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Tod und Trauerbegleitung - Neue Buchempfehlungen

Der November gilt aufgrund zahlreicher Gedenktage, die den Verstorbenen gewidmet sind, als „Totenmonat“. Das Thema Tod gehört zum Leben und man wird mit ihm unweigerlich konfrontiert - nicht erst beim eigenen Sterben. Trauerkultur, Trauer- und Sterbebegleitung sind deshalb „lebenswichtige“ Bereiche, die durch die empfohlenen Bücher eine wertvolle Unterstützung erfahren. Alle Titel gibt es in der Buchhandlung "Lesetraum" in der Münchner Innenstadt. Oder im Online-Shop www.michaelsbund.de.

Bruder Tod
Bild: Herder

Bruder Tod. In Würde leben und in Würde sterben

Mit einer Einführung von Manfred Lütz.

"Der Tod verschwindet aus der Gesellschaft, wird mehr und mehr tabuisiert. Was zählt sind Leistungsfähigkeit und Effizienz. Sterbehilfe bei nicht (mehr) leistungserbringenden Menschen wird zunehmend salonfähig. Und ganz eng ist in einer säkularisierten und technisierten Welt der Grat zwischen dem Recht auf Sterbehilfe und dem gesellschaftlichen Druck, diese in Anspruch zu nehmen.

Entschieden wendet sich der italienische Erzbischof Vincenzo Paglia gegen diese Entwicklung. Mit besonderem Blick auf den christlichen Glauben beleuchtet er den Umgang mit dem Tod und die Situation der Sterbenden. Er plädiert dabei für eine würdevolle und wertschätzende Begleitung aller Menschen bis zu ihrer letzten von Gott gegebenen Lebenssekunde und betont die Bedeutung dieser allerletzten Lebensphase. - Ein aufrüttelndes und wichtiges, zuweilen beklemmendes Buch."

Rezension von Annette Janzten für "Buchprofile" 

Vincenzo Paglia 
Herder, 2017
25,00 €
ISBN 9783451378447

Ich wohne bald im Zeitlosraum
Bild: Patmos Verlag

Ich wohne bald im Zeitlosraum. Mutgeschichten vom Sterben und vom Leben - Kinder und Familien erzählen

Als Lehrerin und im Kinderhospiz hat Sabine Rachl viele Kinder und ihre Familien begleitet. Sie erzählt in diesem Buch die Geschichten von sterbenden Kindern, ihren Geschwistern, Eltern und Großeltern.

Alexandra, Lucián, Kim, Hauke, Elvi, Erich und viele andere sprechen von ihren Erfahrungen mit Sterbesituationen und von ihrem eigenen Lebendigsein, das sich durch die Erfahrung des Todes verändert hat. Es sind Geschichten von Lachen und Weinen, von Schmerz und von Freude und von der Verbundenheit, die immer bleibt - Geschichten, die Mut machen, weil sie zeigen, dass das Sterben zum Leben gehört.

Sabine Rachl
Patmos Verlag, 2017
18,00 €
ISBN 9783843609661


Wenn kinder trauern
Bild: Patmos Verlag

Wenn Kinder trauern. Was sie fühlen - was sie fragen - was sie brauchen

Kinder und Heranwachsende werden zwar statistisch nicht allzu oft mit dem Tod von sehr nahestehenden Familienmitgliedern konfrontiert, aber selbst der Verlust eines Haustieres oder der besten Freundin, die wegzieht, beschäftigt junge Menschen in einer ganz eigenen Art und Weise, zu der Erwachsene oft wenig Zugang finden. Der schmale, aber inhaltsreiche Ratgeber kann hier eine ausgezeichnete Hilfestellung bieten.

In einem ersten Kapitel werden die entwicklungspsychologischen Aspekte des Themas erörtert. Besonders hier nimmt die Autorin die verschiedenen Altersgruppen in den Blick und lässt den Leser in die Gefühlswelt der Kleinen eintauchen. Aus dieser erwachsen dann die weiter hinten ausgeführten Bedürfnisse von trauernden Kindern und die beste Reaktion ihrer erwachsenen Umwelt darauf. Interessant sind auch die häufigsten Fragen zum Thema Tod und deren hilfreichste Antworten. Störend fällt lediglich auf, dass für ein schnelles Nachschlagen die Seitenzahlen zu versteckt gedruckt sind, so dass längeres Suchen nötig ist. Die Empfehlungen zu geeigneten Büchern für Kinder und Erwachsene bilden dann den Abschluss des kompakten Ratgebers."

Rezension von Susanne Elsner für "Buchprofile"

Christine Fleck-Bohaumilitzky
Patmos Verlag, 2016
9,99 €
ISBN 9783843607926


Geschichten die das Leben
Bild: Patmos Verlag

Geschichten, die das Leben erzählt, weil der Tod sie geschrieben hat

"Wie halten Sie das aus, die ganze Traurigkeit, in Ihrem Job?", wird die Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter- Rupieper oft gefragt. Dabei geht es oft sehr fröhlich zu in ihrer Arbeit, auch wenn die Trauer deshalb nicht wegzudenken ist. Und das zeigt sie in diesen lustigen und traurigen, tiefen und alltäglichen, schönen und manchmal skurrilen Geschichten aus ihrem ganz normalen Arbeitsalltag. "Leben und Tod, Lachen und Weinen gehören einfach zusammen", sagt sie. Und daher können diese Erfahrungen helfen, dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben zu geben. "Ein buntes und tiefes Buch über das Leben und den Tod und dass das eine ohne das andere nicht zu haben ist".
 
Mechthild Schroeter-Rupieper ist Trauerbegleiterin. Ihr Institut "Lavia" bietet Familien die Möglichkeit, mit der eigenen Trauer leben zu lernen und zurück ins Leben zu finden. Darüber hinaus ist sie gefragte Dozentin für Trauerbegleiterkurse, für Seelsorger und Lehrkräfte. Sie ist verheiratet, hat drei Söhne und lebt in Gelsenkirchen. 

Mechthild Schroeter-Rupieper
Patmos Verlag, 2017
18,00 €
ISBN 9783843608824

Was ich dir noch sagen wollte
Bild: Katholisches Bibelwerk

Was ich dir noch sagen wollte. Letzte Gespräche

Der Tod eines nahen Menschen unterbindet jede weitere Gesprächsmöglichkeit mit ihm. Oft wird die Trauerarbeit dadurch erschwert, dass Vieles - vor allem auch Gefühle der Wut, Enttäuschung und Scham gegenüber dem Verstorbenen - zu dessen Lebzeiten nicht angesprochen wurden. Umso wichtiger wird hier die Suche nach Wegen, mit dem Verstorbenen in den Dialog zu treten und Emotionen nicht nur zu fühlen, sondern auch an- und auszusprechen.

Die aus der seelsorglichen Praxis entstandenen Texte in diesem Buch regen zu einem ehrlichen Umgang mit Trauer und der Suche nach offenen Gesprächen mit Verstorbenen an.
      
Petrus Ceelen
Katholisches Bibelwerk, 2017
14,95 €
ISBN 9783460302495

Alle Bücher gibt es in der Buchhandlung "Lesetraum" in der Münchner Innenstadt oder im Online-Shop www.michaelsbund.de.