St. Michael

Adlgasser Str. 21, 83334 Inzell, Telefon: 08665-219, E-Mail: St-Michael.Inzell@erzbistum-muenchen.de

Projekt-Asyl-Inzell

Der Weg nach oben
Der Weg nach oben .......
Seit wir hier in Inzell als PAI –Team aktiv sind, waren wir beschäftigt mit viel organisatorischen Dingen. Wir sind dankbar, dass einige aus dem Helferkreis durch ihr sehr persönliches Engagement, also gemeinsame Unternehmungen in der Freizeit, die Integrationsbemühungen, von Beginn an, unterstützten. Auch die regelmäßigen Einladungen zu Festen, oder sportlichen Ereignissen sowie Veranstaltungen, trugen zur „Teilhabemöglichkeit“ bei.
Wenn auch bedingt durch die Herkunftsländer, der Deutschunterricht nach wie vor, sehr im Vordergrund steht. Mit unserem PAI-Logo wollen wir ganz bewusst ausdrücken, dass jeder der „Fremd“ in Inzell ankommt, herzlich willkommen ist.
In der ersten Zeit kam auch hinzu, dass durch die oftmals erlebten langen und beschwerlichen Fluchtwege, eine Kleiderkammer unerlässlich sein wird. Zwischenzeitlich ist der „Bodener Kleidertreff“ fest etabliert, und für alle hier aus dem Ort offen. (die Öffnungszeiten sind im Inzeller Gemeindeanzeiger veröffentlicht), ebenso die Ansprechpartner und Telefonnummern der Sozialberatung und Gemeinschaftsunterkunft hier in Inzell. Vom Januar 2014 bis zum Herbst 2016 trugen die Wirtsleute vom Fantenberg auch sehr viel zum „Miteinander“ bei, und wir erinnern uns gerne an gemeinsame Grillabende. 
Bei einer Informationsveranstaltung des Kath. Kreisbildungswerkes in Traunstein, wurden wir auf die Möglichkeit einer Bezuschussung für ein Gemeinsames Projekt zur Unterstützung der „Begegnung“ aufmerksam gemacht. Und mit der finanziellen Zusicherung der Hilfe von der Erzdiözese München und Freising, sowie der Caritas, konnten wir planen. Und ein idealer Ort in Inzell ist Adlgaß, ob Sommer ob Winter, es ist ein Ort, an welchem man die Seele baumeln lassen kann. Gerade richtig für die überwiegend männlichen und noch jungen Asylbewerber, fanden wir, ist das Angebot der Schlittenfahrt. Wir organisierten die Busfahrt mit dem örtlichen Busunternehmen ab dem Schwarzberg und mit den bereitgestellten Schlitten begann der sportliche Abend.
Mit viel Schwung, ein PAI –Teammitglied hatte sich in einer Kurve mit dem Fotoapparat postiert, konnten viele Eindrücke festgehalten werden. Natürlich werden diese wunderbaren Bilder in unserer Jahresrückblickzusammenstellung nicht fehlen. Denn das nächste Friedenfest im kath. Pfarrheim kommt bestimmt. Aber bereits vorher werden wir mal bei einem unserer >Offenen Angebot< -Termine eine kleine Rückschau halten. 
Beim anschließenden gemütlichen Ausklang, wurden die Ess- und Trinkgewohnheiten der Asylbewerber berücksichtigt. Ähnlich wie beim Judentum, auf die jüdischen Speisegesetze zu achten ist, gilt für Muslime das arabische Wort: Halal, und bedeutet „erlaubt“. Aber wie wir es bei uns auch kennen, es gibt sehr unterschiedliche Auslegungen und Lebensformen. Und deshalb sind solche Zeiten der Begegnung sehr wichtig, und fördern das gegenseitige Verständnis.
Und wie unterschiedlich die Welten sein können, haben wir in der zurückliegenden Zeit oftmals erleben können. Wenn auch nach anfänglichen Schwierigkeiten die Informationsangebote gerade für uns Helferkreise sehr mager waren, ist es jetzt schon teilweise eine Flut von Apps usw. die zwar sehr hilfreich sind, aber schon sehr genau geprüft und ausgearbeitet werden müssen, um diese dann z.B. beim Deutschunterricht vermittelt werden zu können.
Ein zusätzliches Angebot sind die Termine am Freitag und Samstag, die sehr offen gehalten werden. Und dazu laden wir ganz herzlich ein, sich auch einzubringen, denn das wurde an diesem Abend auch immer wieder angesprochen, wir brauchen z.B. in Mathe ! neben dem Deutsch-Sprechen, Unterstützung.
Wir bedanken uns bei den Wirtsleuten, die den Ansturm von über 50 TeilnehmerInnen, mit der bekannten Freundlichkeit bewältigten. Die Brotzeit war reichlich und schmackhaft, und pünktlich brachte uns der „Ortsbus“ wieder ins Dorf zurück.
Der Abend hat gezeigt, das zusammenwirken von positiven Kräften, angefangen von den Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, über die kirchlichen Institutionen, und Unterstützern aus dem örtlichen Bereich; ob Gewerbetreibende, Vereine oder Gemeinde, jeder einzelne Mosaikstein ist wichtig! Wir sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott“, und als Schlusswort die Aussage von den Asylbewerbern: „ Schee war’s“
Wir denken besser kann Integration nicht sichtbar gemacht werden.
                                                                                                            PAI/AG
Mit viel Schwung
Mit viel Schwung
Gemütlicher Ausklang
Gemütlicher Ausklang

Begegnung verändert

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Foto: www.musik-mae.com
Firmtreffen mit Glaubensgesprächen und DJ (Disk Jockey)-Gottesdienst
   
Die Firmbewerber der Pfarrei St. Michael Inzell hatten am Freitag, den 27. Januar die Chance sich selbst und Gott auf eine ganz besondere Weise zu begegnen. Zuerst ging es in den Glaubensgesprächen darum, die einzelnen Firmbewerber in den Mittelpunkt zu stellen, mit allem was sie ausmacht und was ihnen wichtig und wertvoll ist in ihrem Leben. Im Gespräch hatten sie die Möglichkeit, all ihre Licht- und Schattenseiten sowie ihre ganz persönliche Beziehung zu Gott zu reflektieren. Anders als in einem Beichtgespräch mit sakraler Sündenbefreiung, konnten sich die Jugendlichen als Gesprächspartner neben einem Pfarrer kirchliche Mitarbeiterinnen aus der Jugendstelle und aktive Christen und Christinnen aus der Pfarrei aussuchen. Dies kam bei den jungen Leuten gut an, weil sich insbesondere Mädchen sehr über einen weiblichen Gesprächspartner freuten, der auch vom Alter her noch näher an ihnen dran ist. Die Gesprächspartner wurden ihrerseits nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern bereiteten sich im Vorfeld bei einem Bibelgespräch und in einem Gruppentreffen intensiv auf die Gespräche vor. Dabei war es wichtig, sowohl Erkenntnisse aus der Gesprächspsychologie, wie auch die christliche Botschaft vom bedingungslos liebenden Gott einfließen zu lassen. In erster Linie sollte es aber darum gehen, den Jugendlichen wertungsfrei zuzuhören und einfach für sie da zu sein.
 
Höhepunkt – DJ Gottesdienst
Abschluss und Höhepunkt des Treffens bildete der DJ-Gottesdienst, durch den Gemeindereferent Philip Moser führte. Marc Anton Eicher kümmerte sich in bewährter Weise um die besondere, farbenfrohe Beleuchtung der Pfarrkirche im Inneren. Eine Firmgruppe suchte im Vorfeld die Lieder aus und sorgte mit einer rockigen Musikmischung für gute Laune. Aus dem Zusammenspiel beider Komponenten entwickelte sich so eine ganz spezielle und einzigartige Atmosphäre. Als Botschaft transportierte der erste Musiktitel „Hollywood Hills“ der Gruppe Sunrise Avenue, dass Abschiede etwa von der Kindheit oder der Jugend zum Leben gehören und die Jugendlichen auch bereit sein sollten, sich auf neue Dinge einzulassen. Weiter ging es mit dem diesjährigen Skandallied „Highway to hell“. Auf den ersten Blick hat solch ein Song eigentlich gar nichts in der Kirche zu suchen. Bei genaueren Hinsehen findet sich aber sogar ein Bezug in der Bibel wo es heißt: „Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm.“ (Mt 7, 13) Aufgabe der Christen sei es hingegen zu versuchen, einen „Highway“ für Gott durch die Wüste zu bauen und sich immer wieder neu von ihm verwandeln zu lassen. Auch die Aufforderung im Liedtext: „Living easy, living free“ könne durchaus christlich gedeutet werden. So sind wir immer wieder von Gott eingeladen einfach zu leben und haben von ihm den freien Willen geschenkt bekommen. Im Lied „ham kummst“ von Seiler und Speer, wurde bewusst gemacht, dass unser Verhalten Konsequenzen hat und wie wichtig es ist Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen und unsere ganze Schöpfung zu übernehmen. Am Ende des Liedes wurde schließlich darum gebetet, dass wir verantwortungsbewusste Menschen werden, die mit ihrer Freiheit umgehen können und Freude am Leben haben. Auf Grundlage des Liedes „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten machte Moser transparent wie gut es tut, sich selbst und seine Gefühle kennen zu lernen, um sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Dies sei Grundvoraussetzung dafür, auch andere gern haben zu können. Dass es dafür hilfreich ist, auch Gott gern zu haben und sich von ihm gern haben zu lassen, wurde am Beispiel der Geschichte im Lukasevangelium über den Zöllner Zachäus, dem dazu passendem Lied „Steig herab“ von Martin Ströber und einer Phantasiereise gezeigt.
 
Bitte und Gebet für Benachteiligte
Bei den Fürbitten klopften die Firmbewerber mit dem Liedruf „Knocking on heavens door“ von Guns n´ Roses bei Gott an (Mt 7,7). Ihre Bitten und Gebete galten in erster Linie den Kindern und Menschen auf der Schattenseite des Lebens, die unter Krieg, Armut, Krankheit, Einsamkeit, mangelnder Bildung und Obdachlosigkeit leiden. Darüber hinaus wurden alle Verstorbenen und trauernden Menschen mit eingeschlossen. Nach dem „Vater unser“ hatten alle Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, sich zu den Klängen von Guns n´ Roses und Novemberrain einzeln segnen zu lassen. Dazu passte auch die Botschaft des Liedes, dass ein gebrochenes Herz heilen kann und nichts für immer währt - nicht einmal der kalte Novemberregen. Zum Abschluss erklangen mit „Hey there Delilah“ von Plain White ruhigere Töne. Die Gottesdienstbesucher wurden eingeladen, passend zum Refrain „Oh, what you did to me“, je nach Stimmung dankbar auf das eigene Leben zu blicken oder sich noch einmal die christliche Osterbotschaft zu vergegenwärtigen die besagt, dass egal wie dunkel sich das Leben in manchem Momenten anfühlt, es besser werden wird, weil das Licht stärker als die Dunkelheit und das Leben stärker als der Tod ist. Diejenigen, die zu diesem besonderen Gottesdienstes gekommen waren, waren sich darüber einig, dass es eine rundum gelungene Feier war, die „Gottesbegegnung“ in einer zwar außergewöhnlichen, aber der modernen Zeit angepassten Form ermöglichte. Leider wurde die Vision des Gemeindereferent Philip Moser, dass mindestens einmal im Jahr die Inzeller Pfarrkirche voller Jugendlicher ist, die freiwillig und gerne gekommen sind, an diesem Abend noch nicht erfüllt. Aber, die Vision lebt weiter!


Weißbacher feiern ihren Kirchenpatron

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Messfeier im weihnachtlichen Kirchenschmuck
Feierlicher Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Vinzenz
(wb) Mit einem festlichen Gottesdienst, feierte der Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair mit der Ortsgemeinschaft Weißbach a.d.A. und den „Holzknechten“ aus dem Ort und aus Inzell, am vergangenen Sonntag ihren Kirchen- und Schutzpatron, den Heiligen Vinzenz. Auch die Weißbacher Ortsvereine nahmen an einem der wichtigsten „Weißbacher Feiertage“ mit Fahnenabordnungen teil. Musikalisch umrahmte die Eucharistiefeier der Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner mit der „Deutschen Messe“ von F.X. Gruber.

