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Pfarrverband Mariahilf - St.Franziskus

Gedanken zum Palmsonntag

Am Palmsonntag denken wir daran, wie sehr die Menschen damals ihre Hoffnungen in Jesus gesetzt haben, wie sie ihn als König begrüßt und willkommen geheißen haben.
 
Worauf setzen wir unsere Hoffnung?
 
Auch wir haben Träume von einer anderen, heileren Welt, von einem Leben, in dem wir glücklich sind, von einer Welt, in der es allen Menschen gut geht, wo alle satt werden, wo alle in Frieden miteinander leben und solidarisch teilen, wo nicht der falsche Egoismus, sondern eine gesunde Selbst-und Nächstenliebe gelebt werden.
 
Worauf setzen wir unsere Hoffnung?
 
Zunächst wohl mal auf unser eigenes Tun und Handeln. Jeder und jede von uns gestaltet ihre Zukunft, in dem ich ganz bewusst in der Gegenwart lebe, im Hier und Jetzt. Dazu gehört die Aufmerksamkeit und die Wachsamkeit, die Wirklichkeit wahrzunehmen und in ihr zu leben ohne die Augen zu verschließen, vor dem was falsch läuft und unvollkommen oder zerbrechlich ist.
Doch auch ich habe Grenzen, manchmal bin ich am Ende mit meiner Machbarkeit. Manchmal werden mir auch Grenzen von außen gesetzt. Wie jetzt durch das weltweite Coronavirus. Und dann?
 
Bräuchten wir nicht auch einen Menschen wie Jesus, auf den wir unsere Hoffnung setzen können?
Würden wir uns nicht auch manchmal wünschen, wir könnten ihm real begegnen. Was würden wir ihn wohl fragen?
 
Jesus spricht immer wieder vom Reich Gottes, doch für welches Reich steht er?
 
Was ist das Reich Gottes- Gottes Reich- nur eine Vertröstung auf das Jenseits, auf das Leben nach unserem Tod? Nur ein Ideal? Nur Utopie?
 
Ich möchte diesem Reich Gottes etwas nachspüren heute- die Menschen damals hatten ja das Glück, Jesus persönlich zu begegnen und sein heilendes Wirken hautnah mitzuerleben.
 
Das Brot als Zeichen für Jesus:
 
Im Brot möchte Jesus uns ganz nah sein. Brot ist ein Grundnahrungsmittel, ohne Brot können wir schlecht leben. Mit Jesus beginnt Gottes Reich unter uns. Indem wir das Brot teilen, Brot brechen ist er mitten unter uns. Da wo wir Brot, da wo wir unser Leben und unsere Freude teilen, da werden andere satt, da kann ich auch anderen Freude bringen.
 
Das Herz als Zeichen für Jesus :
 
Jesus hat den Menschen gezeigt, wie sehr Gott sie liebt, mit allen was sie ausmacht. Er möchte, dass wir immer mehr zu dem werden, was wir von Gott her sein können, Söhne und Töchter Gottes. Sein Reich ist ein Reich der Liebe, wo die Liebe gelebt wird. Auch wir können lernen, uns selber und andere zu lieben, anzunehmen wie sie sind.
 
Taube und Zweig und Zeichen für Jesus:
 
Jesus ist ein Friedensstifter. Er hat uns sogar aufgetragen die zu lieben, die uns nicht mögen. Konflikte friedlich und konstruktiv lösen ohne einander zu bekämpfen, ohne einander klein zu machen, selbst Friedensstifter werden, das kann ich nur, wenn ich mit mir selbst im Frieden lebe, wenn ich zufrieden bin.
 
Eine Hand als Zeichen für Jesus:
 
Jesus hat die Menschen getröstet, Traurige aufgerichtet und ihnen neuen Mut gemacht. Auch wir können einander die Hand reichen und aufmerksam bleiben, wo andere meine Hilfe, meinen Trost brauchen. Manchmal kann zuhören schon gut tun.
 
Das Öl als Zeichen für Jesus:
 
Jesus heilt die Kranken, hilft ihnen wieder ganz zu sein und Verwundungen, Verletzungen zu heilen. Lassen wir uns von ihm her verwandeln und heil werden.
 
Gott ist ein Gott des Lebens, das hat Jesus immer wieder gesagt und vermittelt. Und die christliche Botschaft von der Auferstehung ist das Zentrum unseres Glaubens. Leben, dass  den Tod besiegt- wir dürfen hoffen. Vielleicht können wir lernen, dankbarer zu sein für das Geschenk unseres Lebens. Dankbar für all das, was es an Gutem in meinem Leben gibt. Dankbar auch für die Gesundheit, all die Menschen, die an meiner Seite sind real oder im Gebet.
 
Gottes Reich beginnt nicht erst im Himmel und nach unserem Tod. Mit Jesus hat es begonnen in unserer Welt real zu werden. Jeder und jede von uns ist aufgerufen, selbst mit zu bauen und sensibel zu sein, wo er in unserer Welt wirkt, auch durch unser Mittun und dem Ausdruck von Liebe in dieser Zeit und Welt.
 
Und wir können ihm begegnen: „ wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ Nehmen wir diesen Jesus ernst und machen wir selber Ernst durch unser verantwortliches Leben als Christ und Christin. Die Welt braucht uns!.
 
In herzlicher Verbundenheit Ihre Seelsorgerin Alexandra Scheifers