Wir möchten die Grabnutzerinnen und Grabnutzer darüber informieren, warum die bisherige Wasserstelle auf dem Friedhof entfernt wurde und bislang keine neue eingerichtet werden konnte.
Die Wasserstelle befand sich an einem Standort, an dem ein neues Urnengemeinschaftsgrab angelegt wurde. Diese Entscheidung wurde im Rahmen der fortlaufenden Friedhofsplanung getroffen, um der steigenden Nachfrage nach pflegefreien Bestattungsformen gerecht zu werden. Das neue Urnengemeinschaftsgrab bietet Angehörigen eine würdevolle und zugleich pflegeleichte Möglichkeit der Bestattung. Wir weisen darauf hin, dass es sich nun um ein Grabmal und nicht um eine Gedenkstätte ohne Bestattungen handelt.
Leider kann keine neue Wasserstelle errichtet werden. Die Planung eines geeigneten alternativen Standorts erweist sich als schwierig. Ohne Hintergrundwissen erscheint die Umgestaltung eines Friedhofes problemlos machbar zu sein. Leider unterliegen Friedhöfe strengen Vorgaben aufgrund der Vorgaben des Grundgesetzes. Die Kirchenverwaltung hat das Thema mehrfach aufgegriffen und nach Möglichkeiten gesucht, eine dritte Wasserstelle anzubringen. Eine seitliche Anbringung am Leichenhaus ist leider nicht möglich, da die Kirchenstiftung hier aufgrund der Verengung des Weges der Streu- und Räumpflicht nicht mehr nachkommen könnte. Auch eine Verlegung an anderer Stelle wurde überlegt, wobei hier der Art 1 des Grundgesetzes zum Tragen kommt und hier eine Verlegung derzeit unmöglich macht. Sollten bei Grabungen Skelette geborgen werden müssen, wäre ein Spezialist für Ausgrabungen hinzuzuziehen, was neben den Baukosten auch erhebliche zusätzliche Kosten verursachen würde. Diese Kosten müssten wir in einer Erhöhung der Grabgebühren abbilden. In vielen Gesprächen mit älteren Mitbürgern wird die Anschaffung von Transportwagen als sehr positiv gesehen und die Entfernung von der Wasserstelle zu den Gräbern als zumutbar empfunden.
Wir nehmen die Anliegen unserer Grabnutzer sehr ernst und suchen im Rahmen des Möglichen nach Lösungen. Dennoch weisen wir darauf hin, dass Beschwerden und Kritik in Form von verbalen Angriffen an die Kirchenverwaltungsmitglieder nicht mehr angenommen werden.
Für konstruktive Gespräche stehen wir jedoch jederzeit gerne zur Verfügung.
Kirchenverwaltung St. Ägidius Bergen