Der feierliche Einzug des Geistlichen und des Altardienstes, wohlriechender Weihrauch und ein noch weihnachtlich-festlich geschmücktes Gotteshaus deuteten darauf hin, dass dieser Tag ein besonderer Festtag ist. Das Gotteshaus wurde 1950 bei der Einweihung dem Schutzpatron der Holzknechte geweiht, da über Jahrhundert viele Weißbacher und Inzeller lange Zeit von der Arbeit im Wald - als Holzknechte, Fuhrleute, Säger oder als Arbeiterinnen und Arbeiter im Pflanzgarten lebten. Dass auch noch aktive und ehemaligen Holzknechte beziehungweise heutigen Waldfacharbeiter oder Forstwirte, Fuhrunternehmer oder Forstbedienstete den Gottesdienst mitfeierten zeigte, dass diese Berufsgruppe ihren Schutzpatron ehrt. Ruhestandspfarrer Zehentmair stellte zu Beginn des Gottesdienstes den Heiligen Vinzenz kurz vor. Der Legende nach lebte und wirkte er im 3. Jahrhundert nach Christi, auf Berufung Bischof Valerius, in Saragossa in Spanien als Diakon. Wegen seines unbeugsamen Glaubens und seiner Treue zu Gott, marterte man ihn, im Zuge der Christenverfolgung, am 22. Januar 304 in Valenzia brutal und grausam zu Tode. Da man ihn offenbar die Glieder zerstörte, die Haut mit einem Haken aufriss und ihn auf einem Rost dem Feuer aussetzte, wird der Heilige oft mit einem Art Grieshaken, wie auf einem Wandbild in der St. Vinzenzkirche, oder einem Rost in der Hand dargestellt.

Alle Gläubigen sind laut Zehentmair aufgefordert, im Sinne Jesu zu wirken und sich für Bedürftige einzusetzen. Der Mut des Heiligen Vinzenz dies zu tun, könne sicher ein leuchtendes Beispiel sein. Bezugnehmend auf das Johannesevangelium und die aktuellen Ergeignisse, verglich Zehentmair in seiner Predigt den ersten Auftritt Jesu mit der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder anderen pompösen Spektakeln in der Wirtschaft, der Politik oder auch in den Kirchen. Auf der einen Seite gehe es um Macht- und Reichtumsdemonstration um jeden Preis, für die im Endeffekt eine Unmenge an Steuergeldern verschleudert werden, von denen im Fall Trump, der neue Präsident vermutlich keinen Cent beigesteuert hat. Schaulustige rauften sich hier sogar um die besten Plätze um einem Mann zu huldigen, der einen menschenverachtenden Wahlkampf geführt habe. Gott sei Dank gebe es auch im Gegensatz dazu, massive Proteste. Der erste Auftritt Jesu falle dagegen „mikrig“ aus. Er richtete sein Wort zum ersten Mal an benachteiligte, berzweifelte, ausgegrenzte und arme Menschen die um ihren Lebensunterhalt kämpfen mussten in einer unfruchtbaren, öden, von Kriegen verwüsteten Gegend um Kafarnaum im Heiligen Land. „Für Jesus waren nicht die Großen und Mächtigen oder die Profitgeier der Wirtschaft Ansprechpartner, sondern die Verlierer der Gesellschaft“. Ihnen predigt er vom Königtum, einer neuen Zeit und der Umkehr der Verhältnisse. Da stelle sich natürlich die Frage, ob dies alles nur Utopie oder „Opium für das Volk“ gewesen sei. Nein, denn er habe die Menschen dazu aufgerufen, im Vertrauen auf Gott umzukehren, sich nicht länger von ihrer scheinbar aussichtslosen Lage lähmen zu lassen und sich selber zu engagieren, um an ihrer Situation etwas zu ändern, für ein besseres Leben. Auch jeder moderne Mensch könne heute noch jederzeit umkehren und entscheiden, dass alles was bisher das Leben bestimmte, nicht länger richtungsweisend bleiben müsse. Jeder könne sich jederzeit, wie Jesus, zum Anwalt etwa der Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Kranken oder Verzweifelten machen und sich somit für eine lebenswerte Gesellschaft einsetzen, in der Alle ihre Chancen haben.

Forstwirt Maxi Holzner bat schließlich in den Fürbitten darum, dass alle in der Forstwirtschaft tätigen jeden Tag wieder gesund nach Hause kommen und St. Vinzenz alle Menschen vor Krankheit, Leid und Trauer bewahren möge. Für die verstorbenen „Holzknechte“ bat er um einen „schönen Ruheplatz im Himmel“. Der Gottesdienst wurde mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ feierlich abgeschlossen. Ruhestandpfarrer Zehentmair versäumte es nicht, allen zu danken, die diesen Tag zu einem Festtag werden ließen. Der Organistin und Chorleiterin Rita Staat-Holzner dankte er im Besondern für ihren so wichtigen und segensreichen Dienst als Kirchenmusikerin. Natürlich vergaß er auch nicht, ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Nicht vergessen werden sollten auch die Helferinnen und Helfer, die mit den drei momentan tätigen Mesnerinnen die Kirche so wunderbar und festlich für die Weihnachtsfestzeit geschmückt oder zwei Krippen aufgebaut haben. Sei Jahren spendet zudem Georg Egger vom Innerauerhof im Jochberg eine schön gewachsene Fichte als Christbaum für die Weißbacher St. Vinzenz Kirche. Viele der Kirchenbesucher feierten nach der Messe das Kirchweihfest noch mit einem gemeinsamen Mittagessen und einem gemütlichen Beisammensein.  Bilder Werner Bauregger
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Evangelium vor Wandbild mit Heiligem Vinzenz
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Bürgermeister Wolfgang Simon bei der Lesung
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St. Vinzenz im Winterkleid
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Segen bringen, Segen sein

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Sternsinger aus Inzell sammeln knapp 7700,- Euro für Kinder in Not
 
Inzell. Stolz und glücklich waren die Sternsinger der Pfarrei St. Michael Inzell, und dazu hatten sie auch allen Grund. 2 Tage lang waren 45 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern mit ihren Begleitern in Inzell unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen schrieben sie ihren Segensspruch „20*C+M+B+17“, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne dieses Haus. Das Ergebnis ihres Engagements unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit!“ kann sich wahrlich sehen lassen: Knapp 7700,- Euro kamen bei der Sammlung in Inzell zusammen, mit denen benachteiligte Kinder in aller Welt unterstützt werden. Passend zu ihrem Motto stellten die engagierten Mädchen und Jungen damit klar: Sie bringen nicht nur den Segen zu den Menschen, sie sind zugleich selbst ein Segen für die Kinder dieser Welt.
 
„Die Sternsinger sind einfach spitze. Sie alle sind wirklich ein Segen!“, war Pfarrer Quirin Strobl vom Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in seiner Gemeinde begeistert. „Zum Glück waren wir so warm angezogen, denn draußen war es gaaaanz kalt“ meinten die 9jährige Hannah und die 11jährige Lena, die 2 Tage lang zusammen in einer Gruppe unterwegs waren und besonders am Samstag früh bei -11°C an ihre körperlichen Grenzen kamen. Ansonsten war es „schön, lustig und ein bisschen chaotisch“. Geärgert hat sie lediglich, dass manche Leute einfach nicht aufgemacht haben. Gefreut hat sie das viele Geld, mit dem sie Kinder auf der ganzen Welt helfen können und die Süßigkeiten, die bestimmt nicht so schnell aufgebraucht sein werden.
 
Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 59. Aktion Dreikönigssingen. Gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – machten die Sternsinger überall in Deutschland auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. In weiten Teilen der Welt leiden Menschen unter den Veränderungen der klimatischen Bedingungen, die in manchen Regionen Kenias, dem Beispielland der diesjährigen Aktion, für eine extreme Trockenheit sorgen. Ausbleibender Regen entzieht den Menschen dort ihre Lebensgrundlagen.
Den Verantwortlichen in Inzell ist es wichtig dieses Thema den Gemeindemitgliedern und besonders den Sternsingern nahe zu bringen. So wurde z.B. am Neujahrstag ein thematischer Gottesdienst zum Klimawandel gestaltet und der Film zur Aktion „Willi in Kenia - gemeinsam für Gottes Schöpfung“ angeschaut.
 
Doch nicht nur Kinder im Beispielland Kenia profitieren auch zukünftig vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.

Kleine "Könige" sammelten für notleidende Kinder

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Aussendung der Sternsinger in St. Vinzenz nach Dreikönigsgottesdienst
 
Bereits zum 59ten Mal setzten sich in diesem Jahr Kinder im Rahmen der „Aktion Dreikönigssingen“ für notleidende Kinder in der ganzen Welt ein. Auch in Weißbach a.d.A. zogen nach dem Dreikönigsgottesdienst, 18 Mädchen und Buben in fünf Gruppen durch den Ort, um Spendengelder für die Aktion zu sammeln. Insgesamt kam so ein stolzer Betrag von 1698 Euro zusammen.
Verkleidet als Sterndeuter, Kaspar, Melchior und Balthasar zogen am Hochfest der Erscheinung des Herrn, die Sternsinger zusammen mit Wortgottesdienstleiter Klaus Kremsreiter feierlich in die Filialkirche St. Vinzenz ein. Musikalisch gestaltete den Gottesdienst die Organistin Rita Staat-Holzner mit Sängerinnen und Sängern des Weißbacher Kirchenchors ansprechend. Passend zum Leitsatz der Sternsingeraktion 2017 der da heißt: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“, stand der Heilige Franziskus von Assisi im Mittelpunkt des Wortgottesdienstes, den sich auch der derzeit amtierende Papst als Namenspaten gewählt hat. Franziskus, der vor mehr als 800 Jahren in Italien lebte war fest davon überzeugt, dass die Menschen zusammen mit der Flora und Fauna auf der Erde eine Schöpfungsfamilie bilden, deren Auftrag es ist, die Schöpfung zu erhalten und pflegsam mit ihr umzugehen. In wunderbarer Art und Weise hat er seine Überzeugung im berühmten „Sonnengesang“ zusammengefasst. Heutzutage sei der Mensch laut Kremsreiter eher drauf und drann, die Erde auszubeuten und zu zerstören. Obwohl er wisse, dass er sich damit seiner eigenen Lebensgrundlage beraubt nimmt der moderne Mensch, ohne Rücksicht auf die folgenden Generationen, dies offenbar kurzsichtig so in Kauf und ordne weitgehend alles dem Gewinnstreben unter. In einer ansprechenden Art und Weise, trat Kremsreiter bei der Ansprache hier in ein Zwiegespräch mit einem der „Könige“, der Franziskus darstellte. „Franziskus“ machte hier noch einmal deutlich, dass er, die angesprochenen Zerstörungswut so empfinde, als würde jemand seinen eigenen Geschwistern etwas antun. Um den Wert der Schöpfung besser wahrnehmen zu können riet er allen Menschen dazu, sich einmal in eine Blumenwiese zu legen und zu versuchen wahrzunehmen und zu spüren, was die Schöpfung ausmache und was auf dem Spiel stehe. Retten könne man alles nur mehr, wenn alle, dass heiße jeder einzelne, seinen Beitrag dazu leistet. Wegzuschauen und die Verantwortung auf andere zu schieben, helfe hingegen wenig. Ein kleiner Baustein sei laut Kremsreiter auch die Sternsingeraktion. Bei den Besuchen der Familien im Ort werde mit Kreide „20*C+M+B+17“ an die Türe geschrieben, was jeden Tag auch daran erinnern soll, dass Jesus Segen in jedes Haus bringt. Weihrauch soll daran erinnern, dass jedes Gebet, wie der Weihrauch, zum Himmel steige. Wie das Segenslied und er Segensspruch der Sternsinger klang, davon konnten sich alle Kirchenbesucher gleich selber überzeugen. Versorgt mit Kreide und Weihrauch, machten sich die Mädchen und Buben, gleich nach dem Gottesdienst auf den Weg. Auf ihre Mission vorbereitet wurden die 18 Sternsinger von Judith Schuler, Rosi Bauregger und Klaus Kremsreiter. In einigen Ortsteilen begleiteten Erwachsene die Gruppen als Fahrer(in). Dankenswerter Weise erklärten sich einige Familien auch bereit, die Sternsinger Mittag`s mit einem schmackhaften Essen zu versorgen.
Durch ihr Engagement trugen die kleinen und großen „Könige“ in Weißbach a.d.A. nicht nur den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen, sondern wurden auch zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt.
Text und Bilder: Werner Bauregger

Nur Begegnung schafft Frieden

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Friedensfest 2016-12
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Friedensfest 2016-22
Friedensfest 2016-24
Interreligiöses Friedensfest im Schatten aktueller Abschiebungspraxis
(wb) Bereits zum dritten Mal hatte die Pfarrei Inzell Flüchtlinge, Pfarrangehörige und Bürger aus Inzell und Weißbach a.d.A. eingeladen, gemeinsam ein religionsübergreifendes vorweihnachtliches Fest zu feiern und vor allem für den Frieden im Kleinen und in der Welt zu beten. Sicher auch unter dem Eindruck der aktuellen Abschiebepraxis von afghanischen Asylbewerbern folgten nicht so viele Asylanten wie im letzen Jahr dieser Einladung in den Pfarrsaal St. Michael. Trotzdem entwickelte sich der Nachmittag zu einer Begegnung des Friedens auf beiden Seiten, die zwar ruhiger als in den letzten beiden Jahren ablief, aber nicht minder herzlich.

