St. Michael

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Pfarrleben Inzell und Weißbach 2017


Weißt du wo der Himmel ist? Himmel und neuer Traghimmel im Mittelpunkt der Fronleichnamsprozession in Weißbach a.d.A.

Fronleichnam Weißbach
(wb) Mit einer Eucharistiefeier im Kurpark und einer Prozession durch den Ort zu drei Altären, feierte Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair mit den Gläubigen am vergangenen Sonntag in Weißbach a.d.A. das Fest Fronleichnam. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr der restaurierte Traghimmel, dessen Baldachin 12 Frauen aus dem Ort, in monatelanger Stickarbeit neu geschaffen hatten. Musikalisch wurde die Feier von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger mit der „Deutschen Messe“ von F. Schubert und Prozessionsmärschen feierlich umrahmt. Chorleiterin Rita Staat-Holzner übernahm es, die Zwischengesänge und zusammen mit Chormitgliedern einige sakrale Lieder anzustimmen.

Bei angenehmen Sommertemperaturen hatten sich zur Messfeier die Gläubigen mit Fahnenabordnungen der Ortsvereine im schattigen Kurpark rund um den Musikpavillon versammelt, in dessen Mitte der Altar aufgebaut war. Bereits am frühen Morgen hatten Mitglieder des örtlichen Pfarrgemeinderates, der Kirchenverwaltung und die Mesnerinnen den Gottesdienstort geschmückt. Unter anderem zierte den Boden des Musikpavillons ein Symbolbild aus verschiedenfarbigen Blütenblättern. Auch die Hausbesitzer entlang der Prozessionsstrecke verzierten ihre Zäune und Häuser mit Büscherln und Fahnen in den Kirchenfarben Weiß und Gelb. Die Ausstattung der Feldaltäre am Geislerkreuz und am Gruberhof übernahmen dankenswerter Weise wieder Familien aus der Nachbarschaft beziehungsweise die Hausbesitzer.  Ruhestandspfarrer Zehentmair erinnerte in der Messfeier an den Sinn der Baldachine, unter denen etwa erfolgreiche Kriegsherren, geschützt vor der Sonne, in eroberte Städte einzogen um Größe zu demonstrieren. Auch über den Papststühlen seien solche Baldachine angebracht. Den Traghimmel in den christlichen Gemeinden an Fronleichnam komme die Bedeutung zu, das in einer Monstranz mitgetragene Brot zu schützen. In diesem Brot sei das ganze Leben Jesu Christi zusammengefasst, dass uns, wie ein Blumenstrauß für einen geliebten Menschen sagen soll: „ich liebe Dich“. Weiter soll nicht vergessen sein, dass Jesus sich „vor uns niedergekniet und uns sogar, in der Nacht vor seinem Tod, die Füße gewaschen hat“. Allein in dem Andenken an die Taten Jesus, der sich immer für die Armen und Schwachen eingesetzt und selbst noch den „Geringsten“ Wertschätzung entgegenbracht hat liege der tiefere Sinn, nicht Prunk und nicht Machtgehabe. So sollte das Nachgehen nach dem Traghimmel bei der Fronleichnamsprozession sichtbares Zeichen und Ausdruck sein, dass wir Gläubigen, ob Jung oder Alt, Jesus dem Herrn hier und heute nachfolgen und seine Programme und Ideen heute leben wollen“.
Im weiteren Verlauf erklärte Maria Bauregger, durch deren Initiative der neue Baldachin entstanden ist, die Symbole und Details (siehe eigener Bericht). Nach der Kommunion leitete eine Geschichte von zwei Mönchen, die sich auf die Suche nach der Stelle machten, an der sich der Himmel und die Erde berühren auf das Thema „Himmel“ über. In der Geschichte wird deutlich gemacht, dass „der Himmel an der Stelle beginnt, die Gott uns zugewiesen hat und nicht irgendwo anders!“ An den drei Altären am Geislerkreuz, am Gruberhof und im Musikpavillon stand, neben Evangeliumstexten und den Fürbitten, ebenfalls der Himmel im Mittelpunkt der Gebete und Betrachtungen. Thematisch wurde etwa gefragt „Weißt du wo der Himmel ist?“, oder festgestellt, dass wir alle zum Himmel gehören, der gleichzeitig ewige Heimat für alle Gläubigen ist. Begleitet von drei Salutschüssen und dem gespielten und gesungenen „Te Deum“ erteilte Pfarrer Zehentmair dort auch, mit der Monstranz und der darin befindlichen Hostie, den sakramentalen Segen in alle Himmelsrichtungen. Mit dem Dank des Zehentmair`s für die Vorbereitung und Mitgestaltung der Fronleichnamsfeier und an die Frauen für ihr Engagement bei der Herstellung des Baldachins, wurde die kirchliche Feier abgeschlossen. Der „Prangertog“, wie Fronleichnam im Volksmund auch genannt wird, klang bei zünftiger Blasmusik und einem gemeinsamen Mittagessen gesellig aus.

Baldachin in monatelanger Arbeit geschaffen Mühevolle Stickerinnen und Schneiderin lassen ein kleines Kunstwerk entstehen

Fronleichnam Weißbach
Fleißige Frauenhände schufen kleines Kunstwerk, von links: Anni Öttl, Inge Dufter, Martha Hopf, Renate Jägerhuber, Charlotte Niederberger, Liesl Steyerer, Maria Bauregger, Erna Holzner, Stefanie Holzner, Karin Holzner, Michaela Aicher, Christl Zach
(wb) Seit Sommer letzten Jahres entstand unter den fleißigen Händen von 11 Stickerinnen und einer Schneiderin nun in der Filialkirchengemeinde St. Vinzenz in Weißbach a.d.A. ein neuer Baldachin für den Fronleichnams-Traghimmel. Zudem wurden die barocken Kugeln und Butten, mit den Tragstangen restauriert. Der so in neuen Glanz erstrahlende Traghimmel kam nun beim Fronleichnamsumzug am vergangenen Sonntag, wie berichtet,  zum ersten Mal zum Einsatz.

Im Verlauf des Gottesdienstes erklärte Maria Bauregger, unter deren Engagement der neue Baldachin entstanden ist, die in Kreuzstich gestickten Symbole an den vier Seiten der äußeren, weißen Stoffbahnen die das Lamm Gottes, einen Kelch, das Zeichen I.H.S. und eine Monstranz darstellen, eingerahmt von Weinreben und Weinlaubranken. Die rubinrote Baldachinunterseite ziert eine Heilig-Geist Taube auf einem weißen Oval. Untermalt wurden die Erklärungen von passenden Texten zu den Symbolen, die von einigen Stickerinnen vorgetragen wurden. Maria Bauregger ging auch auf die Entstehungsgeschichte ein. Wie sie erläuterte konnte nun, nach dem Fastentuch und einem Tuch mit den Rosenkranzgeheimnissen für den Altarraum der St. Vinzenzkirche, am Fronleichnamstag bereits die dritte Gemeinschaftsaktion einer Gruppe von engagierten Frauen erfolgreich abgeschlossen werden. Nachdem sie selber wahrgenommen hatte, dass der alte Stoff des Traghimmels bereits sehr stark verschließen war, ging sie im Sommer letzten Jahres an die Gestaltung und Umsetzung eines neuen Baldachins.
Stickerinnen zu finden war offenbar das kleinste Problem, da die Begeisterung aus den vorangegangenen Stickaktionen noch vorhanden war. Auch dieses Mal investierte die Gruppe hunderte von Stunden für die anspruchsvolle Handarbeit. Schwieriger war es laut Maria Bauregger am Anfang, die passenden Symbole zu finden und diese dann auf Kreuzstich-Stickvorlagen für die Stickerinnen zu übertragen. Besonders das Symbol einer Heilig-Geist-Taube war nirgends aufzutreiben und musste kurzerhand aus einer Fotovorlage entwickelt werden. Natürlich war es auch notwendig den richtigen Stoff, die passenden Bordüren, Kordeln und Zierelementen für die Außenhülle und die Unterseite des Baldachins zu suchen und zu besorgen. Hier wurde sie von der Firma Holzner in Urwies außergewöhnlich großzügig und fachkundig unterstützt, wie sie sagte. Auf die Goldquasten kam Frau Bauregger gar erst bei einem Besuch einer Posamenten-Manufaktur in München. Parallel zu den Stickarbeiten erfuhren die barocken Butten, die zugehörigen Tragstangen und die Abschlusskugeln auf den Quergestänge für den Baldachin eine grundlegende Restaurierung in einem Kirchenmalereibetrieb in Inzell. Auf Initiative des Kirchenpflegers Matthias Steinbacher übernahm diese Kosten dankenswerter Weise die Pfarrei Inzell. Eine wichtige Aufgabe lag zum Schluss auch in den geschickten, fachkundigen Händen der Näherin Charlotte Niederberger, die alle Einzelteile passgenau zusammennähte. Einige Männer kümmerten sich laut Frau Bauregger unterstützend um die Befestigungselemente.
Kirchenpfleger Matthias Steinbacher hob stellvertretend für den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung hervor, wie wertvoll diese Gemeinschaftsleistung für die Pfarrgemeinde, aber auch für die Ortsgemeinschaft ist. Als besonderen Dank für ihr außergewöhnliches Engagement, überreichte er der „Drahtzieherin“ Maria Bauregger einen schönen Blumenstrauß. Den Stickerinnen Anni Öttl, Liesl Steyerer, Inge Dufter, Martha Hopf, Renate Jägerhuber, Erna Holzner, Stefanie Holzner, Karin Holzner, Christl Zach, Michaela Aicher und der Näherin Charlotte Niederberger überreichte er zum Dank eine prachtvolle Rose. Alle gemeinsam lud Steinbacher, im Namen der Pfarrei, schließlich zum Abschluss noch zu einem Mittagessen ein.  Bilder Werner Bauregger

