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Anleitung für Hausgottesdienst im Advent

Vorbereitung und Gestaltung des Gebetsabends

  • Schaffen Sie eine einladende Atmosphäre. Wo es möglich ist, können Sie den Adventskranz in die Mitte stellen oder eine Kerze.
  • Legen Sie für alle Mitfeiernden eine Gebetsvorlage und ein Gotteslob bereit. Vielleicht können Sie mit Instrumenten die Lieder unterstützen oder Sie suchen sich vorher aus dem Internet eine gesangliche Unterstützung heraus.
  • Sprechen Sie vorher ab, wer was lesen mag (V | S1 | S2 | L).
  • Stellen Sie ein Schälchen mit Weihwasser bereit.
  • Es ist eine Aktion für Kinder vorgeschlagen. Dazu brauchen Sie farbige Stifte und Papier. – Auch über den Hausgottesdienst hinaus kann eine „Staune-Box“ oder eine „Staune-Girlande“ entstehen, die im Laufe des Advents bestückt wird; dazu eine Box, ein Körbchen oder eine Schnur, Papier oder Kärtchen und Stifte bereitstellen.
Illustration mit Schneekristall
(Foto: iStock)

Eröffnung

V + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A Amen.
V Gott, der unser Leben hell macht, ist in unserer Mitte.
 
Die Kerze (am Adventskranz) wird angezündet.
 
Lied  Wir sagen euch an (GL 223,1) oder Wo zwei oder drei (GLMFs 716)

Gebet

V Gelobt seist du,
Gott der ganzen Schöpfung.
Dir sei Lob und Dank für immer.
Wir erfreuen uns am Geschenk dieses Tages.
Öffne unsere Augen für die Wunder und die Schönheit um uns.
Öffne unsere Herzen in Liebe für alles, das du gemacht hast.
Lehre uns, dass wir einander so begegnen,
wie du dich uns schenkst.
Du Gott für immer und ewig.
 
A Amen.

Hinführung

Lied Leise rieselt der Schnee (1. Strophe),
Text von Pfarrer Eduard Ebel (1831-1905)
 
Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, s’Christkind kommt bald!
 
S1 Wenn der erste Schnee im Jahr fällt, dann ist das immer etwas Besonderes. Der Schnee gibt der grauen und dunklen Winterzeit ein neues, ein helles Kleid.
Er verleiht der Welt ein neues Gesicht.
 
S2 Schneeflocken – zauberhafte, leichte Gebilde.
Eiskristalle wie im Märchen.
Abertausende unterschiedliche Formen,
wie winzige Sterne, wie Federn, …
Über dieses Wunder können wir nur staunen.
 
S1 Unsere Welt ist ein Wunder. Auch unser Leben.
Der Advent lädt uns ein:
Halt an, werde still und staune.
Schau hin und staune über die Wunder
der Schöpfung. Schau hin und staune,
wie wunderbar und reich dein Leben ist.
 
Lied  Leise rieselt der Schnee (2. Strophe)
 
In den Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, s’Christkind kommt bald!
 
S2 Unsere Welt und unser Leben sind uns
von Gott geschenkt.
Und er selbst ist in diese Welt gekommen in Jesus. Auch darüber können wir nur staunen.
Der große, unendliche, unfassbare Gott wird Mensch.
 
Lied  Leise rieselt der Schnee (3. Strophe)
 
Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
Freue dich, s’Christkind kommt bald!

Schriftlesung

Kolosser 1,15-17
 
L Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä:
 
Er (Christus) ist Bild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Denn in ihm wurde alles erschaffen
im Himmel und auf Erden,
das Sichtbare und das Unsichtbare,
Throne und Herrschaften,
Mächte und Gewalten;
alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung,
und in ihm hat alles Bestand.
 
Kurze Stille
 
Lied Macht hoch die Tür (GL 218,1)
 
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, /
es kommt der Herr der Herrlichkeit, /
ein König aller Königreich, / ein Heiland aller Welt zugleich, / der Heil und Leben mit sich bringt; / derhalben jauchzt, mit Freuden singt. / Gelobet sei mein Gott, / mein Schöpfer reich an Rat.

 
S1 Im Psalm 148 ist alles, was es auf der Erde
gibt, die ganze Schöpfung aufgerufen,
Gott ein Loblied zu singen.
Beten wir abwechselnd die Verse:

Psalm 148

(Psalm 148,1-13)
 
Halleluja!
Lobt den HERRN vom Himmel her, *
lobt ihn in den Höhen:
 
Lobt ihn, all seine Engel, *
lobt ihn, all seine Heerscharen,
 
lobt ihn, Sonne und Mond, *
lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne,
 
lobt ihn, ihr Himmel der Himmel, *
ihr Wasser über dem Himmel!
 