Schon seit Wochen nahmen sich Frauen und Männer aus dem Helferkreis Asyl um Annelie Gromoll, Angehörige des Ausschusses „Asyl“ des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Michael und Jugendliche aus der Pfarrei die Zeit, das Fest gemeinsam mit den Asylbewerbern in den Unterkünften im „Berghof“ und in der neuen Unterkunft im ehemaligen „Gasthaus Boden“ vorzubereiten. Insgesamt leben in Inzell derzeit etwa 80 Asylbewerbern. Gemeinsam mit ihnen wurden zum Beispiel Plätzchen gebacken, die Tischdekoration vorbereitet und Plakate kreiert. Was sich im Laufe des Jahres im Helferkreis Asyl abgespielt hat, zeigte Frau Gromoll am Anfang des Festes in einer Bilddokumentation. Pfarrreferent Philip Moser dankte ihr und ihren Helfern und Helferinnen stellvertretend für die vielen Engagierten für die Unterstützung etwa bei den Deutschunterrichten und Samstagsangebote. Martina Christoph galt ein Dankeschön für die Durchführung von insgesamt zehn Tanzabenden mit bayerischen Tänzen und Tänzen aus den Heimatländern der Asylanten. Kinder aus Inzell brachten nach der Begrüßung ein Weihnachtsspiel nach Bibeltexten zur Aufführung, welches stimmungsvoll von Johanna Maier auf der Harfe mit dem Lied „Aber Heidschi Bumbeidschi, Bum Bum“ eingespielt wurde. Besonders die große Schar der Engel unterstrichen durch ihren begeisterten Gesang die Botschaft: „Engel tragen Gottes Liebe in die Welt“ eindrucksvoll.

Danach war „Zeit für Begegnung“ die jeder der Anwesenden auf seine Art und Weise mitgestalten konnte. Im Gegensatz zu den vorigen Jahren merkte man hier doch deutlich, dass die Stimmung nicht so ausgelassen war. Für viele der Asylbewerber ist es angesichts der aktuellen Abschiebungen eine schwierige Zeit voller Ungewissheit, großer Anspannung und voller Angst. So war es eine Trommler- beziehungsweise Gesangsgruppe von vier einheimischen Frauen, die den ersten Schritt machten und wie Moser sagte, Schwung in die Bude brachten. Einzelne Asylanten gesellten sich dazu, trommelten mit oder spielten ihre spezielle Musik ihres Kulturkreises ab zu der sie, unterstützt von Betreuerinnen tanzten. Mit dem von den Frauen angestimmten Lied „Bellamamma“ lies sich sogar spontan ein stimmgewaltiger, gemeinsamer Chor konstruieren. Immer wieder gab es an diesem Nachmittag aber viel Zeit sich zu den Asylanten zu setzten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihre Sorgen und ihre Geschichte anzuhören, sofern dies wegen der Sprachbarrieren möglich war. Einige der Asylanten bedankten sich bei den Inzellern und bei den „Deutschen“, wie sie sagten, für die großzügige Aufnahme und Unterstützung. Bewundernswert war es sicher, dass sie dies ohne Scheu mit den Deutschkenntnissen taten, die sie bisher gelernt hatten.

Das Friedensfest nutzte Magdalena Schweikel aus einer Gruppe von Klöpfigehern aus Inzell dazu, 150 Euro für die Wunschzettelaktion der Caritas Inzell zu spenden. Nachdem eine Gruppe Kinder gymnastische Kunststücke vorgeführt hatten wurde ein eindrucksvolles Friedensgebet und ein Gebet von Papst Franziskus für alle Opfer von Flucht und Verfolgung gebetet. Danach gaben Kinder mit ihrer Kerze, das „Friedenslicht aus Bethlehem“ an die vielen kleinen Friedenskerzen weiter, die an alle verteilt worden waren. Jeder war hier aufgefordert, seine Gedanken und Wünsche zum Frieden zu fassen und, wie das Kerzenlicht, an den Tischnachbarn weiter zu geben. Als Symbol für das „Verschenken von Wärme an Weihnachten“ bekam jeder der Flüchtlinge eine farbenfroh umhüllte Wärmflasche geschenkt. Wie diese zu Handhaben ist, brachten Philip Moser und Gabi Maier den Beschenkten vorher in einem kleinen Sketch und einer lustigen Gedichtform näher. Mit einem großen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die sich um die Flüchtlinge kümmern und diese auch ganzjährig betreuen verabschiedeten Annelie Gromoll und Philip Moser die Gekommenen mit einem „Fröhliche Weihnachten!“. Bilder Werner Bauregger



St. Martin setzte sich Zeitlebens für Bedürftige ein

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Inzeller Kinder feiern das Heiligenfest mit Szenenspiel und Laternenzug um die Pfarrkirche St. Michael
(wb) Eine große Schar von Kindern war am Gedenktag des Heiligen Martin, am späten Nachmittag in die Inzeller Pfarrkirche gekommen um gemeinsam das Fest des berühmten Heiligen zu feiern. Die Andacht leitete der Religionslehrer Klaus Kremsreiter. Vorbereitet wurde sie vom Team des Pfarrkindergartens St. Michael und Schülern der vierten Grundschulklassen. Musikalisch umrahmte die Feier ein Kinderchor aus Inzell unter Leitung von Anita Hopf. Wegen des angekündigten schlechten Wetters, führte der anschließende Laternenzug aus Sicherheitsgründen lediglich zweimal um die Kirche.
Mit dem Lied „Wir sind Laternenkinder, wir tragen ein buntes Licht“ eröffnete der Kinderchor die Feier stimmungsvoll und engagiert. Klaus Kremsreiter begrüßte insbesondere die Kinder, das Kindergartenteam, aber auch die große Gemeinschaft die zur Martinsfeier mitgekommen war. Kremsreiter erinnerte daran, dass St. Martin, der Lichtbote nicht nur Kinder weltweit begeistere, sondern auch Licht in die Herzen und die Gedanken bringe. St. Martin sei einer der vielen Lichtboten, die uns bis Weihnachten begleiten, von und für Gott. Beispielhaft sei auch sein lebenslanger Einsatz für die Armen und Bedürftigen. Dieses Beispiel solle alle Menschen anspornen, mit offenen Augen hinzuschauen, wer hier bei uns und in der ganzen Welt Hilfe benötige. Schüler aus der vierten Klasse spielten danach drei Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin nach. In der ersten wurde dargestellt, wie kompromisslos der Vater des damals 12jährigen Martins ihm verbot sich taufen zu lassen und Christ zu werden. Stattdessen musste er, gegen seinen Willen, in die Armee des römischen Kaisers eintreten. Die zweite, wohl bekannteste Szene zeigte, wie der Soldat Martin seinen Mantel mit einem Armen Bettler teilt. Passend dazu sang der Chor das Lied: „Wer teilt der wird froh“. In der dritten Szene stellten die Schüler den Bischof St. Martin dar, der sich auch nach der Berufung in dieses Kirchenamt demütig und einfach lebte und sich fortwährend für die Rechte der armen Leute einsetzte. In diesem Fall handelte er mit dem Grundeigentümer einen Nachlass für einen armen Bauern aus. Der Kinderchor meinte darauf: „Wie St. Martin will ich werden“. In den Fürbitten baten Kindergärtnerinnen unter anderem um Mut, anderen zu helfen, um die Erkenntnis, dass die Zukunft nur im Teilen Bestand haben wird, darum, Martin als Vorbild für Hilfsbereitschaft und gegenseitige Fürsorge zu nehmen. Nach einem gemeinsamen Vater unser kam schließlich der lang ersehnte Augenblick und es wurden die Kerzen in den meist noch selber gebastelten Laternen angezündet. Von diesem bunten Lichtermeer in der verdunkelten Pfarrkirche aus, strahlte an diesem Abend sicher ein buntes, vielfarbiges Licht „bis zum Himmel“, wie Kremsreiter es allen wünschte. Der krönenden Abschluss war sicher der Laternenzug um die Pfarrkirche, in dem die Kinder mit ihren farbigen Laternen, die Nacht erhellen und selber zum Lichtboten werden durften. Eltern der Kindergartenkinder hatte kleine Martinsgänse gebacken, die nach dem Zug vom Kindergartenteam, an jeden der gekommen war verteilt wurde. Vom Pfarrgemeinderat gab`s noch heiße Getränke am Rathaus.  Bilder Werner Bauregger



Gier zerstört Verhältnis zu Gott und zu den Mitmenschen

Erntedank und Vereinsjahrtag in der St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A.
Mit einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Quirin Strobl, feierten die Gläubigen und die Ortsvereine in Weißbach a.d.A., in der festlich mit Blumen und Ernteerzeugnissen geschmückten St. Vinzenzkirche Erntedank und gleichzeitig ihren gemeinsamen Vereinsjahrtag. Musikalisch wurde die Eucharistiefeier von der Musikkapelle Weißbach, unter Leitung von Walter Niederberger, und dem Weißbacher Kirchenchor, unter Leitung von Rita Staat-Holzner, mit der „Herz Jesu Messe“ von Florian Pedarnig umrahmt. Dem Gottesdienst schloss sich eine gemeinsame Feier im Hotel Alpenglück an.
Wegen Regens musste in diesem Jahr der Zug zur Kirche ausfallen. Umso mehr freuten sich die Kirchenbesucher in ihren Festgewändern und Trachten über die wunderbare, farbenprächtige Ausschmückung der Weißbacher Kirche, die in diesem Jahr Renate Gollinger, Renate Jägerhuber, Karin Holzner, Lisl Steyerer und Christa Demer, mit viel Liebe zum Detail realisiert hatten. Die Messfeier eröffnete der Klarinetten- und Flötensatz der Musikkapelle, auf ungewöhnliche aber passende Art und Weise mit einem alpenländischen Choral. Wie Pfarrer Quirin Strobl in seiner Predigt ausführte, ist Erntedank ein guter Zeitpunkt für eine gute Ernte und gute Erträge zu danken, dankbar zu sein, dass das Vereinsjahr ohne große Zwischenfälle und unfallfrei verlaufen ist, aber auch ein Tag an dem die Verstorbenen mit in die Gemeinschaft integriert sind. Bezugnehmend auf das Tagesevangelium, in dem es um einen reichen Mann geht, der einzig und allein den irdischen Genüssen frönte, erinnerte er die Gläubigen daran, dass das irdische Leben begrenzt ist. Nicht Geld und Besitz sollten als begehrenswertes Ziel gelten. Vielmehr sollte der Lebensweg ein Weg in Liebe, hin zu Gott sein. Das heiße aber nicht, dass Gläubige auf alle Genüsse und Festlichkeiten verzichten müssen. Auch in der Bibel gebe es genügend Hinweise, dass dies zum Leben gehöre. Habsucht, Gier und Unmäßigkeit dürften aber nicht zum falschen Ideal werden. Ansonsten münde die „Gier nach Leben“ in Haltlosigkeit und Maßlosigkeit, die nicht nur das Verhältnis zu Gott, sondern auch zu den Mitmenschen störe - ja zerstöre. Gerade der Arbeit in den Vereinen und in der Ortsgemeinschaft, die ihre Wurzeln in Zusammenarbeit, Solidarität und gegenseitiger Hilfsbereitschaft habe, komme so eine wichtige Aufgabe zu. Diesen Werten treu zu bleiben und sie immer wieder aufs Neue mit Leben zu erfüllen, mache die Seele der Vereine und der Dorfgemeinschaft aus. Erntedank sei aber auch ein guter Zeitpunkt an alle Notleidenden und Benachteiligten zu denken und Wege zu suchen, auch sie in die Gemeinschaft zu integrieren. Mitglieder der Vereine baten im Anschluss in den Fürbitten unter anderem darum, dass junge Menschen zu verantwortungsvollen, mündigen Bürgern heranwachsen und ein friedliches Miteinander pflegen mögen, dass es für verzweifelten Menschen eine hoffnungsvolle Perspektive gibt oder darum, dass die Feuerwehrleute von ihren Einsätzen immer wieder gesund nach Hause kommen. Den Dank der Gemeinschaft artikulierte der Kirchenchor in dem Erntedanklied „Gott hat aller Recht gemacht“ eindrucksvoll. Bevor die Gottesdienstgemeinschaft die Eucharistiefeier mit einem feierlichen „Großer Gott wir loben dich“ abschloss, bedankte sich Pfarrer Strobl auf des Herzlichste bei der Musikkapelle und den Chor für die musikalische Umrahmung, bei der Gruppe Frauen für den wunderbaren Kirchenschmuck und bei den Vereinen für die Teilnahme mit ihren Fahnenabordnungen und Mitgliedern. Am Ausgang überreichten Röckifrauen des Weißbacher Trachtenvereins „D`Weikertstoana“ schließlich jedem Kirchenbesucher ein selbst gebasteltes „Kräuterbüschl“. An einem kleinen Stand daneben verkauften Ministrantinnen und Ministranten kleine Minibrote. Der Erlös daraus wird sozialen Projekten in aller Welt zugeführt. Mit einem gemeinsamen Mittagessen klang das Erntedankfest und der gemeinsame Vereinsjahrtag, in gemütlicher Runde aus.
Bilder und Text: Werner Bauregger
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Erntedank – wem danken?

