Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

Pfarrverband Neustift

Herzlich Willkommen auf unserer Website
www.pv-neustift.de

Abschiedsgruß Pater Soosais

Pater Soosai groß
Liebe Pfarrangehörige, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
mit der Entpflichtung von meiner Tätigkeit zum 31. Mai 2020 endet mein Dienst im Pfarrverband Neustift. Ich war fast 12 Jahre in Neustift und 7 Jahre in Marzling, Haindlfing und Tüntenhausen seelsorglich tätig. Gemäß der damals getroffenen Vereinbarung mit den Verantwortlichen der Pfarrei Neustift, der Erzdiözese und der Prämonstratenserabtei Jamtara in Indien kam ich am 31. Juli 2008 von Rom nach Freising-Neustift, um in der Seelsorge mitzuwirken. Damals war es mir gar nicht klar und bewusst, welche Herausforderungen und schöne Erfahrungen auf mich zukommen würden. Am Anfang war es nicht leicht, alles von Grund auf lernen zu müssen. Neben der deutschen Sprache musste ich mit dem Klima, den Bräuchen, den Strukturen, dem Essen und vielem mehr zurechtkommen bzw. mich daran gewöhnen. Es waren für mich zuerst als Kaplan, später ab April 2012 als Pfarradministrator in der Pfarrei St. Peter und Paul und ab September 2013 in den Pfarreien St. Martin Marzling, St. Laurentius Haindlfing und St. Michael Tüntenhausen schöne, erlebnisreiche und erfüllende Jahre.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mein Vergelt`s Gott auszusprechen für das Miteinander, die konstruktive und angenehme Zusammenarbeit, die Unterstützung, die netten Begegnungen und für alles, was Sie mir als Seelsorger, als Mensch, mitgaben. Es war eine schöne Zeit, hier seelsorglich gewirkt zu haben. Danken möchte ich allen, die uns Prämonstratenser nach Freising geholt haben. Leider hat sich das Projekt Prämonstratenser in Neustift nicht als nachhaltig erwiesen. Ich gehe jedoch mit dem Gefühl von hier weg, dass mir die Seelsorge zuerst in St. Peter und Paul, später im Pfarrverband Neustift zum großen Teil gelungen ist, so dass ich mit Zufriedenheit und Dank den Pfarrverband verlasse.
Von Anfang an war es mir wichtig, die Eigenständigkeit der Pfarreien zu wahren, die alten Traditionen und Gebetsformen zu pflegen und die katholische, christliche Identität zu bewahren. Meine Art der Seelsorge war es, den Glaubensweg der Menschen mitzugehen, nicht nur da vorne zu stehen, sondern auch dabei zu sein. Ob es mir gelungen ist, können Sie selbst am besten beurteilen.

Leider kann ich mich, können wir uns wegen der Corona-Pandemie nicht wie ursprünglich geplant mit einem Festgottesdienst verabschieden. Außerdem ist es mit der andauernden Corona-Situation und den Ausreisebeschränkungen nicht sicher, wann der internationale Flugverkehr wieder startet und wann ein Flug für mich nach Indien möglich ist. Es ist jedoch eine Rückholaktion für die Inder in Deutschland von der indischen Regierung geplant und ich habe mich bei der Rückholaktion für einen Rückflug registrieren lassen. Nach der Dringlichkeit der Gründe werden die Plätze priorisiert und vergeben. Wann ich einen Platz für den Rückflug nach Indien bekomme, ist ungewiss. Es kann aber sehr schnell gehen, so dass ich innerhalb von ein paar Tagen Freising verlassen muss. Daher bitte ich Sie um Verständnis, wenn eine persönliche Verabschiedung mehr nicht möglich ist.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass durch meinen Weggang strukturell einiges ausgelöst wird, was allerdings in gewisser Weise zu erwarten war. Nach sechs Jahren der Pfarrverbandsgründung, des Zusammenseins und Zusammenwachsens des Pfarrverbands Neustift hat nun aufgrund des neuen Stellen- und Personalplans, aber auch wegen der fehlenden Seelsorger die Diözesanleitung die Entscheidung getroffen, aus den Pfarreien des Dekanates Freising eine Stadtkirche zu gründen. So soll künftig die Seelsorge für die Pfarreien abgedeckt werden.
Sicherlich hat es sich der Pfarrverband nicht gewünscht, in den nächsten Jahren aufgelöst zu werden, um die Gründung der Stadtkirche möglich zu machen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie, als Mitchristen/innen vor Ort, den Mut nicht verlieren, sondern dass Sie sich weiterhin einbringen und so für unseren Glauben an Jesus Christus Zeugnis ablegen. Es gibt immer noch Glauben in den Menschen. Es müssen nur die richtigen Mittel, das richtige Modell und die richtigen Methoden angewendet werden, diesen zu erkennen, zu unterstützen und zu fördern. „Ich kenne meine Schafe und meine Schafe kennen mich.“ Eine Seelsorge gelingt nur dann, wenn dieser Satz Jesu in unserer Seelsorge wahr ist und wahr wird. Ich wünsche Ihnen einen starken Glauben, gutes Gelingen, viel Kraft und Ausdauer bei diesem Zusammenschluss aller Pfarreien. Möge Gott Sie/Euch segnen, behüten und begleiten.

Mit aufrichtigem Dank und Gottes Segen
Pater Mariasoosai Arulandu, OPraem