Fronleichnam Weißbach
Fronleichnam Weißbach

Fronleichnamsprozession in Inzell bei strahlendem Sonnenschein

Fronleichnamsprozession in Inzell bei strahlendem Sonnenschein
Sehr viele Gläubige und Wallfahrer feiern die ‚Schöpfung Gottes‘
Inzell (hw) – Bei strahlendem Sommerwetter konnte in Inzell in diesem Jahr die Fronleichnamsprozession durchgeführt werden. Den Gottesdienst, der von der Musikkapelle Inzell und dem Inzeller Chor musikalisch umrahmt wurde, zelebrierte Pfarrer Quirin Strobl im Kurpark unter freiem Himmel. Ihm zur Seite standen zwei Pfarrer der Wallfahrer aus Lothringen Josef Werner und Pierre Simon - ein würdiger Rahmen zur Feier des Fronleichnamstages in mitten des Ortes. Die ‚leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie‘ wurden von sehr vielen Gläubigen beginnend im Kurpark gefeiert. 

Pfarrer Strobl war sehr erfreut über die große Teilnehmerzahl an Fronleichnam und nannte die vielen Gläubigen mit den Vereinen und deren Fahnenabordnungen ein ‚Bild des Ortes‘, das sich am ‚Prangertag‘ wiederspiegelt. Im gesamten Gottesdienst inklusive Umzug waren die Bürger mit eingebunden. So bei den Lesungen durch Annemarie Walch und Gabi Maier und auch bei den Fürbitten, die von Anni Huber, Gabi Maier und Elfriede Wörfel vorgetragen wurden. Zudem stand jeder einzelne Altar unter einem besonderen Motto, das immer vor Ort eigens dargestellt wurde. farrer Strobl war sehr erfreut über die große Teilnehmerzahl an Fronleichnam und nannte die vielen Gläubigen mit den Vereinen und deren Fahnenabordnungen ein ‚Bild des Ortes‘, das sich am ‚Prangertag‘ wiederspiegelt. Im gesamten Gottesdienst inklusive Umzug waren die Bürger mit eingebunden. So bei den Lesungen durch Annemarie Walch und Gabi Maier und auch bei den Fürbitten, die von Anni Huber, Gabi Maier und Elfriede Wörfel vorgetragen wurden. Zudem stand jeder einzelne Altar unter einem besonderen Motto, das immer vor Ort eigens dargestellt wurde. 

Die Schöpfung Gottes – Gedanken zum Fronleichnamstag
In seinen Gedanken bei der Predigt ging Pfarrer Strobl auf die Schöpfung Gottes ein, Bezug nehmend auf die Prozession durch den Ort. Er verglich das Brot und den Wein mit dem Fleisch und dem Blut Christi. Das Brot wird aus den Weizenkörnern auf dem Feld gebacken und der Wein aus den Trauben der Rebstöcke gepresst - beides sind Lebensmittel aus der Schöpfung. „Damals sprach Christus: Das ist mein Fleisch und mein Blut, wenn ihr davon esst und trinkt, werdet ihr ewig leben", so Strobl. Dies wird uns im übertragenen Sinn in der Kommunion zu Teil, wenn wir Jesus im Brot, in der Hostie empfangen. ‚Wenn ihr das esst, esst ihr mich. Ich bin im Vater und der Vater ist in mir‘, und es sollte uns klar sein, dass wir den Leib des Herrn essen, so Quirin Strobl. Er mahnte verantwortungsvoll mit der Schöpfung und der Natur umzugehen und nicht draufzutrampeln. Wir müssen die Natur erhalten, schützen und pflegen, denn nur so werden wir ein Teil davon. Der Pfarrer freute sich auch sehr über die Teilnahme der vielen Kommunionkinder, die in diesem Jahr erstmals die Heilige Kommunion empfangen haben und an diesem Festtag an der Seite der Geistlichkeit neben dem ‚Himmel‘ die Prozession durch den Ort festlich gestalteten. 

Prozession auf dem traditionellen Weg
Der anschließende Festzug durch die Straßen führte vom Kurpark in die Adlgasser Straße über die Schulstraße zur Fritz Gastager Straße direkt zur Pfarrkirche St. Michael. Dort war die letzte Station der diesjährigen Prozession und Pfarrer Strobl dankte abschließend allen, die zum Gelingen des Fronleichnamstages beigetragen hatten. Sein besonderer Dank richtete sich an die Musikkapelle und den Chor unter der Leitung von Heine Albrecht, den Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen, den Himmel- und Laternenträgern, den Kommunionkindern, den Gebirgsschützen, der Feuerwehr für die Absperraktionen und an die beiden mit zelebrierenden Geistlichen aus Lothringen. Mit dem Lied ‚Großer Gott wir loben Dich‘ endete eine feierliche Fronleichnamsfeier an einem sehr heißen Junisommertag, der so einige zum Schwitzen brachte.
Gottesdienstbesucher
Sehr viele Gottesdienstbesucher nahmen in diesem Jahr an der Fronleichnamsprozession teil, die mit einem feierlichen Gottesdienst im Kurpark begann. Darunter war auch eine Wallfahrergruppe aus Lothringen/FRA mit zwei Geistlichen, die gemeinsam mit Inzells Pfarrer Quirin Strobl die Messe zelebrierten.
Musik
Die Inzeller Blasmusik sorgte gemeinsam mit dem Chor unter der Leitung von Heini Albrecht für die musikalische Umrahmung bei der Feier des Fronleichnamsgottesdienstes und auch während der Prozession durch den Ort
Pfarrer
Bei sehr warmem Sommerwetter konnte in Inzell der Fronleichnamstag gefeiert werden. Pfarrer Quirin Strobl ist hier mit der Monstranz mit dem Allerheiligsten in der Hand bei der dritten Station unter dem ‚Himmel‘ zu sehen.
Jugenddirndl
Die Dirndl der Jugendgruppe des Trachtenvereins waren auch in diesem Jahr wieder die Trägerinnen der sehr schön geschmückten Christusfigur.

