Pfarrverband Kraiburg

Marktplatz 33, 84559 Kraiburg a. Inn, Telefon: 08638-88570, E-Mail: PV-Kraiburg@erzbistum-muenchen.de
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Vergelt's Gott

Vergelt’s Gott fürs Lesen und Teilen dieser Gedanken zur Vorbereitung auf Pfingsten. Von Herzen wünsche ich dir frohe Pfingsten und viel Heiligen Geist, der dich immer wieder neu herausfordert und weiterbringt! Pfr. Michael Seifert
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Tag 10: Lass es deines Heils Vollendung sehn

Der freie Sockel an der Südwand des Altarraums der Kraiburger Marktkirche ist frei für dich!
Hä? Kapier ich ned. Das ist ja ein Heiligensockel. Und heilig bin ich nicht, will ich vielleicht auch gar nicht sein. Heilig ist ja a weng bigott. Und DAS will ich ja partout nicht sein. Was denken denn da die anderen?
Nun gut. Hab’s kapiert. Also nicht „heilig“. Mit der Alternative wirst du aber auch nicht sonderlich zufrieden sein, schätz ich mal: „Dann wirst du halt in der Hölle schmoren!“ Ok. Das könnte man jetzt noch ein wenig netter formulieren, macht’s aber auch nicht wirklich besser. Denn wer nach seinem Leben nicht „heilig“ ist, der ist eben verloren. Wer nicht in Gottes Nähe ist, ist halt weg von ihm – und das ist die Hölle.
Wahrscheinlich sträuben sich viele davor, heilig zu sein bzw. heilig zu werden, weil sie heilig mit perfekt, mit fehlerfrei, mit streberhaft, mit Kampfbeterinnen verwechseln. Darum geht es nicht. Heilig ist, wer im tiefen Vertrauen auf Gott ein Ticket für Gottes Reich löst, wer die Vollendung des Lebens erlangt (wer in den Worten Mandelas also mit Gott „am Ball“ bleibt“). Und dass dir das gelingt, wünsche ich dir mit der Kraft des Heiligen Geistes von ganzem Herzen. Deshalb: der freie Sockel ist frei für DICH!

Die heutige Challenge

Es ist unsere Abschiedschallenge, daher gibt’s heute gleich zwei. Wenn dir die Zeit zu wenig wird, dann geht Nr. 2 auch noch am Pfingstmontag.
1.       Jede Heilige und jeder Heilige wird mit einem Attribut, einem Zeichen, das für sein Leben steht, dargestellt. Überleg dir ein Zeichen, das für DEIN Leben (mit Gott) steht.
2.       Heilige sind Fürsprecher bei Gott. Beginn also schon mal zu üben und nutze deine fünf Minuten, um für EINEN Menschen zu beten, der deiner Meinung nach Gottes Geist, Gottes Kraft, Gottes Hilfe momentan besonders braucht!

Corona<br/>Pfingstsequenz<br/>Vertrauen<br/>Komm<br/>Taufkirchen

Tag 9: Gib dem Volk, das dir vertraut

Mit Pfarrersbesetzungen ist das gar nicht so einfach. Und ich meine jetzt nicht, weil wir eh so wenige sind. Nein: Pfarrei und Pfarrer sollten ja zumindest ein wenig zusammenpassen.
Mich in eine Großstadtpfarrei zu stecken, die am liebsten liturgischen Tanz oder nur vorlesungsreife, dogmatische Predigten liebt, wäre wohl nicht ganz so günstig. Für beide Seiten. Wobei ein wenig Herausforderung schon auch sein darf. Aber eben nicht nur. Jedenfalls müsste der, der mich wohin schickt, schon ein wenig wissen, wer ich bin. Nur so kann ich darauf vertrauen, dass es schon irgendwie passen wird.
 Ist es im Leben nicht auch so? Gott hat einen Plan für mich und mein Leben. Und natürlich habe ich auch einen Plan – wenigstens so ungefähr. Und am glücklichsten wird mein Leben dann, wenn mein und Gottes Plan sich zumindest annähern. Da Gott mich in- und auswendig kennt, darf ich durchaus darauf vertrauen, dass sein Weg nun nicht völlig daneben ist, auch wenn er mich wahrscheinlich oft genug auch herausfordert. Ich darf mich mit Gottes Geist vertrauensvoll in das Abenteuer stürzen, seinen Weg für mich zu suchen und immer wieder neu zu entdecken, was er mit mir vor hat – ohne mich selbst aufgeben zu müssen! Das ist oft gar nicht so einfach.
 
