Hl. Kreuz/Giesing

Gietlstr. 2, 81541 München, Telefon: 089-6936588-0, E-Mail: Hl-Kreuz.Giesing@erzbistum-muenchen.de

Kloster der Armen Schulschwestern

Adresse

Kistlerstraße 11
81539 München

Geschichte

Der 1833 gegründete Orden der »Armen Schulschwestern von unserer Lieben Frau« sorgt sich seit jeher um die schulische Ausbildung von Kindern aus ärmeren Bevölkerungsschichten und insbesondere für die »Mädchenbildung«.
Bereits 1844 errichtete der Orden eine Filiale in Giesing. Ein Jahr später übertrug Pfarrer Ferdinand Herbst den Giesinger Schulschwestern die Leitung der damals gegründeten »Kleinkinderbewahranstalt«. Diese war zunächst in der Pfarrhofschule (spätere Silberhornschule, kriegszerstört) und seit 1892/1893 in der Weinbauernstraße untergebracht. In dem von Pfarrgeldern und einer Spende König Ludwigs I. finanzierten Kindergarten wurden die zwei- bis sechsjährigen Kinder berufstätiger Giesingerinnen teils unentgeltlich betreut.
1858 beauftragte die Stadt München die Armen Schulschwestern damit, die Mädchen der Pfarrhof- beziehungsweise Silberhornschule zu unterrichten; seit 1886 führten die Schwestern außerdem den städtischen Kinderhort, der ebenfalls dort untergebracht war. Beide Aufgaben wurden dem Orden ab dem 1. April 1937 durch die nationalsozialistische Stadtverwaltung entzogen. Der kriegszerstörte Kindergarten wurde 1954 wieder eröffnet (Weinbauernstraße 15).
1979 wurde Schwester Lea Wittmann, die mit Unterbrechungen bereits vor dem Ersten Weltkrieg bei den Giesinger Schulschwestern tätig war, mit dem Bundesverdienstkreuz für über 65 Jahre Tätigkeit in Kindergarten und Hort ausgezeichnet. Zu ihren Schützlingen gehörten Franz Beckenbauer und Max Greger.
1998 gaben die Armen Schulschwestern die Leitung des Kindergartens ab. Inzwischen dient das Kloster in der Kistlerstraße 11 den Ordensschwestern als Alters- und Krankenheim.
Quelle: KulturGeschichtsPfad Obergiesing-Fasangarten, Dr. Karin Pohl, hrsg. von der Stadt München.

Kloster der Armen Schulschwestern