Wortgottesdienst an der Antoniuskapelle

2017-06-11 Antoniuskapelle
2017-06-11 Antoniuskapelle
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Am Dreifaltigkeits-Sonntag, eine Woche nach Pfingsten, wurde an der Antonius Kapelle ein Wortgottesdienst anlässlich des Patroziniums vom Heiligen Antonius gefeiert. Eine Schar Gläubiger fanden den Weg zu der Antonius Kapelle bei Wien mit Blick auf das Inzeller Tal.
Die Wortgottesdienstleiterinnen Elfriede Wörfel und Gabi Maier gestalteten die Feier und versuchten sehr eindrucksvoll und anschaulich die Dreifaltig zu erklären. Musikalisch sehr stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von Marina Plereiter an der Harfe, dem 8-jährigen Vinzenz Öttl mit der Trompete und gesanglich von Karl Graspeuntner und Willi Eicher.    Hans Huber,
Foto Hans Huber, Monika Öttl

Maiandacht Jochbergkapelle-3
Andacht an der St. Georgskapelle

Maiandacht an Georgskapelle im Jochberg

(wb) Vor einigen Tagen versammelten sich Gläubige an der St. Georgskapelle in Weißbach a.d.A., Ortsteil Jochberg, bei herrlichem Frühsommerwetter, um gemeinsam zur Mutter Gottes zu beten. Vorbereitet wurde die Andacht, die Pfarrer Quirin Strobl hielt, von den Jochbergern und dem Weißbacher Pfarrgemeinderat. Musikalisch umrahmte die Maiandacht eine fünfköpfige Frauen-Gesangsgruppe aus Weißbache und Jochberg. Alle die gekommen waren, wurden nach der Feier mit Getränken sowie mit Kaffee und Kuchen bewirtet, den die Organisatoren gemeinsam zur Verfügung gestellt hatten. Der Erlös aus dafür gegebenen Spenden in Höhe von knapp 380 Euro, wird für das neue Containergebäude am Weißbacher Friedhof verwendet. Der Weißbacher Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung bedanken sich auf diesem Wege sehr herzlich für die Teilnahme und die bemerkenswerte Unterstützung. Bilder: Werner Bauregger
Maiandacht Jochbergkapelle-2
Pfarrer Quirin Strobl und Renate Jägerhuber
Maiandacht Jochbergkapelle
Frauengesangsgruppe
Maiandacht Jochbergkapelle-4

Erstkommunion St. Vinzenz
Erstkommuniongruppe, von links hinten: Anita Hopf, Philip Moser, Pfarrer Strobl, Elfriede Wörfel, Lisa Euringer. Vorne 2. Von links Felix Euringer, Anna-Lena Hopf, Michael Scheitzenender, Hanna Baueregger mit Altardienst

Mit Jesus in einem Boot

Stimmungsvolle Erstkommunionfeier in St. Vinzenz-Weißbach a.d.A.
(wb) Angeführt von der Musikkapelle Weißbach a.d.A. unter Leitung von Walter Niederberger, zogen am Muttertag Pfarrer Quirin Strobl und der Gemeindereferenten Philip Moser, mit vier Erstkommunikanten und ihren Familien, in einem feierlichen Kirchenzug zur St. Vinzenzkirche in Weißbach a.d.A. Im Rahmen einer freudig gestalten Eucharistiefeier durften dort Hanna Baueregger, Anna-Lena Hopf, Felix Euringer und Michael Scheitzeneder zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Mit einer inspierenden Frische und ansteckender Sangesfreude, gestalteten die „Mitsingers“ unter Leitung von Albert Hütter aus Inzell den Gottesdienst hörenswert.

Nach dem festlichen Einzug in die Kirche nahm die Erstkommuniongruppe auf Stühlen Platz, die rund um den Altar aufgestellt waren. So konnte noch mehr Gemeinschaft entstehen, weil die Mädchen und Buben noch intensiver und präsenter in die Messfeier integriert waren, die sie auch mit Gebeten, verschiedenen Interaktionen, eigenen Gedanken und den Fürbitten aktiv mitgestalteten. Vorbereitet wurden die vier Weißbacher Erstkommunikanten, in mehreren Gruppenstunden von den sogenannten Tischmüttern Lisa Euringer und Anita Hopf. Die Gesamtvorbereitung in der Pfarrei St. Michael und der Filialkirche St. Vinzenz/Weißbach a.d.A. lag auch in diesem Jahr in den bewährten Händen des Gemeindereferenten Philip Moser und Elfriede Wörfel. Immer wieder wurde in dem Gottesdienst die Grundbotschaft thematisiert die besagt, dass durch den Empfang der Heiligen Kommunion alle mit Jesus in einem Boot sitzen, so Gottes Nähe spüren können und niemand mehr Angst zu haben braucht. Die Kommunion diene laut Pfarrer Strobl immer wieder zur Stärkung und als Erinnerung, dass jeder Mensch sich auf den Freund und treuen Begleiter „Jesus“ verlassen und die „Fahrt des Lebens“ gelingen könne. Danach segnete der Pfarrer die Kommunionkerzen und die Gruppenkerze auf dem Altar, die Elfriede Wörfel mit dem Feuer der Osterkerze anzündete. Dies sei auch ein Symbol, dass die Kinder zu „Lichtern des Lebens“ werden, so wie Jesus Christus zum „Licht der Welt“ wurde. Anstatt der üblichen Predigt präsentierten die Erstkommunikanten und die Tischmütter, unter Anleitung von Elfriede Wörfel Symbole und passende Texte zum Thema: „Mit Jesus in einem Boot sein“. Dazu gehörten ein Schiff, ein Laib Brot, ein Kruzifix, ein Leuchtturm, ein Anker und ein Bild der St. Vinzenzkirche, deren Schiff ebenfalls Geborgenheit und Sicherheit schenken kann. Nach den gemeinsam vorgetragenen Fürbitten brachten die Erstkommunikanten mit den Ministranten, Wein, Wasser, Brot, den Kelch und Hostien für die Gabenbereitung zum Altar. Nach dem „Vater unser“, gebetet in einem geschlossenen Kreis um den Altar, forderte Pfarrer Strobl die Gottesdienstgemeinschaft auf, sich mit dem Friedensgruß ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung zu geben. Dann war es endlich so weit und die neun Kommunikanten durften zum ersten Mal den „Leib Christi“ empfangen. Pfarrer Quirin Strobl wünschte den Kindern, dass diese damit verbundene „besondere Zugehörigkeit zu Gott“ ein Leben lang halten und sie durch Freud und Leid begleiten möge. Die „Mitsingers“ verstärkten diesen Wunsch mit dem Lied „Gott segne dich, erfülle dich mit Geist und Leben. Ein herzliches Dankeschön richtete Strobl zum Abschluss der Feier an die Religionslehrer der Mädchen und Buben in den Schulen. Ein besonderes Dankeschön in Form von lachsfarbenen Rosen ging an Elfriede Wörfel, die zwei Tischmütter und die übrigen zwei Kommunionmütter, die Mesnerin Maria Bauregger und die Männer und Frauen der „Mitsingers“. Gerade die Sängerinnen und Sänger, mit der sie begleitenden Rhythmus- und Instrumentengruppe, trugen durch ihre erfrischend herzliche, Freude verbreitende Art zu Singen und rhythmischen Lieder vorzutragen unbestritten wesentlich dazu bei, dass der Tag der Erstkommunionfeier in Weißbach a.d.A. für alle zu einem ganz besonderen „Herzenserlebnis“ wurde. Nach den Feiern in den Familien wurde der Tag am Abend mit einer von Philip Moser geleiteten Dankandacht, musikalisch gestaltet vom Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner, harmonisch abgeschlossen. Bilder: Werner Bauregger
Erstkommunion St. Vinzenz (2)
Erstkommunion St. Vinzenz-3
Erstkommunion St. Vinzenz-4
Erstkommunion St. Vinzenz-10
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Erstkommunion St. Vinzenz-17
Erstkommunion St. Vinzenz-20
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Erstkommunion St. Vinzenz-24
Erstkommunion St. Vinzenz-25

alle lachen

„Mit Jesus in einem Boot"

Feier der Erstkommunion in der Pfarrkirche St. Michael in Inzell 
(hw) Für 34 Kinder war es in Inzell ein ganz besonderer Tag, denn zum ersten Mal wurden sie ‚zum Tisch des Herrn geladen‘. Die Pfarrkirche St.Michael war bis zum letzten Platz besetzt und das war ein wirklich würdiger Rahmen für die Feier der ersten Hl. Kommunion. In der Taufe wurden sie in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen und nun durften alle vor den Tisch des Herrn treten zum Empfang der Gaben von Brot und Wein, die den Leib und das Blut Jesu wiederspiegeln. „Es ist einfach spitze, dass ihr alle das seid", so Inzells Pfarrer Quirin Strobl in seinen Eingangsworten. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes lag wieder in bewährter Weise in den Händen der Mitsingers unter der Leitung von Albert Hütter, mit vielen neuen, rhythmischen Liedern, die diese gemeinsame Feier zu einem würdigen Gottesdienst werden ließen.
 
Treffpunkt zu diesem Festtag war um 09.00 Uhr im Pfarrheim für alle Kinder und Eltern. Von dort begann der Festzug, angeführt von der Musikkapelle Inzell, durch den Ort bis zur Pfarrkirche. Der Wettergott hatte trotz anderer Vorhersagen ein Einsehen und so konnten alle, ohne nass zu werden, den Festzug in angemessener Form genießen. Nach dem feierlichen Einmarsch in das Haus Gottes wurden die Gruppenkerzen der einzelnen Kommuniongruppen auf den Altar gestellt und von der Osterkerze, dem Licht Jesu, entzündet. Dieses Vorgehen soll Christi symbolisieren und auch ein besonderes Zeichen für die Kinder sein. 

Bei Jesus‘ Nähe fühlen wir uns geborgen
Das Evangelium handelte davon, dass Jesus mit seinen Jüngern auf den See hinausfuhr, gerade dann, als ein Sturm aufzog. Jesus schlief auf dem Boot ein und merkte zunächst nicht, wie die Nagst bei den Jüngern durch die hohen Wellen immer größer wurde. Sie weckten Jesus auf, der das Wasser, die Wellen und den Wind besänftigte, so dass es wieder ruhig wurde. Die Jünger erkannten wieder einmal, dass die Nähe Jesu für alle eine Bereicherung ist.
Elfriede Wörfel verdeutlichte das auch in der Predigt. Jesus ist mit den Jüngern im Boot und steht ihnen bei. Er ist bei uns! „Wir glauben an den, der von den Toten auferstanden ist und uns das Heil bringt. Die Kommunionkinder steigen heute ein ins ‚Boot Jesus‘. Wir dürfen seine Nähe spüren als Brot des Lebens. Ihr dürft auf ihn vertrauen in allen Lebenssituationen, er wird bei Euch sein". Die Kommunionkinder sollten das auch im Gottesdienst spüren und waren aktiv bei der Gestaltung mit eingebunden. Sie durften abwechselnd verschiedene Gebete, die Fürbitten und die Kyrierufe selbst gestalten.
Zum gemeinsamen Vater Unser Gebet kamen alle 34 Kinder nach vorne und machten einen Kreis um den Altar. Danach erfolgte der Höhepunkt des Gottesdienstes für die Kinder: der erstmalige Empfang der Hl. Kommunion in Form der Hostie.
Strobl verglich die Erstkommunion und das Brot, das wir essen mit der Nähe von Jesus zu seinen Jüngern im Boot „Jesus ist bei uns, wir fühlen uns geborgen. Er ist in Euren Herzen und zugleich Freund und Begleiter. Liebe Kinder, das ist heute Euer großer Tag". 

Ihr seid selber Rosen
Pfarrer Strobl dankte allen, die zum Gelingen dieser Erstkommunionfeier beigetragen haben, besonders den Eltern für die ‚bisherige Begleitung‘ der Kinder. Als Dank für die Betreuung der Kinder in den einzelnen Gruppen erhielten die ‚Kommunionmamas‘ aus der Hand von
Pfarrer Strobl und Gemeindereferent Philip Moser eine Rose. „Ihr seid selber Rosen und dafür ist eine solche Blume mehr als angemessen". Ein ganz besonderer Dank gebührte Elfriede Wörfel, die für die Gesamtleitung verantwortlich. Ihr überreichte der Pfarrer einen Blumenstrauß mit Essensgutschein für die Familie, so dass die vielen ehrenamtlichen Stunden für die Pfarrgemeinde wenigstens ein klein wenig ausgeglichen werden. Diana Herrmann bedankte sich im Namen der Kommunioneltern bei Frau Wörfel für die viele Vorbereitungszeit und die tatkräftige Unterstützung während der Wochen vor der Erstkommunion, ebenso bei Pfarrer Quirin Strobl und Gemeindereferent Philip Moser.
Bild alle lachen: In der Inzeller Pfarrkirche St. Michael feierten in diesem Jahr 34 Kinder die Erstkommunion und traten zum ersten Mal vor den Altar, um den ‚Leib Christi‘ zu empfangen. Links hinten Koordinatorin Elfriede Wörfel und Inzells Pfarrer Quirin Strobl, rechts Gemeindereferent Philip Moser.
Empfang
Fürbitten
Kreis
Mütter
von oben


Palmweihe in Inzell bei strahlendem Wetter

Viele Gläubige bei der Weihe der Palmzweige am Rathaus
Inzell (hw) – Inzells Pfarrer Quirin Strobl war erfreut über die große Anteilnahme der Inzeller bei der Weihe der Palmzweige am Palmsonntag. Zur musikalischen Gestaltung war auch die Musikkapelle Inzell unter Leitung von Bernard Koch vor Ort und verlieh der Palmweihe auf dem Platz vor dem Haus des Gastes damit auch einen besonders feierlichen Rahmen. Der Palmsonntag ist nach Aussage von Pfarrer Stobl ‚das Eintreten in die heilige Woche mit Glauben und Hingabe‘. „Wir feiern den Einzug von Jesus in die Stadt Jerusalem mit der Teilnahme am Kreuz und der Feier der Auferstehung", so Inzells Pfarrer.
Die vielen Kinder durften ihre Zweige immer wieder in die Höhe halten als Zeichen der Freude. Um das noch zu verdeutlichen, erzählte Gemeindereferent Philip Moser die Geschichteeines jungen Esels, der Jesus nach Jerusalem tragen durften und „schlüpfte" dafür sogar selbst in die Rolle des grauen Tieres, allerdings ohne dessen lange Ohren. Dabei stellte er das Empfinden des Esels heraus und verglich es mit uns Menschen, wenn wir die Nähe Jesus fühlen dürfen und dessen Kraft spüren, wenn er bei uns ist.
Einzug in die Kirche mit der Christenschar ums Rathaus
Anschließend zog die Schar der Christen, angeführt vom Kreuz und der Musikkapelle, rund ums Rathaus in die Pfarrkirche St. Michael ein, wo alle den Gottesdienst feierten. Dort wurde die Leidensgeschichte Jesu vorgetragen und mit großen Bildern am Altar verdeutlicht, so dass das Geschehen von damals für alle greifbar wurde. Zum Ende der Feier der Liturgie bedankte sich Pfarrer Strobl für die rege Teilnahme. Vielleicht geschuldet dem schönen Wetter begnügten sich einige Christen mit der Segnung der Palmzweige und fanden nicht den Weg in das Gotteshaus. Es hätte durchaus noch freie Plätze in der Pfarrkirche gegeben. Quirin Strobl wünschte allen im Hinblick auf das bevorstehende Osterfest alles Gute und verkündete die am Ende der Liturgie die Osterfestlichkeiten, die in den nächsten Tagen gefeiert werden.
Nach dem Gottesdienst konnten vor der Pfarrkirche noch wunderschöne Osterkerzen käuflich erworben werden. Diese Kerzen wurden von Gerda Lisowski, Sabine Hopf, Elfriede Wörfel und viele weiteren Mitgliedern der Kolpingfamilie Inzell gebastelt. Der Erlös wird für einen guten Zweck verwendet. 
Pfarrer sprengt
Inzells Pfarrer Quirin Strobl segnete die Palmzweige der vielen Kinder und Erwachsenen, die am Palmsonntag zum Rathaus gekommen waren, um diesen Festtag von damals mit dem Einzug Jesu in Jerusalem angemessen zu feiern.
Ministranten
Viele Inzeller Ministranten waren neben Gemeindereferent Philip Moser bei der Palmweihe auf dem Platz vor dem Rathaus dabei.
Musik Einzug
Die Musikkapelle Inzell umrahmte die Palmweihe musikalisch und führte die zahlreichen Christen rund ums Rathaus zum Weg in die Pfarrkirche.
Palmbuschen
Während der Segnung der Palmzweige durften die Kinder ihre ‚Boimbuschen‘ in die Höhe halten und Pfarrer Quirin Strobl besprengte sie mit Weihwasser.