Altar
Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair (Mitte) feierte in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael mit den vielen Gläubigen das Erntedankfest und verinnerlichte den Umgang mit der Natur und unserer Umwelt.
Früchte
Der Ertrag in der Landwirtschaft und den heimischen Gärten war groß und das wurde auch beim Erntedankfest in Inzell deutlich.
Brot
Zur Gabenbereitung brachten die Inzeller Bäuerinnen sinnbildlich Brot und Wein zum Altar, so wie Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern Brot und Wein teilte.
Krone
Die Erntekrone wurden von den Inzeller Bäuerinnen gebunden und hängt nun über dem Altar in der Pfarrkirche St. Michael.
Feierlicher Erntedankgottesdienst in der Inzeller St. Michael Kirche
Inzell (hw) – Das jährliche Erntedankfest wurde in Inzell wieder sehr feierlich in der wunderschön geschmückten Pfarrkirche St. Michael gefeiert. Die Inzeller Bäuerinnen waren verantwortlich für die Gaben der Natur, die selbst gebundene Erntekrone und für die Erntebüscherl, die im Anschluß an den Gottesdienst an die Kirchenbesucher verteilt wurden. Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair beeindruckte in seiner bekannten Art und Weise mit seinen offenen Worten die vielen Gottesdienstteilnehmer und der Inzeller Volksliedchor unter der Leitung von Stefanie Rieder sorgte für die musikalische Umrahmung.
Pfarrer Zehentmair ging in seinen Eingangsworten auf den Reichtum der Natur ein. Er stellte die Bewunderung für die Natur in den Vordergrund, der wir mit Ehrfurcht und Dankbarkeit begegnen sollen und nicht durch das Streben nach wirtschaftlichen Profit aufs Spiel setzten dürfen. Der normale Umgang mit der Schöpfung ist erstrebenswert und das wurde auch in der Lesung von Marianne Eicher deutlich. Die zwischendurch gespielten Stücke von Christian Scheurl auf der Ziach waren sehr besinnlich und sorgten somit auch für eine gewisse innere Ruhe bei den Gottesdienstbesuchern.
In seiner Predigt verurteilte Zehentmair den Konkurrenzkampf der Konzerne, wobei die landwirtschaftlichen Produkte von der Industrie mißbraucht werden. „Letztlich ist es eine brutale Abhängigkeit von den großen Konzernen, wobei die Ängste auf eine ungesunde Umwelt immer größer werden", so der Ruhestandspfarrer. Er wies darauf hin, dass der Ertrag von den Düngemitteln und dem Klima abhängt, das wir im Grunde selbst beeinflussen können. Zehentmair betonte auch, dass in der allgemeinen Globalisierung der Druck nach Produkten immer größer wird und nannte als Beispiel den Milchpreis und die Ernte im Allgemeinen und spannte den Bogen auf das Erntedankfest. Etwas provokativ stellte er die Frage: Erntedank – wem danken? 

Papst Franziskus mahnt zum Umdenken
Pfarrer Zehentmair zitierte Papst Franziskus, der das Konsumdenken in unserer Gesellschaft massiv angreift und missbilligt. Es zähle nur Profit und Gewinn und das führt dazu, dass die Wirtschaft die Gesellschaft tötet. Durch das wirtschaftliche Wachstum winkt Reichtum und das birgt die Gefahr in sich, dass die Menschen immer mehr bekommen wollen. Das kann nicht der richtige Weg sein.
Bezugnehmend auf das Evangelium wurde auch ein Gleichnis Jesu herangezogen, bei dem das ‚immer mehr haben wollen‘ zu einer Versklavung führt. Eine immer größere Ausbeutung der Natur führt zu einer immer größer werdenden Vergiftung der Umwelt und mit diesem Problem kann man auch die derzeit 60 Mio. Flüchtlinge auf der Welt in Verbindung setzen. Ärmeren Leuten sollte man auch eine bessere, lebenswertere Zukunft ermöglichen, doch im Gegensatz dazu wird die Kluft zwischen armen und reichen Ländern immer größer.
In den Fürbitten von Ina Reiter und Erika Steinbacher wurde der Dank für reiche Ernte und für die Natur und die Landschaft zum Ausdruck gebracht. Bei der Gabenbereitung brachten die Bäuerinnen mit den Trachtendirndln Brot und Wein zum Altar und auch die Früchte der Wiesen und des Feldes – die diesjährige Ernte. Mit dem Gebet des ‚Vater unser‘, bei dem sich die Kinder um den Altar versammelten und sich die Hände reichten, versuchte Zehentmair die
Friedensbotschaft zu verdeutlichen: „Nicht mit den Fäusten werden wir die Welt verbessern, sondern dadurch, dass wir den anderen die Hände reichen!". Zum Abschluss eines feierlichen Erntedankgottesdienstes verteilten die Bäuerinnen mit Ortsbäuerin Helga Kamml, als Zeichen für den Ertrag in Landwirtschaft und Gärten und auch daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen, die selbst gebundenen Erntebüscherl an die Gottesdienstbesucher.

„Du musst die Leute mögen“!

Portrait
Inzells ehemaliger Pfarrer Hans Krämer feierte mit seiner langjährigen Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach sein 50 jähriges Priesterjubiläum.
Langjähriger Pfarrer Hans Krämer feiert Goldenes Priesterjubiläum Großes Fest in der Inzeller Pfarrkirche
 
Inzell (hw) – Einen großen Empfang bereitete die Inzeller Kirchengemeinde ihrem langjährigen Pfarrer Hans Krämer und feierte mit ihm in der Pfarrkirche St. Michael sein 50 jähriges Priesterjubiläum. Krämer ‚diente‘ über 21 Jahre in ‚seinem‘ Gotteshaus in der Gemeinde. Er freute sich sichtlich über die große Anteilnahme der Inzeller und Weißbacher Bürger, die sich ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen beliebten Seelsorger nicht entgehen ließen.

Der 1939 geborene Hans Krämer kam am 02. Oktober 1988  nach Inzell und wirkte hier über 21 Jahre, ehe ihn vor sieben Jahren im Ruhestandsalter von 70 sein Weg nach Staudach-Egerndach führte. Dort lebt er nun mit seiner langjährigen Gemeindeassistentin und Pfarrreferentin Brigitte Hübl, die ihn bei seiner Arbeit nach wie vor immer noch unterstützt. Ganz besonders schätzt er ihre guten Kochkünste, die ihm sein Ruhestanddasein zusätzlich versüßen.
Inzells Pfarrer Quirin Strobl freute sich zu Beginn des Festgottesdienstes über das Kommen von Hans Krämer und erinnerte an seine Primiz vor 50 Jahren. Der Jubilar selbst begann den Gottesdienst, wie er das auch schon früher getan hatte. „Griaß God beinand und schee, dass i bei eich heid do sei deaf “. Krämer stellte den Dank in den Mittelpunkt mit den Höhen und Tiefen des Lebens und auch seinen eigenen Dank für die 50 Jahre Priester, die ‚er mir gegeben hat‘. Damals bei der Ernennung zum Priester und damit zur ‚Nachfolge Jesu‘ habe er manches nicht verstanden und ist einiges schuldig geblieben, aber „Gott nimmt uns so an, wie wir sind“. Dies kam auch in der Lesung von Annemarie Walch zum Ausdruck.
 
„Du kannst die Menschen nicht belehren“
In seiner Predigt blickte Pfarrer Krämer im Zusammenhang mit dem Priesterjubiläum zurück auf sein Wirken als Geistlicher und auch darauf, warum er Pfarrer geworden ist. Eigentlich wollte er Arzt oder Lehrer werden, doch im Rahmen seiner Arbeit bei der Chiemseeschifffahrt und einer Brauerei in München fand er Gefallen an den Gesprächen mit den Mitmenschen. Auch Jesus war ganz dicht bei den Menschen und Krämer machte die Erfahrung, dass man die Menschen nicht belehren kann. Dies war am Anfang auch in Inzell und Weißbach so, allerdings fand man zueinander und durch die gegenseitige Liebe untereinander wurde das Verhältnis sehr gut. „Ich kenne noch sehr viele Inzeller und Weißbacher und es freut mich immer wieder, wenn ich jemanden von Euch treffe“.
 
„Du musst die Leute mögen“
Als Krämer 1976 seine erste Stelle als Pfarrer angetreten hatte, holte er sich Rat bei Monsignore Franz Niegel, der lange Jahre in Unterwössen und Berchtesgaden tätig war, um zu wissen, was wichtig ist im Umgang mit den Menschen. „Du musst die Menschen mögen“! so dessen Rat und mit dieser Vorgabe fand Hans Krämer immer einen guten Weg. Auch die Bibel stand ihm zur Seite mit der Aussage ‚in Gottes Kraft kommt mir meine Schwachheit zur Geltung‘ und das hilft ihm immer noch bei seinem Wirken als Geistlicher. Pfarrer Hans Krämer stellte fest, dass die Glaubwürdigkeit von den Menschen kommt. In Inzell und Weißbach hat er viel Unterstützung erhalten von vielen Einzelnen, die ihm zur Seite standen, aber auch von den Ordensschwestern und vom Inzeller Trachtenverein.
Krämer stellte die Teamarbeit an erste Stelle, denn es geht nur zusammen und nicht allein. Seinen besonderen Dank richtete Krämer an seine ’rechte Hand‘ Brigitta Hübl, die sehr vertrauensvoll mit ihm zusammenarbeitet und ein wichtiger Ansprechpartner ist.
Bei den Fürbitten von Kirchenpfleger Ewald Schmaus wurde das Kirchenleben herausgestellt und Inzelles Pfarrer Quirin Strobl lobte Hans Krämer als einen junggebliebenen Pfarrer, der ein Fundament der offenen Kirche in Inzell legte. Die lebendige Mitarbeit in der Gemeinde ist allein ihm geschuldet, alle ziehen an einem Strang.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst erstmals gemeinsam vom Weißbacher und Inzeller Chor. Die beiden Chorleiterinnen Ines Preinfalk und Rita Staat-Holzner hatten ein sehr passendes Repertoire zusammengestellt. Der gemeinsame Gesang der beiden Chöre gab dem Festgottesdienst eine zusätzliche feierliche Note und Pfarrer Hans Krämer bedankte sich abschließend im Namen der Kirchenbesucher.
Die beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden aus Inzell und Weißbach, Albert Hütter und Anni Vötterl überreichten Krämer als kleines Geschenk sinnbildlich einen Sterr Holz für die kalten Tage im Winter und Inzells Bürgermeister Hans Egger ließ es sich nicht nehmen, Krämer für die langen Jahre in Inzell zu danken und alles Gute für die Zukunft zu wünschen.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch einen Sektempfang im Pfarrsaal, wobei natürlich noch viele Gespräche geführt wurden.

