Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist die demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes auf Pfarreiebene. Seine Aufgabe ist es, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend mitzuwirken oder zu beschließen. Er bestimmt über die Verhältnisse vor Ort, über neue Aktivitäten und die Umsetzung neuer Ideen mit.
Der Pfarrgemeinderat beruht auf dem Bild von "Kirche als Volk Gottes", wie es das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) entworfen hat. Die Kirche wird dabei von allen Gläubigen getragen und alle sind verantwortlich für ihre Sendung: Den Menschen die Gestalt und Botschaft Jesu bekannt und erfahrbar zu machen.
Pfarrgemeinde funktioniert aus der Zusammenarbeit der hauptamtlichen "Hirten" mit den "Schafen". Der PGR ist das Forum, in dem diese Zusammenarbeit formal, aber auch ganz praktisch organisiert wird. Die aus der Gemeinde heraus gewählten Mitglieder repräsentieren die "Schafe" - die "Hirten" sind von Amts wegen mit dabei. Bei den Entscheidungen gibt es Vorgaben "von oben" zu berücksichtigen, aber auch die Wünsche "von unten" möglichst zu erfüllen. Bei Entscheidungen, die außerhalb der Gemeinde getroffen werden, wird in der Regel der PGR gehört und kann beraten. Darüber ist es möglich, Einfluss zu nehmen.
Wichtigstes Ziel ist es, dass wir in Frieden Christi unseren Glauben praktizieren können, und zwar in unserer heutigen Zeit, unter den heute geltenden Herausforderungen und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln.
Die konkrete Gestaltung ist Aufgabe des PGR. Da ist manchmal Kreativität gefragt, manchmal Organisationstalent, manchmal Überzeugungskraft, Durchstehvermögen, Kompromissfähigkeit, und - ja - manchmal auch Schmerztoleranz, wenn nach langem Abwägen liebgewordene Dinge aufgrund der äußeren Umstände wegfallen müssen.
Zu den in den nächsten vier Jahren absehbaren Herausforderungen findet sich weiter unten in den Statements noch etwas.
Fest steht auf jeden Fall: Ein guter PGR, den wir uns alle wünschen, kann mithelfen, das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten zu machen.
Wählen dürfen alle, die als katholisch gemeldet sind und am Wahltag 1.3.2026 ihren 14. Geburtstag schon gefeiert haben oder gerade feiern (amtsdeutsch: "ihr 14. Lebensjahr vollendet haben").
... werden hier vorgestellt, sobald der Wahlausschuss die Liste freigegeben hat.
Wenn ihr Hauptwohnsitz nicht in der Pfarrei liegt, Sie sich aber Frieden Christi zugehörig fühlen, können Sie ihr aktives Wahlrecht in unsere Pfarrei übertragen lassen. Das heißt also, Sie wählen nicht in Ihrer Wohn-Pfarrei, sondern in Frieden Christi. Das geht, allerdings nur auf Antrag. Das benötigte Formular erhalten Sie beim Wahlausschuss Frieden Christi (s. unten: "Ich hab' immer noch eine Frage").
Wichtig: Der von der Wohnsitzpfarrei bestätigte Antrag muss spätestens am 1. Februar 2026 dem Wahlausschuss in Frieden Christi vorliegen.
Ab dem 9. Februar 2026 wird es eine Online-Wahl geben. Alle Wahlberechtigten erhalten dazu eine personalisierte Wahlbenachrichtigung mit ihren Zugangsdaten. Die Online-Wahl endet am 25. Februar 2026 um 23.59 Uhr.
Auf Antrag ist auch eine Briefwahl möglich. Die Unterlagen dafür können ab sofort beim Wahlausschuss (s. unten: Wen kann ich ansprechen?) beantragt werden. Wichtig: Die Wahlbriefe müssen spätestens am 27. Februar 2026 um 23.59 Uhr beim Wahlausschuss eingegangen sein.
Alternativ können Sie im Wahllokal vor Ort, also in der Pfarrei Frieden Christi, am Sonntag, 1. März 2026, von 9.30 bis 10 Uhr und von 11 bis 11.30 Uhr persönlich ihre Stimme abgeben. Das Wahlhelferteam freut sich auf Ihre Stimmabgabe vor oder nach dem Gottesdienst.