Palmsonntag darf nicht zur Folklore verkommen

Palmsonntag St. Vincenz
Weißbacher Kinder mit ihren geschmückten Palmzweigen
Die Filialkirchengemeinde St. Vinzenz feiert historischen Einzug Jesu in Jerusalem
(wb) Mit einer feierlichen Weihe der Palmbuschen und Palmbäume am Kriegerdenkmal und einem kindgerecht aufbereiteten Gottesdienst, erinnerten Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair, Diakon Josef Eixenberger und Gläubige am Palmsonntag an den gewaltlosen Einzug Jesu in das damals waffenstarrende Jerusalem. Gut vorbereitet von Lisa Euringer, Sabine Bauregger und Anita Hopf vom Familiengottesdienskreis, gestalteten Kindern aus Weißbach a.d.A. die Weihe und die anschließende Eucharistiefeier auf ihre besondere Art, eindrucksvoll mit. Musikalisch wurde die Eucharistiefeier von der Organistin Rita Staat-Holzner mit Psalmen und Liedern aus dem Gotteslob umrahmt.

Bei herrlichen Frühlingswetter brachten Kinder und Erwachsene aus Weißbach a.d.A. ihre mit bunt gefärbten „Hobelschoat`n“, Bändchen, Buchs und Zedern geschmückten Palmbuschen, Palmzweige und kleinen Palmbäume zur Weihe an das Kriegerdenkmal am Friedhof der St. Vinzenzkirche. In einer kleinen Andacht erinnerte Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair, der die Palmsonntagsliturgie gemeinsam mit Diakon Josef Eixenberger zelebrierte daran, wie vor mehr als zweitausend Jahren, der auf dem „Lasttier des einfachen Volkes“, einem Esel, reitenden Jesus mit „Hosanna, du bist der wahre Gott“ in Jerusalem triumphal empfangen wurde. Dies sei ein ungeheuerlicher Vorgang gewesen, da Jerusalem besetzt war und unter einer massiven Kriegsmaschinerie litt. Ungeheuerlich auch deshalb, weil die jubelnden Menschen ihn als wahren Friedensbringer und Erlöser sahen und nicht den herrschenden Kaiser mit seinem knechtenden Machtapparat denen Jesus zurief: „Eure Zeit ist um!“ Solch ein Zeichen sollten die Menschen auch heute gegen die Trump`s, Putin`s und Erdogan`s dieser Welt setzten. Es müsse aber auch jeder Einzelne für sich selber entscheiden, wie ernst ihm die damaligen Ereignisse in Jerusalem seien und wie er die Konsequenzen daraus im täglichen Leben umsetzte, oder nicht. Mädchen und Buben trugen während der Andacht ihrerseits Gedanken zum Einzug Jesu am Palmsonntag vor. Nach der Weihe zog die Gottesdienstgemeinschaft in einer kleinen Prozession in die St. Vinzenzkirche. Dort stand am Beginn die Passionsgeschichte Jesu im Mittelpunkt. Beeindruckend ergänzten Mädchen und Buben aus der Filialgemeinde, die von den Frauen des Familienkreises vorgetragenen Texte der Leidensgeschichte mit symbolischen Gegenständen wie einem Laib Brot, einen Krug Wein, einen Bindestrick, ein „purpurrotes“ Tuch oder zwei hölzernen Kreubalken, die sie zum Altar brachten oder über ein Standkreuz hingen. Als Zeichen der Todesstunde Jesu blies ein Mädchen die Osterkerze aus.
Palmsonntag nicht zur Folklore abwerten
Nach dieser einprägsam vorgetragenen Passion rief Zehentmair die Gläubigen in seiner Predigt auf, den Palmsonntag nicht als reine Folkloreveranstaltung abzutun. Vielmehr müsse man sich die damalige Realität der Passion Jesu ins Bewusstsein rufen. Da sei, wie überliefert wurde, der tote Jesus am Kreuz gehangen, von Petrus und den anderen Jüngern verlassen, von Gott und der Welt verlassen, sinnlos auch noch im Tod von römischen Soldaten schwer bewacht. Nur eine Gruppe von Frauen war noch in der Nähe. Zwangsläufig stelle sich die Frage: „Wo soll da Gott sein? oder „Warum reagierte der nicht auf die flehenden letzten Worte Jesu am Kreuz?“ Die Frage nach der fehlenden Reaktion Gottes stelle sich vielen Menschen sicher auch heute oft. Gerade in dieser damaligen Trostlosigkeit aber legten die römischen Soldaten, alles rauhe Burschen, ein Bekenntnis ab, dass uns Gläubige auch heute noch „vom Stuhl reißen müsste“. Die Soldaten erkannten nämlich in dieser Trostlosigkeit, dass sich Gott sehr wohl mit den Verlassendsten, den Ausgestoßenen, Schwachen und Unterdrückten solidarisiert. Sie artikulierten im überlieferten Ausspruch: „wahrhaft, dass ist Gottes Sohn!“ auch ihre Erkenntnis, dass sie den Gekreuzigte als ihren Retter erkannten. Mit ihrem Bekenntnis stellten die Soldaten so alle Vorstellung von einem glorifizierten Gott auf den Kopf und sandten eine Botschaft in die Welt, die sie verändern und ihr Frieden bringen werde. Da stelle sich zwangsläufig für jeden Christen die Frage, wie er es mit dem Glauben und der Kultur des Christlichen Abendlandes halte? Ob er sich zum Beispiel für verfolgte und geflüchtete Menschen, für die Menschenwürde auch geringgeschätzter Mitmenschen oder für Gerechtigkeit und die Zukunft aller Menschen einsetzte oder weiter den „eigenen Profit anbete“? Abschließend rief Zehentmair den Gläubigen zu: „Wenn wir das alles einfach so hinnehmen, geben wir unseren Glauben auf!“. In den Fürbitten formulierten die Kinder schließlich ihre Bitten, die sich auch auf den aktuellen Terror, die Kriege und die jüngsten Attentate bezogen. Ein großer Dank ging am Ende des Gottesdienstes insbesondere an die Kinder und alle, die dazu beigetragen haben, den Palmsonntagsgottesdienst zu einem beeindruckenden Glaubensbekenntnis und zu einem Gemeinschaftserlebnis in der Filialkirchengemeinde St. Vinzenz werden zu lassen. Mit ihren geschmückten Palmbuschen und –bäumen machten sich die Kinder anschließend auf den Weg in die Familien und verteilten die geweihten Zweige traditionsgemäß auch an „Göd`n leut“, Nachbarn und Freunde, von denen sie wiederum, für ihre Mühen, kleine Geschenke erhielten.  Bilder (Werner Bauregger)
Palmsonntag St. Vinzenz
Palmsonntag St. Vinzenz-3
Palmsonntag St. Vinzenz-8
Palmsonntag St. Vinzenz-14

Familiengottesdienst und afghanische, syrische und bayerische Fastensuppe

In der Inzeller Pfarrkirche feierte Pfarrer Strobl einen gut besuchten Familiengottesdienst. Gabi Maier und Elfriede Wörfel erklärten den Aufbau und die einzelnen Teile des Gottesdienstes recht anschaulich mit Worten und Bildern aus dem heutigen Leben und mit zahlreicher Unterstützung von den Erstkommunionkindern. Die „Mitsingers“, ein Chor aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Instrumentalbegleitung unter Leitung von Albert Hütter, gestalteten in gekonnter und bewährter Weise musikalisch den Gottesdienst.
 
Der Pfarrgemeinderat Inzell und Weißbach hat anschließend zum Fastensuppenessen in den Pfarrsaal eingeladen. Über 40 Liter Suppe waren vorbereitet. Frauen und Männer des Pfarrgemeinderats kochten eine bayerische Kartoffelsuppe, eine Asylbewerberfamilie aus Afghanistan kochte eine afghanische Suppe und ein Syrer kochte eine syrische Suppe. Über 100 Einheimische und Asylbewerber ließen sich die international, kulinarischen Suppen schmecken. Für die kleinen Kinder war eine Spielecke im Pfarrsaal aufgebaut und die Firmlinge verkauften „Fair Trade“ Produkte von der Dritten Welt. Der Erlös von knapp 700 € wurde für MISEREOR gespendet, die mit ihren Projekten Hilfe zur Selbsthilfe leisten für die Ärmsten der Armen.      Foto und Text Hans Huber
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Projekt-Asyl-Inzell

Der Weg nach oben
Der Weg nach oben .......
Seit wir hier in Inzell als PAI –Team aktiv sind, waren wir beschäftigt mit viel organisatorischen Dingen. Wir sind dankbar, dass einige aus dem Helferkreis durch ihr sehr persönliches Engagement, also gemeinsame Unternehmungen in der Freizeit, die Integrationsbemühungen, von Beginn an, unterstützten. Auch die regelmäßigen Einladungen zu Festen, oder sportlichen Ereignissen sowie Veranstaltungen, trugen zur „Teilhabemöglichkeit“ bei.
Wenn auch bedingt durch die Herkunftsländer, der Deutschunterricht nach wie vor, sehr im Vordergrund steht. Mit unserem PAI-Logo wollen wir ganz bewusst ausdrücken, dass jeder der „Fremd“ in Inzell ankommt, herzlich willkommen ist.
In der ersten Zeit kam auch hinzu, dass durch die oftmals erlebten langen und beschwerlichen Fluchtwege, eine Kleiderkammer unerlässlich sein wird. Zwischenzeitlich ist der „Bodener Kleidertreff“ fest etabliert, und für alle hier aus dem Ort offen. (die Öffnungszeiten sind im Inzeller Gemeindeanzeiger veröffentlicht), ebenso die Ansprechpartner und Telefonnummern der Sozialberatung und Gemeinschaftsunterkunft hier in Inzell. Vom Januar 2014 bis zum Herbst 2016 trugen die Wirtsleute vom Fantenberg auch sehr viel zum „Miteinander“ bei, und wir erinnern uns gerne an gemeinsame Grillabende. 
Bei einer Informationsveranstaltung des Kath. Kreisbildungswerkes in Traunstein, wurden wir auf die Möglichkeit einer Bezuschussung für ein Gemeinsames Projekt zur Unterstützung der „Begegnung“ aufmerksam gemacht. Und mit der finanziellen Zusicherung der Hilfe von der Erzdiözese München und Freising, sowie der Caritas, konnten wir planen. Und ein idealer Ort in Inzell ist Adlgaß, ob Sommer ob Winter, es ist ein Ort, an welchem man die Seele baumeln lassen kann. Gerade richtig für die überwiegend männlichen und noch jungen Asylbewerber, fanden wir, ist das Angebot der Schlittenfahrt. Wir organisierten die Busfahrt mit dem örtlichen Busunternehmen ab dem Schwarzberg und mit den bereitgestellten Schlitten begann der sportliche Abend.
Mit viel Schwung, ein PAI –Teammitglied hatte sich in einer Kurve mit dem Fotoapparat postiert, konnten viele Eindrücke festgehalten werden. Natürlich werden diese wunderbaren Bilder in unserer Jahresrückblickzusammenstellung nicht fehlen. Denn das nächste Friedenfest im kath. Pfarrheim kommt bestimmt. Aber bereits vorher werden wir mal bei einem unserer >Offenen Angebot< -Termine eine kleine Rückschau halten. 
Beim anschließenden gemütlichen Ausklang, wurden die Ess- und Trinkgewohnheiten der Asylbewerber berücksichtigt. Ähnlich wie beim Judentum, auf die jüdischen Speisegesetze zu achten ist, gilt für Muslime das arabische Wort: Halal, und bedeutet „erlaubt“. Aber wie wir es bei uns auch kennen, es gibt sehr unterschiedliche Auslegungen und Lebensformen. Und deshalb sind solche Zeiten der Begegnung sehr wichtig, und fördern das gegenseitige Verständnis.
Und wie unterschiedlich die Welten sein können, haben wir in der zurückliegenden Zeit oftmals erleben können. Wenn auch nach anfänglichen Schwierigkeiten die Informationsangebote gerade für uns Helferkreise sehr mager waren, ist es jetzt schon teilweise eine Flut von Apps usw. die zwar sehr hilfreich sind, aber schon sehr genau geprüft und ausgearbeitet werden müssen, um diese dann z.B. beim Deutschunterricht vermittelt werden zu können.
Ein zusätzliches Angebot sind die Termine am Freitag und Samstag, die sehr offen gehalten werden. Und dazu laden wir ganz herzlich ein, sich auch einzubringen, denn das wurde an diesem Abend auch immer wieder angesprochen, wir brauchen z.B. in Mathe ! neben dem Deutsch-Sprechen, Unterstützung.
Wir bedanken uns bei den Wirtsleuten, die den Ansturm von über 50 TeilnehmerInnen, mit der bekannten Freundlichkeit bewältigten. Die Brotzeit war reichlich und schmackhaft, und pünktlich brachte uns der „Ortsbus“ wieder ins Dorf zurück.
Der Abend hat gezeigt, das zusammenwirken von positiven Kräften, angefangen von den Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, über die kirchlichen Institutionen, und Unterstützern aus dem örtlichen Bereich; ob Gewerbetreibende, Vereine oder Gemeinde, jeder einzelne Mosaikstein ist wichtig! Wir sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott“, und als Schlusswort die Aussage von den Asylbewerbern: „ Schee war’s“
Wir denken besser kann Integration nicht sichtbar gemacht werden.
                                                                                                            PAI/AG
Mit viel Schwung
Mit viel Schwung
Gemütlicher Ausklang
Gemütlicher Ausklang

Begegnung verändert

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Foto: www.musik-mae.com
Firmtreffen mit Glaubensgesprächen und DJ (Disk Jockey)-Gottesdienst
   
Die Firmbewerber der Pfarrei St. Michael Inzell hatten am Freitag, den 27. Januar die Chance sich selbst und Gott auf eine ganz besondere Weise zu begegnen. Zuerst ging es in den Glaubensgesprächen darum, die einzelnen Firmbewerber in den Mittelpunkt zu stellen, mit allem was sie ausmacht und was ihnen wichtig und wertvoll ist in ihrem Leben. Im Gespräch hatten sie die Möglichkeit, all ihre Licht- und Schattenseiten sowie ihre ganz persönliche Beziehung zu Gott zu reflektieren. Anders als in einem Beichtgespräch mit sakraler Sündenbefreiung, konnten sich die Jugendlichen als Gesprächspartner neben einem Pfarrer kirchliche Mitarbeiterinnen aus der Jugendstelle und aktive Christen und Christinnen aus der Pfarrei aussuchen. Dies kam bei den jungen Leuten gut an, weil sich insbesondere Mädchen sehr über einen weiblichen Gesprächspartner freuten, der auch vom Alter her noch näher an ihnen dran ist. Die Gesprächspartner wurden ihrerseits nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern bereiteten sich im Vorfeld bei einem Bibelgespräch und in einem Gruppentreffen intensiv auf die Gespräche vor. Dabei war es wichtig, sowohl Erkenntnisse aus der Gesprächspsychologie, wie auch die christliche Botschaft vom bedingungslos liebenden Gott einfließen zu lassen. In erster Linie sollte es aber darum gehen, den Jugendlichen wertungsfrei zuzuhören und einfach für sie da zu sein.
 
Höhepunkt – DJ Gottesdienst
Abschluss und Höhepunkt des Treffens bildete der DJ-Gottesdienst, durch den Gemeindereferent Philip Moser führte. Marc Anton Eicher kümmerte sich in bewährter Weise um die besondere, farbenfrohe Beleuchtung der Pfarrkirche im Inneren. Eine Firmgruppe suchte im Vorfeld die Lieder aus und sorgte mit einer rockigen Musikmischung für gute Laune. Aus dem Zusammenspiel beider Komponenten entwickelte sich so eine ganz spezielle und einzigartige Atmosphäre. Als Botschaft transportierte der erste Musiktitel „Hollywood Hills“ der Gruppe Sunrise Avenue, dass Abschiede etwa von der Kindheit oder der Jugend zum Leben gehören und die Jugendlichen auch bereit sein sollten, sich auf neue Dinge einzulassen. Weiter ging es mit dem diesjährigen Skandallied „Highway to hell“. Auf den ersten Blick hat solch ein Song eigentlich gar nichts in der Kirche zu suchen. Bei genaueren Hinsehen findet sich aber sogar ein Bezug in der Bibel wo es heißt: „Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm.“ (Mt 7, 13) Aufgabe der Christen sei es hingegen zu versuchen, einen „Highway“ für Gott durch die Wüste zu bauen und sich immer wieder neu von ihm verwandeln zu lassen. Auch die Aufforderung im Liedtext: „Living easy, living free“ könne durchaus christlich gedeutet werden. So sind wir immer wieder von Gott eingeladen einfach zu leben und haben von ihm den freien Willen geschenkt bekommen. Im Lied „ham kummst“ von Seiler und Speer, wurde bewusst gemacht, dass unser Verhalten Konsequenzen hat und wie wichtig es ist Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen und unsere ganze Schöpfung zu übernehmen. Am Ende des Liedes wurde schließlich darum gebetet, dass wir verantwortungsbewusste Menschen werden, die mit ihrer Freiheit umgehen können und Freude am Leben haben. Auf Grundlage des Liedes „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten machte Moser transparent wie gut es tut, sich selbst und seine Gefühle kennen zu lernen, um sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Dies sei Grundvoraussetzung dafür, auch andere gern haben zu können. Dass es dafür hilfreich ist, auch Gott gern zu haben und sich von ihm gern haben zu lassen, wurde am Beispiel der Geschichte im Lukasevangelium über den Zöllner Zachäus, dem dazu passendem Lied „Steig herab“ von Martin Ströber und einer Phantasiereise gezeigt.
 
