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St. Martin - Wir tragen Licht in die Welt Anleitung für eine Andacht mit Kindern

Material

  • „leere“ fertige Laterne, Scherenschnitte, Kleber
  • die Scherenschnitte werden einzelnen (großen) Kindern gegeben
  • eine LED-Kerze

Ritual zum Zusammenkommen

Jetzt ist Schatz-Zeit.
Machen wir uns bereit.
In Gottes Namen fangen wir an.
Jeder ist wichtig, weil jeder was kann.
Wir hören Geschichten, beten und singen
So wird unsere Schatz-Zeit immer gelingen.
Als Erinnerung findet am Ende Platz,
im Kästchen unser wertvoller Schatz.

Vorstellung und Einführung

Vorbereitung
GL: Wir haben alle unsere Martinslaternen gebastelt. Die gemeinsame große Laterne habe ich hier.

Die große Laterne wird gezeigt.

Wir freuen uns auf den Martinsumzug. Wir feiern immer am 11. November den Namenstag des heiligen Martin. Heute möchte ich Euch erzählen, wer der heilige Martin war.

Die Laterne wird in der Mitte des Stuhlkreises auf eine Glasschüssel o.ä. gestellt, so dass sie stabil steht.

Heiligenlegende

Der heilige Martin wurde geboren als Sohn eines römischen Soldaten, eines Offiziers. Damals wurden die Söhne eines Offiziers einfach auch wieder Soldaten und später Offiziere. Martin interessierte sich aber sehr für das, was die Christen glaubten und er hörte die Geschichten aus der Bibel. Es begeisterte ihn so, dass er so leben wollte und er versuchte, so viel wie möglich zu leben, was er da hörte.

Mit 15 Jahren wurde Martin Soldat. Er bekam einen Helm und ein Schwert
Auf die Laterne werden Schwert und Helm geklebt.
Weil Martin ein Offizier wurde, bekam er ein Pferd.
Das Pferd wird aufgeklebt.
Martinslaterne mit Pferd bekleben
(Foto: SMB)
Und einen dicken, großen roten Mantel. Dieser Mantel war ein perfekter Schutz gegen Regen und Schnee und auch als Decke diente er perfekt, zum Daraufsitzen oder auch in der Nacht zum Zudecken.
Der Mantel wird aufgeklebt.
Martinslaterne geteilten Mantel aufkleben
(Foto: SMB)
Eines Abends ritt er mit einem kleinen Trupp Soldaten auf die Stadt Amiens zu. Es war schon spät, es wurde schon dunkel und die Soldaten beeilten sich, damit sie noch in die Stadt hineinkommen, weil die Stadttore bald geschlossen würden.
Das Tor wird aufgeklebt.
Martinslaterne Torbogen aufkleben
(Foto: SMB)
Plötzlich scheute das Pferd des heiligen Martin und blieb stehen. Martin sah im Dunklen einen Mann auf dem Boden sitzen, der fast nackt war und fror.
Den Mann aufkleben.
Martinslaterne armen Mann aufkleben
(Foto: SMB)
Martin sah, dass der Mann fror. Er selbst hatte ja seinen großen Mantel, der ihn so schön wärmte auch in der Nacht, wenn er schlief. Doch er sah die Not des Mannes, der die Nacht so sicher nicht überleben würde. Da nahm er sein Schwert und teilte den Mantel in zwei Hälften.
Den geklebten Mantel teilen.
Er gab eine Hälfte des Mantels dem armen Mann und ritt eilends den anderen Soldaten in die Stadt hinterher. Die anderen Soldaten lachten ihn aus, als er mit dem halben Mantel daherkam, aber sie kannten ihn schon. Sie wussten, dass Martin eine andere Vorstellung vom Zusammenleben der Menschen hatte.

