St. Kastulus

Ulrich-von-Pusch-Str. 2, 84186 Vilsheim, Telefon: 08705-93997-0, E-Mail: St-Nikolaus.Altfraunhofen@erzbistum-muenchen.de

Die Kirchen der Pfarrei Vilsheim


Pfarrkirche St. Kastulus

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St. Kastulus

Die heutige Kirche St. Kastulus wurde ca. 1440 - 1450 vom damaligen Hofmarksherrn Ulrich
von Pusch anstelle einer hölzernen Vorgängerkirche erbaut. Sie wurde seitdem mehrmals umgestaltet, wobei dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend u. u. Hochaltäre in gotischem, barockem, spätbarockem und dann in neugotischem Stil errichtet wurden.
1786 hat ein 'Donnerstrahl' den Turm zerschmettert. Für den Neubau wurde Geld von den Filialkirchen ausgeliehen. Während dieser Zeit wurde in der Fastenzeit ein heiliges Grab aufgebaut.


1861 wurde von Pfarrer Zirngibl der Antrag gestellt, die Kirche um 15 Fuß verlängern zu dürfen, damit die Leute an den Sonntagen auch Platz haben.
Im März 1863 war zur Freude der Gemeinde der Bau vollendet, aber die Kosten waren wesentlich höher als der Voranschlag.
Die Seitenaltäre, von denen nur mehr Bildtafeln erhalten sind, wurden 1868 (Hl. Dreikönige bei der Anbetung des Christuskindes) und 1875 (Hl. Stephanus) angeschafft.
1892 wurde die Kirche unter Pfarrer Wiesbauer neugotisch umgestaltet.
Dieser Umbau fand ohne Genehmigung des Ordinariats statt.
Der Pfarrer wurde mitsamt seiner Kirchenverwaltung durch das Ordinariat gerügt und mit einer Ordnungsstrafe belegt.
Unter Pfarrer Knab (1947-1980) änderte sich das Aussehen des Gotteshauses gravierend. So wurde in der Folge des röm. Konziles (1965) der Hochaltar entfernt, ein Volksaltar errichtet und die damalige Bestuhlung gegen 'moderne' Bankreihen ausgetauscht.
Diese umstrittene Umgestaltung konnte im Zuge der letzten Generalsanierung wieder teilweise rückgängig gemacht werden.
Seit 1992 wurden das Kirchendach, die Außenfassade des Hauptschiffes und die Innenschale einer Sanierung unterzogen. Der ausgelagerte neugotische Hochaltar erfuhr eine umfassende Erneuerung, durch die ehemals fehlende Figur des St. Kastulus eine Ergänzung. Seit 1997 hat der Kirchenraum wieder ein würdiges Aussehen in neuem Glanz. Neue Kirchenbänke, dem neugotischen Stil entsprechend, wurden entlang des Mittelganges eingebaut.
In den Folgejahren konnte der Kirchturm saniert werden.
2009 erfolgte die Erneuerung der Friedhofsmauern und 2010 eine Neuordnung der Grabstellen südlich der Grotte.
Auf der Warteliste steht die Instandsetzung des Kirchenportales, die Neugestaltung des Kirchenvorhauses, sowie eine notwendige Reparatur des Kirchturmdaches (Spechtlöcher in den Schindeln).


[Aus einem von Sebastian Tremmel nach Berichten erstellten Kirchenführer der Pfarrkirche St. Kastulus.]

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Hl. Stephanus























Gemälde über dem linken Seitenaltar

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Hl. Drei Könige























Gemälde über dem rechten Seitenaltar

Filialkirche St. Leonhard, Kemoden

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St. Leonhard


St. Leonhard Kirche in Kemoden aus dem 18. Jahrhundert

Vorgeschichte der Kemodener Kirche:
Ein sicheres geschichtliches Datum für Kemoden und Vilsheim ist das der Kirchenweihe. Im Jahre 1141 wurde die Pfarrkirche in Vilsheim und ein kleines Kirchlein in Kemoden durch Bischof Otto II. geweiht. Als Kirchenpatronin ist für beide Kirchen die Hl. Magdalena angegeben. Die beiden Kirchen haben heute andere Namenspatrone, nämlich den Hl. Kastulus in Vilsheim und den Hl. Leonhard in Kemoden.