Bitte und Gebet für Benachteiligte
Bei den Fürbitten klopften die Firmbewerber mit dem Liedruf „Knocking on heavens door“ von Guns n´ Roses bei Gott an (Mt 7,7). Ihre Bitten und Gebete galten in erster Linie den Kindern und Menschen auf der Schattenseite des Lebens, die unter Krieg, Armut, Krankheit, Einsamkeit, mangelnder Bildung und Obdachlosigkeit leiden. Darüber hinaus wurden alle Verstorbenen und trauernden Menschen mit eingeschlossen. Nach dem „Vater unser“ hatten alle Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, sich zu den Klängen von Guns n´ Roses und Novemberrain einzeln segnen zu lassen. Dazu passte auch die Botschaft des Liedes, dass ein gebrochenes Herz heilen kann und nichts für immer währt - nicht einmal der kalte Novemberregen. Zum Abschluss erklangen mit „Hey there Delilah“ von Plain White ruhigere Töne. Die Gottesdienstbesucher wurden eingeladen, passend zum Refrain „Oh, what you did to me“, je nach Stimmung dankbar auf das eigene Leben zu blicken oder sich noch einmal die christliche Osterbotschaft zu vergegenwärtigen die besagt, dass egal wie dunkel sich das Leben in manchem Momenten anfühlt, es besser werden wird, weil das Licht stärker als die Dunkelheit und das Leben stärker als der Tod ist. Diejenigen, die zu diesem besonderen Gottesdienstes gekommen waren, waren sich darüber einig, dass es eine rundum gelungene Feier war, die „Gottesbegegnung“ in einer zwar außergewöhnlichen, aber der modernen Zeit angepassten Form ermöglichte. Leider wurde die Vision des Gemeindereferent Philip Moser, dass mindestens einmal im Jahr die Inzeller Pfarrkirche voller Jugendlicher ist, die freiwillig und gerne gekommen sind, an diesem Abend noch nicht erfüllt. Aber, die Vision lebt weiter!


Weißbacher feiern ihren Kirchenpatron

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Messfeier im weihnachtlichen Kirchenschmuck
Feierlicher Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Vinzenz
(wb) Mit einem festlichen Gottesdienst, feierte der Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair mit der Ortsgemeinschaft Weißbach a.d.A. und den „Holzknechten“ aus dem Ort und aus Inzell, am vergangenen Sonntag ihren Kirchen- und Schutzpatron, den Heiligen Vinzenz. Auch die Weißbacher Ortsvereine nahmen an einem der wichtigsten „Weißbacher Feiertage“ mit Fahnenabordnungen teil. Musikalisch umrahmte die Eucharistiefeier der Weißbacher Kirchenchor unter Leitung von Rita Staat-Holzner mit der „Deutschen Messe“ von F.X. Gruber.

Der feierliche Einzug des Geistlichen und des Altardienstes, wohlriechender Weihrauch und ein noch weihnachtlich-festlich geschmücktes Gotteshaus deuteten darauf hin, dass dieser Tag ein besonderer Festtag ist. Das Gotteshaus wurde 1950 bei der Einweihung dem Schutzpatron der Holzknechte geweiht, da über Jahrhundert viele Weißbacher und Inzeller lange Zeit von der Arbeit im Wald - als Holzknechte, Fuhrleute, Säger oder als Arbeiterinnen und Arbeiter im Pflanzgarten lebten. Dass auch noch aktive und ehemaligen Holzknechte beziehungweise heutigen Waldfacharbeiter oder Forstwirte, Fuhrunternehmer oder Forstbedienstete den Gottesdienst mitfeierten zeigte, dass diese Berufsgruppe ihren Schutzpatron ehrt. Ruhestandspfarrer Zehentmair stellte zu Beginn des Gottesdienstes den Heiligen Vinzenz kurz vor. Der Legende nach lebte und wirkte er im 3. Jahrhundert nach Christi, auf Berufung Bischof Valerius, in Saragossa in Spanien als Diakon. Wegen seines unbeugsamen Glaubens und seiner Treue zu Gott, marterte man ihn, im Zuge der Christenverfolgung, am 22. Januar 304 in Valenzia brutal und grausam zu Tode. Da man ihn offenbar die Glieder zerstörte, die Haut mit einem Haken aufriss und ihn auf einem Rost dem Feuer aussetzte, wird der Heilige oft mit einem Art Grieshaken, wie auf einem Wandbild in der St. Vinzenzkirche, oder einem Rost in der Hand dargestellt.

Alle Gläubigen sind laut Zehentmair aufgefordert, im Sinne Jesu zu wirken und sich für Bedürftige einzusetzen. Der Mut des Heiligen Vinzenz dies zu tun, könne sicher ein leuchtendes Beispiel sein. Bezugnehmend auf das Johannesevangelium und die aktuellen Ergeignisse, verglich Zehentmair in seiner Predigt den ersten Auftritt Jesu mit der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder anderen pompösen Spektakeln in der Wirtschaft, der Politik oder auch in den Kirchen. Auf der einen Seite gehe es um Macht- und Reichtumsdemonstration um jeden Preis, für die im Endeffekt eine Unmenge an Steuergeldern verschleudert werden, von denen im Fall Trump, der neue Präsident vermutlich keinen Cent beigesteuert hat. Schaulustige rauften sich hier sogar um die besten Plätze um einem Mann zu huldigen, der einen menschenverachtenden Wahlkampf geführt habe. Gott sei Dank gebe es auch im Gegensatz dazu, massive Proteste. Der erste Auftritt Jesu falle dagegen „mikrig“ aus. Er richtete sein Wort zum ersten Mal an benachteiligte, berzweifelte, ausgegrenzte und arme Menschen die um ihren Lebensunterhalt kämpfen mussten in einer unfruchtbaren, öden, von Kriegen verwüsteten Gegend um Kafarnaum im Heiligen Land. „Für Jesus waren nicht die Großen und Mächtigen oder die Profitgeier der Wirtschaft Ansprechpartner, sondern die Verlierer der Gesellschaft“. Ihnen predigt er vom Königtum, einer neuen Zeit und der Umkehr der Verhältnisse. Da stelle sich natürlich die Frage, ob dies alles nur Utopie oder „Opium für das Volk“ gewesen sei. Nein, denn er habe die Menschen dazu aufgerufen, im Vertrauen auf Gott umzukehren, sich nicht länger von ihrer scheinbar aussichtslosen Lage lähmen zu lassen und sich selber zu engagieren, um an ihrer Situation etwas zu ändern, für ein besseres Leben. Auch jeder moderne Mensch könne heute noch jederzeit umkehren und entscheiden, dass alles was bisher das Leben bestimmte, nicht länger richtungsweisend bleiben müsse. Jeder könne sich jederzeit, wie Jesus, zum Anwalt etwa der Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Kranken oder Verzweifelten machen und sich somit für eine lebenswerte Gesellschaft einsetzen, in der Alle ihre Chancen haben.

Forstwirt Maxi Holzner bat schließlich in den Fürbitten darum, dass alle in der Forstwirtschaft tätigen jeden Tag wieder gesund nach Hause kommen und St. Vinzenz alle Menschen vor Krankheit, Leid und Trauer bewahren möge. Für die verstorbenen „Holzknechte“ bat er um einen „schönen Ruheplatz im Himmel“. Der Gottesdienst wurde mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ feierlich abgeschlossen. Ruhestandpfarrer Zehentmair versäumte es nicht, allen zu danken, die diesen Tag zu einem Festtag werden ließen. Der Organistin und Chorleiterin Rita Staat-Holzner dankte er im Besondern für ihren so wichtigen und segensreichen Dienst als Kirchenmusikerin. Natürlich vergaß er auch nicht, ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Nicht vergessen werden sollten auch die Helferinnen und Helfer, die mit den drei momentan tätigen Mesnerinnen die Kirche so wunderbar und festlich für die Weihnachtsfestzeit geschmückt oder zwei Krippen aufgebaut haben. Sei Jahren spendet zudem Georg Egger vom Innerauerhof im Jochberg eine schön gewachsene Fichte als Christbaum für die Weißbacher St. Vinzenz Kirche. Viele der Kirchenbesucher feierten nach der Messe das Kirchweihfest noch mit einem gemeinsamen Mittagessen und einem gemütlichen Beisammensein.  Bilder Werner Bauregger
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Evangelium vor Wandbild mit Heiligem Vinzenz
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Bürgermeister Wolfgang Simon bei der Lesung
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St. Vinzenz im Winterkleid
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Segen bringen, Segen sein

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Sternsinger aus Inzell sammeln knapp 7700,- Euro für Kinder in Not
 
Inzell. Stolz und glücklich waren die Sternsinger der Pfarrei St. Michael Inzell, und dazu hatten sie auch allen Grund. 2 Tage lang waren 45 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern mit ihren Begleitern in Inzell unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen schrieben sie ihren Segensspruch „20*C+M+B+17“, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne dieses Haus. Das Ergebnis ihres Engagements unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit!“ kann sich wahrlich sehen lassen: Knapp 7700,- Euro kamen bei der Sammlung in Inzell zusammen, mit denen benachteiligte Kinder in aller Welt unterstützt werden. Passend zu ihrem Motto stellten die engagierten Mädchen und Jungen damit klar: Sie bringen nicht nur den Segen zu den Menschen, sie sind zugleich selbst ein Segen für die Kinder dieser Welt.
 
„Die Sternsinger sind einfach spitze. Sie alle sind wirklich ein Segen!“, war Pfarrer Quirin Strobl vom Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in seiner Gemeinde begeistert. „Zum Glück waren wir so warm angezogen, denn draußen war es gaaaanz kalt“ meinten die 9jährige Hannah und die 11jährige Lena, die 2 Tage lang zusammen in einer Gruppe unterwegs waren und besonders am Samstag früh bei -11°C an ihre körperlichen Grenzen kamen. Ansonsten war es „schön, lustig und ein bisschen chaotisch“. Geärgert hat sie lediglich, dass manche Leute einfach nicht aufgemacht haben. Gefreut hat sie das viele Geld, mit dem sie Kinder auf der ganzen Welt helfen können und die Süßigkeiten, die bestimmt nicht so schnell aufgebraucht sein werden.
 
Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 59. Aktion Dreikönigssingen. Gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – machten die Sternsinger überall in Deutschland auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. In weiten Teilen der Welt leiden Menschen unter den Veränderungen der klimatischen Bedingungen, die in manchen Regionen Kenias, dem Beispielland der diesjährigen Aktion, für eine extreme Trockenheit sorgen. Ausbleibender Regen entzieht den Menschen dort ihre Lebensgrundlagen.
Den Verantwortlichen in Inzell ist es wichtig dieses Thema den Gemeindemitgliedern und besonders den Sternsingern nahe zu bringen. So wurde z.B. am Neujahrstag ein thematischer Gottesdienst zum Klimawandel gestaltet und der Film zur Aktion „Willi in Kenia - gemeinsam für Gottes Schöpfung“ angeschaut.
 
Doch nicht nur Kinder im Beispielland Kenia profitieren auch zukünftig vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.

Kleine "Könige" sammelten für notleidende Kinder

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Aussendung der Sternsinger in St. Vinzenz nach Dreikönigsgottesdienst
 
Bereits zum 59ten Mal setzten sich in diesem Jahr Kinder im Rahmen der „Aktion Dreikönigssingen“ für notleidende Kinder in der ganzen Welt ein. Auch in Weißbach a.d.A. zogen nach dem Dreikönigsgottesdienst, 18 Mädchen und Buben in fünf Gruppen durch den Ort, um Spendengelder für die Aktion zu sammeln. Insgesamt kam so ein stolzer Betrag von 1698 Euro zusammen.
Verkleidet als Sterndeuter, Kaspar, Melchior und Balthasar zogen am Hochfest der Erscheinung des Herrn, die Sternsinger zusammen mit Wortgottesdienstleiter Klaus Kremsreiter feierlich in die Filialkirche St. Vinzenz ein. Musikalisch gestaltete den Gottesdienst die Organistin Rita Staat-Holzner mit Sängerinnen und Sängern des Weißbacher Kirchenchors ansprechend. Passend zum Leitsatz der Sternsingeraktion 2017 der da heißt: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“, stand der Heilige Franziskus von Assisi im Mittelpunkt des Wortgottesdienstes, den sich auch der derzeit amtierende Papst als Namenspaten gewählt hat. Franziskus, der vor mehr als 800 Jahren in Italien lebte war fest davon überzeugt, dass die Menschen zusammen mit der Flora und Fauna auf der Erde eine Schöpfungsfamilie bilden, deren Auftrag es ist, die Schöpfung zu erhalten und pflegsam mit ihr umzugehen. In wunderbarer Art und Weise hat er seine Überzeugung im berühmten „Sonnengesang“ zusammengefasst. Heutzutage sei der Mensch laut Kremsreiter eher drauf und drann, die Erde auszubeuten und zu zerstören. Obwohl er wisse, dass er sich damit seiner eigenen Lebensgrundlage beraubt nimmt der moderne Mensch, ohne Rücksicht auf die folgenden Generationen, dies offenbar kurzsichtig so in Kauf und ordne weitgehend alles dem Gewinnstreben unter. In einer ansprechenden Art und Weise, trat Kremsreiter bei der Ansprache hier in ein Zwiegespräch mit einem der „Könige“, der Franziskus darstellte. „Franziskus“ machte hier noch einmal deutlich, dass er, die angesprochenen Zerstörungswut so empfinde, als würde jemand seinen eigenen Geschwistern etwas antun. Um den Wert der Schöpfung besser wahrnehmen zu können riet er allen Menschen dazu, sich einmal in eine Blumenwiese zu legen und zu versuchen wahrzunehmen und zu spüren, was die Schöpfung ausmache und was auf dem Spiel stehe. Retten könne man alles nur mehr, wenn alle, dass heiße jeder einzelne, seinen Beitrag dazu leistet. Wegzuschauen und die Verantwortung auf andere zu schieben, helfe hingegen wenig. Ein kleiner Baustein sei laut Kremsreiter auch die Sternsingeraktion. Bei den Besuchen der Familien im Ort werde mit Kreide „20*C+M+B+17“ an die Türe geschrieben, was jeden Tag auch daran erinnern soll, dass Jesus Segen in jedes Haus bringt. Weihrauch soll daran erinnern, dass jedes Gebet, wie der Weihrauch, zum Himmel steige. Wie das Segenslied und er Segensspruch der Sternsinger klang, davon konnten sich alle Kirchenbesucher gleich selber überzeugen. Versorgt mit Kreide und Weihrauch, machten sich die Mädchen und Buben, gleich nach dem Gottesdienst auf den Weg. Auf ihre Mission vorbereitet wurden die 18 Sternsinger von Judith Schuler, Rosi Bauregger und Klaus Kremsreiter. In einigen Ortsteilen begleiteten Erwachsene die Gruppen als Fahrer(in). Dankenswerter Weise erklärten sich einige Familien auch bereit, die Sternsinger Mittag`s mit einem schmackhaften Essen zu versorgen.
Durch ihr Engagement trugen die kleinen und großen „Könige“ in Weißbach a.d.A. nicht nur den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen, sondern wurden auch zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt.
Text und Bilder: Werner Bauregger