CHORGEMEINSCHAFT BAD AIBLING

Singen ist gesund und hält fit!

In dulci jubilo

26. Dezember 2003

Plakat Weihnachtskonzert 2003

OVB - Kultur - 07. Januar 2004

Jubilierende Freude und auch Meditation

Zum Abschluss der Weihnachtsfeiertage abzuschalten, die Seele baumeln zu lassen, das war wohl der Wunsch vieler Freunde der Kirchenmusik.

Genau das war beim weihnachtlichen Festkonzert in der Bad Aiblinger Stadt-pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu erleben. Eine Musik, die zum Einen die Freude über die Geburt Jesu verheißt („In dulci jubilo“ – so auch der Titel des Abends), zum Anderen auch die Meditation und das „Zur-Ruhe-Kommen“ fördert.

Der Kirchenmusiker der Pfarrei, Konrad Liebscher, spielte die Orgel und zeigte mit farbigen Registern und präziser Artikulation, wie Johann Sebastian Bach, Johann Michael Bach und der zeitgenössische Komponist Zolt Gardony den Choral „In dulci jubilo“ bearbeiteten. Mal festlich, mal verhalten mit hohen Zimbelklängen und mal locker schwingend mit tiefen modernen Akkorden.

Barbara Kraus, die Sängerin aus Grafing, ist schon öfters in Bad Aiblinger Kirchenkonzerten aufgetreten und besang in ihrer ersten Arie von Peter Cornelius, wie der Engel des Herrn zu den Hirten sprach. Ein glänzendes „Domine Deus“, entnommen aus dem Gloria in D von Antonio Vivaldi, und die mitreißende „Rejoice-Arie“ aus dem Messias von Georg Friedrich Händel erfüllten den Kirchenraum mit angenehm-frohem Klang.

Dass die Klarinette durchaus ein Konzertinstrument ist, bewies Markus Müller. Der Leiter seiner eigenen Musikschule in Bad Aibling spielte den Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus der gleichnamigen Kantate von Johann Sebastian Bach sehr weich und mit großem Einfühlungsvermögen. Das Adagio aus Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert in A ist die berühmteste Komposition für Klarinette und Müller schuf eine ruhige Stimmung, bei der der Zuhörer Entspannung finden konnte. Fröhlich und frisch klingt die gegen Ende des 18. Jahrhunderts geschriebene Sonate von Jean-Xavier Lefévre.

Aus Alexandre Guilmant Händen entstand die Paraphrase über „Tochter Zion“, mit der Konrad Liebscher zum Schluss noch einmal die Orgel bis in Tutti rauschen ließ.
Die vielen Konzertbesucher bedachten die Künstler mit viel Applaus und nach einer gemeinsamen Zugabe („Der Christbaum“ von Peter Cornelius) gab’s noch eine freudige Orgelimprovisation über „Transeamus usque Bethlehem“.
Insgesamt ein krönender Abschluss der Weihnachtsfesttage.

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