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Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Übersee am Chiemsee

Ein Wort des Überseer Pfarrers zum Fest des Heiligen Nikolaus.

Zu den Gestalten des Advents gehört der Heilige Nikolaus, der uns in seiner Gebefreudigkeit und seiner Zuwendung zu den Armen sympathisch ist. Die Tradition setzt ihn gleich mit jenem Bischof, der am Konzil von Nicäa im Jahr 325 teilgenommen hat.

Diese Bischofsversammlung hat das Bekenntnis zur wahren Gottheit Jesu Christi formuliert. Es ging um den Kern des Christentums. Das wirklich Neue war der Glaube an die Menschwerdung Gottes. Da gab es die Frage, ob Jesus von Nazareth nur ein großer religiöser Mensch war oder ob Gott in ihm selbst einer von uns geworden ist.

Ob Gott so mächtig ist, dass er uns lieben kann und dass er wirklich in unser Leben hereintritt. Wenn Gott so unendlich weit weg ist, dass er uns nicht lieben kann, dann ist auch die menschliche Liebe nur ein leeres Versprechen. Wenn Gott nicht lieben kann, wie sollte es dann der Mensch können?
An diesem Bischof Nikolaus begreifen Menschen, was der Glaube an die Menschwerdung konkret bedeutet. Nikolaus hat sich den Menschen eingeprägt als einer, der gut ist und hilft. Das Gute wird in der Theologie beschrieben als etwas, was sich selbst verströmt, was sich selbst herschenkt.

In der Güte eines Menschen wird deshalb immer das Göttliche erfahrbar. In den Geschenken, die wir an Nikolaus oder bei anderen Gelegenheiten verteilen, sollte deshalb immer etwas von uns selbst spürbar werden.

Wenn wir selbst in den Geschenken vorkommen, könnte für den Beschenkten etwas von der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes spürbar werden.
Einen von seiner Gegenwart und Güte erfüllten Advent wünscht Ihnen


Ihr Pfarrer Georg Lindl