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In dieser Rubrik stellen wir in loser Reihenfolge aktuelle Themen aus christlicher Sicht zur Verfügung, die wir für lesenswert halten.

Der Wert eines behinderten Lebens

Die Geschichte der Marie Heurtins
von P. Martin Linner SJM

Marie Heurtin wurde 1885 in Vertou, nahe Poitiers, in Frankreich geboren. Vermutlich infolge eines erblichen Gendefekts war sie von Geburt an taub und blind. Sie wuchs in einer kinder­reichen Familie auf, in der mehrere Geschwister ebenfalls an Behinderun­gen litten. Alle liebten Marie, doch zugleich waren sie mit ihr völlig über­fordert. Ohne Sprache, ohne Zeichen, ohne Bezug zu anderen Menschen wuchs Marie wie ein wildes Tier auf. Sie wurde älter, aber niemand konnte ihr etwas über Regeln, über Ordnung oder Zuneigung beibringen, die über das Füttern hinausging.
Ein Vater ringt um Hoffnung
Maries Mutter kam immer mehr an ihre körperlichen und seelischen Gren­zen. Ihr Vater, ein einfacher, frommer Fassbinder, weigerte sich, dem Drän­gen der Behörden nachzugeben und sie in die Irrenanstalt Grand-Saint-Jacques in Nantes einzuliefern. Zugleich ertrug er kaum den Gedanken, dass seine Tochter ihr ganzes Leben in un­überwindlicher Dunkelheit und Ein­samkeit verbringen sollte.
Eines Tages hörte er von der Gemein­schaft der Sceurs de la Sagesse in Larnay, einem Kloster, das sich der Bildung gehörloser Mädchen annahm. Dort hatten die Nonnen bereits große Er­folge erzielt, indem sie tauben Kindern das Fingeralphabet beibrachten. Doch Marie war nicht nur taub, sondern auch blind - und das gleichzeitige Auftreten dieser beiden Behinderun­gen galt damals als unüberwindliches Hindernis für jegliche Bildung und Erziehung.

Ein Kind wie ein ungestümes Tier
Im Jahr 1895 brachte der Varer seine Tochter nach Larnay. Das Mädchen war fast zehn Jahre alt, ungestüm, trotzig, voller Angst vor jeder fremden Berührung. Die Oberin, Mutter Saint- Hilaire, erschrak, als sie sah, wie Ma­rie sich verhielt: Sie stieß Dinge um, kratzte, biss, riss Möbel um und konn­te keine Sekunde stillsitzen. Zu ihrem Erstaunen lief die Taubblinde sogar weg und kletterte auf einen Baum. Für sie war Marie - wie viele damals glaub­ten - „ununterrichtbar“. Doch die tra­gische Geschichte dieses verängstigten Kindes rührte sie zutiefst, und so sagte sie dem verzweifelten Vater: „Ich be­halte sie.“

Die Geduld einer Heiligen
Eine junge Ordensfrau, Schwester Sainte-Marguerite Bourcet, wurde beauftragt, sich um Marie zu küm­mern. Schon bald erkannte sie in ihr mehr als nur ein wildes, verschlossenes Kind. Sie sah das unentdeckte Leben hinter der Mauer aus Dunkelheit und Schweigen. Sie bat die Oberin, die im­mer mehr Zweifel hatte, ob ein Unter­richt überhaupt möglich und sinnvoll sei, wenigstens den Versuch wagen zu dürfen.
Schwester Marguerite wusste, dass dies kein gewöhnlicher Unterricht sein wür­de. Sie begann mit ganz kleinen Schrit­ten: Sie blieb in Maries Nähe, führte ihre Hände, wusch sie, zog sie an. Im­mer wieder versuchte sie, Marie durch sanfte Berührungen zu beruhigen. Doch Marie kannte kein zwischen­menschliches Leben, verstand nicht, warum diese Frau sie anfasste oder fest­hielt. Sie wehrte sich mit aller Kraft. Tagelang, wochenlang dauerte dieser Kampf.
Andere Schwestern mahnten Margue­rite: Sie solle sich nicht so verausgaben, es sei hoffnungslos. Doch Marguerite glaubte fest an das, was sie als göttli­chen Auftrag verstand: Jedes Leben ist wertvoll, jeder Mensch hat eine Seele — und jedes Kind muss eine Sprache fin­den, damit diese Seele sprechen kann.

Das erste Wort
„Wie kann man zu diesem eingeschlos­senen Geist Vordringen, dessen Ge­fängnis keine Fenster hat?“, fragte sich Schwester Marguerite immer wieder. Doch dieses scheinbar unlösbare Prob­lem schreckte sie nicht ab.
Sie bemerkte, dass das Kind eine beson­dere Vorliebe für Eier hatte, und gab ihr daher oft welche. Eines Tages, nach­dem Marie ein Ei betastet hatte, nahm sie es ihr wieder und formte auf ihrer Hand das Zeichen, das im Zeichensys­tem der Taubstummen für „Ei“ steht. Doch für Marie war dieses Zeichen bedeutungslos — sie hatte nie gelernt, dass etwas einen Namen haben kann. Marguerite wiederholte alles unzählige Male. Doch Marie biss, schlug, riss sich los, lief davon. Und weil sie sich wei­gerte, das Zeichen zu machen, bekam sie das Ei nicht zurück, sondern stattdessen Obst.
Immer wieder schloss Marguerite ihren dann enttäuschten Schützling in die Arme, um ihm Nähe und Liebe zu zei­gen, obwohl sie selbst dabei zusehends an Kraft verlor.
Am nächsten Tag legte sie wieder ein Ei auf Maries Teller; die Kleine griff danach, aber es wurde ihr erneut weg­genommen, das Zeichen wiederholt... Zur großen Freude Marguerites mach­te Marie nach mehreren mühsamen Tagen endlich das Zeichen nach. Und sie bekam ihr geliebtes Ei zurück. So ging es mit Brot, anderen Speisen und sogar mit dem Besteck weiter. Bald stand für Marie bei den Mahlzeiten nichts mehr bereit — sie musste alles mit Zeichen erbitten. Doch all das tat sie nur mechanisch.
Der eigentliche Durchbruch kam mit dem Begriff „Wasser“. Eines Tages führte Marguerite das Mädchen zu einer Quelle auf dem Klostergelände. Immer wieder ließ sie das frische Was­ser durch Maries Hände fließen und buchstabierte dabei das Wort Wasser in ihre Handfläche. Es war ein endloses, geduldiges Ritual. Dann geschah das Wunder: Plötzlich hielt Marie inne. Sie begriff, dass das fließende Wasser und das Zeichen in ihrer Hand zusammen­gehörten, dass dieses Zeichen etwas aussagte. Zum ersten Mal in ihrem Le­ben „verstand“, „begriff“ sie ein Wort. Die Welt wird weit
Schwester Marguerite weinte vor Freu­de. Von diesem Moment an öffnete sich aber auch Maries Welt. Gierig verlangte sie nach mehr. Sie ertastete Steine, Holz, Obst und Gemüse - alles wollte sie benennen lernen. Ihre wilden Züge wichen dem Ausdruck eines un­stillbaren Hungers nach Wissen. Marie begann, einfache Begriffe zu lernen, dann ganze Sätze. Mit den anderen Mädchen entwickelte sie ein eigenes System, um sich über Gebärden und taktile Zeichen zu verständigen.
Doch Schwester Marguerite zahlte einen hohen Preis. Die ohnehin lun­gengeschwächte Ordensfrau bekam zum wiederholten Mal Tuberkulose. Während Marie stärker wurde, wurde Marguerite schwächer. Doch sie wich ihr nicht von der Seite.
Vorläufig genesen begann Schwester Marguerite nun, Marie das Fingeralphabet der Taub­stummen beizubringen. Doch weil sie nichts sehen konnte, musste die Schwester ausgesägte Holzbuchstaben auf ihre Hand legen und ihr beibringen, sie nachzuahmen - mit Engelsge­duld, über Monate hinweg. Am Ende konnte Marie ihre Gedanken in unzähligen Worten ausdrücken.
Die heiligmäßige Lehrerin hatte ihr sozusagen die Sprache geschenkt — nun wollte sie ihr auch das „Sehen“ geben und brachte ihr die Blinden­schrift nach Louis Braille bei. So unermüdlich die Schwester lehrte, so begierig lernte Marie, und schon nach einem Jahr konnte sie spre­chen, lesen und schreiben.
Marie Heurtins
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Glaube, Licht und Liebe
Doch für die wunderbare Lehrerin ging die Ar­beit jetzt erst richtig los. Sie wollte Maries Herz und Verstand ganz öffnen — ihr beibringen, Gefühle und Eigenschaften zu begreifen: groß, klein, ruhig, aufgeregt, tot, lebendig, warm, klug, stark ...
In dieser Zeit zeigte Marie eine regelrechte Be­geisterung für die Sonne. Oft streckte sie ihre Hände nach ihr aus, wollte sie erreichen, klet­terte auf Bäume, um ihr näher zu sein. Eines Tages fragte Schwester Marguerite: „Marie, wer hat die Sonne gemacht?“ - „Der Bäcker“, ant­wortete Marie. Sie hatte ja nie das Sonnenlicht gesehen und stellte sich seine Wärme so vor wie die Hitze im Ofen, in dem das Brot gebacken wurde. „Nein“, sagte die Schwester, „der Bäcker hat die Sonne nicht gemacht. Der, der die Son­ne gemacht hat, ist größer, stärker, klüger als alle Menschen. Er kennt dich, er sieht dich, er liebt dich. Sein Name ist Gott. Und du bist sein Kind. Für dich lässt er die Sonne scheinen.“
So stieg an diesem Tag ein Mädchen, das die Na­tur zu völligem Unwissen verurteilt hatte, auf die höchste Stufe menschlicher Erkenntnis empor. Ein neues Leben begann: Mit brennender Neu­gier lernte Marie die Geschichten der Bibel, das Leben Jesu und die Fragen des Glaubens.
Marie entwickelte eine ganz tiefe Gottesbezie­hung. Sie betete mit den Schwestern und nahm regelmäßig an den klösterlichen Gebetszeiten teil — auf ihre Weise, mit Händen, Zeichen und innerer Sammlung. Sie gewann eine gro­ße Liebe zur Eucharistie und zur Gottesmutter und hielt sich gerne stundenlang und still in der Kapelle auf. Sie lernte Gebetstexte auswendig, buchstabier­te sie mit den Fingern oder las sie in Blinden­schrift. Bei ihren Gebeten faltete sie die Hände und formte gleichzeitig mit ihren Fingerspitzen Worte — ein berührendes Bild ihres ganz eige­nen vom Tastsinn geprägten Betens.
Bald darauf entdeckte sie die französische Ge­schichte und Geografie - und wurde sogar im Nähen mit der Nähmaschine ausgebildet.
Auch eine ganz neue Eigenschaft trat nun bei Marie zutage: ihr Humor. Es gefiel ihr, die an­deren, meist jüngeren Mädchen liebevoll zu ne­cken und kleine Scherze mit ihnen zu machen. Ihre Mitschülerinnen erschreckte sie gelegent­lich ein bisschen und lief dann „ganz unschul­dig“ schnell weg — wie es halt ein taubblindes Mädchen kann. Beim Unterricht gab sie immer wieder mal falsche, aber umso lustigere Antwor­ten. Oder sie stibitzte bei den Mahlzeiten das Brot der Schwestern. Sobald sie es merkten, ent­schuldigte sie sich mit übertriebenen, raschen Zeichen. Ihre eigene Freude begleitete sie dabei mit einem erfrischenden Lachen.
Die anderen Nonnen, anfangs voller Zweifel, waren nun tief bewegt. Sie sahen, dass in die­sem wilden Kind ein menschliches Herz schlug, das zu sprechen gelernt hatte - mit Händen, mit Zeichen, mit Berührungen. Viele Nonnen halfen nun ihrerseits praktisch mit: Sie führten Marie spazieren, hielten Wache, fertigten für sie spezielles Lernmaterial. Die Mitschülerinnen integrierten Marie in ihre Gemeinschaft.
Und der so schwer behinderte Mensch hatte Freunde, lachte, betete. Aus dem stummen, wil­den Tier war ein Mädchen geworden, das wuss­te: Ich bin nicht allein. Ich bin ein Kind Gottes.

