Kath. Pfarrgemeinde St. Franz Xaver

81825 München, Sonnenspitzstraße 2 | Pfarrbüro Vogesenstraße 18 Tel. 43630280 | PV Trudering - St. Augustinus und St. Franz Xaver

Sakramente

Die Sakramente sind sichtbare Zeichen des Geschenkes (der Gnade) Gottes, von Christus instituiert und der Kirche anvertraut.

Durch die Sakramente tritt der Gläubige in Verbindung mit Gott und beteiligt sich am göttlichen Leben. Die sichtbaren Riten (Handauflegung, Salbung, Segnung und Reinigung mit Wasser ...), mit denen die Sakramente gefeiert werden, bedeuten und realisieren die Gnade jedes Sakramentes ordnungsgemäß (Gottes Vergebung, das Leben Gottes im Menschen durch die Taufe, den Dienst an den Menschen durch die Ordination, ...)
Der Heilige Geist bereitet die Gläubigen zum Empfang der Sakramente durch das Wort Gottes vor. Die Sakramente stärken den Glauben und ermöglichen das Gemeinschaftsleben der ganzen Kirche.

Die Kirche feiert die Sakramente als eine Gemeinschaft der Christen, wo jeder für die Gemeinschaft des Volkes Gottes entsprechend seiner besonderen Berufung sorgt: die geweihten Amtsträger (Diakone, Priester und Bischöfe) und die nicht geweihten.

Die Sakramente sind nach drei Gesichtspunkten geordnet:
- die Sakramente der Initiation (Taufe, Firmung und Eucharistie)
- die Sakramente der Heilung (Buße und Versöhnung, Krankensalbung)
- die Sakramente des Dienstes an der Gemeinschaft (Ehe und Priestertum).

Sechs Sakramente und ihre Feier

Die Taufe
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Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament für das Christsein. Sie begründet die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche. Neben der Kirchenzugehörigkeit begründet die Taufe auch die Rechtspersönlichkeit in der Katholischen Kirche. Ordentlicher Spender der Taufe ist der Bischof und der Priester, in der lateinischen Kirche auch der Diakon.

Von jedem Täufling wird das Bekenntnis des Glaubens verlangt. Dieses wird bei der Kindertaufe von den Eltern und von der Kirche ausgesprochen. Der Taufe geht ein Taufgespräch mit einem Seelsorger voraus, da Eltern und Paten das getaufte Kind später in den Glauben einführen sollen.
Der wesentliche Ritus der Taufe besteht darin, dass der Täufling in Wasser getaucht oder sein Kopf mit Wasser übergossen wird. Dabei spricht der Taufspender die Taufformel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Das Eintauchen des Täuflings in Wasser - oder auch das Übergießen des Kopfes mit Wasser - versinnbildlicht den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Mit der Taufe beginnt ein neues Leben mit Christus (2 Kor 5, 17).

Der Taufvorgang ist mit verschiedenen Symbolhandlungen verbunden, die das Geschehen deuten: Salbung mit Öl, Überreichung von Taufkerze und Taufkleid. Die Salbung mit dem geweihten Chrisam-Öl schenkt dem Getauften Anteil am königlichen Priestertum Jesu Christi. Die Taufkerze, die vom Vater oder Taufpaten an der Osterkerze entzündet wird, ist Zeichen für den auferstandenen Christus. Ausdruck für den Wunsch, dass das Kind zu einem christusähnlichen Leben findet, ist das weiße Taufkleid. Eine gültig gespendete Taufe kann nicht wiederholt und nicht widerrufen werden. (Vgl. http://www.dbk.de).

Bild Taufe, Baum mit Bildern der Täuflinge in St Franz Xaver München
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Die Anmeldung zur Taufe erfolgt über das Pfarrbüro. Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen wollen, nehmen Sie bitte spätestens 8 Wochen vor der Taufe Kontakt mit dem Pfarrbüro auf.

Die Firmung

Firmung
Das Sakrament der Firmung vervollständigt das Geschenk der Taufe. Dieses Sakrament gibt den Christen die Gaben des Heiligen Geistes, damit der Glaube im christlichen Leben der Menschen tiefe Wurzeln schlagen kann und sie als Kinder Gottes zu Christus enge Verbindung halten können. Die Firmung erteilt allen Christen den Auftrag, als Mitarbeiter Christi in die "Mission" zur Verkündigung der Botschaft Gottes zu gehen. Denn alle Christen sollen durch die Firmung Zeugen und Verteidiger des christlichen Glaubens werden. Wie die Taufe hat auch die Firmung einen unauslöschlichen Charakter, mit dem der Christ gesiegelt wird. Denn auch die Firmung kann nur einmal empfangen werden.

In unserer Pfarrgemeinde St. Franz Xaver wird nur jedes Jahr die Firmung gespendet. Die Anmeldung zur Firmung erfolgt über das Pfarrbüro. Für die ausführlichen Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarrbüro auf.

Die Eucharistie

Eucharistie
Eucharistie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Danksagung": Lob und Dank an Gott. Das bedeutet insbesondere für uns Christen: Wir erinnern uns an das Dankeswort Christi beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern. Die Christen versammeln sich als Gemeinde in der Kirche, um Jesu Tod und Auferstehung zu feiern. Sie feiern die Eucharistie, d.h. sie feiern die Messe, in der sie sich erinnern an die damaligen Ereignisse.
Die Eucharistie, das dritte Sakrament der christlichen Initiation ist das einzige Sakrament, das von Jesus selbst beim letzten Abendmahl (am Abend vor seinem Tod, am heutigen Gründonnerstag) eingesetzt wurde. Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens (LG 11).

Die Heilige Messe (die Feier der Eucharistie) wird in unserer Pfarrgemeinde St. Franz Xaver regelmäßig gefeiert: Außer am Montag versammeln sich Christen täglich zur Feier der Eucharistie. Am Sonntag bietet die Pfarrgemeinde zweimal die Feier des Todes und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus (Eucharistie) an.

Einmal im Jahr, zwischen Oster- und Pfingstfest, wird in unserer Pfarrgemeinde für die Kinder, die zum ersten Mal den Leib Christi empfangen dürfen, ein großes Fest gefeiert: die "Erstkommunionfeier". Die Anmeldung für die Vorbereitung der Kinder zu dieser Feier erfolgt über das Pfarrbüro.

Die Beichte

Beichte
Der Herr Jesus Christus ist der Arzt unserer Seele und unseres Körpers. Er verzieh dem Gelähmten die Sünden und gleichzeitig stellte er die Gesundheit seines Körpers wieder her (Mk 2: 1-12). Er wollte, dass seine Kirche sein Werk der Heilung und des Heils durch die Kraft des Heiligen Geistes weiterführt. Es ist das Ziel der beiden Sakramente der Heilung, des Sakramentes der Buße und Versöhnung und des Sakramentes der Krankensalbung.

Die Vergebung der nach der Taufe begangenen Sünden wird gewährt durch die genannten Sakramente der Umkehr, der Beichte, Buße und Versöhnung. Durch unsere Umkehr können wir zurück zur Gemeinschaft mit Gott finden. Durch seine Gnade können wir uns auf ihn zu bewegen. Er ist der Gott der Gnade und Versöhnung, er will die Rettung für alle Menschen sein. Seine Gnade müssen wir sowohl für uns als auch für andere erbitten. Diejenigen, die Buße tun, empfangen durch die Barmherzigkeit Gottes das Sakrament der Vergebung für das Unrecht, das sie getan haben. Sie werden auch mit der Kirche durch ihre Taten der Liebe, ihr gutes Beispiel und ihre Gebete versöhnt.

In unserer Gemeinde St. Franz Xaver wird die Gelegenheit zur Beichte nicht so oft angenommen, obwohl die Pfarrei viele Termine anbietet: jeden Samstag um 17:15 Uhr und vor großen Festen des Kirchenjahres wie Weihnachten und Ostern. Wir sollten alle diese Angebote häufiger wahrnehmen, um uns mit Gott zu versöhnen. Denn unsere Welt braucht Menschen, die Liebe und Gerechtigkeit leben und Versöhnung und Frieden stiften können (Mt 5, 6; 8-9).

Die Krankensalbung

Krankensalbung
Krankheiten gehören zum Leben von uns Menschen und sind für uns oft nicht leicht zu ertragen, weil sie das gewohnte Leben verändern. Schmerzen und manche Einschränkungen sind oft die Folge. Immer wieder müssen wir erleben, dass alle ärztliche Kunst keine Heilung bringt und eine Krankheit chronisch wird oder sogar zum Tode führt. Diese große Grenze des Lebens sorgt für viele Fragen und Zweifel.