Falls Sie vergessen haben, Ihren Briefwahl-Umschlag rechtzeitig in den Briefkasten zu werfen, bringen Sie bitte den Umschlag mit und Sie können dann trotzdem noch vor Ort wählen.
Die PGR-Wahl ist Zeichen der gelebten Demokratie und der Mitbestimmung in der Kirche - und darüber hinaus auch ein Zeichen der Unterstützung für und des Vertrauens in den neuen PGR.
Selbst wenn die Anzahl der Kandidaten genau der Anzahl der zu wählenden PGR-Mitglieder entspricht (das heißt dann "Bestätigungswahl"), zeigt Ihre Stimmabgabe, dass Sie die Arbeit dieses Gremiums wertschätzen und unterstützen.
Es gibt einige Personen in der Pfarrei, die Ihnen gerne weiterhelfen:
* Der Vorsitzende des Wahlausschusses Martin Singer (singermart@aol.com),
* die Vorsitzende des noch amtierenden PGR Beate Winter (Tel. 0177 3386691) und
* die Pastoralreferentin Gerlinde Singer (gsinger@ebmuc.de) für die Hauptamtlichen.
Für alle, die es noch genauer wissen möchten oder lieber in Gedrucktem stöbern und die "Spielregeln" der Wahl genau studieren wollen: Im
Amtsblatt für das Erzbistum München und Freising, Jahrgang 2025 Nr. 11, vom 20. November 2025 gibt es die beiden Veröffentlichungen:
* „91: Satzung der Katholikenräte in der Erzdiözese München und Freising“ (Art. 14: Pfarrgemeinderat)" und
* „92: Wahlordung für den Katholikenrat der Pfarrei: Pfarrgemeinderat“.
Antwort von Beate Winter, aktuelle PGR-Vorsitzende
Der PGR ist im Kern Strippenzieher und Organisator in der Pfarrei. Hierzu ist eine gute Vernetzung notwendig - sei es zu den anderen Gruppierungen im Olympiadorf und in der Pfarrei, sei es im Pfarrverband oder Dekanat, sei es in caritativen Vereinigungen und nicht zuletzt auch mit unserer evangelischen Nachbargemeinde.
Ein gutes Beispiel für diese Arbeit im Hintergrund im Namen der Pfarrei war die Mitwirkung beim Olympia-Jubiläum 2022: In Online-Meetings (Corona-Zeit) wurde ein gemeinsames Konzept vorbereitet, die Beiträge der Gruppierungen wurden koordiniert und schließlich während der Jubiläumswochen umgesetzt. Die Pfarrei war durch den PGR vertreten, der die Vereinbarungen aus dem Organisationskomitee nach innen ausgestaltet hat. Konkretes Ergebnis waren die Beiträge der Pfarrei, nämlich die Ausstellung im Pfarrzentrum, das regelmäßige Friedensgebet am Forum und die Durchführung des Zeltgottesdienstes.
Ein weiteres wegweisendes Beispiel waren in den Sommerferien 2025 die wöchentlich abwechselnden Gottesdienste in der evangelischen und katholischen Kirche im Kirchenzentrum, was aus der Not (Personal-Knappheit) eine (ökumenische) Tugend gemacht hat - Nachbarschaftshilfe ohne Verwischen der Unterschiede, aber unter Betonung der Gemeinsamkeiten. Die Idee kam vom Ruhestandspfarrer Theo Seidl und wurde von allen Beteiligten begeistert aufgenommen - auch weil sie perfekt zu unserem Ökumenischen Zentrum passt. Der PGR spielte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Idee.
Weitere gut sichtbare Ergebnisse der PGR-Arbeit waren:
- Spendenaktion zu Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 in Zusammenarbeit mit der Caritas,
- Widmung des Prälat-Summerer-Wegs in Zusammenarbeit mit dem Bezirksausschuss,
- Etablieren des Kühlschranks zur Lebensmittelrettung in Zusammenarbeit mit "TauschGut" von der Caritas, "Olytopia" und der evangelischen Nachbargemeinde,
- neuer Maibaum in Zusammenarbeit mit dem Haus für Kinder.
Darüber hinaus gab es unzählige "kleine" Ereignisse im gemeindlichen Leben, wie Pfarrfeste, Akzente in den Gottesdiensten usw., in denen der PGR auf die eine oder andere Weise im Hintergrund die Hand im Spiel hatte.
