwer dies zu realisieren und zu akzeptieren. Zweitausend Jahre habe es auch gedauert, bis in unserer Zivilisation das Frauenwahlrecht eingeführt worden ist. Das Wunder von Kana schreibe allen Christen als Aufgabe ins Stammbuch, die Not der Menschen zu spüren und wahrzunehmen, Not zu wenden und daran zu arbeiten, Mitmenschen für diese elementar wichtige Aufgabe zu gewinnen. Kehrte dies tatsächlich so ein, so wäre dies ein Wunder. In den Fürbitten wurde darum gebetet, Weg aus der Lethargie zu finden, und sich dankbar den Lebensaufgaben mit Freude, Energie und Mitmenschlichkeit zu widmen. Bilder Werner Bauregger
St Vinzenz mit den Wandbildern und Holzplastik
St Vinzenz mit den Wandbildern und Holzplastik
Innenraum 1950
St. Vinzenz im Jahre 1950

2019-01-04 Sternsinger 029
Sternsinger machen sich vom Pfarrheim aus auf den Weg.

Soviel Sternsinger wie noch nie in Inzell unterwegs

Die bundesweite Auftaktveranstaltung der Sternsinger für 2019 war in Altötting mit 2600 Teilnehmern. Die Aktion „Sternsinger“ ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. 300.000 Sternsinger nehmen bei der bundesweiten Aktion teil, die heuer unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit" steht und diesmal besonders Kinder mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt. In Inzell starteten die Sternsinger mit einer Wort-Gottes-Feier, bei der ein Film gezeigt wurde über die Situation von behinderten Kindern in Peru und einem Projekt, dass das Leben für die Behinderten in diesen armen Ländern erträglicher macht.

64 Kinder ab der dritten Klasse, viele Erstkommunionkinder, Firmlinge und Ministranten haben sich angemeldet und wurden von Philip Moser und seinen fleißigen Helfern in 18 Gruppen aufgeteilt. Es bedarf eines erheblichen Aufwandes in der Vorbereitung, bis alle Sternsinger sich auf dem Weg machen können. Die im Pfarrhaus eingelagerten Gewänder, Turbane, Weihrauchfässer und Sterne wurden im Pfarrsaal bereitgestellt. Am Tag vor der Aussendung schon trafen sich die Sternsinger und viele Helfer im Pfarrsaal zur Kleiderprobe. Gemeindereferent Philip Moser erzählte den Sternsingern von dem Sinn der Aktion, dass sie Segen in jedes Haus bringen und dass mit der Sammlung den Kindern geholfen werden kann, denen es nicht so gut geht. Die Helfer schauten das alle passende Kleidung fanden und alle genau wissen, wo ihr Sammelgebiet ist. Die Sternsinger übten das Sternsinger Lied ein und erfuhren wer ihre Begleitperson ist.

Am nächsten Tag machten sich 10 Gruppen in Inzell auf den Weg nachdem sie von den Helfern eingekleidet, geschminkt und mit Stern, Rauchfass, Weihrauch, Kreide und Sammelbüchse versorgt wurden und Pfarrvikar Pater Cleetus ihnen den Segen mit auf den Weg gab. Die 8 Gruppen, die am zweiten Tag unterwegs waren, hatten Mühe sich durch den Neuschnee zu kämpfen. Bei Gasthäusern und Privatpersonen konnten die Sternsinger Mittagessen, damit sie den anstrengenden Tag auch durchalten. Für viele Sternsinger war es eine neue und interessante Erfahrung. Die Sternsinger lernten in einer kleinen Gemeinschaft Gebiete im Inzeller Tal kennen, wo sie noch nie waren und trafen Menschen, denen sie noch nie begegnet sind. Aber bei fast allen Häusern wurden sie freudig erwartet und für das vorgetragene Segenslied gab es nicht nur was für die Sammelbüchse, sondern meistens auch noch Naschzeug.

Erst am Spätnachmittag waren alle wieder im Pfarrheim und gaben die volle Sammelbüchse ab und die nicht unerheblichen Süßigkeiten und Leckereien wurden möglichst gerecht aufgeteilt. Die Inzeller Sternsinger sammelten 8600 €. Der ganze Betrag kommt dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zugute, das weltweit 2.168 Projekte in 112 Ländern unterstützt. Drei Frauen besuchten am nächsten Tag als Sternsinger auch die Senioren im Chiemgaustift. Am Dreikönigstag war dann beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche der Abschluss der Sternsinger-Aktion und zeitgleich ein Kindergottesdienst im Rathaus.

Erst wenn die Gewänder wieder aufbereitet im zweiten Stock im Pfarrhaus eingelagert sind und die Requisiten im Keller verstaut sind, ist die Arbeit der fleißigen Helfer getan. Über 80 Teilnehmer, Sternsinger und alle Helfer werden zum Dank von der Pfarrei in das Pfarrheim zum Burger-Essen eingeladen. 130 Burger wurden dafür von Franz Osterholzer und Martina Christoph zubereitet.                                   Hans Huber

Sternsingen Wbach 2019_9

Sternsingen bei Schnee und Wind

Ministranten sammeln in Weißbach a.d.A. 1679,20 Euro für Sternsingeraktion 2019
(wb) Tapfer, trotz widriger Witterungsverhältnisse mit nassem Schnee und Wind, machten sich 17 Ministrantinnen und Ministranten in Weißbach a.d.A., nach einem Wortgottesdienst mit Gemeindereferent Philip Moser auf den Weg zu den Familien im Ort. Sie trugen nicht nur den Segen in die Häuser, sondern engagierten sich für die Sternsingeraktion 2019, die in erster Linie behinderten und hilfsbedürftigen Kindern in Peru zu Gute kommt. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner umrahmt.

In schöne Königsgewänder gekleidet, gestalteten die MinistrantenInnen auch den Wortgottesdienst bereits mit. Moser dankte den „Königen“ herzlich dafür, dass sie am letzten Schultag nicht im Bett liegengeblieben sind, sondern sich für hilfsbedürftige Kinder auf den Weg machen und so zum Segen für diese und die Welt werden. Bestens vorbereitet von Judith Schuler und Maria Vötterl erklärten sie etwa die Buchstaben PERU. So stehe das P für Peru, das E für die einzigartigkeit behinderter Kinder, R dafür, dass auch Regen und Schnee kein Hindernis für die Sternsinger sind sich zu engagieren, oder das U für „unser Motto“, nachdem alle die Mitmachen, weltweit und mit den Kindern in Peru zusammengehören. Wie Moser weiter sagte, passe dieses Motto nicht nur zu den Sternsingern, sondern auch zur Pfarrgemeinde. Zur Gemeinschaft um Jesus gehörten nämlich ausnahmslos alle Menschen, egal ob sie reich oder arm sind, ob es Könige, Hirten, Ausgegrenzte, Kranke seien. Auch Engel und insbesondere alle Kinder, egal ob gesund oder behindert und egal welcher Hautfarbe gehörten dazu. Das wichtigste sei es, gerade behinderten Kindern Zutrauen und Selbstbewußtsein zu vermitteln und ihre Fähigkeiten anzuerkennen und zu fördern, den dann sei für diese Kinder alles möglich.
Natürlich wurden die Sternsinger vor ihrer Aussendung noch gesegnet und mit geweihter Kreide und Weihrauch ausgestattet. Auch das Dreikönigslied durften sie den Gottesdienstbesuchern noch zum Besten geben. Dann machten sie sich mit ihrem Schlitten, oder in entlegenen Ortsteilen von Eltern gefahren, auf zu den Familien. Traditionsgemäß singen sie dort ihr Segenslied, und schreiben mit Kreide „20*C+M+B+19“ an die Haus- oder Eingangstüren, was die Bewohner jeden Tag daran erinnern soll, dass Jesus Segen in jedes Haus bringt. Der Weihrauch soll daran erinnern, dass jedes Gebet, wie der Weihrauch, zum Himmel steigt. Wie Judith Schuler mitteilte, kamen in diesem Jahr 1679,20 Euro als Reinerlös zusammen, die nun an die Sternsingeraktion weitergeleitet werden. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle nicht nur den beiden Betreuerinnen Judith Schuler und Maria Vötterl, sondern auch den Fahrern und den Familien, die sich bereit erklärt hatten, die Sternsinger Mittags mit einem schmackhaften Essen zu versorgen.     Bilder Werner Bauregger
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