Pfarrverband Flossing

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Palmsonntag 5. April 2009


Pfarrgemeinderatsmitglieder beim Verkauf der Palmbuschen.
Am Palmsonntag werden Zweige von Palmkätzchen, Palmbuschen, Palmstöcke, in den südlichen Ländern auch echte Palmzweige, mit Weihwasser gesegnet und in der kirchlichen Prozession als „Zeichen des Lebens und des Sieges“ mitgetragen.




Inge Schwägerl und Stefan Durner weihten die Palmbuschen vor der Prozession mit einem Weihegebet. Der Palmzweig, als Zeichen für Frieden, ist das bestimmende Symbol des Sonntags vor der Karwoche.
Die Prozession, angeführt von Ministranten mit dem geschmückten Kreuz, zieht um die Kirche; insbesondere bei den Kindern hat fast jeder einen geschmückten Palmbuschen in der Hand.

Die Palmbuschen werden am Palmsonntag in der Kirche geweiht und wurden früher im ländlichen Raum in einer Prozession über die Felder getragen, um Segen für eine gute Ernte zu erbitten.

Zu Hause werden die Palmbuschen vor die Türe oder in den Herrgottswinkel (ein besonderer Platz im Haus) gestellt, um Blitz oder Krankheit abzuwehren. Bei einem nahenden Gewitter werden Zweige des Palmbuschens abgerissen und ins Haus geholt oder auch verbrannt.

Zu Ostern des darauf folgenden Jahres wird der Palmbuschen im Osterfeuer verbrannt. Je nach Region wird dieser Brauch in unterschiedlicher Form gefeiert.

Übrigens, da in Deutschland keine Palmen wachsen, werden hier für gewöhnlich Äste der Saalweide, des Buchsbaums oder des Wacholders genommen, zu Buschen gebunden und auf Haselnussstöcke gesteckt.
In südlichen Ländern nutzen die Menschen vor allem die Zweige des Olivenbaumes zur Pflege dieses Brauchs.
In Erwartung des Festgottesdienstes und der Palmbuschenweihe haben sich viele Gläubige auf dem Platz vor dem Pfarrhof versammelt.


Der Kirchenchor umrahmt den Gottesdienst.

Die Leidensgeschichte unseres Herren wurde eindringlich vorgetragen.

Im Anschluss an den Gottesdienst verkaufte die Landjugend selbst gebastelte Kerzen.