Jedenfalls bin ich froh, dass unsere Diözese nach wohl laaaaaanger und verzweifelter Suche einen Markt und ein paar Dörfer gefunden hat, die ein klein wenig durchgeknallte, reiselustige, eucharistieliebende 08/15-Pfarrer zumindest tolerieren.

Die heutige Challenge

Gott hat einen Plan für mich. Das ist schön und gut, wenn das zufällig auch mein Weg ist. Aber was, wenn ich mit etwas unzufrieden bin in meinem Leben, wenn etwas mich herausfordert?
Nur mal ganz hypothetisch: wenn das trotzdem Gottes Plan für mich wäre? Kann ich darin – mit den Augen Gottes betrachtet - einen Sinn entdecken? 

Pfingstsequenz<br/>Pfingsten<br/>Corona<br/>Navi

Tag 8: Lenke, was den Weg verfehlt!

Wisst ihr, wann ich mich das erste Mal so richtig alt gefühlt habe in meinem Leben? Als ich mit einigen Kraiburger Ministranten unterwegs war zur Vorfahrt für eine Minifreizeit... und mein jung-dynamischer Beifahrer mich dann auf der Autobahn fragte – mit dem Blick auf die Straßenkarten, die ich seit Jahren fast unbenutzt noch im Auto liegen hatte: „Herr Pfarrer, haben Sie die Zeiten auch noch erlebt, als man mit denen autogefahren ist?“
Nun gut. Heutzutage verwendet man ein Navi. Und die sind schon gar nicht verkehrt. Erleichtert es doch das Fahren ungemein, vor allem, wenn man allein unterwegs ist. Doch immer wieder hört man davon, wie Autofahrer im falschen Taufkirchen ankommen, in irgendwelchen Flussbetten landen, oder als LKW in Kraiburg am Thalhammer-Eck stecken bleiben, weil sie völlig kopflos dem Navi vertrauen.
Der Heilige Geist ist unser Navi durchs Leben. Aber er verlangt nicht, ihm kopflos zu folgen. Denn Glaube und Vernunft schließen sich nicht aus. Gott hat sich ja was dabei gedacht, dass er uns Menschen Verstand gegeben hat. Glaube und Vernunft ergänzen sich und befruchten sich und spielen sich nicht aus! Nur mit beiden kommen wir gut ans Ziel!

Die heutige Challenge

Es gibt ja immer wieder starken Tobak in unserem Glauben, Dinge, die uns herausfordern, mit denen wir uns schwer tun. Oft lehnen wir es schnell ab und gut ist.
Wähle eine solchen Punk aus, mit dem du dir schwer tust, und suche im Internet nach Gründen aus dem Glauben, die für diese These sprechen. Beschäftige dich mit deinem Verstand damit!
Vielleicht dauert diese Challenge länger als 5 Minuten. Aber es lohnt sich.

Corona<br/>Pfingstsequenz<br/>Komm<br/>Waschmaschine

Tag 7: Was befleckt ist, wasche rein

„Bist du ned ganz sauber?!“
Das ist jetzt nicht ganz so nett gesagt. Und hat auch in den seltensten Fällen etwas mit Dreck im herkömmlichen Sinn des Wortes zu tun. Aber es trifft’s doch auch ein wenig unser Leben.
Denn jede und jeder von uns ist doch auch mal nicht ganz sauber, haben Dreck am Stecken, machen Fehler oder – und das wird meistens vergessen – unterlassen es, Gutes zu tun. Als Menschen sind wir halt einmal nicht perfekt. Schon klar.
Und das Schöne an unserem Glauben: Wir haben die Lizenz zum Fehlermachen. 007 Gottes quasi. Wir dürfen nicht-perfekt sein, weil Gott uns immer wieder ein Netz spannt, in das wir relativ weich fallen, wenn was schief geht.
Der Heilige Geist ist es, der uns die Fehler verzeiht, und uns anspornt, uns zu verbessern. Nelson Mandela hat einmal in einem Brief aus dem Gefängnis an seine Frau Winnie geschrieben: „Vergessen wir nie, dass ein Heiliger ein Sünder ist, der am Ball bleibt.“
Bleiben wir also am Ball!

