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An Lichtmess war früher „Schlenkelzeit“ für die Dienstboten

Im bäuerlichen Kalender war Mariä Lichtmess früher ein herausragendes Datum. An diesem Tag konnten sich die Dienstboten, die Mägde und Knechte, verändern. Sie konnten kündigen und eine neue Arbeitsstelle antreten, wenn nicht andere Termine vereinbart waren. Sie durften „schlenkeln“.
Lichtermeer aus dünnen Kerzen
Erst am 2. Februar, Mariä Lichtmess, endet für viele die Weihnachtszeit. (Bild: pixabay)
Der Arbeitsplatzwechsel wurde in der Lichtmesswoche vollzogen. Diese arbeitsfreie Zeit stand nach altem bayerischen Recht allen Dienstboten zu. In dieser Urlaubszeit, der „Schlenkelweil“, war auf den Wegen und Straßen bisweilen viel los. Die Dienstboten wurden mit ihren wenigen Habseligkeiten mit einem Gäuwagerl samt Kleiderkasten, Kommode und Koffer zum neuen Arbeitsplatz befördert. Oft brachte auch der Bauer selbst seine neuen Dienstboten auf seinen Hof.

Wer nicht „schlenkelte“, genoss die freien Tage gleichsam als Urlaub für Erledigungen und Besuche bei Eltern und Freunden oder brachte Wäsche und Kleidung in Ordnung oder – und das war nicht so selten – ließ seinen Jahreslohn in diesen Tagen beim
Wirt.

Albert Bichler, Volkskundler und Brauchtumsforscher / Münchner Kirchenzeitung
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Ein Hochtag für die Kerze

Die Kerzensegnung an Lichtmess hat eine lange Tradition und ist um 1000 n. Chr. entstanden. Zwar sei es heute kein überfüllter Gottesdienst mehr, erklärt Gemeindereferent Tobias Gaiser aus Riedering, aber man könne schon feststellen, dass es den Menschen wichtig sei.

Was hat Maria damit zu tun?
Das Fest Lichtmess wurde über viele Jahrhunderte in Verbindung mit der Marienfrömmigkeit gesehen und deshalb auch „Mariä Lichtmess“ genannt. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird es wieder als „Herrenfest“ gesehen und Jesus in den Mittelpunkt gestellt.

Die Lichtsymbolik an dem Tag leitet sich direkt aus dem Evangelium ab. Lukas berichtet: Als Josef und Maria Jesus in den Tempel bringen, werden sie von dem greisen Simeon und der 84-jährigen Witwe Hanna erwartet. Simeon nennt das Kind "ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für sein Volk Israel".

Segnung für alle Kerzen?

Ob tatsächlich noch alle Altarkerzen gesegnet werden, hängt von der Pfarrei ab. In seiner Hauptpfarrei in Riedering sei das so, erzählt Gemeindereferent Tobias Gaiser, in anderen Pfarreien aber nicht. Die Masse der Kerzen sei aber trotzdem in einer Pfarrkirche überschaubar und beispielsweise nicht vergleichbar mit der in einem Kloster.

Mehr dazu lesen Sie hier bei mk online...

Gottesdienste und Veranstaltungen zu Mariä Lichtmess im gesamten Erzbistum München und Freising

Lichterlabyrinth an Lichtmess

Es sind seit dem ersten Lichterlabyrinth in der St. Paulkirche in Taching fast 4 Jahren vergangen. Seitdem wurde oft der Wunsch geäußert nach einer Neuauflage. Nun plant der PGR mit Unterstützung von Elke Böhringer aus Saaldorf an Lichtmess wieder ein Lichterlabyrinth auszurichten. Herzliche Einladung.

Samstag, 02.02.2019, 16:00 Uhr
St. Paulkirche, 83373 Taching