Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

„Ist da Wer? – Begegnung im Beichtstuhl“ Kunstinstallation in St. Ursula, München

In der Pfarrkirche St. Ursula in Schwabing ist vom ersten Fastensonntag bis zum Palmsonntag, 18. Februar bis 24. März 2018, eine außergewöhnliche Kunstinstallation zu erleben, die dazu einlädt, sich selbst näher zu kommen und dabei einen vergessenen Ort neu zu entdecken: den Beichtstuhl.
„Ist da Wer?“ ist ein Mini-Hörspiel für jeweils einen einzelnen Menschen, der mit Kopfhörern ausgerüstet im Beichtstuhl Platz nimmt: an dem Ort, der ursprünglich für den Priester reserviert war.

Die Installation stellt spielerisch Fragen nach Lebensbilanz und Lebensausrichtung und regt an, die eine oder andere Frage weiter im Herzen zu bewegen. Parallel wird ein zweiter Beichtstuhl künstlerisch transformiert; dort kann man dem Gehörten nachspüren und die sinnliche Raumerfahrung vertiefen.

Audiospur, Installation und Beichtstuhl verschmelzen zu einem ganzheitlichen Erlebnis, welches das Potenzial dieses intimen Ortes im katholischen Kirchenraum neu erschließt und eine Verbindung aus Kirche, Kunst und Psychologie schafft.
Dekan Theil im Beichstuhl
Dekan Theil probiert die Kunstinstallation im Beichtstuhl selbst aus. (Bild: EOM)

Der Beichtstuhl ermöglicht innere Transparenz

Das Projekt ist eine Initiative der Münchner Theatermacherin und angehenden Religionspädagogin Judith Huber und des Psychotherapeuten Dr. Klaus Lang, dessen Heimatpfarrei St. Ursula ist. Für „Ist da Wer?“ entwickelten die beiden einen Katalog an Fragen, die sich weniger an den 10 Geboten orientieren, sondern an der Idee des authentischen Lebens: Wie bin ich von Gott gemeint, was sind meine Potenziale, wie weit habe ich diese bisher in meinem Leben entfaltet?

Dr. Klaus Lang arbeitet als Psychoonkologe mit Menschen am Lebensende. Deren Anliegen - "Wie habe ich bisher gelebt? Wofür nutze ich die verbleibende Zeit?" – betreffen uns alle und verdichten sich in der Frage "Bin ich der Mensch, der ich sein will?"

Die Verbindung dieser existentiellen Fragestellung mit dem Sakrament der Versöhnung hat auch Dekan David. W. Theil spontan für das Projekt eingenommen. Er erfährt immer wieder, „dass Menschen den Beichtstuhl als Folterkammer wahrnehmen und darüber die urchristlich-jüdische Botschaft, dass wir alle Individuen sind nach dem Willen und Ebenbild Gottes, in Vergessenheit gerät.“ Er ist gespannt darauf, wie die Besucher auf die Installation reagieren werden, die dazu einlädt, den Beichtstuhl als Schutzraum zu erleben, dessen Halbdunkel einen Zustand innerer Transparenz ermöglicht.

Termine, Öffnungszeiten und Kontakt

Die Vernissage findet am 18. Februar nach dem Sonntagsgottesdienst statt. Anschließend ist die Installation an fünf Tagen pro Woche geöffnet.
Für Gruppen können gesondert Termine für ein Künstlergespräch vereinbart werden.

Flankierend zur Ausstellung werden Dekan Theil und Dr .Klaus Lang einen Vortragsabend mit dem Titel „Bin ich der Mensch, der ich sein will?“ als Dialog aus Theologie und Psychologie gestalten: am 21. Februar 19:30 Uhr im Pfarrsaal St. Ursula.
 
Öffnungszeiten der Installation:
Samstag von 14:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag von 11:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Dienstag/Donnerstag von 16.00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag von 13: 00 Uhr bis 17:00 Uhr
 
Eine Veranstaltung der Erzdiözese München und Freising, Kulturmanagement und des Pfarrverbands Altschwabing

Konzept intermediale Installation und Dialog
: Judith Huber, Dr. Klaus Lang

Kontakt und Information Kulturmanagement: Andrea-Elisabeth Lutz, 089-2137-2082, alutz@eomuc.de; Barbara Specht, 089-2137-2083, bspecht@eomuc.de
St. Ursula
Kaiserplatz 1a
80803 München
Telefon: 089-383770-3
Fax: 089-341252
St-Ursula.Muenchen(at)erzbistum-muenchen.de
http://www.sankt-ursula.net
David Theil, Pfarrer

Postkarten-Flyer

Zur Kunstinstallation "Ist da wer? - Begegnung im Beichtstuhl" gibt es auch einen Postkarten-Flyer.

Auch hier direkt im Download.