Aktuelle Themen

10 Jahre Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen

Heilige Hildegard von Bingen
Vor zehn Jahren wurde die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) zur Kirchenlehrerin erhoben. Ihr Name ist auch außerhalb der Kirche vielen Menschen ein Begriff. Allerdings wird er oft mit Inhalten – wie Dinkelkeksen und Kräutermedizin – verbunden, die wenig oder gar nichts mit dem zu tun haben, worum es dieser außergewöhnlichen Frau ging.
Sie lebte im 12. Jahrhundert als Benediktinernonne, und ihr wichtigstes Bestreben war es, die Heilige Schrift und besonders das Evangelium von Jesus Christus immer tiefer zu verstehen und das Leben dementsprechend zu gestalten.
Im Zentrum ihrer Theologie stehen Schöpfung und Inkarnation (nicht: Kreuz und Auferstehung). Wie viele Menschen ihrer Zeit meint Hildegard: Gott wäre auch Mensch geworden, wenn der Sündenfall nicht passiert wäre. Die Menschwerdung ist Gottes große Liebeserklärung an seine Schöpfung!

Artikel über Hildegard im Ökumenischen Heiligenlexikon (mit vielen Bildern)

Film über Hildegard von Bingen (ZDF - Terra X)

Song: Hildegard von Bingen (WDR)

Verlässliche Informationen in Buchform: Hildegard Gosebrink, Hildegard von Bingen: Die Welt ist voll Licht - erscheint im August 2022 im Patmos-Verlag

Für die Planung von Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung in Bayern kann man sich an die Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Freisinger Bischofskonferenz, Frau Dr. Hildegard Gosebrink, wenden.

Gemeinsam am Tisch des Herrn

Kelch und Hostienschale
Zwischen evangelischer und katholischer Kirche gibt es auf allen Ebenen viel ökumenische Zusammenarbeit. Trotzdem besteht die Trennung am Tisch des Herrn fort. Sie betrifft besonders – aber nicht nur – konfessionsverbindende Ehen und Familien. Während die evangelische Kirche getaufte Menschen zum Abendmahl einlädt, auch wenn sie nicht evangelisch sind, ist eine allgemeine Einladung zur Kommunion aus Sicht der katholischen Kirche erst möglich, wenn beide Kirchen die Einheit wiedergewonnen haben. Das Thema Eucharistie/Abendmahl ist deshalb seit vielen Jahren Gegenstand des Dialogs zwischen den Kirchen.

2019 veröffentlichte der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) einen Text mit dem Titel „Gemeinsam am Tisch des Herrn“, der für eine weitergehende Öffnung plädiert und eine offizielle gegenseitige Einladung zu Kommunion bzw. Abendmahl vorschlägt. Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland haben das Dokument positiv aufgenommen, vom Vatikan wurde es kritisiert. Die Diskussion wird also weitergehen.

Dokument „Gemeinsam am Tisch des Herrn. Ein Votum des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen“

Einführung in das Dokument von Prof. Dr. Dorothea Sattler, wissenschaftliche Leiterin des ÖAK

Diskussion des Dokuments mit Prof. Dr. Johanna Rahner und Prof. Dr. Volker Leppin, Mitglieder des ÖAK

„Lehrmäßige Anmerkungen“ der Glaubenskongregation zu dem Text

Speziell für katholische und evangelisch-lutherische Gläubige, die in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, hat die Deutsche Bischofskonferenz schon 2018 eine „Orientierungshilfe“ veröffentlicht, die geistliche Hilfe für die Gewissensentscheidung im Hinblick auf die Kommunion geben möchte.

Der Titel lautet: „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie

Eine Arbeitshilfe des Bistums Münster stellt diesen Text vor und hilft dabei, ihn auf die eigene Situation zu beziehen.

Weitere Informationen gibt es beim Fachbereich Ökumene im Erzbischöflichen Ordinariat München.

Synodaler Weg

Logo Synodaler Weg
Von Anfang an innerkirchlich in der Diskussion: Der Synodale Weg, auf dem kirchliche Amtsträger und Laien gemeinsam darüber nachdenken, welche Bedingungen den sexuellen Missbrauch in der Kirche und seine Vertuschung gefördert haben. Vier inhaltliche Schwerpunkte wurden gesetzt, die in „Synodalforen“ bearbeitet werden: Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, Priesterliche Existenz heute, Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche, Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft. Das Ziel ist die Veränderung von Strukturen und Denkweisen, damit den Opfern von sexuellem und geistlichem Missbrauch Gerechtigkeit widerfährt und in der Kirche erlebt werden kann, was Jesus verkündet hat: die Liebe Gottes zu allen Menschen, die Freiheit schenkt und niemals Zwang und Gewalt ausübt.

Website des Synodalen Wegs

Angebote der Erzdiözese München und Freising zum Synodalen Weg

Synodaler Prozess der Weltkirche

Logo Weltsynode
Seit Oktober 2021 läuft auch auf weltkirchlicher Ebene ein Beratungsprozess. Für Papst Franziskus, der diesen Prozess eingeleitet hat, geht es darum, einander zu begegnen, zuzuhören und zu unterscheiden. Auch die deutschen Bistümer beteiligen sich an diesem Prozess.

Ein solcher Beratungsprozess benötigt genug Zeit, und es soll eine Synode der ganzen Kirche, nicht nur der Bischöfe werden. Deshalb hat Papst Franziskus im Oktober 2022 erklärt, dass die Vorbereitungszeit verlängert wird. Die Synode soll nun 2024 statt, wie ursprünglich geplant 2023, stattfinden.

Bericht über die Eröffnung des Synodalen Prozesses durch Papst Franziskus

Bericht über die Verlängerung des Prozesses bis 2024

Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung (Vorbereitungsdokument)

Offizielle Website des Synodalen Prozesses (leider nur auf Englisch, Italienisch und Spanisch)

Der Synodale Prozess auf der Website der Konferenz Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz

Informationen der Erzdiözese München und Freising zum Synodalen Prozess (hier wird er "Weltweiter Synodaler Weg" genannt)