Ein neues Leben
Marie wuchs zu einer jungen Frau mit feinen Zügen, lebhaften, klaren Augen heran - Augen, die nie etwas gesehen hatten und doch leuch­teten. Die von Geburt an Stumme besaß nun mehrere Möglichkeiten, sich auszudrücken: Gebärdensprache, Fingeralphabet, zwei Blin­denschriften (Braille und Ballu). Sie beherrschte die Schreibschrift anglaise tadellos an der Tafel, fast ohne Rechtschreibfehler, und schrieb auf der Blindenschreibmaschine. Sie lachte, strick­te, half im Haushalt, „unterhielt“ sich mit Hilfe ihrer Finger, hantierte sicher mit dem Maßband beim Nähen, fertigte Bürsten an, flocht Stuhlsit­ze neu - und liebte die Geschichte Frankreichs. Nur Ludwig der Fromme hatte ihren Zorn er­weckt, weil er seinem Neffen Bernard die Augen hatte ausstechen lassen – dieses längst vergessene historische Detail erschien ihr als das grausamste der ganzen französischen Geschichte.
Beeindruckend war die sprachliche Gewandt­heit der 17-jährigen, wie ein Tagebucheintrag - sie nutze dafür eine Braille-Schreibtafel - aus dem Jahr 1902 zeigt:
Welche Freude habe ich empfunden, als mir die liebe Mutter Saint-Hilaire sagte, dass meine liebe Lehrerin Schwester Sainte-Marguerite mich nach Vertou bringen würde, um meine Eltern zu sehen! Am 6. August wurde ich früh geweckt, um fünf Uhr... Bevor wir aufbrachen, verabschiedete ich mich von der Mutter Saint-Hilaire, meinen lie­ben Lehrerinnen und meinen Freundinnen. Wir liefen schnell zum Bahnhof von Poitiers. Schwester Marguerite kaufte Brotlaibe, verteilte sie für unser Mittagessen, jede bekam einen Korb mit Proviant. Wir warteten noch etwas im Warteraum. Um halb neun stiegen wir eilig in den Zug und nahmen in der dritten Klasse Platz.
Der Zug fuhr; wir Frauen plauderten fröhlich, frühstückten, aßen Brot, Wurst, Pfirsiche, tranken Wein. In Les Aubiers verteilte eine Dame Kuchen. Um zwei Uhr kamen wir in die große Stadt Nan­tes und fuhren mit einem Dampfschiff auf der Sevre weiter nach Vertou. Endlich waren wir da.
... Wir liefen bis zu meinen Eltern. Unterwegs traf ich meine kleinen Schwestern, ich umarmte sie fest. Sie nahmen meine Hände und führten mich zu Mama; ich küsste Mama mit großer Freude. Ich dachte daran, dass Mama mich gepflegt hat, als ich sehr klein und sehr anstrengend war. Sie war sehr geduldig. Mama brachte mich zum Kinderbettchen, in dem mein Schwesterchen schlief, das vor fünfzehn Tagen geboren war. Ich nahm meine kleine Schwester auf den Arm, drückte und küsste sie. Sie weinte gar nicht. “

