Arbeitsgemeinschaft

katholischer Verbände und Gemeinschaften in der Region München.
28. Juni 2021
"In
die Gesellschaft hineinwirken“

Vorstandswechsel in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände und Gemeinschaften

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule, ohne dem vieles nicht möglich ist. Jeden Tag engagieren sich Frauen und Männern und gestalten das Gemeinwesen und das Pfarreileben wesentlich mit. Sie bringen ihre Interessen und Fähigkeiten in die verschiedensten Organisationen und Gremien ein, so auch in den Katholischen Verbänden und Gemeinschaften. Um in Kirche und Gesellschaft hineinwirken zu können, haben sich die kirchlichen Verbände der Region München 1985 zur „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände und Gemeinschaften in der Region München“ formiert. Ziel war es damals wie heute, die Arbeit der Verbände zu fördern, zu koordinieren, sich gegenseitig zu unterstützen, über gemeinsame Aufgaben in Staat und Kirche zu beraten, in Zusammenarbeit mit dem Katholikenrat der Region München zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung zu nehmen oder die Interessen der Verbände gegenüber Kirche und Staat zu vertreten.

Regelmäßig treffen sich die Delegierten, um sich bei ihren Versammlungen auszutauschen. Im letzten Jahr konnte keine Präsenzveranstaltung abgehalten werden, umso schöner war es, am 28. Juni in Präsenz tagen zu können und die satzungsgemäße Wahl des neuen Vorstandes durchführen zu können.

Die beiden „Urgesteine“ Robert Wagner (Bund Neu Deutschland) und Helga König (Familienbund der Deutschen Katholiken) scheiden nach über 36 Jahren aus dem Vorstand aus, weil sie sich nicht mehr zu Wahl stellten. Als Gründungsmitglieder der ARGE waren sie von Anfang an im Vorstand tätig: Robert Wagner als Vorsitzender von 1986 bis 1991, Helga König von 1995 bis heute.

Nach 26 Jahren übergibt sie den „Staffelstab“ an Jüngere: neue ARGE-Vorsitzenden wurde Sabine Adolph (St. Michaelsbund), ihre beiden Stellvertreter sind Wolfgang Jungwirth (KAB) und Bernadette Sigl (KKF St. Lydia Neuhausen e.V.). Die weiteren Delegierten Beate Meyer (DPSG), Dr. Michael Krischer (missio) und Ernst Wolfsteiner (Malteser e.V.) machen den Vorstand komplett.

Bei der Konstituierung verständigte sich der neue Vorstand über Aufgaben und Ziele, die es nach Corona aufzunehmen gilt. Sabine Adolph bringt es auf den Punkt: „Der Vorstand ist sich einig, dass die Fülle an Themen kooperativ in der großen Runde angegangen und Aufgaben auf alle Schultern verteilt werden müssen. Bereits jetzt zeigt sich eine Vielzahl an Aufgaben, so z. B. die Novellierung der aktuellen Satzung, das Knüpfen neuer Kontakte, die stärkere Vernetzung der Verbände sowie die Vernetzung auch zu leben und zu gestalten.“ Auf die Frage nach einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit der Verbände gibt Sabine Adolph zur Antwort: „Gerade jetzt müssen die Verbände mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen und Angeboten über den kirchlichen Kontext hinaus sichtbar gemacht werden und in die Gesellschaft hineinwirken. Zudem müssen Rahmenbedingungen für ein gelingendes Ehrenamt geschaffen werden, um neue Engagierte und Motivierte gewinnen zu können.“ Gesellschaftliche Themen wie Ausbildung, Digitalisierung, Arbeitswelt und Wohnraum „sollen zügig aufgegriffen und in enger Abstimmung mit dem Katholikenrat und dem Diözesanrat vorangetrieben werden, um Kräfte zu bündeln.“

Der neue Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Verbänden und hofft auf ein fruchtbringendes Miteinander.
ARGE-Vorstand nach der Wahl
Der neue Vorstand mit Helga König, die nach 26 Jahren als Vorsitzende das Amt an Sabine Adolph übergibt. Von links nach rechts: Beate Meyer, Wolfgang Jungwirth, Bernadette Sigl, Helga König (mit Blumen), Ernst Wolfsteiner, Sabine Adolph, Dr. Michael Krischer.