Pfarrverband Trostberg

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06.03.2020 - St. Andreas - Weltgebetstag der Frauen

Weltgebetstag
„Kwaziwai“ oder „Salibonani“„Kwaziwai“ oder „Salibonani“ so begrüßen sich die Frauen in Simbabwe. Auf diese Weise haben sich auch 45 Frauen aus Trostberg in der Christuskirche in Trostberg begrüßt, die miteinander den Weltgebetstag der Frauen in ökumenischer Weise gefeiert haben.


Schon beim Informationsabend ging das Organisationsteam auf die Situation der Frauen in Simbabwe ein und gab einen mit einem vegetarischen und einem fleischhaltigen landestypischen Eintopf Einblick in das Leben der Frauen mitten in Afrika.


Über 24 Stunden wandert das Gebet um den Erdball und verbindet Frauen in mehr als 120 Länder miteinander. Die Texte und Lieder wurden in diesem Jahr von Frauen in Simbabwe erstellt. Das afrikanische Land ist im Umbruch, für Frauen gibt es noch immer keine Redefreiheit. Die Textvorlagen die international ausgegeben wurden, mussten den Verantwortlichen im Land vorgelegt und von ihnen freigegeben werden, informiert Dorothea Rinke. Im Land fehlen seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 Devisen, soziale Strukturen, Schul- und Bildungsangebote. Die Inflation stieg ins Unermessliche und eine massive Abwanderung aufgrund von Arbeitslosigkeit begann. Auch wenn das Land offiziell die Gleichberechtigung von Mann und Frau garantiert, dominieren immer noch Polygamie, Zwangsverheiratung und Diskreminierung die Frauen. Auch der Klimawandel hinterläßt mit Tropenstürmen Spuren der Verwüstung. Damit sich dies ändert, setzen auch die Trostbergerinnen aus katholischer, evangelischer und freichristlicher Kirche mit dem gemeinsamen Gebet und den Liedern ein solidarisches Zeichen zum globalen Denken und lokalem Handeln.

Auch wenn die Probleme Afrikas kaum auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind, befinde man sich auch hier in Abhängigkeiten und der Ausstieg aus dem täglichen Powerprogramm ist notwendig, fasst Sprecherin Dorothea Rinke zusammen. Mit dem Motto aus der Bibelstelle des Johannesevangeliums „Steh auf, nimm deine Matte und geh“, unter dem der Weltgebetstag der Frauen steht, rufen uns die Frauen aus Simbabwe zu Gott zu vertrauen, und Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung zu finden. Doch dieser Aufruf gilt nicht nur den Trostbergerinnen, sondern allen Frauen weltweit.


Der Nachmittag klang im Gemeindesaal bei Kaffee und Kuchen gemütlich aus.


Foto: 45 Frauen sind in der Christuskirche zusammengekommen um mit Gebeten und Liedern ein solidarisches Zeichen für die Frauen in Simbabwe zu setzen


Foto: von li nach re: Brigitte Bartl, Petra Wirth und Irene Reinhard berichten, warum es sich lohnt aufzustehen. Dorothea Rinke (Stehend) fasst zusammen: Vertraut auf Gott um Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderungen finden.