Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

Ausflug des Kirchenchors St. Bonifatius am 22.7.2017

Ausflug des Kirchenchors St. Bonifatius 2017
Über die A92 gings „schnurstracks“ in Richtung Niederbayern und die B20 führte uns direkt zu unserem Tagesziel Straubing, der altbayerischen Herzogs- und „Agnes-Bernauer“-Stadt. Frau Rathay vom Verkehrsamt Straubing nahm uns am Theresienplatz in Empfang. Zusammen mit dem Ludwigs-platz zeigt sich hier ein tolles Ensemble von gepflegten Fassaden aus vielen Stilepochen. Vor dem Stadtturm, der den mit 600 m Länge für heutige Verhältnisse riesigen Stadtplatz teilt, begann die temperamentvolle Stadtführerin mit ihren sehr launigen und kurzweiligen, aber sehr fundierten Erläuterungen. Der weitere Weg führte uns zur nahe gelegenen Hl. Geist – Kirche des Karmeliten-klosters, kurz Karmelitenkirche genannt. Sie wurde zwischen 1368 und 1430 in mehreren Bauphasen als dreischiffige Hallenkirche im Stil der Backsteingotik erbaut und später u.a. durch Wolfgang Dientzenhofer barockisiert. Mit einem vierstimmigen Marienlied beendeten wir die Führung und genossen dabei die hervorragende Akustik der Karmelitenkirche. Eine individuelle Mittagspause bot allen gastronomischen Vorlieben in den diversen Lokalen am Stadtplatz beste Gelegenheiten. Danach traf man sich vor der Basilika St. Jakob, der Stadtpfarrkirche Straubings wieder. Auch ihr Baubeginn fällt in das ausgehende 14. Jhdt. und auch hier handelt es sich um ein dreischiffiges Bauwerk der Backsteingotik. Hier allerdings zeigt sich vor allem in der Ausstattung dieser großen Kirche der Jahrhunderte lange Reichtum der Donaustadt; bis zu 600 Jahre alte Glasfenster, kunstvoll in kräftig leuchtenden Farben bemalt, stellen den größten Schatz dieses Gotteshauses dar. Darunter befindet sich das auffällige „Mosesfenster“, dessen Entwurf auf Albrecht Dürer zurückgeht. Reich gestaltete Seitenaltäre hinter dem Chorraum und eine großartige Rokokokanzel runden das prachtvolle Bild ab. Nun brachte uns der Bus in ein paar Minuten an den östlichen Rand Straubings, zur Kirche St. Peter, am Südufer der Donau auf einer kleinen Uferböschung gelegen und vom „Petersfriedhof“ umgeben. Hier findet man eine romanische Doppelturmbasilika mit zwei gut erhaltenen Portalen, einen beein-druckenden Friedhof, der vor rund 140 Jahren für Begräbnisse geschlossen wurde – er enthält in dem naturbelassenem, aber gepflegtem Areal Grabmäler vom 14. bis zum 20. Jhdt. und zählt zu den bedeutendsten Grabanlagen im deutschsprachigem Raum, sowie drei Kapellen (darunter die sog. Bernauer-Kapelle mit Marmorepitaph der Agnes Bernauer und die Seelenkapelle mit Gruft, welche als Karner entstanden und 1763 in über 30 Wandgemälden mit einem mahnenden „Totentanz“ ausgeschmückt wurde). Niemand von uns konnte sich der morbiden, aber doch irgendwie zuversicht-lichen Stimmung dieses wunderbaren und romantischen Fleckens in und um St. Peter entziehen. Ein vorzügliches Abendessen im Wallfahrtsort Sossau bei Straubing stillte unseren Hunger und die nahe gelegene Kirche Mariä Himmelfahrt verzauberte uns mit ihren herrlichen Deckenfresken ebenso wie mit ihrer tollen Akustik, welche wir bei einem spontan angestimmten geistlichen Lied erleben durften.
Schönes Wetter, beste Stimmung, herrliche Landschaft, prächtige Gotteshäuser – Herz was willst Du mehr – wir freuen uns schon jetzt auf den Chorausflug 2018!