Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach

Kirchenstr. 26, 83098 Brannenburg, Telefon: 08034-90710, E-Mail: PV-Brannenburg-Flintsbach@ebmuc.de

Aktuelle Veranstaltungen

Über Freude am Glück der anderen. Wie geht man mit Neidgefühlen um, um in Liebe zu wachsen?

Vortrag von P. Dr. Lukasz Steinert OCD
Mittwoch, 23. Juni 2021, 19.30 Uhr
Michaelskirche Brannenburg, Kirchenstraße 10
83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde  Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.

Eintritt frei

Anmeldung beim Bildungswerk Rosenheim
unter info@bildungswerk-rosenheim.de oder Tel. 08031-23072-10 
unter Angabe von Namen, Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse



Kurzbeschreibung des Vortrags:
Gleich zu Beginn ihrer autobiographischen Schriften fragt sich Therese von Lisieux verwundert, warum es so viele Unterschiede unter den Menschen gibt. Ihr Glaube an Gott, den liebenden Schöpfer und Vater aller Menschen gibt ihr die Antwort: Alle sind schön, denn alle wurden erschaffen, um auf je eigene Weise den Blick Gottes zu entzücken. Dies bedeutet für sie, sich selbst in die Haltung der Wertschätzung und Freude an der Schönheit und am Glück des Anderen einzuüben. Mit unbeschönigtem Realismus beschreibt sie aber auch, was es bedeutet, in konkreten und alltäglichen Begegnungen so zu leben. Denn, wie alle spirituellen Meister weiß sie, dass die Liebe, die sich am Wohlergehen des Anderen freut, einen listigen und gefährlichen Gegenspieler hat: den Neid. Thomas von Aquin definiert dieses Gefühl als Traurigkeit am Gut des Anderen, das das Wohl der anderen als Minderung des eigenen empfindet. Auch Joseph Epstein, ein durchaus moderner Autor, nennt den Neid die böseste von den klassischen Todsünden, da sie sowohl das private wie das gesellschaftliche Leben vergiften kann. In der spirituellen Tradition finden wir aber realistische und ermutigende Impulse, wie mit diesem Gefühl umzugehen ist, um in der Liebe und Freude zu wachsen.
 
Biographisches:
P. Lukasz Steinert OCD, Dr. theol., seit 1999 im Karmelitenorden, nach pastoralem Dienst in München Promotionsstudium in Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom, Promotion über Erich Przywara (2017). Er unterrichtet Theologie in Rom an der Päpstlichen Fakultät „Teresianum“ und ist als Exerzitienleiter und Referent tätig.
L. Steinert
P. Dr. Lukasz Steinert OCD

Gott der Rache – Gott der Liebe. Glauben Christen und Juden an den gleichen Gott?

Vortrag von Rektor Reiner Schübel
Mittwoch13. Oktober 2021, 19.30 Uhr
Diakoniehaus, Kirchenstr. 8
83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kichengemeinde  Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V. und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V.

Eintritt frei

Kurzbeschreibung des Vortrags:
Wenn Christen von Gott reden, so ist oft – unausgesprochen oder ausgesprochen – ein Gegensatz zum Alten Testament und damit zu Juden im Spiel: Danach ist Gott, wie er von Jesus ins Gespräch gebracht und im Neuen Testament dargestellt wird, ein liebender Gott, während der alttestamentliche Gott als Rache-, Richter- und Kriegsgott in Erscheinung tritt. Pointiert formulierte ein Theologe, Rache habe ihn „den eigenartigen religiösen Glauben des Alten Testaments scheiden gelehrt von der evangelischen Botschaft des Neuen“. Der Philosoph Peter Sloterdijk sieht dementsprechend Feindpsalmen als „jüdische Hassgebete“, mit denen Juden Gottes Rache fordern.
Der Vortrag gewährt einen unvoreingenommenen, vertiefenden Einblick in das Alte und Neue Testament, der überraschende Einsichten eröffnet; gerade auch im Blick auf das Gottesbild von Juden und Christen.
 
Biographisches:
Reiner Schübel, Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in München seit 2010. Von 2004-2009 war er Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken. Er studierte evangelische Theologie und Sozialwesen in Heidelberg, Tübingen und Nürnberg und lebte 1 ½ Jahre in Israel. Von 2002-2009 lehrte er u.a. als Dozent in der Diakonenausbildung in Rummelsberg auch zu Fragen des christlich-jüdischen Dialogs und war langjährig Vorsitzender des Evang. Bildungswerkes Fürth. Von 2009 bis Ende 2019 leitete er als zuständiger Kirchenrat das Referat für Diakonie und Gesellschaftsbezogene Aufgaben im Landeskirchenamt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und war u. a. der Verantwortliche für das Handlungskonzept der ELKB gegen Rechtsextremismus. Seit 1. Januar 2020 bekleidet Reiner Schübel das Amt des Rektors der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen und des Vorstandsvorsitzenden der Rummelsberger Diakonie e.V.
R. Schübel
Reiner Schübel

König Herodes am Toten Meer - Biblische Archäologie

Vortrag mit Bildern von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer 
Donnerstag, 10. Februar 2022
Diakoniehaus, Kirchenstr. 8
83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V. und der Gesellschaft Freunde Abrahams e.V. 