In der Unterkunft bekam er mit den anderen zu essen und einen Schlafplatz für die Nacht. In der Nacht hatte er einen merkwürdigen Traum: Er sah den armen Mann, der jetzt das Gesicht von Jesus hatte. Da sprach Jesus zu ihm: „Martin, Du kennst den Satz aus der Heiligen Schrift, den Du heute erfüllt hast: So spricht der Herr: Was Du dem Geringsten meiner Brüder getan hast, das hast Du mir getan.“

Nicht nur die Soldaten bekamen das sonderbare Verhalten Martins mit. Ganz viele Menschen kamen zu ihm, suchten Rat und hörten ihm zu. Da lebte er schon als Einsiedler. Denn mit 40 Jahren wurden die Soldaten damals entlassen und konnten jetzt ihr eigenes Leben führen. Mit seinem wirken fiel Martin auch auf beim Kaiser, er fiel auf bei den Herzögen und Herrschern im Land.
 
Eines Tages geschah es, dass der Bischof von Tours starb. Damals war es noch üblich, dass sich die gläubigen Christen aus ihrer Mitte selber einen suchten, den sie zum Bischof ernannten. Die Menschen wollten Martin zum Bischof machen. Doch er wollte eigentlich nicht Bischof werden. So versteckte er sich in einem Gänsestall. Doch als die Menschen ihn suchten, schnatterten die Gänse so laut, dass sie Martin in seinem Versteck fanden.
Gänse werden aufgeklebt.
Martinslaterne Gänse aufkleben
(Foto: SMB)
Martin wurde Bischof.
Bischofstab und Mitra werden aufgeklebt.
Martinslaterne Bischofsstab und Mitra aufkleben
(Foto: SMB)
Martin war ein guter Bischof und ein Mann, bei dem die Christen erleben konnten, wie Christus in ihrer Welt handelt. Er wurde sehr alt und viele Geschichten erzählten sich die Menschen von seinen Taten. Als er starb, kamen die Menschen zu seinem Grab und Jahr für Jahr pilgerten sie vor allem an seinem Todestag, dem 11. November nach Tours, um zu beten. Auch seinen Mantel haben sie heilig gehalten.

Bis heute kennen wir seine Geschichten. Durch das Leben des heiligen Martin strahlt bis heute das Licht von Jesus Christus in unsere Welt.
Das Licht in der Laterne wird entzündet.
beleuchtete St. Martinslaterne
(Foto: SMB)

Lied

Tragt in die Welt nun ein Licht
Oder:
Mache dich auf und werde licht, Gotteslob Nr. 219

Deutung

Die Laterne gibt auch uns einen Auftrag: Jeder von uns kann ein Licht sein und die Botschaft von Jesus Christus in die Welt tragen.

Segensgebet

(Aus: Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hg.), Dir sing ich mein Lied: Das Kinder- und Familiengesangbuch © Schwabenverlag. Verlagsgruppe Patmos in der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 6. Auflage 2017, www.verlagsgruppe-patmos.de)
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis.
Segen mit Gesten
Text: Monika Mehringer, Gemeindereferentin, Kinderpastoral

Kinderpastoral
Preysingstr. 93
81667 München
Telefon: 089 / 48092-2217
Kinderpastoral(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kinderpastoral

Fachreferentinnen:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin
Tel: 089 / 48092-2211
MMehringer@eomuc.de
   
Stefanie Penker, Gemeindereferentin
Tel 089 / 48092-2215
SPenker@eomuc.de
Fachstelle Religionspädagogik im Elementarbereich
Kapellenstr. 4
80333 München
Telefon: 089 2137-1660
Fax: 089 2137-1352
kita-religion(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kita-religionspaedagogik
Ansprechpartnerinnen:
Barbara Jaud, Sachreferentin
Tel. 089 2137-1640
BJaud(at)eomuc.de

Anna Rieß-Gschlößl, Sachreferentin
Tel. 089 2137-2545
ARiess-Gschloessl(at)eomuc.de

Bastelanleitung

Zu St. Martin braucht es natürlich eine schöne, bunte Laterne. Wie man diese selbst bastelt und mit Motiven zum Heiligen Martin verziert, verrät die passende Schatzzeit-Bastelanleitung.

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