Natürlich gab es die formalen PGR-Sitzungen, auf denen die Ergebnisse zusammengetragen und das weitere Vorgehen abgesprochen wurde.
Man kann durchaus sagen, dass der PGR der Pfarrei Profil und Außenwirkung verleiht.
Antwort von Gerlinde Singer, Pastoralreferentin u.a. in Frieden Christi:
Aus meiner Erfahrung als Seelsorgerin würde ich sagen, dass der Pfarrgemeinderat in den kommenden Jahren eines der wichtigsten Gremien vor Ort sein wird.
Folgende Entwicklungen tragen wesentlich dazu bei:
1. Die Zahl der hauptamtlichen Seelsorgenden wird weniger, beziehungsweise die Seelsorgeteams müssen immer größer werdende Gebiete betreuen. Das hat zur Folge, dass die Mitglieder des PGR immer mehr auch für die Gemeinde auf bestimmten Gebieten konkrete Ansprechpartner*innen vor Ort werden. Wo man früher den Pfarrer gefragt hat (z.B. wie ist das mit der Osternacht?) wird man dann den oder die Verantwortliche für Liturgie aus dem PGR fragen.
2. Das Geld der Kirchenstiftungen wird knapper. Folglich wird im Rahmen der Immobilienstrategie genau hingeschaut, welche Kirchen/Pfarreigebäude sinnvoll und tragbar sind. Auch wenn die Kirchenverwaltung für die Finanzen zuständig ist, ist es die Aufgabe des PGR (gemeinsam mit dem Pastoralteam) eine (pastorale) Vision für die Nutzung der Räume gemeinsam mit unseren evangelischen Geschwistern zu entwickeln. Hier gilt es auch mit anderen Kooperationspartnern im Dorf (Olytopia, Olywelt, Kulturverein, Dorfsenioren …) zu netzwerken. Ein konkreter Ansprechpartner wird sicher der „Quartiersmananger“ sein, für dessen Stelle gerade eine Ausschreibung läuft.
3. Das Alter der Menschen, die regelmäßig gottesdienstliche Angebote nutzen, wird immer höher – auf der anderen Seite gehört zu unserer Gemeinde ein Haus für Kinder, in dem täglich circa 80 Kinder und Familien ein und aus gehen. Der PGR bietet die Chance, sich gemeinsam immer wieder neu zu fragen, wie Kirche für Menschen aller Altersklassen und Milieus einladend sein kann. Der Glaube ermutigt uns, auf die Suche nach neuen Formaten zu gehen und die Kirchenmauern transparenter zu machen, um die Menschen zu erreichen.
Auch wenn die Anforderungen nicht weniger werden, wird es sicher spannend, in den nächsten Jahren gemeinsam Kirche zu gestalten – nur Mut, Gottes Geist geht unsere Wege mit!
Antwort von Dr. Ulrich Babinsky, Seelsorgsmithilfe seit Nov. 2025
Ich bin in Frieden Christi nebenamtlich tätig und halte vornehmlich Gottesdienste. Gerade deswegen möchte ich jetzt ordentlich die Werbetrommel rühren für die anstehende PGR-Wahl: Gottesdienste sind 'Gipfel und Quelle des gemeindlichen Lebens' (so das Zweite Vatikanische Konzil) - da kann ich m.E. gar nicht anders, als die Menschen vor Ort und die von ihnen gewählten Gremien ernstnehmen und im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen!
Mit großer Freude habe ich in den vergangenen Monaten den Eindruck gewonnen, dass Frieden Christi eine lebendige Pfarrgemeinde ist.
Unterstützen bitte auch Sie. Beteiligen Sie sich bitte an der Wahl. Und überlegen Sie bitte, ob Sie nicht vielleicht kandidieren mögen!
Antwort von Dr. Herbert Schneider, PGR-Vorsitzender von 1994 bis 2006
Was fand ich gut am (damaligen) PGR?
Der PGR bildete ein wichtiges Organ des Gemeindelebens mit damals noch 12 Mitgliedern. Die Anteilnahme am kirchlichen Leben war noch viel höher als heute. Es waren einfach mehr Leute da und eine Menge Sachbeauftragte für verschiedene Bereiche (Liturgie, Soziales, Mission und Entwicklung, Kinder und Jugend, Politik und Gesellschaft, Bildung, Ökumene)! Fast jede PGR-Sitzung wurde selbst zur Bildungsveranstaltung, weil oft zu einem Schwerpunkt Sachverständige eingeladen wurden. Wir hatten z.B. schon 1997 eine Fachfrau von der Kriminalpolizei zum Thema „Sexuelle Gewalt gegenüber Kindern“ da, also lange bevor die Gesamtgesellschaft das Thema für sich entdeckt hat.
In der Summe war der PGR also schon ein Forum des kirchlichen und gesellschaftlichen Dialogs auf Ortsebene, das Element einer „synodalen Kirche“, wie sie jetzt auch weltkirchlich angezielt wird!
Schwerpunkte:
Die Aufteilung in verschiedene Sachbereiche bildete die vielfältigen Interessen der Gemeinde ab. Durch die Verbindungen von Pfarrer Summerer zu den Organen des Olympischen Dorfes und zum Sport wirkte das Gemeindeleben in starkem Maße auch in die Gesellschaft hinein. So war immer eine Menge zu organisieren. Im Gemeindezentrum brannte fast jeden Abend irgendwo ein Licht, weil gerade eine Gruppe ihre Veranstaltung abhielt. Außerdem war die Vernetzung mit den evangelischen Partnern („Kirche unter einem Dach“) sehr eng. Es gab Zeiten, da brachten beide Gemeinden sogar zwei Mal im Jahr einen „ökumenischen Pfarrbrief“ auf die Beine.
Langfristige Entwicklung:
Die Kirche und unsere Gemeinde leben nicht unabhängig von der Gesellschaft! So sind seit 1974 große Wellenbewegungen zu beobachten: vom „jungen Dorf mit jungen Familien“ (anfangs Durchschnittalter ca. 35 Jahre, viele Familien mit Kindern) die Alterung um 2000 mit Auszug der Kinder, dann Wiederbelebung mit Familien (teils die Kinder von „damals“), aber jetzt nicht mehr so kirchlich gebunden. So ist auch die Gottesdienstgemeinde am Sonntag mittlerweile vielleicht auf die Hälfte von „damals“ geschrumpft und eindeutig überaltert.
Ein „Zeichen der Zeit“ ist auch, dass mittlerweile kein Pfarrer mehr im Dorf wohnt und unsere Gemeinde in einem Pfarrverband existiert. Dabei hatte das Modell der 10er-Jahre gar nicht so schlecht funktioniert: laikaler „Pfarrbeauftragter“ (Herr Kohlhuber) und „Leiter der Seelsorge“ (wechselnde Priester).
Die evang. und die kath. Studentengemeinden sind aus dem Dorf ausgezogen. Die evangelische Gemeinde kämpft ihrerseits um Integration innerhalb einer geforderten „Gesamtgemeinde Heilig-Geist Moosach“. So ist die ursprüngliche Idee einer „Ökumene im Olympischen Dorf-Pressestadt“ eigentümlich verblasst.
Wir werden uns auf die neue Zeit einstellen müssen – mit mehr laikaler Beteiligung am kirchlichen Leben, mehr denn je. Es schlägt die Stunde – gerade auch des Pfarrgemeinderats!
Pack ma’s!!
Antwort von Julia Kufner, Mitglied im PGR seit 2022
Der PGR ist das Gremium in der Pfarrei, wo du aktiv das Pfarreileben mitentscheiden kannst und deine Einwände einbringen kannst. Außerdem finde ich es sehr cool, als junger Mensch Teil eines solchen Gremiums zu sein. Zudem muss man einfach sagen, das Team, in dem wir arbeiten, ist einfach der Hammer und wir können uns aufeinander verlassen und uns unterstützen.
Meine persönlichen Highlights? Puhhh, schwierige Frage, ist eine ganz schön lange Zeit rückblickend... Aber ich muss glaub ich sagen die Feste, die wir gefeiert haben. Das Miteinander und gemeinsam aufbauen, organisieren, abbauen, alles, was so im Hintergrund abläuft, damit die Gemeinde ein gelungenes Fest hat. Oder auch das nette Beisammensein im Anschluss an die Sitzungen. Ich glaube aber im Großen und Ganzen kann man sagen, es waren gelungene 4 Jahre PGR.
Ich möchte weitermachen, weil - nein, nicht aus Gruppenzwang :-) - sondern: nachdem der Großteil des aktuellen PGR´s auch weiter gemacht hat, dachte ich mir warum nicht. Auch wenn ich nicht weiß, wie ich in den nächsten Jahren mit der Ausbildung und Co. Zeit für den PGR habe.
Antwort von Nicole Schiener, Mitglied im PGR seit 2022
Die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat ermöglicht einen tieferen Einblick in die durchaus komplexen Strukturen der Kirche und die Möglichkeit zur aktiven Einflussnahme.
Besonders interessant ist es, neue Menschen kennenzulernen und sich dafür einsetzen zu können, dass das Schöne und Besondere an der kirchlichen Gemeinschaft mehr wahrgenommen wird.
Ich wünsche mir für den nächsten Pfarrgemeinderat eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren evangelischen Nachbarn, schnelle und unbürokratische Handlungsmöglichkeiten im leider oftmals starren Kirchengefüge, sowie Offenheit für neue Denkansätze und Gestaltungsideen.
Antwort von Otto Haas, Mitglied im PGR von 2010 bis 2022
Das Tolle an der Mitarbeit im PGR ist, dass man Menschen mit anderen Lebenshintergründen kennen lernt, was den eigenen Horizont erweitert. Der gemeinsame Einsatz für die Vermittlung und Weitergabe christlicher Werte war für mich eine Bereicherung. Über die eigene Pfarrei hinaus lernt man Moosacher kennen und als Vertreter im Pfarrverbandsrat ergeben sich Berührungspunkte zu den anderen beiden Pfarreien und deren Anliegen.
Im Olympiadorf handelt es sich um das erste ökumenische Kirchenzentrum Bayerns, da ist einiges im Wandel und bietet Raum für Mitgestaltung.
Als Highlight empfand ich die PGR-Sitzungen mit den spirituellen Impulsen, insbesondere von Pfarrer Paula. In sehr guter Erinnerung habe ich die Besinnungstage in klösterlichen Häusern in der Umgebung von München.
Antwort von Cordula Gantert, PGR-Vorsitzende 2018 und 2019:
"Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit." Dieses neue geistliche Lied - mittlerweile etwas aus der Mode gekommen - hat mich immer berührt. Es hat mich bewegt, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, die gemeinsam unterwegs ist, vieles gemeinsam erlebt und durchsteht, aufeinander angewiesen ist und sich aufeinander verlassen kann, da sie ja zum gemeinsamen Ziel unterwegs ist.
"Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, muss eine Mannschaft sein." So heißt es später im Lied, und hier habe ich mich angesprochen gefühlt - wir können die Aufgabe übernehmen, aktiv zu werden, das Schiff mitsteuern, Kurs nehmen auf ein Ziel, Klippen umschiffen, schnelle Strömungen oder ruhige Gewässer suchen und vor allem - die Gemeinschaft mitnehmen. Und das beschreibt für mich die Arbeit des Pfarrgemeinderats. Wer sich hier engagiert, übernimmt Verantwortung, beschäftigt sich mit Details ebenso wie mit großen Linien und Plänen, trifft Entscheidungen, die viele betreffen. Aber man tut es nicht allein, sondern als Teil einer Mannschaft, tauscht sich aus, berät, korrigiert, überlegt neu oder denkt weiter. Eine nicht immer leichte, aber schöne Aufgabe. Sie macht Arbeit, ja, aber sie verbindet auch, sowohl mit den anderen PGR-Mitgliedern als auch mit der Gemeinde insgesamt.
Meine letzte Mitarbeit im PGR in Frieden Christi war zeitlich begrenzt - vom Frühjahr 2018 bis zum Herbst 2019, als wir durch unseren Wegzug auf das Gemeindeschiff St.Oliver umstiegen. Hier sind die Themen und Fragen ähnlich wie in Frieden Christi und auch hier wird das Steuer immer von einer an die nächste Mannschaft weitergegeben. Und es lohnt sich, einmal Teil davon zu sein.
Antwort von Gisela Leu-Haist:
Am wichtigsten scheint mir für den zukünftigen PGR die Kommunikation zwischen allen denen, die sich als der Gemeinde zugehörig wahrnehmen: Offenheit für und Kontakt einzelner PGR-Mitglieder zu möglichst verschiedenen Gruppierungen, offen für alle Altersstufen in und außerhalb der Gottesdienstgemeinschaft. Sowie die Kommunikation im Pfarrverband.