Stadtkirche Mühldorf - St. Peter und Paul

Kaiser-Ludwig-Str. 15 | 84453 Mühldorf a. Inn
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Geschichte der Pfarrei St. Peter und Paul - Mühldorf


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Die erste Kirche St. Peter und Paul 1937
Am 25.11.1917 war die erste Besprechung über die Gründung des Kirchenbauvereins Mühldorf-Bahnhof-St. Josef. Zunächst wurde ein passendes Grundstück gesucht und am 7. Mai 1918 der Kirchenbauplatz beim Wasserturm verbrieft.
Da dieser Bauplatz durch eine neue Straße durchtrennt und die Baufläche zu klein wurde, erwarb man einen Platz an der Kaiser-Ludwig-Straße.
Im Jahre 1936, in der nicht gerade kirchenfreundlichen Zeit des „Dritten Reiches“ wurde der Bau der Kirche in Angriff genommen. Gegen die Widerstände der Kreisleitung konnte unter dem rührigen Kuraten und späteren Stadtpfarrer Josef Grabmeier der Bau in verhältnismäßig kurzer Zeit fertig gestellt werden.
Am 21 September 1936 erfolgte der erste Spatenstich und am 8. November 1936 die feierliche Grundsteinlegung.
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Am 27. Juni 1937 nahm Kardinal Michael Faulhaber die Konsekration der Kirche St. Peter und Paul vor. Auf Wunsch von Kardinal Faulhaber erhielt die Kirche nicht, wie ursprünglich vorgesehen den Hl. Josef, sondern die beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus als Patrone.
Die Pläne der Kirche stammen von dem Architekten Georg Berlinger (München). Die Arbeiten für den Rohbau wurden den Baumeistern Gruber (Mühldorf a. Inn) und Lainer (Altmühldorf) übertragen. Den Dachstuhl stellten die Zimmermeister Schörghuber und Bruckbeck her. Die Dachstuhlarbeiten übernahm die Firma Kunstmann (Mühldorf a. Inn). Die Herstellung der Glocken übernahmen die Gebrüder Oberacher München, um den Preis von 8.658 RM.
Die Seelsorge für St. Peter und Paul wurde Pfarrer Johann Grabmeier übertragen. Er war seit 01.11.1935 Kooperator in St. Nikolaus.
1946 wurde die Expositur zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Obwohl die finanziellen Mittel knapp waren, konnten Stück für Stück an Paramenten und kirchlichen Geräten, auch der Taufstein, die Orgel und das große Kreuz angeschafft werden.
Nach Kriegsende wurde intensiv mit der Jugendarbeit begonnen, auch wenn nur Werkstatträume zur Verfügung standen.
1954 ging Pfarrer Grabmeier in Ruhestand und am 04.07.1954 wurde Pfarrer Thomas Bauer in der Pfarrei installiert. In den folgenden Jahren wurde viel gebaut, 1957 der Pfarrhof, das Pfarrheim 1963/64. Hier konnte dann auch die seit 1957 bestehende Pfarrbücherei untergebracht werden.
Das immer größer werdende Siedlungsgebiet in Mühldorf-Nord machte die Gründung einer eigenen Seelsorggemeinde notwendig. Auf Weisung des Erzbischöflichen Ordinariats wurde am 13.06.1957 die Kirchenstiftung Mühldorf-Nord errichtet. Architekt Paul Dörr aus Mühldorf a. Inn fertigte die Pläne für eine neue Kirche, die 1960/61 errichtet wurde. Gleichzeitig wurden Pfarrhof und Pfarrheim gebaut.
Am 12.10.1961 wurde aus dem Teil der Pfarrei St. Peter und Paul nördlich des Innkanals und aus einem Siedlungsteil der Gemeinde Mößling die Seelsorgstelle St. Pius errichtet.
Am 08.12.1961 weihte Weihbischof Neuhäusler die Kirche zu Ehren des Eucharistie-Papstes Pius X.
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Erweiterung 1970
Die Bemühungen um eine Erweiterung der Pfarrkirche St. Peter und Paul, waren daher zunächst vergeblich. Doch zeigte sich immer wieder, dass ein größerer Kirchenbau geschaffen werden muss.
1969 war es dann soweit, der Umbau begann und am 10.05.1970 wurde durch Weihbischof Neuhäusler die Altarweihe vorgenommen. In die Altarplatte wurden wieder die Reliquien der Hl. Martyrer Coelestinus, Fidentius und Veneranda eingesenkt.
Die erweitere Kirche hat 350 Sitzplätze, sie ist 29 m lang, 20 m breit und 9 m hoch. Der beherrschende Mittelpunkt der neuen Kirche ist die Altarinsel. Um ihn gruppieren sich vier Bankblöcke, Der Altar selbst ist ein Steinblock aus Muschelkalk. Das große eindrucksvolle Kreuz des Bildhauers Franz Lorch (München) über der Altarinsel zieht den Blick des Besuchers auf sich. Der gekreuzigte schließt gleichsam die Gemeinde in seine weit ausgespannten Arme.
Ein besonderer Ehrenplatz gebührt der Mutter des Herrn. Die Statue unter der Orgelempore stammt etwa aus dem Jahr 1500. Der Stil ist späte Gotik, Übergang zur Renaissance.
 
1975 konnte an der Münchener Straße der Kindergarten St. Peter und Paul seiner Bestimmung übergeben werden.
Mit der Feier seines 40jährigen Priesterjubiläums nahm 1978 Pfarrer Bauer Abschied von der Pfarrei St. Peter und Paul. Pfarrer Alois Hopf übernahm die Pfarrei. Seit 1981 hatte Pfarrer Hopf auch noch die Pfarrei Altmühldorf mit der Stiftung Ecksberg zu betreuen, 1994 kam noch die Pfarrei St. Michael, Mettenheim hinzu.
Am 03.05.1980 war Kardinal Josef Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI. zur Firmung in der Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Am 21.02.1999 wurde Pfarrer Peter Hagsbacher als Pfarrer von St. Peter und Paul installiert. Er übernahm damit auch den Pfarrverband Altmühldorf (St. Peter und Paul, St. Laurentius, Altmühldorf und St. Michael, Mettenheim).
2007 ging der Pfarrer von St. Pius X. Hans Sinseder in den Ruhestand. Die Pfarrei konnte mit keinem neuen Priester besetzt werden und so kam es am 23.09.2007 zur Einführung der Stadtteilkirche Mühldorf a. Inn, unter der Leitung von Pfarrer Peter Hagsbacher, zu der neben den drei Pfarreien des Pfarrverbandes Altmühldorf nun auch die Pfarreien St. Pius X. und Mariä Himmelfahrt, Mößling gehören.
 
Im August 2009 verließ Pfarrer Peter Hagsbacher Mühldorf a. Inn.
Bis zu Errichtung der Stadtkirche am 1. September 2010 wurde die Stadtteilkirche von Pfarradministrator Peter Dietz geleitet, der im September 2007 als Kaplan zur Stadtteilkirche kam.