Loben sollen sie den Namen des HERRN; *
denn er gebot und sie waren erschaffen.
 
Er stellte sie hin für immer und ewig, *
ein Gesetz gab er – und nie vergeht es.
 
Lobt den HERRN von der Erde her: *
ihr Ungeheuer des Meeres und alle Tiefen,
 
Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, *
du Sturmwind, der sein Wort vollzieht,
 
ihr Berge und all ihr Hügel, *
ihr Fruchtbäume und alle Zedern,
 
ihr Tiere alle, wilde und zahme, *
ihr Kriechtiere und ihr gefiederten Vögel,
 
ihr Könige der Erde und alle Völker, *
ihr Fürsten und alle Richter der Erde,
 
ihr jungen Männer und auch ihr jungen Frauen,*
ihr Alten mit den Jungen!
 
Loben sollen sie den Namen des HERRN,
denn sein Name allein ist erhaben, *
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.
 
Ehre sei dem Vater und dem Sohne*
und dem Heiligen Geiste.
 
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit*
und in Ewigkeit. Amen.

Aktion für Familien / Kinder:

Schau hin und staune! – Worüber hast du heute schon gestaunt? Oder worüber kannst du immer wieder staunen?
 
Die Kinder (und Erwachsenen) sind eingeladen, dazu ein Bild zu malen und anschließend davon zu erzählen.
 
Vielleicht kann man sich in der Adventszeit immer wieder mal Zeit nehmen und am Abend beim Adventskranz einander erzählen, was uns heute oder in dieser Woche zum Staunen gebracht hat – und dies eventuell ins Bild bringen oder auch auf Kärtchen schreiben und in einer Box/in einem Körbchen sammeln oder an einer Schnur festmachen. Oder man könnte auch Staun-Momente auf dem Smartphone festhalten.

Fürbitten

V Wir danken Gott für die wunderbare
Schöpfung. Wir danken für unser Leben.
Manchmal erscheint uns unsere Welt aber auch kalt und eisig. Sorgen und Nöte nehmen uns oft den Blick für all das Schöne. So bitten wir:
Herr, erbarme dich. (vgl. GL 158)
A Herr, erbarme dich.
 
V Für die Menschen, die zerstritten sind.
A Herr, erbarme dich.
 
V Für die Menschen, die nur sich selber sehen. – A
V Für die Menschen, die einsam sind und sich allein gelassen fühlen. – A
V Für die Menschen, die krank sind und Schmerzen haben. – A
V Für die Menschen, die traurig sind. – A
V Für die Menschen, die nicht mehr weiter wissen. – A
 
Es können noch eigene Bitten angefügt werden.

Vaterunser

V All unsere Bitten nehmen wir jetzt hinein in das Gebet, das Jesus den Seinen gegeben hat:

A Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die
Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet

V Guter Gott,
in Jesus Christus zeigst du uns,
wie sehr du uns Menschen liebst.
Hilf uns, im Advent unsere Herzen weit
zu machen für das Geheimnis deiner Liebe.
Darum bitten wir jetzt und alle Tage.
 
A Amen.

Segen

V Zum Abschluss segnen wir uns gegenseitig.
Das geweihte Wasser erinnert uns an die Taufe. Es erinnert uns daran, dass Gott uns liebt und uns nahe ist.
Jeder und jede ist eingeladen, den Finger in das Schälchen mit Weihwasser zu tauchen und der Person neben sich ein Kreuz auf die Stirn oder in die Handfläche zu zeichnen. Dazu sprechen wir:
„Gott segne dich und beschütze dich.“
 
Alle segnen einander.
 
V So gehen wir unseren Weg mit Gott, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
 
A Amen.

Lied

Tauet, Himmel, den Gerechten (GLMFs 747,1)
 
„Tauet, Himmel, den Gerechten, / Wolken, regnet ihn herab!“ / rief das Volk in bangen Nächten, / dem Gott die Verheißung gab: / Einst den Mittler selbst zu sehen / und zum Himmel einzugehen, / denn verschlossen war das Tor, / bis ein Heiland trat hervor; / denn verschlossen war das Tor, / bis ein Heiland trat hervor.
 
Weitere Adventslieder zur Auswahl im Gotteslob
Nr. 218-234 und Nr. 744-751 (Eigenteil der Erzdiözese München und Freising)