Das Sakrament der Krankensalbung soll hier den Kranken und oft auch die Angehörigen stärken. Gebet und die Salbung mit dem Krankenöl sollen Leib und Seele des Kranken, aber auch seiner BegleiterInnen stärken.

Früher wurde dieses Sakrament meist erst im Angesicht des nahen Todes gespendet. Heute sind alle an Leib und Seele erkrankten Menschen eingeladen die Krankensalbung zum Beispiel vor einer Operation oder einer schwierigen Behandlung zu empfangen. Die Krankensalbung kann auch mehrmals im Leben empfangen werden.

Einmal im Jahr, vor Ostern, lädt die Gemeinde zu einer gemeinsamen Krankensalbung in einem besonderen Gottesdienst für alle Kranken ein. Nähere Information finden Sie im Pfarrbrief oder in unserer Gottesdienstordnung.

Die Krankensalbung können Sie jederzeit auf Wunsch auch zu Hause empfangen und so geraden in den schweren Zeiten der Krankheit gestärkt werden.

Bitte sagen sie im Pfarrbüro Bescheid.

Die Eheschließung

Hochzeit
"Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen" (Mk 10,9).
In der katholischen Kirche wird die Ehe als Sakrament angesehen, weil sie die unwiderrufliche Liebe Gottes sichtbar macht. In der Liturgie der Trauung heißt es: "Gott hat die Ehe zu einem Abbild seiner Liebe zu uns Menschen gemacht. Er segnet und heiligt die Liebe von Mann und Frau und macht ihre Verbindung unauflöslich, wie auch seine Liebe zu uns unwiderruflich ist."

Die Feier dieses Sakramentes findet prinzipiell in der Kirche statt zwischen zwei getauften und gefirmten Personen: einem Mann und einer Frau, die sich bereit erklären ihre Liebe mit Christus in seiner Kirche zu leben bis zum Tod. Mit anderen Worten, die Feier der Trauung findet in der Regel vor der christlichen Versammlung, Trauzeugen und dem Priester oder Diakon statt, alle nehmen dabei teil als Zeugen der ehelichen Verbindung.

Das Sakrament der Ehe gibt den Ehegatten die Gnade Gottes, ihre Liebe, ihre unauflösliche Einheit und Heiligkeit in ihrem Familienleben zu stärken. So wie Gott seine Liebe jedem Menschen schenkt, schenken in der Ehe zwei konkrete Menschen einander ihre Liebe: bedingungslos, ohne Vorbehalt, auf Dauer. In der Trauformel heißt es: "Ich nehme dich an als meinen Mann/meine Frau in guten und in schweren Tagen, in Gesundheit und in Krankheit. Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe." Wenn Menschen in einer solchen Liebe, die in Freiheit geschenkt und auf Dauer ausgerichtet ist, zueinander stehen, wird darin Gottes Liebe sichtbar. Es gibt aber nur diese eine Liebe, die Gott selber ist. "Gott ist die Liebe" heißt es wie in einer Gleichung in der Bibel (1 Joh 4,16). Überall wo Menschen einander um ihrer selbst willen lieben, machen sie Gott sichtbar und leben sie aus dieser einen Liebe, die Gott selber ist.

Das Sakrament der Trauung kann gespendet werden:
- wenn Mann und Frau aus eigener Entscheidung und freiem Willen ein Ja-Wort dazu sagen
- wenn beide fest entschlossen sind, eine Lebensentscheidung füreinander zu treffen "bis der Tod uns scheidet"
- wenn eine grundsätzliche Offenheit für eigene Kinder vorhanden ist.

Formale Voraussetzungen sind:
- wenigstens einer der Partner muß Mitglied der katholischen Kirche sein
- keiner der Partner darf vorher eine nach katholischem Eherecht gültige Ehe geschlossen haben (vgl. http://www.dbk.de).

In unserer Pfarrgemeinde St. Franz Xaver nehmen viele Paare dieses Sakrament sehr ernst. Wenn Sie sich auch mit dem Gedanken tragen, zu heiraten und das Sakrament der Ehe zu empfangen, nehmen Sie bitte spätestens 12 Wochen vor der Hochzeit Kontakt mit unserem Pfarrbüro auf, damit die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden können.