Die heutige Challenge

Nimm dir Zeit, reinen Tisch zu machen. Zu überlegen, was gerade gut in deinem Leben läuft, wo du andere froh machst. Dafür darfst du dem Heiligen Gott danken und auch voll und ganz stolz auf dich sein. Er ist’s schließlich auch!
Und dann genauso ehrlich zu schauen, wo sind meine Fehler, meine Schwächen, wo bin ich „ned ganz sauber“?
Ich weiß, des ist jetzt a weng heikel und braucht Mut. Aber wenn du damit auch noch zur Beichte gehst, wird dir der Heilige Geist begegnen als der „Weiße Riese“ deines Lebens!

Tag 6: Ohne dein lebendig Wehn

Eine kleine Zeit meines Lebens durfte ich ja in Irland wohnen. Mit mir lebte dort der Wind, ein ständiger Begleiter. Und so nervig das manchmal auch sein konnte, so wunderschön auch. Denn der Wind hat die Wolken halt beständig über die Insel gefegt und zu genialen, ständig sich ändernden Schattenspielen auf den Hügeln geführt. Das gleiche „Motiv“ war ständig anders, lebendig halt, nie langweilig.
Beim Glauben ist das auch so. Auch er ist lebendig. Und eben nicht eine nette Statue, Nippes, das irgendwo einmal aufgestellt wird. Etwas, das man halt hat, weil’s auch irgendwie dazugehört, aber dann schnell verstaubt. Denn er ist eben Beziehung, Freundschaft mit dem lebendigen Gott. Und dessen Geist treibt auch ständig mit seinem Wind die Wolken durch mein Leben. Lässt mal regnen, mal die Sonne scheinen. In jedem Fall ist er aber mein ständiger Begleiter – und so wird’s nicht langweilig mit ihm in meinem ganz persönlichen Leben. Manchmal durchaus nervig, oft genug aber auch nur genial!
Irland<br/>Pfingstsequenz<br/>Corona<br/>Komm
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Die heutige Challenge

Überlege, wie du in deinem Alltag – sagen wir mal in fünf Minuten pro Tag – deine Beziehung zu Gott lebendig halten kannst. Und versuch das dann umzusetzen. Ein Tipp: erst mal abstauben!

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Tag 5: Dring bis in der Seele Grund

Man kann’s drehen und wenden wie man will. Der erste äußere Eindruck, den ich von meinem Gegenüber habe, lässt mich ihn / sie in kürzester Zeit in eine Schublade stecken: sympathisch – unsympathisch; kultiviert – Trampel; Engel – Depp.
Vielleicht revidiert man später diese erste Einschätzung, aber oft genug bleibt’s dabei – manchmal auch zu unrecht. Wir würden uns überfordern, wenn wir erst einmal bei jedem Menschen, mit dem wir es zu tun bekommen, stundenlang darüber nachdenken, ob wir ihn gut und schlecht finden. Schon klar. Aber trotzdem ist es schade, wenn so viel nur über die „Oberfläche“ geht. Denn da hätt ich manchmal auch Angst vor mir selbst (siehe Bild)!
Was sind wir Menschen nicht für spannende Wesen, wenn man erst einmal in die Tiefe bohrt. Wieviel ist da in mir selber auch verborgen, das ich erst nach und nach hebe? So manches Talent, so manches Bedürfnis, das ich erst viel später im Leben entdecke!
Gott sei’s gedankt, dass der Heilige Geist tiefer bohrt und immer wieder neu eindringt in mein Innerstes. Was es da nicht alles Cooles zu entdecken gibt!?

Die heutige Challenge

Such dir einen Menschen aus, den du ganz tief in die Schublade „unsympathisch“ gesteckt hast. Und suche – mit Hilfe des Heiligen Geistes – zwei, drei positive Eigenschaften dieses Menschen! Gar nicht so einfach, ändert aber manchmal den Blick auf jemanden entscheidend.

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Tag 4: Hauchst in Hitze Kühlung zu!

Eigentlich war’s ganz schee. Die paar hundert Kilometer von kurz nach Passau bis Wien zu radeln. Schöne Landschaften. Gute Gesellschaft. Nicht mal das Treten an sich (nur mit einem PS, einer Pfarrerstärke also) war ein Problem. Ein wenig mein furchtbar unbequemer Sattel und vor allem die Hitz‘! Die ganzen Tage: rund um 35 Grad --- meist pralle Sonne die Donau entlang.
Wie schön ist da eine Pause im Schatten! Wie gut tut da ein kleiner Hauch von Kühle! Das macht dir wieder klar, wie schön du es eigentlich grad hast!
Ist das nicht in unserem Leben auch so? Überhitzen wir da nicht auch manchmal? Die pralle Sonne so mancher Sorgen und Probleme brennt unbarmherzig auf uns herab, das ewige Hamsterrad, das sich irgendwie immer schneller zu drehen scheint, powert uns aus (vielleicht in Coronazeiten ein wenig weniger, aber auch nur vielleicht). Manchmal vergisst man darüber glatt die Schönheit des Lebens um einen herum! Da hilft’s nix! Eine Pause im Schatten muss her!
Pfingstsequenz<br/>Pfingsten<br/>Corona

Die heutige Challenge

Gönn dir inmitten deiner Aufgaben und der Herausforderungen des heutigen Tages fünf Minuten Rast.  Und zwar eine bewusste Pause. Bitte den Heiligen Geist dabei, dass er dir klar macht, was er dir alles Schönes und Gutes um dich herum schenkt! Auch jetzt in diesem Augenblick.

Tröster<br/>Pfingstsequenz

Tag 3: Komm, du Tröster in der Zeit

Es war der Weg von Stein an der Traun nach St. Georgen. Klein Michael auf dem Radlsitz auf dem Radl der Mama verstaut. Aber ruhig halten, das ging halt gar nicht. Und so kommt, was kommen musste: ein Fuß landet in den Speichen des Radls. Schmerz. Geschrei. Tränen.
Und eine Mama, die – wohl selber geschockt – getröstet hat, was das Zeug hält. Natürlich konnte sie nichts vom Schmerz nehmen, der Fuß war ja noch dran. Aber es tat halt einfach gut, jemanden da zu haben, der für einen da ist, der dich beruhigt, der Halt gibt. Eine gute Trösterin halt.
Auch der Heilige Geist ist so ein Tröster. Es tut einfach gut zu wissen, dass er da ist. Und ich nicht allein im Regen stehen muss, selbst wenn  ich noch so auf die Schn… gefallen bin. Vielleicht kann er nicht alle Probleme lösen, allen Schmerz wegzaubern (wie die Mama damals), aber er kann die Kraft geben, mit der Situation fertig zu werden.

Die heutige Challenge

Sei eine Trösterin, ein Tröster! Nimm dir nur fünf Minuten Zeit, jemandem, von dem du weißt, dass es ihr / ihm schlecht geht, zu trösten: weil da jemand einen lieben Menschen verloren hat; weil jemand einsam ist… Und denk dran: Trösten heißt nicht, jemandem einzureden, dass es  gar ned so schlimm ist; oder jemanden zu ver-trösten. Trösten heißt: da sein! Ein Zeichen der Nähe geben. „Live“, am Telefon, durch einen altmodischen Brief.