Ein Vermächtnis gegen Dunkelheit
Mit Marie war wirklich ein Wunder passiert. Die aufopferungsvolle Arbeit hinterließ jedoch auch Spuren an Schwester Marguerites Gesund­heit. Die nun 50-jährige wurde immer schwä­cher und war dem Tod nahe. Marie wich kaum von ihrer Seite. Die Frau, die ihr die Sprache geschenkt und sie behutsam aus der Dunkelheit geführt hatte, war für Marie weit mehr als nur eine Lehrerin: Sie war ihr Licht und ihr größter Halt in einer Welt, die sonst still und dunkel geblieben wäre. Marie wusste um den nahen Tod ihrer innigst geliebten Freundin, die für sie wie eine Mutter war. In diesen schweren Stunden spürte sie eine tiefe, stille Trauer, die sich nicht mit Worten be­schreiben ließ. Ihre Gefühle fanden Ausdruck in zarten Berührungen und Blicken, die mehr sagten als alle Worte der Welt. Die Verbindung zwischen beiden war unzerbrechlich, und als Schwester Marguerite ihr am Sterbebett mit leisen, liebevollen Gesten die letzten Zeichen in ihre Hand formte - „Lebe, lerne, liebe weiter“ — schien Marie dies als Vermächtnis zu begreifen, das sie fortan tragen und weitergeben wollte.
Der Tod der geliebten Ordensfrau am 8. Ap­ril 1910 hinterließ für Marie eine tiefe Leere. Doch die Erinnerung an die unermüdliche Liebe der Schwester und der Glaube an Gott, den sie ihr schenkte, blieben als Trost in ihrem Herzen.
Marie blieb im Kloster Larnay. Sie lernte wei­ter, ließ sich unterrichten — und wurde selbst zur Mutmacherin für andere taubblinde Kin­der. Bereits seit 1907 hatte sie sich um die neu aufgenommene Anne-Marie Poyet gekümmert, der sie die Blindenschrift beibrachte. 1910 be­grüßte sie auch ihre jüngere Schwester Marthe in Larnay, die ebenfalls taub, stumm und blind war. Marie blühte im Dienst an den Menschen auf. Ehrlich konnte sie immer wieder sagen: „Ich bin so glücklich!“
Mit 36 Jahren erkrankte Marie an einer Lun­genentzündung. Mit vollem Bewusstsein ging sie dem Tod entgegen und war bereit, ihr wert­volles und reiches Leben in die Hände Gottes zu legen. Auf dem Sterbebett faltete die ge­schwächte Frau ihre Hände und bewegte zu­gleich die Finger - ihre Art in der Taubblinden­sprache zu beten. Zahlreiche Schwestern und Mitschülerinnen knieten um ihr Bett. Marie war ganz ruhig und gefasst und ein zartes Lä­cheln lag auf ihrem Gesicht, als sie am 22. Juli 1921 ihrer geliebten Freundin nachfolgte - um den Himmlischen Vater endlich zu „sehen von Angesicht zu Angesicht“. (1 Kor 13,12)

Unter dem Titel „Die Sprache des Herzens “ wur­de das Leben von Marie Heurtin und Schwester Sainte- Marguerite Bourcet 2014 verfilmt.