Pfarrverband Petershausen-Vierkirchen-Weichs

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Der Impuls im April - Osterzeit An jedem Monatsanfang findest du hier einen neuen Impuls.

Der Impuls in diesem Monat bezieht sich auf das Lied "Seltsam" von Clemens Bittlinger. Das Lied "Seltsam" schrieb Clemens Bittlinger zusammen mit seiner Familie, als sie zusammen in Quarantäne mussten. Das war kurz vor Ostern im letzten Jahr. Ein Jahr später ist dieses Lied nach wie vor aktuell. Ich finde in dem Lied vieles, was mich an Ostern denken lässt. Insbesondere an das, was Jesus und seine Freunde/Freundinnen erlebt haben.

Klicke auf den Link und du kannst dir das Lied auf YouTube anhören.
Seltsam von Clemens Bittlinger

Der Titel des Liedes ist Seltsam.
Seltsam muss es für die Freunde/Freundinnen von Jesus gewesen sein, als er ihnen eröffnete zum letzten Mal mit ihnen zusammen zu essen.
Seltsam, als er sagte, einer von euch wir mich verraten.
Seltsam, als er seinen Weg mit dem Kreuz ging Seltsam, als Jesus am Kreuz stirbt.
Und wie seltsam muss es erst gewesen sein, dass als sie merkten, Jesus lebt, obwohl sie ihn tot gesehen hatten.

In den ersten Strophen des Liedes singt Clemens Bittlinger über die Einsamkeit und das Allein sein. Wie allein hat sich wohl Jesus gefühlt, als er seinen Weg ohne die Freunde/Freundinnen gehen musste, die ihm so wichtig geworden sind?

Dieser Weg war grausam, einfach nur grausam. Sowohl für Jesus, als auch für jene, die eigentlich zu ihm standen und auch für jene, die Jesus los werden wollten.

In dieser Situation stellt sich für die Freunde/Freundinnen Jesus die Frage nach der Zukunft. Wie kann es für sie ohne Jesus weitergehen? Wie sollen sie weiter machen, nachdem ihr Meister tot am Kreuz hängt?

Jesus hat sich in diese Situation eingefügt. Am Ende hat er sich die Regeln diktieren lassen. Nachdem, was seine Freunde mit ihm alles erlebt haben, mussten sie sprachlos über sein Verhalten gewesen sein.

Es sind die Frauen, die als Erste anfangen, ihren Schock zu überwinden, beginnen mit der Situation umzugehen, und tätig werden. Sie sind die Ersten, die die Nachricht erfahren: Jesus lebt. Er lebt wahrhaftig. Ihr Meister hat sie nicht verlassen.

Wie seltsam heilsam das gewesen sein muss. Sie erzählen es weiter. Sie gehen zu den anderen, die nun auch erfahren, dass Jesus lebt und immer mitten unter ihnen sein wird. Sie merken, wie sehr sie aufeinander angewiesen sind und dass sie jetzt erst recht nicht mehr allein leben können.

Gemeinsam werden sie sich an Jesus und seine Worte und Taten erinnern – und danach leben. Jeder und Jede trägt ihren/seinen Teil zur Gemeinschaft bei. Die Gemeinschaft wächst.

Für Jesus muss es wie das Heimkommen nach einer langen Reise gewesen sein. Für die Freunde/Freundinnen Jesu hat die Reise gerade erst begonnen.
 
Hier kannst du die Bibelstelle dazu nachlesen