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In der Inzeller Pfarrkirche St. Michael wurde gemeinsam das 50 jährige Priesterjubiläum von Inzells langjährigem Pfarrer Hans Krämer gefeiert. V.li. Diakon Josef Eixenberger, Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair, Pfarrer i.R. Hans Krämer und Inzells Pfarrer Quirin Strobl.
Geschenk
Die beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Anni Vötterl (Weißbach und Albert Hütter (Inzell) überreichten dem langjährigen Inzeller Pfarrer Hans Krämer für die kalten Tage im Winter bildlich einen Sterr Holz. Rechts daneben Inzells derzeitiger Pfarrer Quirin Strobl.
Chor
Ein besonderes Klangerlebnis war der gemeinsame Chor aus Weißbach und Inzell unter der Leitung der beiden Chorleiterinnen Rita Staat-Holzner und Ines Preinfalk.

„Es war ein wirklich schönes Fest“

Pfarrer Hans Krämer zeigte sich erfreut über den großen Empfang in Inzell
 
Inzell (hw) – Obwohl die Pfarrkirche nicht bis zum letzten Platz gefüllt war, kann man trotzdem von einem gelungenen Fest anlässlich des 50 jährigen Priesterjubiläums von Hans Krämer sprechen. Schade lediglich, dass der Jubiläumstermin mit dem Gaufest zusammenfiel und deshalb kaum Trachtler in Inzell mitfeiern konnten. Der Jubilar freute sich dennoch über den regen Besuch in der Kirche St. Michael und beim anschließenden Empfang im Pfarrheim.

  „Es war schön zu hören, wie der Inzeller und Weißbacher Chor zusammen gesungen haben. Des hod richtig guad do“, so Krämer. Über die Geschenke vom Pfarrgemeinderat und von Bürgermeister Hans Egger war er etwas überrascht, zeigte aber Gefallen daran. „I bin eigentlich ned kema, dass i wos midnimm, i woid grod mit aich feiern“. Immer wieder mal findet der Jubilar den Weg nach Inzell, um bei verschiedenen Anlässen Pfarrer Quirin Strobl auszuhelfen. Dieser ist auch sehr froh darüber und nannte Krämer nicht einen Pfarrer im Ruhestand (i.R.), sondern einen Pfarrer ‚in Reichweite‘, der nach wie vor immer noch Gottesdienste feiert.
 
Viele Gespräche über die Zeiten von damals
Die Zuneigung der Inzeller zum ehemaligen Pfarrer kam besonders beim Empfang im Pfarrheim zum Tragen, der eigentlich im Pfarrsaal hätte stattfinden sollen. Allerdings kam Hans Krämer beim langen Spalier mit den vielen Menschen durch die vielen Gespräche kaum ‚vom Fleck‘, so dass schließlich der Sektempfang mit den Stehtischen kurzerhand ins Freie verlegt wurde. Der Ruhestandspfarrer traf viele Bekannte und ehemalige Weggefährten, mit denen er sein Wirken in Inzell Revue passieren ließ.
Als große Überraschung kam auch die Musikkapelle Inzell und spielte zur Feier des Tages ein ‚Standerl‘ für Hans Krämer, dem die Freude darüber sichtlich anzumerken war. Nach langen Gesprächen und guten Worten mit vielen der anwesenden Weißbacher und Inzellern gab es noch ein gemeinsames Mittagessen mit geladenen Gästen, ehe ein gelungener Tag ausklingen durfte.
Bürgermeister
Auch Inzells Bürgermeister Hans Egger überreichte Hans Krämer zu seinem Jubiläum ein kleines Geschenk.
Rollstuhl
Viele Gespräche führte Inzells ehemaliger Pfarrer Hans Krämer mit den Inzeller Bürgern, die zum Stehempfang im Pfarrheim gekommen waren.
Glas
Beste Laune versprühte Hans Krämer bei der Unterhaltung mit all den Leuten, die zu seinem Fest in die Pfarrkirche und zum anschließenden Empfang gekommen waren.
Musik a
Auch die Musikkapelle Inzell ließ es sich nicht nehmen, dem langjährigen Inzeller Pfarrer Hans Krämer ein Ständchen zu spielen, über das er sich sichtlich freute.

Weißbacher Mesnerin nach 40 Jahren verabschiedet

Marianne Maier und ihr Mann Josef gehen in den wohlverdienten Ruhestand – feierliche Verabschiedung in der St. Vinzenzkirche
 

(wb) Nach 40 Jahren Mesnerdienst für die Pfarrei Inzell in der Filialkirche St. Vinzenz in Weißbach a.d.A. tritt Marianne Maier im Alter von 82 Jahren ihren wohlverdienten Ruhestand an. In Anerkennung ihrer Verdienste um das Gotteshaus und die Pfarrgemeinde wurde sie und ihr Mann Josef, am vergangenen Sonntag, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, mit anschließenden Stehempfang verabschiedet.

Bereits bei der Ankunft wurde das Mesner-Ehepaar von Pfarrer Quirin Strobl, dem Kirchenpfleger Mathias Steinbacher sowie Mitgliedern des Weißbacher Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung bei einem Glas Sekt willkommen geheißen. Die Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger begrüßte die Jubilarin und ihren Mann auf ihr Weise mit zwei zünftigen Märsche. Feierlich zogen die beiden danach mit Pfarrer Strobl, dem pensionierten Diakon Josef Eixenberger, dem Gemeindereferenten Philip Moser und dem Altardienst in die St. Vinzenzkirche ein. Im, von fleißigen Helferinnen und Helfern festliche geschmückten Gotteshaus wurden sie bereits von Vertretern der Pfarreigremien, Wortgottesdiensleiterinnen und -leitern, Freunden, Weggefährten, ehemalige Ministranten, Nachbarn und Mitgliedern erwartet. Die Ortsvereine zeigten Präsenz durch ihre Fahnen. Eine besondere Freude war es für Pfarrer Strobl, unter den Gästen den Dekanatsleiter Martin Thullner, zuständig für die Mesner des Bezirkes Chiemgau der Erzdiözese München-Freising und Bürgermeister Wolfgang Simon begrüßen zu dürfen. Pfarrer Strobl zeigte sich froh darüber, dass es in Zeiten, in der der Glaube und die Institution Kirche eine große „Verdunstung“ erleben, eine wachsende Zahl an Menschen in der Pfarrei und der Ortsgemeinschaft gebe, die durch ein hohes ehrenamtliches Engagement, ähnlich dem der von Christus ausgesandten Jünger, mit Freude und Begeisterung für ihren Glauben einstehen. Er erinnerte aber auch daran, dass all diesen Aktivitäten aus der Liebe und der Kraft Gottes entstehen und als Lohn „die Namen jedes Einzelnen im Himmel verzeichnet sind“. Auch Marianne und Josef Maier handelten 40 Jahre lang unbeeinflusst von äußeren Einflüssen nach diesem Prinzip. Marianne sogar noch länger, da sie auch in der 20jährigen Mesnerzeit ihrer Mutter Katharina bereits mithalf. In dieser Zeit habe sie und später auch ihr Mann, fünf Pfarrern, vielen Kooperatoren und 4 Ruhestandpfarrern gedient. Die Erfahrungen und Erlebnisse daraus würden sicher einige Bücher füllen, so Strobl weiter. Auch an den Feiern der Kirchenjubiläen der 1949 gebauten St. Vinzenzkirche habe sie wichtige Aufgaben wahrgenommen, Toten-Rosenkränze und Rosenkranzandachten gebetet, sich mit einem gefühlvollen Talent und kreativem Sinn für den Blumenschmuck gekümmert, die Kirchenwäsche gewaschen oder die Totenglocke geläutet. Das Marianne und ihr Mann dies alles bis in`s hohe Alter geschafft haben, sei sicher auch der Hilfe Gottes zu verdanken. In diesem Bewußstsein wünschte er dem Ehepaar einen zufriedenen „Mesnerruhestand“. Alle Gläubigen rief Strobl dazu auf, wie das Mesner-Ehepaar, mit Mut und Zivilcourage zum Glauben zu stehen und von diesem Fundament aus die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Den Dank für die bereits angesprochene, geleistete Arbeit drückten Pfarrgemeinderatsmitglieder danach in den Fürbitten aus.
Ehrungen für die geleistete Arbeit
Bürgermeister Wolfgang Simon nutzte den Rahmen des Festgottesdienstes den Dank der politischen Gemeinde auszusprechen und ihre Verdienste für die Gemeinschaft und die Ökumene zu würdigen. Als Geschenk überreichte Simon der Mesnerin das Wappen der Gemeinde in Verbindung mit einem freundschaftlichen Küsschen. Dekanatsleiter Martin Thullner bestätigte den beiden, dass sie ihren Dienst für ein „schönes Haus Gottes“ mit viel Freude, Liebe und Opferbereitschaft verrichteten und sich immer auch in der Gemeinschaft des Mesnerverbandes einbrachten und wohlfühlten. Letzteres solle gern auch so bleiben. Beiden überreichte er eine Ehrenurkunde, verbunden mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Mesnerverbandes der Erzdiözese München-Freising. Aus der Hand des Kirchenpflegers Mathias Steinbacher bekam das Ehepaar eine gemalte Erinnerungstafel und einen Gutschein für eine gemeinsame Tagesfahrt nach Maria Birkenstein in der Nähe von Fischbachau. Die Gemeinderatsvorsitzende Anni Vötterl fasste den Dank der Filialkirchengemeinde in einem netten Gedicht zusammen und ihre Kolleginnen und Kollegen aus den Gremien hatten sich sinnige Kurzbegriffe für jeden der Buchstaben den Namens MARIANNE einfallen lassen. Das M wurde zum Beispiel mit „Mesnerin aus Leidenschaft“ das I „Immer viel Arbeit“ oder ein N mit „Nie ohne Sepp“ amüsant und aussagekräftig interpretiert. Eine weiter schöne Idee war es, dass sich, nach dem feierlich gesungenen Lied „Großer Gott wir loben dich“, ehemalige Ministrantinnen und Ministranten zum Auszug zu einem Spalier für die Jubilare aufstellten und ein Dach aus roten Rosen bildeten. Auch der Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner hatte für den Festtag eine ganz besondere, neue Messe, die „Messe brève“ von Lèo Delibes in einer Bearbeitung von AnnaMaria Hedin einstudiert und unterstrich mit diesem fröhlichen, Leichtigkeit transportierenden Chorwerk, den außergewöhnlichen Anlass in würdiger Art und Weise. Der Chro kam auch dem Wunsch der Mesnerin gerne nach, zum Abschluss der Eucharistiefeier, das sakrale Lied „Schwarze Madonna“ zu singen. Bei einem Stehempfang hatten nach dem Gottesdienst alle Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, dem Mesner- Ehepaar zu gratulieren, alte Erinnerungen aufzufrischen und ihnen alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand zu wünschen.
Bilder Werner Bauregger
Verabschiedung Mesner
Ständchen zur Begrüßung, links Kirchenpfleger Mathias Steinbacher daneben Marianne und Josef Maier
Verabschiedung Mesner-8
Bürgermeister Simon überreicht Gemeindewappen
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Martin Thuller überreicht Ehrenurkunde und Goldene Ehrennadel
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Gratulationen beim Stehempfang
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Rosenspalier zum Auszug
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Verabschiedung Mesner-10
Verabschiedung Mesner-13
Verabschiedung Mesner-28
Verabschiedung Mesner-21
Verabschiedung Mesner-27




