Pfarrverband Isen

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Mariä Lichtmess / Fest der Darstellung des Herrn

Eine dicke Schneeschicht hatte sich nachts über das Land gelegt, die Flocken wirbelten im Wind, die Bäume ächzten unter der weißen Last, die Schneepflüge machten Überstunden und die Reifen der Autos drehten durch. An solchen Tagen lässt man sein Fahrzeug lieber in der Garage – und dennoch konnte Pfarrer Kriechbaumer zahlreiche Gläubige zum Gottesdienst am Sonntag, den 3. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn und Tag nach Mariä Lichtmess, begrüßen. Denn auch wenn Mariä Lichtmess, um das sich zahlreiche Volksbräuche und Wetterregeln ranken, im Bauernkalender nicht mehr die große Bedeutung hat wie einst, so gehört es im schönen Bayernland nach wie vor zu den Festen im Kirchenjahr, die den Menschen besonders ans Herz gewachsen sind.
 
Mariä Lichtmess zählt zu den ältesten Festen der christlichen Kirche ( schon im 5. Jahrhundert wurde in Jerusalem der 40. Tag nach der Geburt Christi gefeiert) und es markierte lange Jahre das Ende der Weihnachtszeit, bis dieses im Rahmen der Liturgiereform 1970 auf den Sonntag nach dem Dreikönigstag festgelegt wurde. Doch auch heute noch stehen viele Weihnachtskrippen und Christbäume bis Mariä Lichtmess, noch heute beten Familien zu Hause unter dem Herrgottswinkel im Schein der geweihten Kerzen den Lichtmessrosenkranz, und wer würde nicht das Lukas-Evangelium kennen, in dem der greise Simeon das Gotteskind lobpreist: Denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
 
Ein Licht in die Herzen der Kirchenbesucher brachte auch der Festgottesdienst: Die Segnung der Kerzen, die Lichterprozession durch die Kirche, das gewaltige Evangelium mit den prophetischen Lobpreisungen von Simeon und Hannah, die Anrufungen „Herr, begleite sie mit deinem Segen“, die schönen neuen Lieder und der Blasiussegen am Schluss, bewirkten eine ganz besondere Stimmung, eine Eindringlichkeit, fast ein Vergessen von Raum und Zeit.
 
Die Andacht, in die man versunken war, löste sich nach dem Gottesdienst erst allmählich auf, Schritt für Schritt:  Beim Hinaustreten in die Vorhalle, im fröhlichen Stimmengewirr der Kirchenbesucher, die sich in kleinen Gruppen an den Stehtischen angeregt unterhielten, und sich über Kaffee und Tee aus fairem Handel ebenso freuten, wie über den neuen Treffpunkt „Kirchenkaffee“, zu dem Balthasar Nußrainer und der Pfarrgemeinderat eingeladen hatten.  
 
Der Homepageschreiber bittet um Nachsicht für die Qualität seiner Fotos und meint ansonsten ganz generell: Liebe Leute, geht in die Kirche, es ist schön und manchmal ist es wirklich super.
Mariä Lichtmess
Mariä Lichtmess
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