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St. Michael

Adlgasser Str. 21, 83334 Inzell, Telefon: 08665-219, E-Mail: St-Michael.Inzell@erzbistum-muenchen.de

Corona - Unser Beitrag als lebendige Pfarrei



Wort-Gottes-Feier zum 5. Fastensonntag

Inzeller Pfarrkirche
"Pfarrgottesdienst im gemeinsamen Geiste"
Sonntag 29. März 10.00 Uhr

Eröffnungslied: "Kommt herein"
Kreuzzeichen
Wir wollen gemeinsam beginnen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Einleitung
Mit dem fünften Fastensonntag beginnt die letzte Woche der Fastenzeit, bevor wir dann mit Jesus zusammen den Weg seines Sterbens gehen und schließlich Auferstehung feiern am Ostertag.
Wenn uns heute die Geschichte von Lazarus und seiner Familie erzählt wird, dann erleben wir „Auferstehung“ mitten im Leben. Die Frohe Botschaft macht Hoffnung auf neues Leben, auf ein Leben nach dem irdischen Tod, aber auch nach den Toden, die wir in unserem Leben erfahren durch zerplatzte Träume, sterbende Beziehungen, Krankheit und Verlust. In all diese bedrückenden Situationen hinein sagt uns der heutige Tag: es geht weiter. Es gibt die Zeit danach. Im Glauben an Jesus Christus finden wir zum Leben, auch wenn wir immer wieder vom Sterben betroffen sind.
 
Kurze Stille
 
Kyrie 
Herr Jesus Christus, mit unseren Ängsten und Sorgen, unseren Unzulänglichkeiten und Schwächen kommen wir zu dir und rufen:
Herr, erbarme dich.

Gemeinde: Herr, erbarme dich.
 
Herr Jesus Christus, mit unserem Misstrauen und Zweifel, unserem kümmerlichen Glauben und unserem mangelnden Vertrauen kommen wir zu dir und rufen: Christus, erbarme dich.

Gemeinde: Christus, erbarme dich.
 
Herr Jesus Christus, mit unserer Sehnsucht nach Heilung und Vergebung, unserem Wunsch nach Trost und Zuversicht kommen wir zu dir und rufen: Herr, erbarme dich.

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Tagesgebet
Lasset uns beten:
Lebendiger Gott,
du kennst die Dunkelheit und Abgründe unserer Seele.
Du weißt, was in uns hart, ungelöst und verschlossen ist.
Deiner Liebe bleibt nichts verborgen.
Sie erreicht alles und jeden Winkel unserer Existenz.
Führe das, was in uns auf deine Auferstehung wartet,
ans Licht und stärke uns in der Bereitschaft,
unser Leben danach auszurichten.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.
A: Amen.

Einführung zur Lesung
Der Apostel Paulus nennt einen Menschen, der ganz und gar in sich gefangen ist: „Vom Fleisch bestimmt.“ Wer sich Christus öffnet, wird ein wahrhaft lebender Mensch.
                                           
Lesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer.  Röm 8, 8-11
Wer vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen.
Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.
Wenn Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit.
Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Zwischengesang: "Gott sei mit dir auf deinem Weg"

Aus dem Evangelium nach Johannes
JOH 11,1-45
Ein Mann war krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten.
Maria ist die, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank.
Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.
Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.
Als er hörte, daß Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa gehen.
Die Jünger entgegneten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du gehst wieder dorthin?
Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht;
wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.
So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.
Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden.
Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf.
Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben.
Und ich freue mich für euch, daß ich nicht dort war; denn ich will, daß ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen.
Da sagte Thomas, genannt Didymus (Zwilling), zu den anderen Jüngern: Dann laßt uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben.
Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Marta hörte, daß Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und läßt dich rufen.
Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm.
Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte.
Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, daß sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen.
Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
Da weinte Jesus.
Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, daß dieser hier starb?
Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.
Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast.
Ich wußte, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, daß du mich gesandt hast.
Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und laßt ihn weggehen!
Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Predigtgedanken