Frauen sticken Wandtuch mit Rosenkranzgeheimnissen

15 Frauen arbeiten etwa 1200 Stunden an Kunstwerk für die Weißbacher Kirche
(wb) Nach einem neuen Fastentuch im Jahr 2014 wurde in der Kirchen-Filialgemeinde Weißbach a.d.A. der katholischen Pfarrei Inzell am vergangenen Sonntag ein neues Wandtuch für den Altarraum der St. Vinzenz Kirche eingeweiht. 14 Frauen und eine Näherin hatten cirka 1200 Arbeitsstunden dafür aufgewendet, die je 5 Motive des freudenreichen, schmerzvollen und glorreichen Rosenkranzes auf Leinentücher zu sticken. Pfarrer Quirin Strobl segnete das Kunstwerk nun im Rahmen eines sehr feierlichen und emotionalen Gottesdienstes, der von den Frauen maßgeblich mitgestaltet wurde. Die würdige Umrahmung mit zum Thema gut gewählten, passender Chorliteratur, erfuhr der Gottesdienst durch die Mitwirkung des Weißbacher Kirchenchores unter Leitung von Rita Staat-Holzner. Zur Einweihung waren auch, in freundschaftlicher Verbindung, eine Gruppe des Frauenbundes aus Wegscheid im Bayerischen Wald gekommen. Aus den Reihen des dortigen Frauenbundes stammen, wie auch bereits beim Fastentuch, die Vorlagen für die Motive, die Maria Bauregger, Organisatorin der beiden Aktionen, uneigennützig zur Verfügung gestellt worden waren.
Nach der festlichen Eröffnung der Eucharistiefeier durch den Kirchenchor, freuten sich Pfarrer Quirin Strobl zum einen über das wunderbare Tuch, zum anderen über das volle Gotteshaus und insbesondere über die Teilnahme der Gruppe aus Wegscheid. Kirchenpfleger Matthias Steinbacher strahlte über das volle Gotteshaus und zeigte sich, auch im Namen der Kirchenverwaltung stolz, dass solch eine inspirierende Gemeinschaftsaktion in Weißbach, nun bereits zum zweiten Mal, möglich war und darüber hinaus eine wunderbare Freundschaft mit den Wegscheidern entstanden ist. Pfarrer Strobl erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Rosenkranz ein betrachtendes Gebet sei, leider aber in der heutigen Zeit an Bedeutung verloren habe. Einerseits werde es als „altmodisch“ angesehen und andererseits nehme die Zahl der Betenden immer weiter ab. Umso schöner und wertvoller sei es, dass die Frauen gerade diese Rosenkranzgeheimnisse, die zum einen ein Spiegel des Lebens seien und eine wichtige Glaubensaussage, deren tieferer Sinn in der Weisheit und Erkenntnis des „Vaters“ verwurzelt sei beinhalten, als Motive für das Wandtuch gewählt haben. Mit Gott auf diese Art und Weise durchs Leben gehen zu wollen, sei die schönste Aussage eines Christen. Darüber hinaus biete das Rosenkranzgebet die Möglichkeit, in den oberflächlich betrachteten Monotonie der Gebetsmühlenartigen Wiederholungen, ein Zeitfenster für sich zu schaffen, in dem man nicht denken müsse, sondern sich einfach in das Gebet hineinversenken könne. Gemeinsam gebetet, schaffe es zudem Gemeinschaft, sei also gemeinschaftsstiftend, wie man sehe, sogar „bis nach Wegscheid“ ergänzte der Pfarrer. Dies sei sicher auch ein Zeichen des „guten Geistes Gottes“. Mit Weihwasser und Weihrauch segnete Pfarrer Strobl im Anschluss das Wandtuch. Wie bereits bei den Kyrie-Rufen, brachten sich Frauen aus dem Kreis der Stickerinnen mit ausgesuchten Texten ein. Die Fürbitten wurden, für jede Rosenkranzstation thematisch passend, sogar selber formuliert und vorgetragen. Ein sicher sehr emotionaler Moment im Gottesdienst. Am Schluss des Gottesdienstes bedankte sich Maria Bauregger bei den Mit-Stickerinnen Michaela Aicher, Inge Dufter, Erna, Karin, Stefanie und Lisi Holzner, Martha Hopf, Renate Jägerhuber, Marianne Maier, Anni Öttl, Lisl Steyerer, Anni Vötterl, Christl Zach und der Näherin Charlotte Niederberger sehr herzlich für die problemlose, sehr kameradschaftliche und engagierte Zusammenarbeit seit Mai 2015. Die Wegscheider Freunde bat sie, Heidi Zenzl, die ihre privaten Vorlagen für die Motive zur Verfügung gestellt hatte, ein herzliches Vergelt`s Gott mitzunehmen. Ein Dankeschön ging schließlich an die Kirchenverwaltung Weißbach und die Pfarrei Inzell für die Übernahme der Materialkosten und das „Motivationsfrühstück“. Pfarrer Quirin Strobl sagte auf eine ganz besondere Art Dankeschön, indem der jede der Frauen eine gelbe Rose überreichte und die Organisatorin, wie die Stickerinnen auch, mit einem Blumenstrauß beschenkte.  Bilder Werner Bauregger
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Pfarrer Strobl und Bauregger Maria mit Gästen aus Wegscheid
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Gemeinschaft der Stickerinnen mit Näherin, von links: Karin Holzner, Christl Zach, Charlotte Niederberger, Anni Öttl, Erna und Stefanie Holzner, Michaela Aicher, Pfarrer Strobl, Maria Bauregger, Lisl Steyerer, Renate Jägerhuber, Martha Öttl, Inge Dufter, Anni Vötterl, Marianne Maier. Auf dem Bild fehlt Lisi Holzner
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„Brot des Lebens“ durch Weißbach getragen

Feierliche Fronleichnamsprozession der katholischen Filialgemeinde St. Vinzen in Weißbach a.d.A.
(wb) Mit einem feierlichen Gottesdienst im Musikpavillon des Weißbacher Kurgartens und einer Fronleichnamsprozession zu drei Feldaltären, feierte die Ortsgemeinschaft in Weißbach a.d.A. am Sonntag das Fronleichnamsfest. Im Mittelpunkt, der von Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair zelebrierten und von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates textlich mit vorbereiteten Feier, stand in diesem Jahr das Thema der Barmherzigkeit. Die Messfeier wurde von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger musikalisch umrahmt.

Bei angenehm warmen Temperaturen und Sonnenschein traf sich eine Gottesdienstgemeinschaft aus Pfarrangehörigen, Gästen und Ortsvereinen am frühen Vormittag im schattigen Kurpark, um gemeinsam die Eucharistie zu feiern. Ein kunstvoll aus Blütenblättern gestaltetes Kreuz vor dem Altar wies auf diesen besonderen „Prangertag“ hin. Mädchen in der Tracht und die Erstkommunionkinder dieses Jahres stellten den Altardienst. Pfarrer Zehentmair freute sich, dass die Christen einmal im Jahr mit der Fronleichnamsprozession in einer Art „Demonstration“ ein für alle Welt sichtbares Zeugnis ihres Glaubens ablegen. Diese Demonstration unterscheide sich gravierend von den vielen negativen „Aufmärschen“ der letzten Zeit, die nur Hass, Ausgrenzung und Ablehnung zum Thema hatten, die Menschen in Angst versetzten und sie zu tiefst verunsicherten. Im Zeichen des Kreuzes, unter einem schützenden Baldachin das „Brot des Lebens“ in einer Monstranz durch den Ort, die Felder und Fluren zu tragen sei hingegen ein wichtiges Zeugnis für den gewaltlosen Lebensstil Jesu, der uns Menschen so ein Stück Himmel auf Erden geschenkt hat. Die Vereine mit ihren Fahnen zeigten aller Welt, dass sie mit ihrer Präsenz die christlichen Ziele unterstützen und mittragen, dass sie die Botschaft Jesu lebendig erhalten und vorantreiben, sich für Barmherzigkeit, die Menschenrechte aller Menschen und die Würde derer einsetzten wollen. Er hoffe, dass sich durch dieses Beispiel viele Menschen „dem Jesus von Nazareth“ anschließen, der sich in erster Linie der „geringsten unter den Menschen“ angenommen und damit die vorherrschende Werte der Gesellschaft auf den Kopf gestellt hat.
Jesus hat Werte der Gesellschaft auf den Kopf gestellt
Nicht die Reichen, Skrupellosen oder korrupte Wirschaftsbosse, Manager, Politiker und Machthaber stehen im Mittelpunkt der christlichen Glaubenslehre. Jesus kämpft vielmehr für die Hilfsbedürftigen, Schwachen, Armen und Unterdrückten auf der Welt, aktuell eingeschlossen sicher die Flüchtlinge. Er stehe auch nicht hinter den Wirtschaftsbossen die ihre Konzerne oder Betriebe verantwortungslos in den wirtschaftlichen Ruin treiben, sich selber sogar noch millionenschwere Boni genehmigen, auf der anderen Seite aber Scharen von Arbeitnehmern in die Arbeitslosigkeit schicken und nicht selten Existenzen und Familien zerstören. Sich dem Bestreben Christi für eine bessere, gerechtere und menschlichere Welt anzuschließen sei „Christ sein“. Zehentmair rief dazu auf, sich für jeden Tag ein Werk der Barmherzigkeit vorzunehmen. Dies aber nicht aus Mitleid, sondern in der Intention, im Umfeld, in der Welt etwas bewegen, verändern zu wollen. Dies könne dadurch geschehen, die Ressourcen der 3. Welt nicht weiter skrupellos auszubeuten, mit Obdachlosen zu teilen, Flüchtlinge aufzunehmen damit sie sich angstfrei eine neue Heimat aufbauen können oder durch den Besuch von Kranken und Schwachen ihnen ihren Platz in der Gesellschaft zu sichern und sie nicht an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Zur Barmherzigkeit gehöre weiter, sich von Bedürftigkeit berühren zu lassen, besorgt zu sein, Angst und Ausweglosigkeit ernst zu nehmen sowie Respekt vor dem Anrecht auf Leben zu haben, so wie jeder es für sich selber beanspruche. Im Anwachsen rechtsradikaler Gesinnung sieht Zehentmair einzig und allein grenzenlosen Egoismus die der Weltsituation in keinster Weise gerecht werde.
Gedankenzettel zu Barmherzigkeit verteil
Bei der anschließenden Kollekte verteilten zwei Erstkommunikantinnen kleine, herzförmige Zettelchen, auf denen viele Ideen für gelebte Barmherzigkeit aufgeführt waren. Nach der Eucharistiefeier zog die Gottesdienstgemeinschaft, unter den Klängen von Prozessionsmärschen zu den beiden Feldaltären am Geislerkreuz und am Gruberhof, die von den Besitzern, Anwohnern und Pfarrgemeinderatsmitgliedern in den Morgenstunden wunderbar geschmückt worden waren. Am ersten Altar ging es um das Thema „Zuhören“, der Begegnung Marias mit Elisabeth und die Bitte um ein gutes Wort für die Gesellschaft, die Kirche und die Welt. Am zweiten Altar am Gruberhof wurde das Thema „übereinander lästern oder gutes übereinander sagen“ aufgegriffen, zusammengefasst im Evangeliumstext: „Alles was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“. Von hier zogen die Gläubigen zurück zum Musikpavillon, wo am 3. Altar die gegenseitige Unterstützung bei Sorgen und Nöten, das Eintreten für Gerechtigkeit und wertschätzenden Verhalten thematisiert wurde. Vor dem abschließenden Lied „Großer Gotte wir loben dich“ dankte Ruhestandspfarrer Zehentmair zum Abschluss der Fronleichnamsfeier den Mesnerleuten, den Pfarrgemeinderatsmitgliedern, der Musikkapelle für die musikalische Gestaltung und der Chorleiterin Rita-Staat Holzner für die gesangliche Unterstützung. Weiter ging ein Dank an die Helfer für das Herrichten der Altäre oder an die Hausbesitzern für den Häuserschmuck entlang der Prozessionsstrecke. Wie es Brauch ist, klang der „Prangertag“ in der Gemeinschaft, im Rahmen eines musikalischen Frühschoppens am Hotel Alpenglück aus.    Bilder Werner Bauregger
Fronleichnam St. Vinzenz
Messfeier am Kurpark
Fronleichnam St. Vinzenz-2
Zug am Gruberhof
Fronleichnam St. Vinzenz-4
Eucharistiefeier im Musikpavillion
Fronleichnam St. Vinzenz-9
Musikkapelle Weißbach führt Zug an
Fronleichnam St. Vinzenz
Pfarrer Zehentmair am Geisler Kreuz
Fronleichnam St. Vinzenz-5
Kreuzträger mit Erstkommunikanten

Pfarrwallfahrt nach Padua 2016

44 Wallfahrer aus Inzell und Weißbach machten sich in der Woche nach Pfingsten auf den Weg zum Hl. Antonius nach Padua. Die Anreis führte über Innsbruck, Bozen zur Wallfahrtskirche Madonna della Corona zwischen Rovereto und Verona. Den Fußweg zur Wallfahrtskirche säumte ein Kreuzweg mit beindruckenden, lebensgroßen Bronzefiguren. Die Wallfahrtskirche wurde teils direkt in den Fels hineingebaut und der Ausblick auf das 600 Meter tiefer liegende Etschtal war beeindruckend.
Gegen Abend erreichten wir unser Hotel in Abano Terme, unweit von Padua, ein bekannter Thermalbadeort, den schon die Römer zu schätzen wußten. Am nächsten Tag besichtigten wir Padua. Bei einer Stadtführung lernten wir die Universität kennen, eine der ältesten Universitäten Europas, wo schon Galileo lehrte, den imposanten Justizpalast und das bekannte Kaffee Pedrocchi. In der Basilika des Hl. Antonius, die kurz nach dem Tod von Antonius von Padua am 13. Juni 1231 erbaut wurde ist der Hl Antonius begraben. Antonius wurde 1195 in Lissabon geboren und trat von den Augustiner-Chorherren zum Franziskanerorden über. Er war Zeitgenosse von Franziskus von Assisi, ein begnadeter Prediger, wirkte viele Wunder und war so beliebt, das er auf stürmisches Verrlangen durch das Volk schon 9 Monate nach seinen Tod heilig gesprochen wurde. Der Hl. Antonius von Padua ist einer der beliebtesten Heiligen. Er wird vor allem auch als Wiederbringer verlorener Sachen angerufen und heißt im Volksmund auch der Schlamperer Toni. An die Basilika grenzt das Franzikanerkloster an mit Kreuzgängen und riesigen Magnolienbäumen. In einer Kapelle des Klosters feierten wir mit Pfarrer Strobl den Pilgergottesdienst, der musikalisch und gesanglich von Rita Staat-Holzner begleitet wurde.
 
Am nächsten Tag war die weltbekannte Lagunenstadt Venedig auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Zug und einer örtlichen Reiseleiterin über einen 4 Kilometer langen Damm direkt auf die Insel Venedig und mit dem Schiff weiter um die Stadt, so daß wir in der Nähe des Markusplatzes aussteigen konnten. Der örtliche Führer erklärte uns die Geschichte der Stadt mit den weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Der herrliche Markusdom im byzantinischen Stil erbaut, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Aus allen Winkeln der einstigen Handelsmacht haben die Venezianer Kunstwerke zusammengetragen, um den Markusdom zu schmücken. Ihre Kirche sollte die Macht der venezianischen Republik präsentieren und gleichzeitig dem heiligen Markus eine angemessene Ruhestätte sein. Den imposanten Markusplatz mit dem 99 Meter hohen Campanile mussten wir teilweise unter dem Regensschirm bewundern. Der Stadtführer führte uns durch die kleinen Gassen, vorbei an den kleinen Kanäle mit den Gondeln zur bekannten Rialto-Brücke über den Canal Grande, die zur Zeit restauriert wird. In den Gassen herrschte ein dichtes Treiben mit Besuchern aus der ganzen Welt.
 
Am vierten Tag führte uns ein kleiner Ausflug in die nahe gelegenen Euganeischen Hügel in das malerische Dorf Arquà Petrarca inmitten von Weingärten und Olivenbäumen. Die Landschaft zeigte sich durch den Regen des Vortages bei strahlendem Sonnenschein im satten Grün. Die Heimreise erfolgte wiederum bei strahlendem Sonnenschein durch die italienischen Dolomiten über Belluno, den Kreuzbergsattel in das Pustertal. Nach einer Einkehr in Lienz fuhren wir über die neue Felbertrauernstraße, bevor uns Peter Fegg wieder sicher nach Inzell zurück brachte.   HH
Pfarrwallfahrt Padua 120
Pilgergruppe vor der Antonius Basilika in Padua
Pfarrwallfahrt Padua 019
Wallfahrtskirche Madonna della Corona
Pfarrwallfahrt Padua 106
Basilika des Hl Antonius in Padua
Pfarrwallfahrt Padua 111
Pilgergottesdienst im Franzikanerkloster in Padua
Pfarrwallfahrt Padua 093
Justizpalst in Padua
Pfarrwallfahrt Padua 086
Stadtführung in der Universität von Padua
Pfarrwallfahrt Padua 149
Venedig mit Dogenplast
Pfarrwallfahrt Padua 217
Markusplatz mit Markusdom
Pfarrwallfahrt Padua 208
Gondeln in auf den Kanälen unterwegs
Pfarrwallfahrt Padua 280
Arqua Petrarca in den Euganeischen Hügeln
Pfarrwallfahrt Padua 288
Einkehr in Arqua Petrarca unter Olivenbäumen
Pfarrwallfahrt Padua 340
Dosoledo in den italienischen Dolomiten

Wie Jesus mit dem Herzen lieben Stimmungsvolle Feier der Erstkommunion in Weißbach a.d.A.

Erstkommunion St. Vinzenz-2
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Erstkommunion St. Vinzenz-7
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Erstkommunion St. Vinzenz-11
Erstkommunion St. Vinzenz-12
Erstkommunion St. Vinzenz-13
Erstkommunion St. Vinzenz-9
Erstkommunion St. Vinzenz
Erstkommunion St. Vinzenz-15
Angeführt von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger, zogen am Muttertag Pfarrer Quirin Strobl und Gemeindereferent Philip Moser mit neun Erstkommunikanten und ihren Familien, bei strahlenden Sonnenschein, in einem feierlichen Kirchenzug zur St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A. Im Rahmen einer stimmungsvollen Eucharistiefeier durften dort sieben Mädchen und 2 Buben zum ersten Mal die Kommunion empfangen. Mit einer frühlingshaften Frische und ansteckender Freude, gestalteten die „Mitsingers“ aus Inzell den Gottesdienst hörenswert.

Nach dem festlichen Einzug in die Kirche nahm die Erstkommuniongruppe in diesem Jahr zum ersten Mal auf Stühlen Platz, die rund um den Altar aufgestellt worden waren. So konnte noch mehr Gemeinschaft entstehen, weil die Mädchen und Buben noch intensiver und präsenter in die Messfeier integriert waren. In einer Kirchenbesichtigung, Kerzen-Bastelstunde und acht Gruppenstunden waren sie von den vier Tisch-, beziehungsweise Gruppenmüttern Lisa Euringer, Sabine Öttl, Angela Bauregger und Elisabeth Holzner auf das Fest der Erstkommunion und die Eucharistiefeier vorbereitet worden, die sie nun auch aktiv mit Gebeten, eigenen Gedanken und den Fürbitten mitgestalteten.
 
Thema der Predigt von Pfarrer Strobl war der Evangeliumstext, in dem berichtet wird, dass Jesus vor seinem Leidensweg und der Kreuzigung auf Golgotha, seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Dies zeige, so Strobl, dass sich Jesus „klein“ gemacht hat, weil er den Menschen dienen, für sie da sein wollte und will. Dies sollte auch Vorbild für unser Leben sein, insbesondere im heurigen „Jahr der Barmherzigkeit“. Dienen heiße unter anderem, sich selber zurück zu nehmen, sein Recht nicht zu erzwingen, sich für andere einzusetzen, anderen zu helfen oder, so wie Jesus es vorgelebt hat, ein Herz für andere zu haben und „sich zu verschenken“. Jesus verschenke sich so bei jeder Kommunion in Form der Hostie, dem „Leib Christi“. Die Mädchen und Buben trugen dazu ihre Ideen vor wie sie und andere „wie Jesus werden“. Dies könne zum Beispiel geschehen, wenn man sich um Bedürftige kümmere, um das Notwendigste für`s Leben bittet und „Danke“ für das Empfangene sagt, sich von den Evangeliumstexten anstecken lasse, miteinander „Mal“in der Gemeinschaft feiere, in der Familie über Gott spreche und betet, sich bemühe Gott zu suchen, oder besonders am Tag der ersten heiligen Kommunion eine Herzensverbindung mit Jesus zulasse und eingehe. Jeder der Gruppe hatte dabei ein farbiges Papierherz in der Hand auf dem jeweils ein Buchstabe stand. Zusammengesetz ergab es den Begriff „Herz Jesus“, welcher an den Tisch, auf dem die 9 Kommunionkerzen vor dem Altar aufgestellt und angezündet worden waren, befestigt wurde.
 
Nachdem sie ihre Fürbitten formuliert hatten, trugen die Erstkommunikanten, geleitet von Philip Moser, alle notwendigen Utensilien, die zur Feier der Eucharistie gebraucht werden zum Altar. Nach dem „Vater unser“, gebetet in einem geschlossenen Kreis um den Altar, forderte Pfarrer Strobl die Gottesdienstgemeinschaft auf, sich mit dem Friedensgruß ein Zeichen des Friedens zu geben. Dass sich dieser Friedensgruß von Weißbach aus sicher weit in das Universum verbreitet hat, dafür sorgten die „Mitsingers“ mit dem Lied „Frieden wünsch` ich Dir“, welches wunderbar und „brührend“ von zwei Querflöten und einer Geige eingespielt und mit der Rhythmusgruppe zusammen untermalt wurde. Dann war es endlich so weit, und die neun Kommunikanten durften zum ersten Mal den „Leib Christi“ empfangen. Pfarrer Quirin Strobl wünschte den Kindern, dass diese damit verbundene „besondere Zugehörigkeit zu Gott“ ein Leben lang halten und sie durch Freud und Leid begleiten möge.
 
Ein herzliches Dankeschön richteten Strobl und Moser zum Abschluss der Feier an die Religionslehrer der Mädchen und Buben in den Schulen und verstärkt durch eine gelbe Rose an Elfriede Wörfel für die Vorbereitung der Gruppenmütter, an die vier Gruppenmütter, die Mesnerin Marianne Strobl und die Mitglieder der „Mitsingers“. Gerade sie trugen mit ihrer erfrischend herzlichen, Freude verbreitenden Art zu Singen und die rhythmischen Lieder mit Querflöten, Geige, Rhythmusgitarren, E-Baß und einem Cajon zu untermalen, sicher wesentlich dazu bei, dass der Tag der Erstkommunionfeier in Weißbach a.d.A. für alle zu einem ganz besonderen „Herzenserlebnis“ wurde. Nach den Feiern in den Familien wurde der Tag am Abend mit einer Dankandacht, musikalisch gestaltet vom Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner, harmonisch abgeschlossen.  Text und Bilder: Werner Bauregger



Gott will, dass unser Leben gelingt 30 Kinder feiern in Inzell Erstkommunion

alle lachen (800x490)
In der Inzeller Pfarrkirche St. Michael feierten 30 Kinder Erstkommunion und traten zum ersten Mal vor den Altar, um den ‚Leib Christi‘ zu empfangen. Links hinten Koordinatorin Elfriede Wörfel und Gemeindereferent Philip Moser, rechts Inzells Pfarrer Quirin Strobl.
Inzell (hw) – ‚Zum Tisch des Herrn geladen‘ waren in Inzell erstmals 30 Kinder und durften in der vollbesetzten Pfarrkirche St.Michael zum ersten Mal die Feier der Hl. Kommunion begehen. In der Taufe wurden sie in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen und nun durften alle vor den Tisch des Herrn treten zum Empfang der Gaben von Brot und Wein, die den Leib und das Blut Jesu repräsentieren. „Gott will, dass unser Leben gelingt. Dabei ist bei uns Menschen die ‚Innere Bereitschaft‘ besonders wichtig – unser Herz, auf das wir aufpassen müssen", so Inzells Pfarrer Quirin Strobl in seinen Eingangsworten. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes lag einmal mehr in den Händen der Mitsingers unter der Leitung von Albert Hütter, die in bewährter Weise dieses Zusammentreffen zu einem würdigen Fest werden ließen. 

 
Treffpunkt zu diesem Festtag war um 09.00 Uhr im Pfarrheim und von dort begann der Festzug, angeführt von der Musikkapelle Inzell, durch den Ort bis zur Pfarrkirche. Der Wettergott hatte ein Einsehen und so konnten alle, ohne nass zu werden, den Festzug genießen. Nach dem feierlichen Einmarsch in das Haus Gottes wurden die Gruppenkerzen der einzelnen Kommuniongruppen auf den Altar gestellt und von der Osterkerze, dem Licht Jesu, entzündet. Dies soll Christi symbolisieren und auch ein Zeichen für die Kinder sein. Martina Moosinger verkündete aus der Lesung, die Gebote einzuhalten und Vertrauen zu finden. Dabei ging es auch darum, keine Angst zu verspüren, indem man die Liebe lebt. 

