Pfarrverband Flossing

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Kinderzeltlager der Pfarrei im Pollinger Pfarrgarten v. 12.-14.August 2008

„Joseph und seine Brüder“

Das 3. Kinderzeltlager der Pfarrei Flossing vom 12. – 14. August war geprägt von der biblischen Rahmengeschichte „Joseph und seine Brüder“. Joseph war das Lieblingskind des Stammvaters der Israeliten, Jakob. Dies führte zu Neid bei den übrigen 11 Brüdern, die schließlich beschlossen, ihn auf die Seite zu räumen. Sie verkauften ihn an Sklavenhändler nach Ägypten und erzählten seinem Vater, er sei von einem wilden Tier zerrissen worden.

Die Betreuer, Kathi Forrai, Georg Wimmer, Steffi Eschler, Ruth Mayr, Silvia Neulinger und Ann-Kathrin Keper (nicht auf dem Bild: Stefan Durner als Erzähler und Anja Wimmer) spielten diesen Teil der Joseph-Geschichte den Kindern vor.








Anschließend malten die vier Zeltgruppen eine Fahne und gaben sich einen Namen:
Die Schnuffelbande mit Steffi und Georg
Die Wassermädchen mit Kathi
Die Unschuldigen mit Ruth
und die Pyramidengötter mit Ann-Kathrin, Anja und Silvia (nicht auf dem Bild)
Die vier Gruppen hatten dann am folgenden Tag die Aufgabe, vormittags einen Teil der Josephsgeschichte anhand der Kinderbibel kennenzulernen, die Handlung der Geschichte und die zu Grunde liegende Motive (z.B. Neid unter Brüdern, …) zu erkennen und die jeweilige Handlung der Textpassagen einzustudieren und nachmittags zu spielen.

Großen Teil der Zeit im Zeltlager nahm der Alltag ein: Eine Gruppe war jeweils für Essenszubereitung und Abwasch je Mahlzeit eingeteilt, während die anderen spielten oder Feuerholz sammelten:
Lagerleiter und Chefkoch Stefan Durner
Mit dem Jagdhorn (hier versucht sich gerade ein Kind) blies dann Lagerleiter Stefan Durner am Mittwoch Nachmittag zur Vorstellung der in den vier Gruppen einstudierten Stücke.
Als erstes führte die Schnuffelbande, die Jakobs Lager, ein Nomadenzelt, erbaut hatte, den ersten Teil der Geschichte auf:

Der Neid der Brüder führte dazu, dass sie Joseph in den Brunnen warfen:


Als nächstes spielten die Wassermädchen ihr Stück:
Noch lacht die im Mantel festlich gekleidete Michaela (Bild links außen) als Joseph noch. Aber dann wird es dramatisch: Sie wird als Sklave nach Ägypten verkauft:

Barbara als beim Pharao in Ungnade gefallene Bäckerin träumte und erzählte Joseph den Traum. Dieser prophezeite ihr, dass sie hingerichtet werde, und prompt wurde sie abgeführt und gerichtet:




Lara, der Mundschenk konnte gut lachen: Sie kam aus dem Gefängnis und durfte dem Pharao wieder dienen. Als der Pharao zwei Träume hatte, die niemand deuten konnte, erinnerte sich der Mundschenk an Joseph.




so, dass in den sieben Hungersjahren alle Menschen, auch seine Brüder, von Kanaan nach Ägypten kamen, um von den Getreidevorräten zu kaufen, damit sie nicht verhungerten.



Joseph träumte, dass sich die Garben seiner Brüder vor seinen Garben ...
und dass Sonne, Mond und Sterne sich vor ihm verneigten:


Die zweite Station spielte im Pfarrhaus. Bis die zweite Gruppe sich für Ihre Aufführung zurecht gemacht hatte, ruhten sich zwei Darsteller im selbst erbauten Lager aus
Der Händler mit Korb und Lasttaschen zahlt für Joseph 20 Silbergroschen und dem Vater erzählen die Brüder, dass Joseph von wilden Tieren zerrissen worden ist und zeigen den verblieben Mantel vor (das Ketschup auf dem Mantel sieht man kaum):

Dann kamen die „Unschuldigen“ an die Reihe, die die Traumdeutung des Joseph im Gefängnis spielten. Spielort war der Keller des Pfarrhauses.


Der Mundschenk hatte auch einen Traum, den Joseph so deutete, dass er tatsächlich wieder in seine alte Stellung als Mundschenk des Pharao eingeführt wurde. Und so geschah es:



Dieses nächste Stück spielten schließlich die Pyramidengötter:
Nachdem Joseph, gespielt von Franzi, dem Pharao sagte, dass beide Träume das gleiche bedeuten, nämlich dass auf sieben fette Jahre sieben Hungerjahre folgen werden, wurde er zum Verwalter des Pharao eingesetzt:

Er verteilte professionell die Aufgaben auf die Untertanen des Pharaos
und durch seine Anweisungen wurde eine reiche, tonnenschwere Ernte eingefahren und eingelagert,

Und Joseph erkannte sofort seine Brüder, die ihn damals als Sklaven nach Ägypten verkauft hatten.

Die Versöhnung von Joseph mit seinen Brüdern feierten wir dann in einem Wortgottesdienst unter Leitung von Pastoralreferent Stefan Durner:
Das Wichtigste war jedoch, dass die Kinder Spaß am Lagerleben hatten, sei es, dass sie den Berg hinter dem Pfarrhaus erkundeten, miteinander spielten oder gerne bei den gestellten Aufgaben mitmachten. Gut, dass Petrus ein Einsehen hatte, und es nur nachts und am Mittwoch Vormittag leicht geregnet hatte. Auch die Betreuer waren von der Lageratmosphäre recht angetan; da sich die Arbeit auf viele Hände verteilte, war es wie Urlaub. Jeder hat hier den Alltag vergessen.

Weiter Bilder aus dem Lagerleben:

Für die Josephgeschichte hatte Kathi ein „Neidspiel“ gebastelt, bei dem die Kinder die Ungerechtigkeit erleben durften, dass Manche viel und Manche gar nichts gewonnen haben. Sie ließen sich aber bereitwillig zum Teilen animieren...

Backe Backe Kuchen ...
Singen am Lagerfeuer mit Evi
Nach dem Frühstück war am Donnerstag Putzen und Aufräumen angesagt: