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Pfarrverband Münsing

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Kuratie Holzhausen

Gertraud Petzl

Abschied von Frau Petzl

In großer Dankbarkeit und Hochachtung nehmen wir Abschied von Frau Gertrud Petzl.
Jahrzehntelang prägte Frau Petzl das Leben in unserer Gemeinde auf vielfältige Weise. Als langjährige Vorsitzende des früher noch gemeinsamen Pfarrgemeinderats für Degerndorf, Berg, Achmühle und Eurasburg unterstützte sie die Seelsorger und half beim Zusammenwachsen des neuen Pfarrverbands. Als Vertreterin im Dekanatsrat pflegte sie offenherzig die Kontakte zu anderen Gemeinden und vertrat die Anliegen der Menschen in den Gemeinden.
Als Lektorin und Kommunionhelferin war sie moderne Pionierin bei der Beteiligung von Frauen in Gottesdienst und Verkündigung. Sie begründete bei uns die Tradition der von Laien gestalteten Maiandachten. Mit einer feinen und aufwändigen Auswahl von Texten und Gebeten formulierte sie die Anliegen und Sorgen der Menschen in aktueller Weise.
Ein großes Anliegen war Frau Petzl immer auch die Zusammenkunft mit den evangelischen Christen. Mit anderen zusammen begründete sie den Gesprächskreis Ökumene in Achmühle, der bis heute eine feste unverzichtbare Größe in unserer Pfarrei darstellt.
Zusätzlich zur unermüdlichen Arbeit in den Gremien wandte sich Frau Petzl viele Jahre sehr fürsorglich und liebevoll besonders kranken und einsamen Menschen zu, besuchte sie zuhause und im Krankenhaus, spendete die Heilige Kommunion und begleitete in schweren Stunden.
 
Damit nicht genug – fand sie neben Familie und Beruf auch noch Zeit, mit dem Verkauf von Bastelarbeiten Spenden für die Renovierung unserer Kirchen zu sammeln. Originell zum Beispiel die kleinen Glasbutzenscheiben aus der Berger Kirche St. Margarethe, die sie in den 80-er Jahren mit einem Bild der Kirche bedrucken ließ und dann in Kupfer einrahmte und gegen Spenden für die damals vorgenommene Renovierung weiterreichte.
Unvergessen die wunderbaren bunten kunstvoll von ihr verzierten Ostereier, die sie immer am Palmsonntag in Eurasburg nach dem Gottesdienst verkaufte. Wochen vorher sollte man Eier ausblasen und nach Berg in den Moosweg liefern. Mit den Erlösen konnte unter anderem der Eurasburger „Himmel“ restauriert werden, was auch wiederum Frau Petzl organisierte.
 
In ungezählten Stunden setzte sie ihre breit gefächerten Gaben selbstlos zum Wohl der Menschen und der Kirche ein. Frau Petzl war immer ansprechbar, interessierte sich ehrlich für alles, was die ihr begegnenden Menschen bewegte.
 
Was bleibt? Die Erinnerung an eine großartige Frau – achtsam und liebevoll in der Begegnung, empfindsam im Austausch, geradlinig und auch mal energisch in der Vertretung ihrer Überzeugung, ideenreich und zukunftsorientiert für unsere Kirche und in allem ein großes Vorbild an Beständigkeit und Treue.
Danke, liebe Frau Petzl, dass Sie bei uns und mit uns waren – Gott vergelte Ihnen alles, was Sie Gutes bereitet haben.  Ruhen Sie nun aus von aller Mühe und Anstrengung und erfahren Sie im Licht des Herrn alles, worauf Sie gehofft haben.