Eintritt frei

Kurzbeschreibung des Vortrags:
Am jordanischen Ufer des Toten Meeres entspringen heiße Thermalquellen, die man schon im Altertum zu nutzen wusste. König Herodes I. ließ sich in dem damals Kallirrhoe ("Schönbrunn") genannten Areal eine palastartige Villa für den Kurbadebetrieb errichten. Vor 30 Jahren grub das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes die herodianischen Anlagen aus. Zum Jubiläum ruft Prof. Stefan Jakob Wimmer, der damals leitend beteiligt war, die Ergebnisse aus der Zeit Jesu in Erinnerung und berichtet von der archäologischen Arbeit am tiefsten Punkt der Erde, von Beduinen und Bauern, von üppiger Vegetation bei extremer Trockenheit in einer damals noch fast unberührten Region.
 
Biographisches:
Stefan Jakob Wimmer, geb. 1963 in München, hat sieben Jahre in Jerusalem Ägyptologie und Archäologie studiert und im Orient als Archäologe gearbeitet. Er ist apl. Professor an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät und Lehrbeauftragter an der Kath.-Theol. Fakultät der LMU München, Fachreferent für Hebraica, Jiddisch, Alter Orient und Ägyptologie an der Orientabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Abrahams.
Stefan Jakob Wimmer
Stefan Jakob Wimmer

Essen ist meine Leibspeise - Ein Einblick in die jüdischen Speisevorschriften und die kulinarische Tradition

Vortrag von Rabbiner Steven E. Langnas
Donnerstag, 10. März 2022, 19.30 Uhr
Diakoniehaus, Kirchenstr. 8
83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V. und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V.
Eintritt frei

Kurzbeschreibung:
Ohne zu essen können wir nicht leben. Warum gibt es im Judentum bestimmte Speisevorschriften? Wie werden sie im Alltagsleben praktiziert und was für einen Einfluss haben sie auf jüdische kulinarische Traditionen? Was ist typisches jüdisches Essen?

Biographisches:
Steven E. Langnas, Rabbiner, geboren in Philadelphia (USA), studierte Geschichte und Theologie an der Yeshiva University (New York), wo er zum Rabbiner ausgebildet wurde. Nach langjähriger Tätigkeit als Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern unterrichtet er nun am Lehrstuhl für Religionspädagogik der LMU München. Er gründete das Münchner Lehrhaus der Religionen, und im Münchner Rat der Religionen ist er Mitglied des Sprecherrates. Über München hinaus beteiligt er sich am interreligiösen Dialog.
S. Langnas
Rabbiner Steven E. Langnas

Sunna und Schia – die frühe Spaltung im Islam

Vortrag von Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen
Donnerstag, 28. April 2022, 19.30 Uhr
Diakoniehaus, Kirchenstr. 8
83098 Brannenburg-Degerndorf

Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.

Eintritt frei
  
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Immer wieder, wenn vom Islam die Rede ist, wird auch von Sunniten und Schiiten gesprochen. Diese Ausdrücke bezeichnen eine frühe und sehr schmerzhafte Spaltung im Islam, die sich bis heute auswirkt. Der Geschichte dieser Spaltung und den sich entwickelnden unterschiedlichen Lehren werden wir an diesem Abend nachgehen.

Biographisches:
Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen ist seit 2007 Beauftragter für interreligiösen Dialog und Islamfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Rainer Oechslen
Rainer Oechslen

Im Namen Gottes? - Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen

Vortrag von Dr. Andreas Renz
Donnerstag, 13. Oktober 2022, 19.30 Uhr
Diakoniehaus, Kirchenstr. 8
83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, dem Evangelischen Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V. und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V.

Eintritt frei

Kurzbeschreibung des Vortrags:
Vor allem die monotheistischen Religionen werden heute vielfach als intolerant wahrgenommen und für Gewalt und Krieg verantwortlich gemacht. Tatsächlich gehört Gewalt zur Geschichte und Realität nahezu aller Religionen, wobei die Religion in den meisten Fällen weniger die Ursache als vielmehr die Legitimierung liefert. Der Vortrag geht diesen gewaltfördernden Traditionen auf den Grund, fragt aber auch nach den friedensfördernden Potentialen.
  
Biographisches:
Dr. Andreas Renz, Leiter des Fachbereichs Dialog der Religionen im Ordinariat München, Kath. Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München
Andreas Renz
Andreas Renz

Terminvorschau

23.6.2021
P. Dr. Lukasz Steinert OCD: Über Freude am Glück der anderen. Wie geht man mit Neidgefühlen um, um in Liebe zu wachsen?

13.10.2021
Rektor Reiner Schübel: Gott der Rache – Gott der Liebe. Glauben Christen und Juden an den gleichen Gott?

10.2.2022
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer: König Herodes am Toten Meer - Biblische Archäologie in Jordanien

10.3.2022
Rabbiner Steven E. Langnas: Essen ist meine Leibspeise - Ein Einblick in die jüdischen Speisevorschriften und die kulinarische Tradition

28.4.2022
Dr. Rainer Oechslen: Sunna und Schia - die frühe Spaltung im Islam

13.10.2022
Dr. Andreas Renz: Im Namen Gottes? - Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen