Pfarrverband Obergiesing

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Hilfe für Flüchtlinge

Informationen zur neuen Flüchtlingsunterkunft im Dekanat Giesing

Aktuelle Informationen finden Sie im vierteljährlich erscheinenden Newsletter.

Flüchtlinge im Dekanat Giesing - Stand Dezember 2017

Osram-Unterkunft geschlossen – neue Unterkunft am Hollerbusch – Spenden - ehrenamtliche Hilfe gesucht für Spielgruppe, Nachhilfe und Wohnungssuche -


Die Unterkunft für Geflüchtete im ehemaligen Osramwerk in der Hellabrunnerstraße wurde im August geschlossen.

Die Bewohner sind auf andere Unterkünfte verteilt worden.

Am 06.10.17 fand im großen Pfarrsaal der Mariahilf-Kirche ein Dankesfest für alle Helfer des Helferkreises Untergiesing statt. Vom Adelgundenheim wurde ein Bufett geliefert.

Viele Helfer sind nach wie vor aktiv und betreuen die Flüchtlinge und deren Familien auch in der neuen Unterkunft weiter. Die Radlwerkstatt hat einen Raum gesucht und ist jetzt im „Bellevu di Monaco“ untergekommen. Herr Pfarrer Schlosser organisiert weitere Treffen des Helferkreises.


Am Hollerbusch wird eine neue Unterkunft für Geflüchtete Frauen eröffnet

Dort können anerkannte weibliche Geflüchtete mit und ohne Kinder untergebracht werden. Die Einrichtung verfügt über 48 Bettplätze. Die Betreuung der Unterkunft übernimmt der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Der Einzugstermin der Frauen ist noch nicht bekannt.


Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der ehemaligen McGraw-Kaserne

In der Einrichtung leben derzeit ca. 190 Menschen. Die Einrichtung ist zu 2/3 belegt. Es gibt auch Fehlbeleger; das sind anerkannte Flüchtlinge, die keine Wohnung finden. Aktuell wohnen dort viele Frauen und Kinder. Alle Kinder werden eingeschult.

Das Leben und die Unterstützung in der Einrichtung laufen gut und ruhig.


Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Aschauerstraße

300 Plätze sind belegt. Es gibt ca.60 Kinder. Ein großer Teil davon sind Babys. Alle schulpflichtigen Kinder werden sofort eingeschult und kommen in Übergangsklassen. Es gibt sehr viele Analphabeten unter den Eltern. Sie nehmen jetzt vermehrt an Alphabetisierungskursen teil. Zu bestimmten Themen werden Referenten eingeladen, etwa Hebammen, die über den Ablauf einer Geburt in Deutschland informieren.

Ehrenamtliche halten Deutschkurse und geben einmal in der Woche für 1 ½ Stunden den Kindern Hausaufgabenhilfe. Eine Ehrenamtliche betreut ein Kind. Die Ehrenamtlichen kommen gerne und engagieren sich langfristig. Es gibt sehr viele nette und offene Kinder.
In der Babygruppe, in der Kinder ab 11 Monaten bis 3 Jahre betreut werden, wird vormittags von 10 oder 11 Uhr bis 13 Uhr am Montag, Dienstag und Mittwoch eine Frau zum Spielen und Aufpassen gesucht, die Spaß am Umgang mit Klein-kindern hat. Es ist immer eine hauptamtliche Betreuerin anwesend. Interessiere Frauen können sich an Frau Lohr wenden, Christa.Lohr@caritasmuenchen.de

Derzeit wird Winterkleidung für Babys und Säuglinge und Kinder bis ca 3 Jahre benötigt, vor allem Mützen, warme Jacken. Fußsäcke für Kinderwägen oder Buggys werden auch gebraucht.
Ansprechpartnerin ist Frau Lohr, Christa.Lohr@caritasmuenchen.de . Wer einen gemütlichen Sessel spenden möchte kann sich auch gerne an Frau Lohr wenden und Frau Lohr eine E-Mail mit dem Fotos des Sessels mailen.

Es werden auch Ehrenamtliche gesucht, die Erwachsenen Nachhilfe geben, die den Quali oder den Mittleren Abschluss oder machen. Die Erwachsenen besuchen die Berufsschule und sind zwischen 18 und 30 Jahre alt. Die Nachhilfe findet nachmittags in der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr statt. Hauptsächlich ab 18 Uhr. Ehrenamtliche, die geflüchteten Menschen bei der Wohnungssuche unterstützen, etwa zu Besichtigungsterminen mitgehen, werden auch gesucht. Ansprechpartnerin ist Frau Alina.Sokar@caritasmuenchen.de

Wenn Sie die Arbeit dieser Gemeinschaftsunterkunft in unserem Dekanat finanziell unterstützen möchten, dann können sie das gerne tun unter: Empfänger: Caritas Alveni Asyl G4, IBAN: DE40 7509 0300 0002 3462 22, Verwendungszweck: GU Aschauer Straße
Basisinfos zu den Einrichtungen:

Die Erstaufnahmeeinrichtung in der McGraw-Kaserne ist sehr gut im Viertel angekommen und hat ein breites Helfernetz. Hier verbringen 300 Flüchtlinge die ersten Wochen der Registrierung, Gesundheitsüberprüfung und Antragstellung. Als Sozialdienst ist die Innere Mission der Evangelischen Kirche vor Ort.
Die Unterkunft liegt auf dem Gebiet der Pfarrei Zu den Heiligen Engeln.

In einer Gemeinschaftsunterkunft verbringen die Flüchtlinge die Zeit der Bearbeitung ihres Asylantrages. Dies kann mehrere Jahre dauern. Die Flüchtlinge haben pro Person etwas mehr Wohnraum zur Verfügung, sie kochen selber, die Kinder sind schulpflichtig. Eine solche Unterkunft ist seit Ende November 2015 in der Aschauer Straße das vorübergehende Zuhause von 300 Flüchtlingen. Der zuständige Fachdienst der Caritas, Alveni, leistet die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort.
Unterstützt wird er von der Pfarrei St. Bernhard, auf deren Gebiet die Unterkunft liegt.

In der Hellabrunner Straße wurde Anfang Dezember 2015 in den ehemaligen Osram-Gebäuden eine Gemeinschaftsunterkunft im Überbrückungsprogramm mit 250 Personen belegt. Im Lauf des Frühjahrs ist diese Zahl auf 800 angewachsen. Bei dieser Weise der Unterbringung, die einen akuten Notstand bis zur Bereitstellung längerfristiger Unterkünfte überbrücken soll, gibt es deutlich geringere Standards: die Menschen leben in Kojen ähnlich einem Großraumbüro, haben kaum Rückzugsmöglichkeiten und können nicht selber kochen.
Die Pfarrei St. Franziskus hat einen großen Helferkreis aufgebaut und arbeitet mit dem Träger vor Ort zusammen, der Johanniter-Unfallhilfe.

Daneben gibt es in Giesing mehrere Standorte, in denen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in verschiedener Trägerschaft untergebracht sind.