Wann der Hl. Leonhard in Kemoden die Hl. Magdalena verdrängt hat, ist nicht mehr nachzuweisen.
Das erste Kirchlein in Kemoden war so klein, dass an Festtagen bis zu 200 Personen der Hl. Messe im Freien beiwohnen mussten. Daraufhin wurde der Abriss bis auf die Grundmauern und der erweiterte Neubau beschlossen.
1707 wurde die neue und jetzige Kirche eingeweiht und das Urteil war, die Kirche wirkt "amoena et lucida" lieblich und hell. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts scheint die Wallfahrt zum Hl. Leonhard in großer Blüte gewesen zu sein. In der Zeit der Säkularisation 1810 wird die Ortsgemeinde Kemoden Eigentümerin der Kirche.
Durch den Überlassungsvertrag vom 13.10.1976 wurde die Kirche von der politischen Gemeinde auf die Pfarrgemeinde Vilsheim übertragen. Damit war die Verpfichtung verbunden die Kirche von Grund auf zu renovieren. Unter Kirchenpfleger Altschäffl konnte die Renovierung 1988 abgeschlossen werden. Seit dem gab es erneut eine Turmrenovierung. Neuerdings zeigen sich Mauerrisse an der Apsis, deren Ursache in einer schadhaften Dachkonstuktion liegt.

[Aus der Festschrift zum Abschluss der Renovierungsarbeiten 1988]

Filialkirche St. Nikolaus, Altenburg

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St. Nikolaus

Romano-gotische Kirche St. Nikolaus etwa um 1000 n. Chr. ?
Warum "Altenburg"?
Das setzt doch eine alte Burg voraus. Es könnte Vilsheim sein, zu dem noch die heutige Bewaldung gehört.
Das Schloss Vilsheim ist aber urkundlich bereits vor dem Jahre 1000 bekannt.
Also könnte die alte Burg noch älter gewesen sein, wodurch die Annahme berechtigt wird, daß der Anfang des Ortes vielleicht doch auf eine bajuwarische Ansiedlung zurückgeht.

Dass das Dorf sehr alt ist, viel älter als Urkunden davon Zeugnis geben, beweist auch das Patrozinium St. Nikolaus, das schon im 8. Jh. bezeugt ist.
Die Conradinische Matrikel von 1315 spricht bereits von der Fililale "Altenpurch".
Es muss also um diese Zeit schon längst eine Kapelle (Kirchlein) gestanden haben.
Baulich gesehen ist der eingezogene, quadratische Chor der heutigen Kirche vielleicht ein Überrest einer ersten gemauerten Kapelle,
der wohl eine hölzerne vorausging, die möglicherweise eine heidnische Kultstätte abgelöst hat.
Ulrich von Pusch, der Erbauer der gotischen Kirche in Vilsheim, soll nach einer Überlieferung den gotischen Umbau in Altenburg gemacht haben.
Renovierungsmaßnahmen wurden 2010 in Angriff genommen. Diese umfassten eine Erneuerung des Innenputzes, das Schließen von Mauerrissen und eine farbliche Neufassung der Innenraumschale.
2015 und 2016 wurden auch bauerhaltende Maßnahmen an der Außenseite der Kirche angegangen.
Aus dem Erlös eines zurückliegenden Dorffestes in Altenburg wurde ein namhafter Betrag für die Finanzierung bereitgestellt.

[Aus Bergmaier, Peter: Vilsheim, Heimatbuch vom Oberlauf der kleinen Vils, 1961]

Schlosskapelle St. Josef, Kapfing

Informationen zur Schlosskapelle St. Josef, Kapfing (in Privatbesitz)
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