Liebe Mitchristen,
Jesus erweckt Lazarus von den Toten.
Das was da berichtet wird, ist so ganz anders als wir es erleben.
Immer wieder müssen wir Abschied nehmen von Menschen, die uns lieb und teuer waren, denen wir viel verdanken und die unser Leben geprägt haben.
Doch nicht nur der Tod im eigentlichen Sinn belastet uns.
Wie oft stirbt etwas in uns: ein Gefühl vergeht, eine Freundschaft zerbricht, Hoffnungslosigkeit macht sich in uns breit wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder anderen Schicksalsschlägen.
Martha sagt zu Jesus: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Kommen nicht auch uns in der Konfrontation mit dem Tod oder Schicksalsschlägen oft die Fragen nach dem warum. Warum musste das geschehen, wo war da Gott?
Obwohl Martha Jesus zuerst diesen Vorwurf macht, glaubt sie an die Auferstehung.
Jesus spricht ihr und auch uns heute zu: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“
Wenn wir von einem geliebten Menschen Abschied nehmen müssen, heißt das, loslassen können. Den anderen in Frieden gehen lassen, ihn der Liebe Gottes anvertrauen, die stärker ist als der Tod und die über den Tod hinaus Bestand hat.
Aber auch in anderen Schicksalsschlägen können wir auf Gott hoffen und vertrauen und ich denke viele von uns haben es schon erlebt, dass in ganz dunklen Zeiten, die so ausweglos erscheinen, sich irgendwie ein Weg auftut und es weitergeht, obwohl man zuvor nie daran gedacht hätte, auch das ist immer wieder Auferstehung  und das schon zu Lebzeiten.
Wenn Gott uns das alles schon im Leben immer wieder zeigt und schenkt, wie sehr dürfen wir dann voll Zuversicht auf das zugehen, was nach dem leiblichen Tod für uns kommt.
Die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus können wir als Parallele zur Ostergeschichte  - zu seinem eigenen Leben - sehen. Die Erzählung schließt mit den Worten: „Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.“ Zu ihnen dürfen auch wir gehören, wenn wir an Jesus glauben. Wenn wir die Zuversicht haben, dass er uns zum Leben erwecken wird, wenn der leibliche Tod uns einmal ereilt oder Schicksalsschläge uns zu zerbrechen drohen.
Diese Zuversicht wünsche ich Ihnen und mir jeden Tag aufs Neue und möchte mit einem Text von Martin Gutl enden, der überschrieben ist mit

                                   „Auferstanden“.
                                   Grab, das ist:
                                   nicht mehr weiterkönnen.
                                   Grab, das ist:
                                   keine Aussicht haben.
                                   Grab, das ist:
                                   zerbrochene Seele.
                                   Grab, das ist:
                                   ausgeronnen
                                   Grab, das ist:
                                   tot.                  
                                   Auferstanden, das ist:
                                   Aufgaben haben.
                                   Auferstanden, das ist:
                                   Neuland sehen.
                                   Auferstanden, das ist:
                                   Liebe schenken.
                                   Auferstanden, das ist:
                                   vertrauen können.
Amen

Stille
 
Glaubensbekenntnis
Gemeinsam wollen wir unseren Glauben bekennen:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen. Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Fürbitten
Herr und Schöpfer unseres Lebens, zu dir kommen wir mit unseren Bitten, Anliegen, Sorgen und Nöten:
 
Es gibt Situationen, da fühlen wir uns hilflos und ohnmächtig. Herr, schenke uns dann deine heilende Gegenwart.
         
Herr, erbarme dich
 
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die können wir nicht ungeschehen machen. Herr, öffne die verschlossenen Gräber in uns, so dass durch deine Gegenwart wieder Mut und Zuversicht in unser Leben einzieht.

Herr, erbarme dich
 
Es gibt Glaubenserfahrungen, die nicht erklärbar sind, aber dennoch viel in uns bewirken. Herr, halte sie in uns wach und lebendig, so dass sie uns zu einer tiefen Verbundenheit mit dir führen. 