Jahr der Barmherzigkeit
Das Evangelium handelte von der Fußwaschung Jesu bei seinen Jüngern. Simon Petrus wollte dies zunächst nicht zulassen, denn in damaliger Zeit war das nur die Arbeit, die von Sklaven verrichtet wurde. ‚Was ich tue, wirst Du jetzt nicht verstehen, später aber wirst Du es begreifen!‘ so Jesus. Ihr werdet die Zeichen erkennen, die ich an euch getan habe. Papst Franziskus hat in diesem Jahr 2016 das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen und Pfarrer Strobl wies in diesem Sinn darauf hin, dass wir selbst nicht immer auf unser Recht bestehen sollen, sondern einander dienen und ein Herz für unsere Mitmenschen zeigen. Auch so können wir barmherzig sein. Zum gemeinsamen Vater Unser Gebet durften die Kommunionkinder nach vorne kommen und machten einen Kreis um den Altar. Danach erfolgte der Höhepunkt des Gottesdienstes für die 30 Kinder: der Empfang der Hl. Kommunion in Form der Hostie.

Strobl verglich die Erstkommunion mit einem Neubeginn für die Kinder, die Zugehörigkeit zu Gott, die alle ein Leben lang begleiten soll. Er dankte allen, die zum Gelingen dieser Erstkommunionfeier beigetragen haben, besonders den Eltern für die ‚bisherige Begleitung‘ der Kinder. Als Dank für die Betreuung der Kinder in den einzelnen Gruppen erhielten die ‚Kommunionmamas‘ aus der Hand von Pfarrer Strobl und Gemeindereferent Philip Moser eine Rosen und Elfriede Wörfel für die Gesamtleitung einen Blumenstrauß. Maria Kamml bedankte sich im Namen der Kommunioneltern bei Frau Wörfel für die viele Vorbereitungszeit und die tatkräftige Unterstützung während der Wochen vor der Erstkommunion. 
Kerzen
Die selbst gebastelten Kommunionkerzen der Kinder wurden auf den Altar gestellt und dort entzündet. Hier Pfarrer Quirin Strobl während der Heiligen Wandlung. Dies ist der Höhepunkt der Heiligen Messe. Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, verwandelt durch seinen heiligen Geist das Brot in seinen heiligen Leib und den Wein in sein heiliges Blut.
Kreis
Zum Gebet des ‚Vater Unser‘ bildeten die Kommunionkinder einen Kreis um den Altar und blieben dort gleich stehen bis zum erstmaligen Empfang der Heiligen Kommunion.
Herz Jesus
Die Kommunionkinder trugen Verse vor und für jeden Vers wurde ein Buchstabe hochgehalten, bis am Ende das Wort ‚HERZ JESUS‘ stand.
Mitsingers
Durch die Mitsingers unter der Leitung von Albert Hütter erhielt der Festgottesdienst einen würdigen Rahmen und alle Kinder und Gottesdienstbesucher wurden zum Mitsingen animiert.
Plakat
Die Buchstaben wurden anschließend an einem Plakat aufgesteckt. Zur Verdeutlichung der Bedeutung dieses Tages waren das ‚HERZ JESUS‘ den ganzen Gottesdienst über sichtbar vor dem Altar.
Mütter
Als Dank für die Betreuung der Kinder in den einzelnen Gruppen erhielten die ‚Kommunionmamas‘ aus der Hand von Pfarrer Strobl und Gemeindereferent Philip Moser eine Rosen und Elfriede Wörfel für die Gesamtleitung einen Blumenstrauß. Vorne v.li. Daniela Schuhn, Martina Mosinger, Maria Kamml, Regina Beck , Anni Hallweger, Pfarrer Quirin Strobl, Gemeindereferent Philip Moser. Hinten v.li. Elfriede Wörfel, Angelina Tillmanns, Birgit Eicher, Gabi Dießbacher, Roswitha Hütter, Irmi Hallweger und Simone
Musik
Die Musikkapelle Inzell führte den Festzug an und brachte die Kommunionkinder samt Eltern, Großeltern und Freunde ‚auf trockenem Wege‘ bis zur Kirche.

Wild & Free

Firmwochenende 2016 im Jugendhaus St. Leonhard

Am vierten Aprilwochenende, rund einen Monat nach dem großen Tag der Firmung ließen sich 19 Jugendliche zusammen mit ihrem 6 Betreuern noch einmal zu einem Wochenende im Jugendhaus St. Leonhard einladen.
Am Freitagabend wurde erstmal das Haus erkundet und die Zimmer bezogen. Danach gab es Leonhard-Burger und ein gemütliches Zusammensein am Lagerfeuer mit vielen lustigen Spielen. Vor dem Zubettgehen kamen wir jeden Abend und am Morgen nach dem Aufstehen zusammen, um gemeinsam ruhig zu werden und einer Lagerfeuermediation mit Tagesrückblick, bzw. verschiedenen Liedern zu lauschen. Dabei machten wir uns Gedanken zu verschiedenen Themen, z.B. welche Fragen wir Gott stellen würden, bzw. was für uns eine gute Zeit ausmacht.

Am Samstag hatten wir richtig Glück mit dem Wetter und das war auch gut so, denn wir waren den ganzen Tag in der Natur unterwegs. Am Vormittag durften sich die Jugendlichen an ihre Kindheit erinnern und zu einer Geschichte ein Symbol aus der Natur suchen und in der Gruppe von schönen Kindheitserinnerungen erzählen. Besonders die Runde mit den Buam war interessant, da sie viele Lausbubengeschichte zu erzählen hatten. Nach lecker Hawaitoast und einer ausführlichen Mittagspause hieß es in vier gemischten Kleingruppen zu überlegen, was das Jugendalter ausmacht und was ein Jugendlicher braucht. Dazu legten die Teilnehmer ein Bodenbild aus Naturmaterialien oder machten ein Handyvideo und suchten den passenden Song dazu. Am Abend hielt das Wetter leider nicht mehr. Deshalb wurde in der Küche in der Pfanne gegrillt und der Abend in dem schönen Gruppenraum verbracht. Bei den Spielen Irrenhaus und Traumspiel wurde viel gelacht und beim Sardinen verstecken das Leiterzimmer durch alle Teilnehmer eingenommen. Ein besonderes Highlight an diesem Abend war auch das gegenseitige Schminken.

Am Sonntag wurde das Jugendhaus geputzt und wieder auf Vordermann gebracht. Danach bereiteten wir den Abschlussgottesdienst in verschiedenen Kleingruppen vor. Dieser war zwar aufgrund von Schlafmangel ein bisschen chaotisch, aber mit liebevoll ausgesuchten Liedern wie auch inhaltlich mit einem selbst formulierten Gebet und verschiedenen Aktionen ein besonderes Erlebnis.  Bei den spontanen Ein-Wort-Fürbitten oder beim gegenseitigen Segnen mit Hand auflegen und Gutes zu sagen wie auch beim Seifenblasen steigen lassen und sich dabei überlegen, welche Träume und Ziele man für das Erwachsenwerden hat, waren alle Teilnehmer voll dabei.
Begleitet wurde dieses Wochenende neben Gemeindereferent Philip Moser durch Jugendpflegerin Marlene Egbert zusammen mit ihrer Praktikantin Andrea Geischeder, die beide von der Gruppe hervorragend aufgenommen wurden.  Zudem gab es drei ehrenamtliche, jugendliche Gruppenleiter. Alexandra Daum, Steffi Dölp und Thomas Kamml brachten sich mit viel Herzblut ein.  Herzlichen Dank für euer Engagement und macht weiter so!!!
Wir bedanken uns auch ganz herzlich bei Edeka Böhr, der Metzgerei Hirschbichler und der Bäckerei Höck, die uns in Sachen Verpflegung ganz großartig unterstützt haben.
   
Gruppenselvie
Lagerfeuer
Schminken
Sardinen verstecken

Erstkommunikanten erneuern Taufversprechen

Gemeinsamer Gottesdienst mit Erstkommunionkinder aus Inzell und Weißbach a.d.A.
Im Rahmen einer Eucharistiefeier erneuerte die 39 Erstkommunikanten aus Inzell und Weißbach a.d.A. in der St. Vinzenzkirche in Weißbach ihr Taufversprechen. Zu dieser Feier hatten die Mädchen und Buben ihre Taufkerzen mitgebracht. Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Quirin Strobl, assistiert vom Gemeindereferent Philip Moser, einigen Kommunionmüttern und Elfriede Wörfl aus Inzell. Die Erstkommunikanten aus Weißbach gestalteten den Gottesdienst aktiv durch Gebete und die Formulierung der Fürbitten mit. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikgruppe des Heilpädagogischen Zentrums Ruhpolding, unter Leitung von Antje Schimmelmann umrahmt.

Mit dem Lied „Aufsteh`n, aufeinander zugeh`n“ eröffnete die Musikgruppe, bestehend aus 13 Mädchen und Buben, auf Gitarren und Xylophone den Gottesdienst, nachdem alle Erstkommunikanten ihre Taufkerzen neben dem Altar abgestellt hatten. Pfarrer Strobl erinnerte daran, dass die Erstkommunikanten und alle Christen, durch das Sakrament der Taufe, ganz besondere Menschen geworden sind. Jeder Getaufte sei dadurch Teil der Kirche und Teil Jesu Christi geworden. In der Frühzeit der Christenheit wurden nach den Ausführungen des Pfarrers die Sakramente Taufe, Kommunion und Firmung in einer Prozedur gespendet. Heute feiere man diese Sakramente in der katholischen Kirche mit 3 eigenständigen Festen. Besonders die Taufe und die Erstkommunion gehörten fest zusammen. Nach den Kyriegebeten forderten drei Buben des HPZ die Gottesdienstbesucher auf, den Text des Liedes „Ujah, ich preise dich am Morgen“ mit Gesten und aktiven Bewegungen der Arme und Hände zu begleiten.

Die Lesung hatte Psalmentexte zur Funktion Gottes als beschützender Hirte zum Inhalt. Wie Pfarrer Strobl erklärte, seien Psalmen eine ganz besondere Art zu Beten. Psalmen seien bereits von Jesus und gläubigen Menschen zu allen Zeiten verwendet worden. Auch im Evangelium wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass die Schafe vom Hirten geschützt werden und sie „niemand der Hand meines Vaters entreißen kann“. Elfriede Wörfel fügte dem Evangeliumstext einige Gedanken hinzu. So gelte dieser Schutz Gottes uneingeschränkt auch für die Menschen und sollte, so Wörfel weiter, das Verhältnis zu Gott bestimmen. Die Macht der Menschen, des Geldes, des Besitzes und die Wichtigkeit persönliche Dinge seien vergänglich. Die Liebe Gottes bleibe! Seine Liebe zu den Menschen und seine Macht seien größer und sein Schutz und seine Stütze seien auch wirksam, wenn man es nicht direkt wahrnehme. Durch die Taufe erhalte man Liebe und Kraft durch den Heiligen Geist ein Leben lang.

Symbolisch für das Licht Jesu, dass er in die Welt ausstrahlt, wurden die Taufkerzen der Mädchen und Buben, die sich im Kreis um den Altar aufgestellt hatten, an der Osterkerze angezündet. Gemeinsam erneuerten sie mit Pfarrer Strobl dann ihr Taufversprechen. Lichtstrahlen, die vom Herzen Jesu ausgehen, seien auch das Symbol für die Erstkommunion. Diese sollten aufgenommen werden um ganz nah bei Jesus zu sein, denn Jesu nehme auch jeden einzelnen in sein Herz auf. Mit der Segnung jedes der Erstkommunikanten durch Strobl und Moser und dem Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen“ wurde dieser Teil der Feier abgeschlossen. Nach dem gesungenen und erneut mit Gesten visualisiert ausgedrückten „Vater unser“ und der Kommunionausteilung formulierte eine Erstkommunikantin das Schlußgebet „Jesus, du bist meine Freude....“. Pfarrer Strobl bedankte sich abschließend für die große Geduld da der Gottesdienst doch länger dauerte als normal. Schließlich sei aber jedes Kind wichtig und dies sei heute im Mittelpunkt gestanden. Einen großen Applaus erntete zum Abschluss die Musikgruppe des HPZ für ihr engagiertes Musizieren. Text+Bilder: Werner Bauregger

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