Armut<br/>Corona<br/>Pfingstsequenz

Tag 2: Komm der alle Armen liebt

An der Decke der Kraiburger Marktkirche sind acht Engel gemalt, die die acht Seligpreisungen der Bergpredigt auf Spruchbändern in Händen halten. Also auch Jesu Wort: „Selig, die arm sind vor Gott.“
Es ist ein geniales künstlerisches Konzept, das dahinter steht. Denn es wird damit deutlich: Die, die da jetzt drunter sitzen in den Kirchenbänken, die sind damit gemeint.
„Puh“, werden sich jetzt die einen denken, „Glück gehabt, dass ich schon so lange nicht mehr da gesessen bin.“ – „Ich und arm?“, werden sich jetzt andere fragen.
Denn wirklich arm – auch wenn es das natürlich gibt auch bei uns (der arme Rentner, die alleinerziehende Mutter, die schauen muss, sich und ihre Kinder irgendwie durchzubringen; die Familie, die so viel Pech hatte im Leben…) – sind dann doch die wenigsten bei uns.
Aber trotzdem: Jeder, der sich da in unsere Kirchenbank setzt, ist mit den „Armen“ gemeint. Und das muss jetzt nicht heißen, dass ich mir nur eine ärmliche Hütte zum Hausen leisten kann. Ich kann arm sein an Liebe; an Anerkennung; an Talent beim Fußballspielen; an der Fähigkeit, Pflanzen überleben zu lassen oder einen Computer richtig zu bedienen; ich kann arm sein an Einfühlungsvermögen anderen gegenüber, an Taktgefühl, an Glauben…
Ich behaupte: Jeder und jede von uns ist arm. An irgendeiner Stelle. Oft genug überdecken wir das. Spielen „Alleskönner-Superstar“. Doch vor Gott dürfen wir auch arm sein. Und uns ausstrecken zu ihm, der uns in unserer Armut nah sein will: „Selig, die arm sind vor Gott!“

Die heutige Challenge

Suche nach einer Armut in dir! Überlege, an was du „arm“ bist in deinem Leben.
Und bitte den Heiligen Geist, dir zu helfen, diese Armut einzugestehen. Das ist der erste Schritt, dass Gott und andere dir helfen können. Und merke dir: Wirklich jeder von uns ist arm an irgendeiner Stelle! Das nimmt viel Druck aus deinem Leben!

Corona<br/>Pfingstsequenz<br/>Elefanten

Tag 1: Komm herab, o Heil'ger Geist

„Danke, ich schaff des scho aloa!“ Oder, wie es mein Vater immer wieder gesagt hat: „Macht’s eich koane Umständ!“
So reagieren viele Menschen doch, wenn wir ihnen Hilfe anbieten wollen. Es ist scheinbar gar ned so einfach, Hilfe anzunehmen oder gar um Hilfe zu bitten. Denn dann müssten wir ja zugeben, dass wir etwas nicht selber im Griff haben! Das ginge gegen unseren Stolz, unsere Selbstsicherheit und ja – vielleicht auch die Illusion, dass wir völlig frei und unabhängig durchs Leben gehen können.
Und doch wird (fast) jeder Mensch im Lauf seines Lebens irgendwann an den Punkt kommen, an dem er sich eingestehen muss: „Allein schaff ich’s eben ned.“ Und das ist auch kein Beinbruch, nichts Ehrenrüchiges. Das ist menschlich. Das ist normal. Wir können nicht alles selber können. Wir dürfen Hilfe brauchen! Jede und jeder von uns! Nur gemeinsam, mit dem Blick füreinander, sind wir stark.
Wir sind in den Tagen vor Pfingsten und in den nächsten Tagen möchte ich euch und sie begleiten mit ein paar Gedanken und Impulsen unter der Überschrift „Komm“, Heiliger Geist!
Und da ist er doch gleich auch schon, der große Schrei nach Hilfe! „Komm, hilf uns! Hilf mir, Heiliger Geist! Denn alleine kriegen wir’s eben nicht gebacken in dieser Welt mit all seinen Baustellen, auch mit all MEINEN Baustellen!“
Der Heilige Geist ist eine große Kraft, die uns antreibt, aber eben auch immer wieder herausfordert. Deshalb wird es in diesen nächsten Tagen auch immer eine Herausforderung geben, die ich euch und ihnen ans Herz legen werde und die man in 5 Minuten erledigen kann bzw. über die man 5 Minuten nachdenken sollte:  eine 5-Minuten-Challenge eben!

Die heutige Challenge

Überlege, wann du das letzte Mal Hilfe abgelehnt hast oder du dich geschämt hast, um Hilfe zu bitten! Und nimm dir fest vor, - ganz selbstbewusst - das nächste Mal anders zu reagieren!

Die Pfingstsequenz

1. Komm herab, o Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in unsere Welt.
2. Komm der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
3. Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.
4. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
5. Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.
6. Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
7. Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
8. Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
9. Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
10. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Amen.