Herr, erbarme dich
 
Es gibt Menschen, die von uns gegangen sind, deren Verlust uns mit Trauer erfüllt. In den Augen der Welt sind sie tot. Doch im Glauben wissen wir: Wer an dich glaubt, ist niemals verloren. Herr, nehme unsere Verstorbenen auf in dein Reich.
Heute denken wir besonders an: …

Herr, erbarme dich
 
Dein Sohn Jesus Christus hat uns ein Leben in Fülle verheißen. Deshalb machen wir uns trotz Fehlversuchen und Rückschlägen immer wieder neu auf den Weg zu dir. Danke, dass du uns in deiner Liebe entgegen kommst.
Amen.

Lobpreis                       
Wir beten den Lobpreis im GL 675/4
 
Kommunion bedeutet Gemeinschaft
Wir haben das lebendige Wort Gottes gehört und gefeiert.
In der Kirche würde jetzt die Kommunionfeier folgen. Auch wenn dies momentan nicht möglich ist, dürfen wir uns verbunden fühlen mit Jesus und durch ihn mit den Christen auf der ganzen Welt und all unseren verstorbenen Angehörigen.

Vater unser
Wir beten gemeinsam das Gebet, das uns Jesus beigebracht hat und in dem alles ausgedrückt ist, was unser Beziehung zu Gott lebendig hält:
Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Friedensgruß
Wo Menschen Neues zulassen, aus den Gräbern der Vergangenheit aufstehen, da entsteht Friede.
Geben wir diesen Frieden weiter an alle, die jetzt bei uns sein können. Doch segnen wir im Geiste auch alle Menschen, die uns trotz räumlicher Trennung nahe stehen.
Der Friede des Herrn sei mitten unter uns.                                                    

Danklied: Sei behütet auf deinen Wegen

Schlussgebet  
                                                                
Lasset uns beten
Gott, unser Vater, wir wollen Dir danken:
Wir danken dir für dein Dasein in Bedrängnis und Not.
Wir danken dir für deine Liebe, die uns auch dann umgibt,
wenn wir sie nicht vermuten.
Wir danken dir, dass du die Gräber unseres Daseins öffnest
und sie mit dem Licht der Auferstehung erhellst.
Wir bitten dich: Erwecke deine Gemeinde neu mit deinem Geist
und lass uns so zum Zeichen der Hoffnung werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.
Gemeinde: Amen

Segensbitte
Wir bitten Gott um seinen Segen:
Guter Gott, wir glauben, dass du uns die Zukunft schenkst
gerade dann, wenn es eng wird in unserem Leben
durch Krisen, Krankheit und Verlust.
Schenke uns Vertrauen gerade in schwierigen Zeiten.
Führe uns selber zur Auferstehung,
wenn manches tot erscheint in unserem Alltag.
Das gewähre und schenke uns der gütige Gott,
 
Kreuzzeichen

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen                                     

Schlusslied: "Jesu dein Licht"

Gemeinsame Gebete der Pfarrei

Um weiter im Gebet verbunden zu bleiben laden wir sie ein, zu den Zeiten des Gebetsläutens um 12 Uhr und um 18 Uhr (Winterzeit, Sommerzeit um 20 Uhr) ein Gebet zu sprechen und vielleicht eine Kerze zu entzünden.

Die vertrauten Kirchenglocken der Pfarrkirche St. Michael in Inzell  können sie auch hier hören.
Teisenberger Kreuz

Gebet von Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie Jesus,  unser Gott und Heiland,  in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:  

für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;  

für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;  

für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz  um die Kranken kümmern; 

für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag  schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;  

für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;  

für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;

für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden; 

für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,  hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.  Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.  Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,  um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,  so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet  durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.  In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,  die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und  die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:  Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,  unseren Glauben zu vertiefen  und unser christliches Zeugnis zu erneuern,  indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen  und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.