Pfarrverband Trostberg

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15.08.2020 - Schwarzau - Gottesdienste zum Patrozinium

Lichterprozession zum Patrozinium 2006
Auf das Bild klicken und kurzes Video zur Andacht ansehen!
Traditionell beginnen die Feiern zum Patrozinium in der Schwarzau bereits am Vorabend mit einer Marienandacht und einer Lichterprozession. Auf Grund der Corona - Pandemie und auch weiterer Anfragen und Anregungen wurde heuer - im wahrsten Sinne des Wortes - ein neuer Weg beschritten.
Geplant war, die Andacht und die Lichterprozession im Freien unter der großen Buche abzuhalten. Alle Vorbereitungen - auch die zur Einhaltung der Hygienevorschriften - waren getroffen. Mit Keyboard, Trompete und Gesang (Stefan Franek und Christine Falterer) startete nach dem Gebetläuten um 20:30 Uhr die Andacht. Die einsetzende Dämmerung, zahlreiche aufgestellte Kerzen am Prozessionsweg rund um die Buche und die Kerzen in den Händen von gut 50 Gläubigen zauberten eine schöne Athmosphäre auf den Platz. Pfarrer Florian Schomers erzählte in seiner Einleitung davon, welch magische Anziehung so eine Lichterprozession auch auf Jugendliche haben kann. 
Nach der Einführung wurden die Kräuterbüschel, die von der Schwarzauer Frauengruppe gebunden und nach den Gottesdiensten gegen eine Spende abgegeben wurden und natürlich auch die selbst angefertigten Gebinde aus Kräutern und Blumen gesegnet.
Nach Evangelium und Predigt, in der Pfarrer Schomers sehr anschaulich das Geheimnis der Aufnahme Mariens in den Himmel erläuterte, startete die Lichterprozession. Das aufziehende Gewitter und die ersten Regentropfen veränderten dann den geplanten Ablauf: Statt der Fortführung der Andacht im Freien wurde das Ende der Prozession und die anschließende eucharistische Anbetung mit Sakramentalem Segen in das eiligst dafür vorbereitete Gotteshaus verlegt. Trotz der unerwarteten Änderung wurde der neue Weg dieser Andacht für sehr gut befunden und wird wohl im nächsten Jahr so weiter geführt.

Auch der Festgottesdienst am Fest Mariä Himmelfahrt fand natürlich in der durch die Hygieneregeln geänderten Form statt. Durch Voranmeldungen und geschicktes Verteilen von Familien und Einzelpersonen konnten durch die hervorragend arbeitende Ordnermannschaft gut 90 Gläubige unter strenger Einhaltung der Abstandsregeln, den Gottesdienst mitfeiern. Auch der Chor hatte sich unter der Leitung von Konrad Späth auf die neue Situation bestens eingestellt und so konnten die Solisten Irmi Leineweber (Sopran), Gerhard Zimmermann (Tenor) und Andreas Surner (Knabensopran) - unterstützt von Hildegard Surner und Dieter Haberl (Violinen) und Konrad Späth an der Orgel - dem Festgottesdienst einen sehr schönen und würdigen Rahmen verleihen. Auch hier erläuterte Stadtpfarrer Dr. Florian Schomers das Dogma der unbefleckten Aufnahme Mariens in den Himmel und betonte die Frohe Botschaft des Glaubens ohne Angst!

Zum Schluss - für viele überraschend - gab Pfarrer Schomers noch bekannt, dass Walter Zimmermann, nach langer Überlegung und Abwägung der gegebenen Umstände durch die Hygieneauflagen beschlossen hat, als Chorleiter des Schwarzauer Kirchenchores zurückzutreten, um es in jüngere Hände zu übergeben. Er wird dem Chor aber als engagierter Sänger und bei Bedarf als Dirigent weiterhin zur Verfügung stehen. Mit lange anhaltendem Applaus dankten die Anwesenden Walter Zimmermann für seine hervorragende Tätigkeit. Zu gegebener Zeit - wenn es das Virus wieder zulässt - wird ein großes Dankfest gefeiert werden.

In "normalen Zeiten" wäre das Patrozinium nun mit dem Pfarrfest weitergeführt worden. Dies musste aber leider wegen der Hygienevorschriften abgesagt werden.

Allen, die zum Gelingen dieser beiden Gottesdienste beigetragen haben sei dafür herzlich gedankt!

Text: Hans Aitl
Fotos: Konrad Späth, Stefan Franek, Gerhard Füchsl